Live-Ticker zur Covid-19-Pandemie

Corona in NRW: Laumann lehnt Ausgangssperre ab +++ Mehrheit für Testpflicht an Schulen

Die dritte Welle des Coronavirus (SARS-CoV-2) dominiert das Leben in Deutschland und NRW. Über alle Entwicklungen zur Covid-19-Pandemie informiert RUHR24 im Live-Ticker.

Kreis/StadtInzidenz, 16. April (Vortag)
NRW (gesamt)162,7 (+4,1)
Dortmund172,9 (+10)
Bochum141,1 (+2,5)
Duisburg212,2 (+7)
Essen135,7 (-0,3)
Gelsenkirchen206,4 (+1,9)
Kreis Recklinghausen189,9 (+5)
Kreis Unna208,4 (+4,1)

Dieser Ticker wird nicht mehr aktualisiert. Alle Entwicklungen zum Coronavirus in NRW gibt es im neuen Ticker.

Corona-Update für NRW: Kreis Unna uneinig mit Land

Update, Freitag (16. April), 17.47 Uhr: Wegen der steigenden Inzidenzwerte hatte der Kreis Unna strengere Corona-Schutzregeln beschlossen. Die entsprechende Allgemeinverfügung lag dem Landesgesundheitsministerium zur Entscheidung vor. In einem Punkt waren die beiden Parteien sich allerdings uneinig, in einem anderen gab es bisher keine Entscheidung. Der Kreis Unna verzichtet auf ein Inkrafttreten der Regelungen am Samstag und wartet auf die Entscheidung aus Düsseldorf.

Fest steht aber: Die für Montag (19. April) geplante Einführung des Wechselunterrichts an Schulen wird vorerst nicht stattfinden. Nur Abschlussklassen dürfen am Präsenzunterricht festhalten. Die Testpflicht bleibt dabei erhalten.
 
Den vom Kreis Unna angestrebten Verzicht auf eine Ausgangssperre durch Einführung einer strengeren Kontaktsperre zwischen 21 und 5 Uhr trägt das Land nicht mit. Ob es nun zu einer Ausgangssperre für den gleichen Zeitraum im Kreis Unna kommen wird, ist noch unklar.

Coronavirus in NRW: Laumann lehnt Ausgangssperre ab

Update, Freitag (16. April), 17.14 Uhr: NRWs Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sich klar gegen landes- oder bundesweite pauschale Ausgangssperren positioniert. Die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes sieht unter anderem Ausgangsbeschränkungen ab 21 Uhr vor, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer Stadt über 100 liegt. „Hier bin ich fundamental anderer Auffassung“, sagte Laumann.

Laumann will stattdessen weiter darauf setzen, möglichst viele Menschen zu motivieren, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. NRW habe für Tests bereits „eine Riesenstruktur aufgebaut“.

NRW-Oberverwaltungsgericht erhält Klagen gegen Corona-Testpflicht

Update, Freitag (16. April), 16.57 Uhr: Das NRW-Oberverwaltungsgericht kämpft mit einer Klagewelle im Zusammenhang mit der Corona-Testpflicht an Schulen. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin gegenüber dem WDR gab es bei keinem anderen Corona-Thema in kurzer Zeit so viele Eingänge von Bürgern.

Bis jetzt haben sich insgesamt 50 Schüler, die von ihren Eltern vertreten werden, an das Gericht gewandt. Teilweise klagen demnach in einem Verfahren mehrere Geschwisterkinder.

Laut Umfrage: Mehrheit befürchtetet Corona-Tests an Schulen

Update, Freitag (16. April), 16.23 Uhr: Zu den verpflichtenden Coronatests in Kitas und Grundschulen haben die Sender RTL und n-tv die Meinung per Trendbarometer erfragt. Demnach erachten 46 Prozent der Teilnehmer die Verpflichtung als „nicht richtig“. 53 Prozent sind allerdings für die verpflichtenden Schnelltests für Kinder. Insbesondere Personen über 60 Jahre befürworten das Prozedere mit 76 Prozent.

Corona in NRW: Aktuelle Zahlen aus Dormtund

Update, Freitag (16. April), 15.54 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet 204 weitere Infektionen mit dem Coronavirus. Damit wurde Covid-19 in der Stadt insgesamt 22.876-mal nachgewiesen. Der erwartete Inzidenzwert liegt nach Berechnung mit der RKI-Methodik bei 188,7. Außerdem meldet die Stadt einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit Corona. Ein 78-jähriger Mann ist ursächlich an dem Virus verstorben. Die Zahlen im Überblick:

Aktuell infiziert1.705
Gelten als genesen20.838
Stationär behandelt122
Verstorben (ursächlich an Covid-19)223

Angela Merkel mit Astrazeneca gegen Corona geimpft

Update, Freitag (16. April), 15.28 Uhr: Gestern ist die Information bereits durchgesickert, heute hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihre Erstimpfung mit dem Impfstoff von Astrazeneca erhalten. „Ich freue mich, dass ich heute die Erstimpfung mit Astrazeneca bekommen habe. Ich danke allen, die sich in der Impfkampagne engagieren – und allen, die sich impfen lassen. Das Impfen ist der Schlüssel, um die Pandemie zu überwinden“, zitiert Regierungssprecher Steffen Seibert die Kanlzerin auf Twitter.

Wegen Corona: Kletterparks in NRW bleiben dicht

Update, Freitag (16. April), 15.16 Uhr: Das Land NRW hat auf zwei widersprüchliche Gerichtsurteile zu Kletterparks reagiert und die Corona-Schutzverordnung geändert. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hatte erst einem Kletterpark in Velbert den Betrieb untersagt und dann einem anderen in Nettetal die Öffnung erlaubt. Der Grund: Das Gericht hatte die Anlagen unterschiedlich eingestuft. Einmal als Freizeitpark und einmal als Sportstätte. Damit das nicht mehr passieren kann, müssen laut der neuen Corona-Schutzverordnung ausnahmslos alle Kletterparks, Hochseilgärten und auch Minigolfanlagen zu bleiben.

Corona-Ausbruch in Altenheim trotz Impfung

Update, Freitag (16. April), 14.44 Uhr: In einem Altenheim in Remscheid haben sich mehrere Menschen mit dem Coronavirus infiziert - trotz Impfung. Bei zwölf der 60 Bewohner seien PCR-Tests positiv ausgefallen, obwohl sie zweimal geimpft worden seien, teilt die Stadt mit. Außerdem seien zwei Mitarbeiter infiziert, die auch schon den vollen Impfschutz hätten. Ein weiterer positiv getesteter Mitarbeiter habe bisher nur die Erstimpfung erhalten.

Allen Betroffenen gehe es gut. Sie hätten keine Symptome oder nur leichte Erkältungsbeschwerden. Auch in einem Altenheim in Leichlingen hatten sich mehrere Bewohner und Mitarbeiter mit Corona infiziert, obwohl sie bereits zweifach geimpft sind.

Corona in NRW: „Extraschicht“ im Ruhrgebiet findet auch 2021 nicht statt

Update, Freitag (16. April), 14.05 Uhr: Das Kulturfestival „Extraschicht“ ist eigentlich ein jährliches Highlight für Menschen aus dem Ruhrgebiet und angrenzenden Regionen. Aufgrund der Corona-Pandemie fällt der Klassiker allerdings auch in diesem Jahr aus. Schon 2020 wurde das Fest abgesagt.

Axel Biermann von der Ruhr Tourismus GmbH erklärte in einer Mitteilung, dass größere Ansammlungen von Menschen wohl auch in naher Zukunft nicht erlaubt sein werden. Es sei deshalb „nicht verantwortbar, die Extraschicht zu organisieren“. Zu einem späteren Zeitpunkt könne man das Event an 50 Spielorten in 24 Städten aufgrund des hohen organisatorischen und logistischen Aufwands nicht stattfinden lassen.

Coronavirus in Dortmund: Stadt plant radikale Maßnahmen – Land liegt Allgemeinverfügung vor

Update, Freitag (16. April), 13 Uhr: Die Stadt Dortmund reagiert auf steigende Corona-Zahlen und will viele Bereiche des öffentlichen Lebens wieder dicht machen. Der Landesregierung habe man einen entsprechenden Entwurf zukommen lassen. So soll es etwa kein Click and Meet mehr geben und der Unterricht an den Schulen soll weiterhin auf Distanz stattfinden.

Corona in NRW: Gesundheitsminister Laumann sieht allgemeine Ausgangssperren skeptisch

Update, Freitag (16. April), 12.51 Uhr: Die vom Bund geplante „Bundes-Notbremse“ sieht Ausgangsbeschränkungen vor, sollte die Sieben-Tage-Inzidenz in einer Region sieben Tage lang über dem Wert von 100 liegen. In Düsseldorf sieht man das Vorhaben kritisch. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hält nichts von allgemeinen Ausgangssperren. Diese rechtssicher zu machen, sei ein „Kunststück“.

Coronavirus: Hitzige Debatte im Bundestag über „Bundes-Notbremse“ – Merkel fordert Tempo

Update, Freitag (16. April), 11.53 Uhr: Am Vormittag debattierte der Bundestag über die Änderung des Infektionsschutzgesetzes („Bundes-Notbremse“). Aus der Opposition wurde besonders Kritik an den geplanten nächtlichen Ausgangssperren laut. Die FDP drohte sogar mit einer Verfassungsbeschwerde.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) appellierte zu Beginn der Debatte, dass die Lage „sehr ernst“ sei. Die verzweifelten Rufe der Intensivmediziner müssten erhört werden. Das Gesetz soll künftig für bundesweit einheitliche Regelungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie sorgen. Unter anderem, in dem in Hotspot-Kreisen (Inzidenz sieben Tage über 100) eine Ausgangsbeschränkung ab 21 Uhr gilt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wies erneut auf die Notwendigkeit der „Bundes-Notbremse“ hin.

AfD-Fraktionschefin Alice Weidel sah in dem Gesetzentwurf ein „alarmierendes Dokument obrigkeitsstaatlichen Denkens“. Angela Merkel wolle die Bürger tagsüber gängeln und nachts einsperren, so Weidel. Im Bundestag ist die Verabschiedung des Gesetzes für Mittwoch (21. April) vorgesehen. Anschließend muss es noch den Bundesrat passieren.

NRW verlängert Coronaschutzverordnung – Änderung bei Modellprojekten und im Freizeitbereich

Update, Freitag (16. April), 10.41 Uhr: Das Land Nordrhein-Westfalen hat die Coronaschutzverordnung bis zum 26. April verlängert. Die Fassung wurde um zwei Punkte erweitert. Sie betreffen die geplanten Modellregionen und den Freizeitbereich. Zudem gelten in NRW strengere Regeln an den Schulen als vom Bund vorgeschrieben.

Corona in NRW: Oberbergischer Kreis ergreift härtere Maßnahmen gegen Coronavirus

Update, Freitag (16. April), 10.07 Uhr: Der Oberbergische Kreis hat aufgrund der hohen Corona-Fallzahlen schärfere Maßnahmen beschlossen. Die Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Bereich gelten dort fortan auch im privaten Raum. Zudem gilt ab Samstag (17. April) eine nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr.

Ab Montag (19. April) gilt zudem eine neue Testpflicht für bestimmte Dienstleistungen – etwa der Friseurbesuch, nichtmedizinische Fußpflege und der Besuch von Sonnenstudios. Außerdem werden die Schüler abseits der Abschlussklassen am Montag nicht an die Schulen zurückkehren. Sie bleiben vorerst im Distanzunterricht.

„Wir stellen fest, dass die Klinikbetten sowohl in den Krankenhäusern des Oberbergischen Kreises, aber auch in der gesamten Region knapp und knapper werden. Insbesondere im intensivmedizinischen Bereich“, begründet Landrat Jochen Hagt (CDU) die Maßnahmen.

Coronavirus in NRW: Nächste Personengruppe kann Termine für Corona-Impfung vereinbaren

Update, Freitag (16. April), 9.08 Uhr: Das Land Nordrhein-Westfalen hat angekündigt, dass die Impfkampagne gegen das Coronavirus an Fahrt aufnehmen soll. Seit Freitagmorgen (8 Uhr) können Menschen der Geburtsjahrgänge 1944 und 1945 einen Impftermin vereinbaren. Die entsprechenden Buchungssysteme der Kassenärztlichen Vereinigungen wurden dafür freigeschaltet.

Bereits am Montag (19. April) soll das – ebenfalls um 8 Uhr – auch für die Jahrgänge 1946 und 1947 möglich sein. Die Termine können laut Gesundheitsministerium auch paarweise gebucht werden. Das Alter des jeweiligen Lebenspartners spielt keine Rolle. Je nach Verfügbarkeit sollen die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna zum Einsatz kommen.

NRW-Gesundheitsminister Karl Josef-Laumann drückt beim Impfen aufs Tempo.

Corona in NRW: Über 5.700 Neuinfektionen mit dem Coronavirus – Inzidenz gestiegen

Update, Freitag (16. April), 8.14 Uhr: Während die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland im Vergleich zum Donnerstag stagniert, ist sie in Nordrhein-Westfalen um 4,1 auf 162,7 gestiegen. Das Landeszentrum Gesundheit (LZG) meldete am Freitagmorgen 5.717 Neuinfektionen mit dem Coronavirus und 52 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

Remscheid blieb mit einem Inzidenzwert von 336,8 mit Abstand „Spitzenreiter“ in NRW. Dahinter folgten Hagen (276,1), der Oberbergische Kreis (248,8) und Mülheim an der Ruhr (227,4). Inzwischen liegt die wichtige Kennziffer in 13 Kreisen und kreisfreien Städten über 200.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland gibt es nur noch einen Kreis und eine kreisfreie Stadt, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 lag. Für den Kreis Coesfeld wies sie das LZG am Freitagmorgen mit 87,9 aus. In Bottrop war der Inzidenzwert mit 79,1 noch niedriger. Im Vergleich zum Donnerstag sank er dort um 11,1.

Landessportbund NRW wünscht sich Nachbesserungen beim Infektionsschutzgesetz

Update, Freitag (16. April), 7.30 Uhr: Ab einer Inzidenz von 100 darf lediglich kontaktloser Individualsport alleine, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes betrieben werden. Das gilt auch für Kinder, die ansonsten von den allgemeinen Kontaktbeschränkungen nicht betroffen sind.

Es sei, so der Landessportbund NRW, zu kritisieren, dass Kindern (bei hohen Inzidenzen) verboten wird zusammen und unter Anleitung Sport zu treiben. Sport im Freien müsse, auch aufgrund der jüngsten Erkenntnisse der Aerosolforscher (Update, Mittwoch (14. April), 14.33 Uhr), möglich sein.

Sport für Kinder bis einschließlich 14 Jahren dürfen bis zu einer Inzidenz von 100 in 20er Gruppen Sport machen. Der LBS sorgt sich um Langzeitschäden bei körperlicher und seelischer Gesundheit. Diese, so der LSB NRW, müssen bei einer Neufassung des Infektionsschutzgesetzes mit einbezogen werden.

Coronavirus: RKI meldet am Freitag über 25.000 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2

Update, Freitag (16. April), 6.11 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Freitagmorgen 25.831 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Zudem sind bundesweit 247 weitere Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 160,1.

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Deutschland 3.099.273 positive Fälle registriert. Von ihnen gelten rund 2.752.000 als genesen. Die Zahl der Todesfälle lag insgesamt bei 79.628.

Corona-Update für NRW: Einzelhandel und Gastronomie klagt gegen Notbremse

Update, Donnerstag (15. April), 22.48 Uhr: Die Bundesregierung hat den Einzelhandel wohl endgültig empört - und zwar mit der geplanten Änderung des Infektionsschutzgesetzes und der bundesweiten Corona-Notbremse. Eine Gruppe von Händlern und Gastronomen aus NRW hat sich zusammengeschlossen, um juristisch gegen die Schließung der Betriebe vorzugehen.

„Die Regierung zwingt uns, weitere juristische Schritte zu unternehmen, weil wir schlicht am Ende sind“, sagt Alexander von Preen, Vorstandschef des Sporthandelsverbunds Intersport, dem Handelsblatt. „Wir sind jetzt an dem Punkt, wo wir überlegen, die gesetzlichen Regelungen vom Bundesverfassungsgericht prüfen zu lassen“, sagt von Preen. Das Ziel: eine Rücknahme des Lockdowns für den Handel oder eine Entschädigung der erlittenen Verluste.

Corona: Weitere Stadt in NRW zieht die Notbremse mit Ausgangssperre

Update, Donnerstag (15. April), 22.08 Uhr: Die Stadt Wuppertal hat heute beschlossen, die Corona-Notbremse zu ziehen. Der Inzidenzwert in der Stadt liegt über 200, die Belegung der Intensivbetten sei „besorgniserregend“, wie die Wuppertaler Rundschau berichtet.

Neben den in Wuppertal bereits geltenden Beschränkungen der privaten Kontakte (höchstens ein Haushalt mit einer weiteren Person, insgesamt höchstens fünf Menschen, Kinder bis 14 Jahre ausgenommen) gilt die neue Corona-Regel der Ausgangssperre. Diese gilt von abends 21 Uhr bis morgens 5 Uhr. In dieser Zeit darf man die eigene Wohnung oder das eigene Grundstück nicht mehr verlassen.

Corona: Kreis Unna in NRW verzichtet auf Ausgangssperre

Update, Donnerstag (15. April), 20.38 Uhr: Seit heute liegt der Inzidenzwert im Kreis Unna über der Marke von 200 Punkten. Der Krisenstab will darauf mit einer neuen Allgemeinverfügung reagieren. Diese soll dann am Samstag (17. April) in Kraft treten.
 
Landrat Mario Löhr bittet eindringlich darum, die kommenden Regeln zu beachten: „Wir tragen jetzt gemeinsame Verantwortung dafür, dass wir nicht zu drastischeren Maßnahmen greifen müssen – befolgen Sie bitte die Regeln!“

Der Kreis Unna verzichtet auf eine Ausgangssperre.

Der Krisenstab hat sich jedoch gegen die Ausgangssperre entschieden. Stattdessen wird eine „weitgehende Kontaktsperre“ eingeführt, wie der Kreis mitteilt. Private Zusammenkünfte sind auf maximal fünf Personen beschränkt. Größere Haushalte dürfen sich nur noch mit einer weiteren Person treffen. Von 21 Uhr bis 5 Uhr morgens ist der Kontakt mit Personen aus anderen Haushalten untersagt.

Corona-Politik ohne harten Lockdown: Forscher ahnt Böses

Update, Donnerstag (15. April), 20.12 Uhr: „Bis jetzt haben wir noch kein Land gesehen, wo das gutgegangen ist ohne harten Lockdown“, erklärte Katastrophenforscher James Daniell von der Universität Karlsruhe heute Abend im WDR zur aktuellen Corona-Politik von Bund und Ländern. Sein Urteil beruhe allein auf Daten, als ein Beispiel führte Daniell Portugal an. Das Land habe es nur mit einem harten Lockdown geschafft, die Inzidenz von über 900 in Richtung 40 zu senken.

Auch die sogenannte Bundesnotbremse würde nicht reichen, um wirklich aus der Pandemie herauszukommen: „Wir werden dann wahrscheinlich bei einer Inzidenz von 60 oder 70 sein. Aber letztendlich werden wir einen Jojo-Effekt haben. Dann kommen wir nicht raus über den Sommer.“

NRW: Corona-Impfung bei Schulpersonal bald abgeschlossen

Update, Donnerstag (15. April), 19.52 Uhr: Laut dem NRW-Gesundheitsministerium sollen die Impfungen für das Personal an Grund- und Förderschulen sowie in Kindertageseinrichtungen oder in der Kindertagespflege bis zum 24. April abgeschlossen sein.

„Das Gesundheitsministerium wird die dafür benötigen Impfdosen der Firma BioNTech zur Verfügung stellen. Zudem werden weitere Kontingente des Impfstoffes Moderna für noch nicht geimpftes Krankenhauspersonal der Prioritätsgruppen I und II zur Verfügung gestellt“, teilt das Ministerium mit.

Corona in NRW: Erste Stadt im Ruhrgebiet hat Ausgangssperre

Update, Donnerstag (15. April), 19.18 Uhr: Als erste Stadt im Ruhrgebiet setzt Mülheim am kommenden Wochenende auf eine nächtliche Ausgangssperre, wie die Funke Mediengruppe berichtet. Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 215,1 (Stand Donnerstag) weist die Stadt im Revier den höchsten Wert auf und wird in NRW nur von Hagen, Remscheid und dem Märkischen Kreis übertroffen.

Corona: Merkel will sich möglicherweise mit Astrazeneca impfen lassen

Update, Donnerstag (15. April), 18.59 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird sich nach Informationen von Die Welt am Freitag (16. April) mit dem Impfstoff Astrazeneca gegen Corona impfen lassen. Die Kanzlerin ist über 60 Jahre alt und fällt damit in die Gruppe derjenigen, die in Deutschland für Astrazeneca-Impfungen infrage kommen. Ein Regierungssprecher wollte die Information gegenüber WDR nicht bestätigen. Er verwies auf Regierungssprecher Steffen Seibert, der am Montag gesagt hatte: „Die Bundeskanzlerin wird sich zeitnah impfen lassen und wird die Öffentlichkeit dann darüber informieren.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich offenbar mit dem Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen.

Update: EMA prüft Corona-Medikament auf Wirksamkeit

Update, Donnerstag (15. April), 18.32 Uhr: Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die Prüfung für einen möglichen Einsatz eines Covid-19-Antikörpermedikaments des britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline eingeläutet. Das Mittel VIR-7831 ist in der EU noch nicht zugelassen. In den USA hat Glaxo bereits im März mit seinem Partner Vir Biotechnology einen Antrag auf Notfallzulassung gestellt. Die beiden Unternehmen haben eine Studie veröffentlicht, wonach das Medikament das Risiko von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen bei Corona-Patienten um 85 Prozent senken soll.

NRW: Laschet gegen Alleingang mit Sputnik V

Update, Donnerstag (15. April), 18.12 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat sich in einer Sondersitzung des NRW-Landtags gegen Alleingänge anderer Bundesländer mit dem russischen Impfstoff Sputnik V ausgesprochen. „Ich sage: nein. Denn wir haben klare Verfahren und klare Regeln“, richtete er an die SPD-Opposition.

Bayerns Landeschef Markus Söder hatte angekündigt, dass sich der Freistaat noch vor einer möglichen EU-Zulassung des russischen Impfstoffs Millionen Dosen des Mittels sichern würde. Auch Mecklenburg-Vorpommern hat sich eine Option auf eine Million des Vakzins gesichert.

Corona in NRW: Aktuelle Zahlen aus Dortmund

Update, Donnerstag (15. April), 17.55 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet 198 weitere positive Testergebnisse. Damit wurde Covid-19 insgesamt 22.672-mal in Dortmund nachgewiesen. Die voraussichtliche Inzidenz nach RKI-Methodik liegt damit bei 174,6. Die Zahlen im Überblick:

Aktuell infiziert1.617
Gelten als genesen20.723
Derzeit in Quarantäne2.764
Verstorben (ursächlich an Covid-19)222

Münster/NRW: Versuchter Einbruch in Corona-Impfzenten

Update, Donnerstag (15. April), 17.27 Uhr: Unbekannte Täter versuchten in der Nacht zu Donnerstag (15. April) in das Impfzentrum am Albersloher Weg in Münster einzubrechen. Die Täter hebelten an der Außentür und flüchteten anschließend. Was der Grund für den Einbruch war und ob die Täter gar Corona-Impfstoff ergattern wollten, ist nicht näher bekannt. Hinweise zu der Tat nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0251 275-0 entgegen.

Landtag in NRW: Eltern demonstrieren wegen Corona-Schulpolitik

Update, Donnerstag (15. April), 17.13 Uhr: Eine Gruppe von zehn Müttern und Vätern hat heute vor dem Landtag in Düsseldorf mit einer Mahnwache gegen den Distanzunterricht demonstriert. Sie kritisieren die jüngste Entscheidung der Landesregierung, die Schüler wieder zu Hause online zu unterrichten.

„Wir kämpfen für die Kinder, die nicht aus privilegierten Familien kommen. Es geht uns um die, die niemanden haben, der sie unterstützt“, so Nicola Schiekiera, eine Initiatorin der Mahnwache. Dem Dialog stellte sich Landtagsabgeordnete Kristin Korte (CDU). Sie pflichtete den Eltern bei, dass Präsenzunterricht das grundsätzliche Ziel sein sollte. „Allerdings gehört zur Wahrheit eben auch dazu, dass die Zahlen steigen“, so Korte.

Corona: Aktuelles Vorgehen in Herne/NRW

Update, Donnerstag (15. April), 16.49 Uhr: Die Stadt Herne geht aktuell davon aus, dass die Schulen in der Stadt ab Montag (19. April) wieder in den Wechselunterricht übergehen. Schulschließungen sollen erst erfolgen, wenn die Sieben-Tages-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen über 200 liegt. In diesem Fall würden die Schulen am übernächsten Tage in den reinen Distanzunterricht wechseln. In den vergangenen Tagen lag die Inzidenz in Herne jeweils unter dieser 200er-Marke. 

In Herne gibt es voraussichtlich bald wieder Wechselunterricht.

Gericht in Arnsberg/NRW: Weiterer Eilantrag gegen Ausgangssperre bewilligt

Update, Donnerstag (15. April), 16.31 Uhr: Das Verwaltungsgericht in Arnsberg hat nach der Entscheidung für den Kreis Siegen-Wittgenstein einem weiteren Eilantrag gegen die Ausgangssperre stattgegeben. Diesmal geht es um die Stadt Hagen. Laut Einschätzung des Gerichts habe auch diese Stadt nicht eindeutig belegen können, warum eine Ausgangssperre zur Eindämmung der Corona-Zahlen unbedingt notwendig sei.

Corona-News: Virologe aus NRW fordert Ausgangspflicht

Update, Donnerstag (15. April), 16.11 Uhr: Ausgangspflicht statt Ausgangssperre: Das wäre sinnvoller, sagt Markus Unnewehr, Infektiologe und Chefarzt an der St. Barbara-Klinik Hamm. Draußen sei die Gefahr sich anzustecken deutlich geringer. „Anstatt die Menschen in die Innenräume zu treiben, sollte man die Leute animieren nach draußen zu gehen, weil da die Gefahr absolut gering ist“, so Unnewehr gegenüber Radio Lippewelle Hamm. „Eigentlich müsste man eine Ausgangspflicht haben statt eine Ausgangssperre.“

Corona-Update in NRW: Impfrekord erreicht

Update, Donnerstag (15. April), 15.57 Uhr: In Deutschland wurden gestern (14. April) 738.501 Impfdosen verabreicht - ein Tagesrekord. Das melden das Robert Koch-Institut und das Bundesgesundheitsministerium. Damit sind aktuell 5.276.028 Personen vollständig geimpft. Das sind 6,3 Prozent der Gesamt­bevölkerung. Insgesamt haben 14.773.908 Personen mindestens eine Dosis erhalten.

Bochum/NRW: 100.000 Personen gegen Corona geimpft

Update, Donnerstag (15. April), 15.11 Uhr: Vor mehr als zwei Monaten wurden in Bochum die ersten Personen gegen das Coronavirus geimpft. Wie die Stadt mitteilt, wurde heute ein großer Meilenstein erreicht: insgesamt wurden in Bochum 100.000 Dosen verimpft. Mehr als ein Viertel der geimpften Personen hat auch schon die Zweitimpfung erhalten.

In Bochum wurden 100.000 Impfdoesen verabreicht.

Medikamente und Corona: Schnelle Forschung nicht in Aussicht

Update, Donnerstag (15. April), 14.40 Uhr: Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) dämpft die Hoffnungen auf schnelle Erfolge bei der Medikamentenforschung zur Behandlung des Coronavirus. Aus vielen Gesprächen mit Forschern sei immer wieder deutlich geworden, dass man keine Wunder erwarten dürfe, so Karliczek.

Corona in NRW: SPD-Oppositionsführer Thomas Kutschaty (SPD) zieht Bilanz

Update, Donnerstag (15. April), 13.55 Uhr: SPD-Oppositionsführer Thomas Kutschaty (SPD) zieht eine bittere Bilanz der dritten Corona-Welle. Die Lage spitze sich zu. Alle Parteien - mit Ausnahme der AfD - würden die Lage ernst nehmen.

Man müsse in der Politik der Impfstoffbeschaffung aktuell alle Optionen ernst nehmen - eventuell auch einen Vorvertrag für den russischen Impfstoff Sputnik. Auch die Teststrategie im Zusammenhang mit der Wiedereröffnung der Schulen kritisiert Thomas Kutschaty.

Corona-Testkapazitäten in NRW sind hoch

Update, Donnerstag (15. April), 13.40 Uhr: Test seien Bürgerpflicht, so Armin Laschet. Jede zweite Teststelle in Deutschland stehe in NRW. In der Woche könne man bis zu 1,2 Millionen Menschen testen.

An Schulen würden Tests Sicherheit zurückbringen. Bei einer Inzidenz von 200 werde man in den Distanzunterricht gehen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) plädierte noch einmal für eine Brücke „bis in den Sommer“.

Corona in NRW: Armin laschet zum Thema Impfungen

Update, Donnerstag (15. April), 13.35 Uhr: Die Impfungen in NRW werden Stück für Stück in die jüngeren Jahrgänge gehen. Seit Karsamstag hätten sich 450.000 Menschen mit Astrazeneca impfen lassen. Zudem seien 75.000 Dosen Biontech (200.000 wurden ausgeliefert) genutzt worden.

Man sei bei den Erstimpfungen über den Bundesdurchschnitt. Dem Vorschlag auf einen Vorvertrag mit Russland für den Sputnik-Impfstoff steht Armin Laschet kritisch gegenüber und erteilt dem eine Absage.

Corona in NRW: Laschet verspricht - alle Corona-Patienten werden behandelt werden

Update, Donnerstag (15. April), 13.25 Uhr: Armin Laschet (CDU) verspricht, dass zwar alle Coronavirus-Patienten in den nächsten Tagen versorgt werden können. Allerdings würden dafür andere Behandlungen und Operationen ausfallen können. Das sei dramatisch.

Coronavirus in NRW: Armin Laschet spricht live im Landtag

Update, Donnerstag (15. April), 13.15 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) spricht jetzt live im Landtag in Düsseldorf.

Coronavirus in NRW: Bruder von Maskenverweigerer legt Feuer nahe Polizeiwache

Update, Donnerstag (15. April), 12.47 Uhr: Der Frust über die andauernde Corona-Pandemie sitzt in der Bevölkerung tief – das gilt besonders für einen 19-Jährigen und seinen 17-jährigen Bruder. Beide hielten sich am Dienstagabend (13. April) am Siegburger Bahnhof auf, wie die Bundespolizei mitteilt. Der ältere Bruder hätte dabei jedoch keine Maske getragen.

Polizisten sprachen ihn darauf an. Ein Attest konnte er nicht vorweisen und auch ausweisen wollte er sich nicht. Er sei stattdessen zunehmend aggressiv geworden, weshalb die Beamten ihn mit auf die Wache nahmen. Sein 17-jähriger Bruder habe aus Frust darüber unweit der Wache die Sachen eines Obdachlosen angezündet und den Brand der Bundespolizei gemeldet. Die Polizisten löschten das Feuer. Gegen die Brüder wurden Strafanzeigen erstattet.

Corona in NRW: Hotspot Märkischer Kreis startet am Samstag Impf-Offensive

Update, Donnerstag (15. April), 11.53 Uhr: Am Samstag (17. April) gibt es im Märkischen Kreis in NRW einen Impfaktionstag. Etwa 45 Arztpraxen erhalten Impfstoff des Unternehmens Astrazeneca und werden diesen vorwiegend chronisch kranken Menschen anbieten, die über 60 Jahre alt sind. Insgesamt sollen etwa 6.000 Impfungen durchgeführt werden.

Die Lieferungen sind von der „Osteraktion“ des Landes Nordrhein-Westfalen übrig geblieben. Die Landesregierung hatte am Osterwochenende rund 400.000 Astrazeneca-Dosen zur Verfügung gestellt. Das Kontingent wurde im Märkischen Kreis nicht vollständig abgerufen.

Coronavirus in NRW: Schulministerium gesteht große Probleme bei Selbsttests

Update, Donnerstag (15. April), 11.12 Uhr: Seit Ende der Osterferien gilt für Schüler im Präsenzunterricht eine Testpflicht. Doch die Corona-Schnelltests sind nicht für jeden Schüler in NRW geeignet. Das hat das Schulministerium jetzt zugegeben.

Corona in NRW: RTL muss erneut auf infizierten Moderator Günther Jauch verzichten

Update, Donnerstag (15. April), 10.34 Uhr: Schlechte Nachrichten für den Kölner Fernsehsender RTL. Moderator Günther Jauch (64) kann auch am kommenden Samstag (17. April) nicht an der Live-Show „Denn sie wissen nicht, was passiert! Die Jauch-Gottschalk-Schöneberger-Show“ teilnehmen. Der 54-Jährige kuriert weiterhin in häuslicher Isolation seine Covid-19-Erkrankung aus.

Jauch werde sich wie schon in der Auftaktfolge erneut zuschalten lassen. Wer den gebürtigen Münsteraner in der Show vertritt, werde am Samstag bekanntgegeben. Am vergangenen Samstag ersetzte RTL den Moderator durch acht Frauen aus dem Showgeschäft.

Coronavirus: Spahn und Wieler schlagen Alarm – Corona-Situation spitzt sich dramatisch zu

Update, Donnerstag (15. April), 9.35 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und RKI-Präsident Lothar Wieler haben bei einer Pressekonferenz einmal mehr auf den Ernst der Corona-Lage hingewiesen. Impfen und Testen alleine reiche nicht aus, um die dritte Welle zu brechen, betonte Spahn dabei.

Die Infektionszahlen seien zu hoch. Schon jetzt könne man absehen, dass die Intensivstationen am Ende des Monats fast vollständig belegt sein werden. Nötig seien deshalb weitere Einschränkungen – noch bevor die Änderung des Infektionsschutzgesetzes in der kommenden Woche den Bundestag passiert. „Gegen ein exponentielles Wachstum kann man nicht animpfen.“

Jens Spahn (r.) und Lothar Wieler sind angesichts der momentanen Entwicklung der Corona-Pandemie besorgt.

Lothar Wieler schloss sich dem an. Die Realität sei, dass der Großteil der Bevölkerung noch nicht geimpft ist und noch mehrere Monate auf eine Impfung warten muss. Es sei jetzt notwendig, auf einen eingeschränkten Regelbetrieb in den Krankenhäusern umzustellen, um mehr Platz für Intensivpatienten zu schaffen.

Zudem sei es laut Wieler erforderlich, dass betroffene Patienten so schnell wie möglich in weniger betroffene Regionen verlegt werden – „bevor wir das überhastet machen müssen“. Die Notbremse komme womöglich zu spät. „Wenn sie zu schnell in eine steile Kurve in den Dolomiten reinfahren, dann hilft auch keine Notbremse mehr.“ Die Entscheidungsträger müssten jetzt unterstützen, um die dritte Welle zu brechen.

Coronavirus: Jens Spahn und Lothar Wieler informieren zur Lage in Deutschland

Update, Donnerstag (15. April), 8.37 Uhr: Um 9 Uhr informieren Jens Spahn und Lothar Wieler bei einer Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland. Neben den steigenden Inzidenzwerten dürfte es dabei auch um die Lage auf den Intensivstationen und die jüngsten Impfstoff-Meldungen gehen.

Die Impfungen mit dem Vakzin des Herstellers Johnson & Johnson wurden in den USA und Südafrika aufgrund schwerer Blutgerinnsel-Fälle ausgesetzt. In der EU ist der Impfstoff bereits zugelassen, wird aber noch nicht verimpft. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) will in der kommenden Woche eine Einschätzung zur Sicherheit abgeben. Weitaus erfreulicher ist derweil die Ankündigung von Biontech und Pfizer. Bis Ende Juni können die Hersteller 50 Millionen Dosen mehr als ursprünglich geplant an die EU liefern.

Corona in NRW: Sieben-Tage-Inzidenz in Remscheid schießt gewaltig in die Höhe

Update, Donnerstag (15. April), 8.03 Uhr: Das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen meldete am Donnerstagmorgen 6.318 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Der Inzidenzwert im bevölkerungsreichsten Bundesland stieg damit im Vergleich zum Vortag um 10,2 auf 158,6. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 stieg um 40 auf insgesamt 14.762.

Die mit Abstand höchste Sieben-Tage-Inzidenz hatte die kreisfreie Stadt Remscheid, wo die Kennziffer im Vergleich zum Vortag gewaltig in die Höhe schoss (siehe vorheriges Update). Es folgten Hagen (267,1), der Märkische Kreis (222,6) und Mülheim (215,1). Unter einem Inzidenzwert von 100 lagen in Nordrhein-Westfalen mit (Höxter 88,4), Soest (89,5), Bottrop (90,2) und Coesfeld (94,3) nur noch vier Kreise und kreisfreie Städte.

Corona-Update NRW: Erste Stadt mit Inzidenz von über 300

Update, Donnerstag (15. April), 7 Uhr: Die kreisfreie Stadt Remscheid (327,8) hat als erste Stadt in NRW eine Inzidenz von über 300. Von Mittwoch (14. April) auf heute schoss die Inzidenz von 225,4 auf 327,8. Bei der seit Dienstag (13. April) in der Stadt geltenden Ausgangssperre ist übrigens auch das Autofahren, selbst wenn man das Auto nicht verlässt, verboten. Ausnahme ist natürlich die Fahrt zur Arbeit.

Corona in NRW: Landtag heute mit Sondersitzung

Update, Donnerstag (15. April), 6.55 Uhr: Im Landtag in Düsseldorf findet heute eine Sondersitzung statt. Thema: Wie kann die dritte Corona-Infektionswelle gebrochen werden? SPD und Grüne haben die Sondersitzung beantragt. Aber auch CDU und FDP wollen über die Situation und Perspektiven berichten.

Kritik an NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gibt es von SPD-Oppositionsführer Thomas Kutschaty (SPD) - Armin Laschet solle sich in der Landtagssitzung stellen und zumindest für diesen Tag die Kanzler-Ambitionen mal zurückstellen.

Coronavirus: RKI meldet deutschlandweit 29.426 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2

Update, Donnerstag (15. April), 6.14 Uhr: Das Robert Koch-Institut mit Sitz in Berlin meldete am Donnerstagmorgen 29.426 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg mit den neuen Zahlen auf 160,1 – am Vortag hatte sie noch bei 153,2 gelegen. Die Gesundheitsämter übermittelten dem RKI zudem 293 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

Vor einer Woche hatte das RKI 20.407 Neuinfektionen und 306 Todesfälle gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt wies die Bundesbehörde allerdings noch darauf hin, dass die Daten rund um die Osterfeiertage nur begrenzt belastbar seien. Diesen Hinweis hat das RKI mittlerweile entfernt.

Ausgangssperre in NRW hält trotz Gerichtsurteil an

Update, Mittwoch (14. April), 20.51 Uhr: Trotz einer Beanstandung durch das Verwaltungsgericht Arnsberg bleiben die Ausgangsbeschränkungen im Kreis Siegen-Wittgenstein in Kraft. Das Gericht hat heute einem Eilantrag stattgegeben, nachdem der Antragsteller sich jetzt nachts wieder frei draußen bewegen darf. Diese Entscheidung gilt aber nicht für alle anderen Menschen in Siegen-Wittgenstein, denn die Kreisverwaltung will gegen das Urteil Beschwerde einreichen. Ob die Ausgangssperre in NRW wirklich einen spürbaren Effekt haben kann, darüber sind Experten sich uneinig.

NRW: Astrazeneca-Erstimpflinge erhalten zweite Dosis mit anderem Impfstoff

Update, Mittwoch (14. April), 20.27 Uhr: Das Land NRW sieht keine Probleme bei der Umstellung der Zweitimpfung von Astrazeneca auf Biontech oder Moderna. „In NRW gibt es keinen Impfstopp wie in Brandenburg“, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums dem WDR mit. Da Astrazeneca zukünftig nur noch an die Hausarztpraxen geliefert werde und das Land keine Lieferung dieses Impfstoffes mehr erwarte, liege der Fokus der Impfungen in NRW ohnehin auf Biontech und Moderna.

„Die Zweitimpfungen bei Astrazeneca können nach jetzigem Planungsstand mit einem mRNA-Impfstoff ersetzt werden“, so der Sprecher weiter. Die Termine für Biontech-Erstimpfungen könnten daher beibehalten werden.

Essen/NRW: Wieder deutlich mehr Corona-Patienten in Krankenhäusern

Update, Mittwoch (14. April), 19.50 Uhr: In den Krankenhäusern in Essen liegen wieder deutlich mehr Corona-Patienten. Die Kliniken nähern sich sogar wieder dem Höchststand, wie Radio Essen berichtet. Im Dezember 2020 sei mit 41 Corona-Patienten auf Intensivstationen die bisher höchste Zahl erreicht worden, aktuell seien es 38, teilt die Klinik mit. Bundesweit liegen die Essener Unikliniken nach der Charité Berlin bei der Corona-Patientenzahl in der Spitzengruppe.

In Essen sind wieder mehr Corona-Patienten in Kliniken.

Corona: Freie Impf-Termine in Bochum/NRW

Update, Mittwoch (14. April), 19.28 Uhr: Die Impfzentren in Bochum haben noch Termine frei. Impfberechtigt sind derzeit alle Bürger die 1943 oder eher geboren wurden. Ab Freitag (16. April) kommen dann auch die Jahrgänge 1945 und 1946 hinzu.

Die Termine sind buchbar über die Buchungsplattform der Kassenärztlichen Vereinigung unter www.116117.de oder telefonisch unter der 0800 / 116 117 02.

Dortmund/NRW: Mehr als 200 neue Corona-Fälle

Update, Mittwoch (14. April), 19 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet 236 weitere positive Testergebnisse. Davon lassen sich 25 Personen zehn Familien zuordnen, wie die Stadt mitteilt. Die erwartete Inzidenz nach RKI-Methodik liegt bei 168, 1. Die Zahlen im Überblick:

  • 22.474 mal wurde Covid-19 in Dortmund nachgewiesen
  • 20.568 Personen gelten als genesen
  • 1.574 Menschen sind aktuell in Dortmund infiziert
  • 222 Personen in Dortmund sind ursächlich an Covid-19 gestorben

EU-Länder verzichten auf Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson

Update, Mittwoch (14. April), 18.19 Uhr: Der Impfstoff von Johnson & Johnson sorgt weiterhin für Aufsehen. Italien und Schweden haben bereits Impfdosen des Vakzins erhalten, wollen die Impfungen nun aber aussetzen, beziehungsweise gar nicht erst starten. In Deutschland soll der Impfstoff vorerst nicht verimpft werden.

NRW: Konzert zum Gedenken der Corona-Opfer

Update, Mittwoch (14. April), 17.58 Uhr: Die Philharmoniker aus Essen spielen am Sonntag ein Konzert für die Opfer der Corona-Pandemie. Auf dem Programm stehen das Quartett für Klarinette, Violine, Viola und Violoncello von Krzysztof Penderecki und das Klarinettenquintett h-Moll von Johannes Brahms, erklärte die Philharmonie in Essen. Das Konzert wird ab 11 Uhr kostenlos per Youtube und auf der Webseite der Philharmoniker übertragen und soll dort vier Wochen lang abrufbar sein.

NRW: Corona-Impfung für Obdachlose bereitet Probleme

Update, Mittwoch (14. April), 17.34 Uhr: In den nächsten Wochen sollen die Corona-Impfungen für Obdachlose beginnen. Das ist allerdings nicht so einfach - unter anderem, weil viele keine E-Mail-Adresse haben, um sich für die Impfung anzumelden. In Bonn sind bereits Streetworker unterwegs und klären die Wohnungslosen über die Impfung auf. Diese sollen nicht nur in den Impfzentren, sondern auch in städtischen Unterkünften oder ambulanten Anlaufstellen verabreicht werden.

Allerdings gibt es ein weiteres Problem bei der Corona-Impfung für Obdachlose: Diese waren vor allem mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geplant, dessen Lieferung nun vorerst gestoppt wurde. Die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, sei unter den Wohnungslosen sehr groß, heißt es vom Bonner Verein für Gefährdetenhilfe.

Corona: Doch keine Lockerungen in Münster/NRW

Update, Mittwoch (14. April), 17.08 Uhr: In Münster gibt es vorerst keine Modellprojekte für Corona-Lockerungen mehr. Im Gespräch waren digitale Projekte aus Sport, Kultur und Außengastronomie. Alerdings infizieren sich immer mehr Menschen mit dem Corona-Virus. Heute wurden bereits 81 Neuinfektionen gezählt.

„Wir werden wahrscheinlich dann morgen einen Inzidenzwert deutlich über 100 haben. Und wenn wir uns die Entwicklung um uns herum anschauen, ist das wahrscheinlich auch noch nicht das Ende der Fahnenstange“, sagte der Leiter des Krisenstabes, Wolfgang Heuer.

Gericht in Arnsberg/NRW lehnt Ausgangssperre in Landkreis ab

Update, Mittwoch (14. April), 16.38 Uhr: Das Verwaltungsgericht Arnsberg hat einem Eilantrag gegen die Ausgangssperre Kreis Siegen-Wittgenstein stattgegeben. Der Grund: Es bestünden ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Regelung.

Zwar verfolge die Ausgangsbeschränkung angesichts der drohenden Überlastung des Gesundheitswesens einen legitimen Zweck und sei auch grundsätzlich ein geeignetes Mittel zur Pandemiebekämpfung dar.

Der Verwaltungsgerichts in Arnsberg kippt die Ausgangssperre in einem Landkreis.

Allerdings stelle das Infektionsschutzgesetz in seiner derzeitigen Fassung für die Anordnung von Ausgangsbeschränkungen hohe Anforderungen. Danach seien solche nur zulässig, wenn andernfalls die Eindämmung des Infektionsgeschehens „erheblich“ gefährdet wäre. Das allerdings habe der Kreis Siegen-Wittgenstein aber nicht ausreichend bewiesen.

Corona in NRW: Zoos fordern Unterstützung

Update, Mittwoch (14. April), 16.11 Uhr: Der Verband der Zoologischen Gärten klagt über fehlende Unterstützung von Bund und Ländern. In einem veröffentlichten Brief an das Bundeskanzleramt heißt es, anders als in andere Unternehmen könnten Zoos nicht einfach dicht gemacht werden: „Wir lassen unsere Tiere nicht im Stich und pflegen und versorgen sie natürlich weiter im vollen Umfang. Der Löwe geht eben nicht ins Homeoffice, also bleiben unsere Kosten unverändert hoch“, schreibt der Leipziger Zoodirektor und Verbandspräsident Jörg Junhold.

Die bisherigen Überbrückungshilfen der Bundesregierung nützen den meisten Zoos nichts, da sie sich oft in kommunaler Trägerschaft befänden oder Rechtsformen hätten, „für die die zugesagten Mittel nicht nutzbar sind“.

NRW: Biontech zieht Lieferung seines Corona-Impfstoffes nach EU vor

Update, Mittwoch (14. April), 15.29 Uhr: Die Impfstoff-Hersteller Biontech und Pfizer wollen bis Ende Juni 50 Millionen Dosen ihres Vakzins an Deutschland und die EU liefern.

Dabei handelt es sich um eine Lieferung, die aus dem viertel Quartal des Jahres vorgezogen wird. Im zweiten Quartal von April bis Juni kämen somit insgesamt 250 Millionen Dosen Impfstoff von Biontech/Pfizer. Die Lieferung werde nach Bevölkerungsanteil auf die 27 EU-Staaten verteilt. Dieser liegt für Deutschland bei 18,6 Prozent. Von der zusätzlichen Lieferung kann die Bundesrepublik also etwa neun Millionen Dosen erwarten.

Drosten: Corona-Schnelltests sind besser, als gar nicht zu testen

Update, Mittwoch (14. April), 15.01 Uhr: Virologe Christian Drosten konkretisiert seine Meinung zu Corona-Schnelltests als „Eintrittskarte“ in den Einzelhandel. In seiner neuen Ausgabe des Podcasts „Corona-Update“ hat Drosten angedeutet, die Antigen-Schnelltests seien nicht so zuverlässig wie angekommen.

„Nachweisschwäche besteht in den vorsymptomatischen 1-2 Tagen und am Tag des Symptombeginns“, twitterte Drosten heute Morgen. „Also: Testung symptomatischer Patienten: OK. 2x wöchentliche Testung stabiler Sozialgruppen (Klassen, Büros, feste Teams): OK. Passporting: Restrisiko aber besser als gar nicht testen.“

Virologe Christian Drosten sagt, Schnelltets seien besser als gar keine Tests.

Aerosol-Forscher kritisieren Ausgangssperre im Corona-Lockdown

Update, Mittwoch (14. April), 14.33 Uhr: Wenn bestimmte Grenzwerte bei der Inzidenz überschritten werden, will die Bundesregierung Ausgangssperren zwischen 21 und 5 Uhr durchsetzen. Aus Sicht von Aerosol-Forschern ist dieser Ansatz kontraproduktiv. „Wenn wir Ausgangssperren verhängen, dann suggerieren wir der Bevölkerung: Achtung! Draußen ist es gefährlich“, sagte der frühere Präsident der internationalen Gesellschaft für Aerosolforschung, Gerhard Scheuch gegenüber WDR. „Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Wenn die Leute in Innenräumen bleiben, dann ist es gefährlich.“

Corona-Ausgangssperre im Märkischen Kreis aufgehoben: Konsequenzen für ganz NRW?

Update, Mittwoch (14. April), 13.20 Uhr: Nachdem ein Gericht im Märkischen Kreis die Ausgangssperre gekippt hat, könnte das nun auch das Ende der Ausgangssperren in anderen Städten und Kreisen in NRW bedeuten. „Das Thema hat aktuell eine große landes- und bundespolitische Tragweite. Darum stehen wir im engen Austausch mit dem Ministerium, das uns ausdrücklich dazu aufgefordert und darin bestärkt hat, in dieser Fragestellung eine Entscheidung der nächsthöheren Instanz herbeizuführen“, erklärt Landrat Marco Voge (CDU) in einer Pressemitteilung.

Frühzeitige Corona-Impfung: Halles Oberbürgermeister wehrt sich gegen Suspendierung

Update, Mittwoch (14. April), 13 Uhr: Bernd Wiegand, Oberbürgermeister von Halle an der Saale, hat rechtliche Schritte gegen seine Suspendierung eingereicht, berichtet WDR. Die Suspendierung erfolgte für den parteilosen Politiker aufgrund seiner vorzeitigen Impfung – obwohl er noch nicht an der Reihe war. Am Dienstag sollen seine Anwälte einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht in Halle eingereicht haben. Wenn die Klage Erfolg hat, dürfte Wiegand seinen Dienst als Oberbürgermeister wieder aufnehmen.

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegang wurde nach der Corona-Impfung suspendiert. Nun wehrt er sich gegen die Vorwürfe.

Ramadan trotz Corona: Keine Ausgangssperren in NRW

Update, Mittwoch (14. April), 11.45 Uhr: Der zweite Ramadan während der Corona-Krise steht an. Wie bereits im letzten Jahr werden dazu die Regelungen nun ein wenig gelockert. So wird es während des Ramadan in NRW keine Ausgangssperren geben. Dafür hagelte es viel Kritik.

Corona-Inzidenzwerte: Drosten-Vorgänger will nach Schwere der Erkrankung beurteilen

Update, Mittwoch (14. April), 11 Uhr: Das Verändern des Lockdowns aufgrund der Inzidenzwerte ist auch unter Medizinern und Virologen umstritten. Mit einem Brief an die Fraktionschefs von Union, SPD, FDP, Grüne und Linke fordern Epidemiologe Klaus Stöhr (ehemalig bei der WHO) und Virologe Detlev Krüger (ehemals Charité in Berlin) die Abschaffung der Inzidenzen, berichtet Bild.

Krüger, Vorgänger von Virologe Christian Drosten, soll in dem Brief geschrieben haben, dass der Inzidenzwert „aufgrund der durchaus erwünschten Ausweitung von Testaktivitäten zunehmend weniger die Krankheitslast in der Gesellschaft wiedergeben“ würde. Da eben auch mehr getestet werden würde, würde es auch mehr positive Ergebnisse geben.

So soll nun nicht mehr ein positiver Test ausschlaggebend sein, sondern die Symptome, beziehungsweise die Schwere der Erkrankung.

Vertrag mit Corona-Impfstoff Astrazeneca wird nicht verlängert

Update, Mittwoch (14. April), 10.45 Uhr: Wie die Zeitung La Stampa berichtet, soll die EU-Kommission die Impfstoff-Verträge mit Astrazeneca und Johnson & Johnson nicht weiter verlängern. Die EU wolle sich mehr auf die Impfstoffe von Pfizer und Biontech konzentrieren, heißt es.

Corona-Situation auf den Intensivstationen dramatisch

Update, Mittwoch (14. April), 10.15 Uhr: Droht nun schon bald eine Triage auf den Intensivstationen? „Wenn die Zahlen weiter steigen, ist es in einer Woche so weit“, warnt Michael Hallek, Leiter der Klinik für Innere Medizin an der Kölner Uniklinik gegenüber WDR. Bisher würde es auf den Intensivstationen zu einer „maximalen Belastungsprobe“ kommen.

Corona-Krise mit Auswirkungen auf den Ausbildungsmarkt

Update, Mittwoch (14. April), 9 Uhr: Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist im Corona-Jahr 2020 stark eingebrochen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, seien die Verträge um 9,4 Prozent auf rund 465.000 zurückgegangen. „Dieses Ergebnis zeigt damit einen deutlichen Effekt der Corona-Krise auf den Ausbildungsmarkt. Zwar sind die Ausbildungszahlen seit Jahren tendenziell rückläufig. Der aktuelle Einbruch ist in seiner Höhe aber bislang einzigartig“, so das Bundesamt.

Corona-Notbremse: Vizekanzler Scholz verteidigt Entscheidung

Update, Mittwoch (14. April), 8.30 Uhr: Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) weist die Kritik an der Bundes-Notbremse ab einem Inzidenzwert von 100 zurück: „Unverantwortlich wäre es jetzt, eine ganz lange wissenschaftliche Debatte darüber zu führen, was man alles auch anders machen könnte, ohne zu handeln. Im Infektionsschutzgesetz muss geregelt werden, dass dann, wenn die Infektionszahlen zu stark steigen, etwas geschieht. Und zwar so, dass alle wissen: Das zeigt Wirkung“, so der Politiker gegenüber der Saarbrücker Zeitung.

Corona-Update NRW: Hausärzte kritisieren Vorgehen bei Astrazeneca-Impfung

Update, Mittwoch (13. April), 7 Uhr: Viele Patienten sind einfach verunsichert, so Oliver Funken, Chef des Hausärzteverbandes Nordrhein. Gegenüber der Rheinischen Post äußerte sich Funken, dass zahlreiche Praxen wohl auf den Dosen des Impfstoffes Astrazeneca liegen bleiben könnten.

Biontech würde nur nachgeliefert werden, wenn man Astrazeneca verbrauchen könne. Zudem, so Funken, sei das Ende der Impfpriorisierung wohl notwendiger Schritt. Es sollte Ärzten freigestellt sein, dass auch - wenn möglich - jüngere Patienten geimpft werden könnten. So könnte der ganze Vorgang des Impfens schneller gehen.

Corona-Update NRW: RKI meldet neue Fallzahlen

Update, Mittwoch (13. April), 6.30 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet am heutigen Mittwoch 21.693 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Hinzu kommen 342 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Die Inzidenz liegt bei 153,2.

In NRW hat es 4.693 Neuinfektionen und 66 Todesfälle gegeben. Die Inzidenz liegt bei 148,4. Fünf Städte und Landkreise sind mittlerweile bei einer Inzidenz von über 200 - Hagen (246,4), der Märkische Kreis (232,8), Remscheid (225,4), der Kreis Siegen-Wittgenstein (214,1), Solingen (209,1) und der Oberbergische Kreis (207,7).

Corona-Update für NRW: Entscheidung zu Astrazeneca steht

Update, Dienstag (13. April), 22.18 Uhr: Personen unter 60 Jahren, die mit Astrazeneca geimpft wurden, sollen für die zweite Impfung ein anderes Vakzin erhalten. Darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Dienstag einstimmig geeinigt.


„Die Lösung, die jetzt gefunden wurde, bietet einen guten Schutz für die Menschen“, sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Klaus Holetschek, der Deutschen Presse-Agentur. Möglich seien demnach etwa Zweitimpfungen mit den Impfstoff von Biontech/Pfizer oder Moderna.

Ahaus/NRW: Versuch „Modellstadt“ verschiebt sich

Update, Dienstag (13. April), 20.55 Uhr: Der Start der Lockerungen im Rahmen der „Modellstadt“ Ahaus verschiebt sich. Grund ist die kreisweite Inzidenz, die für den Versuch sieben Tage lang unter 100 liegen muss. Diese Vorgabe wurde vom Wirtschaftsministerium des Landes NRW mitgeteilt.

„Es ist natürlich schade, dass wir nicht direkt am 19. April starten können. Wir haben die Entwicklung auf Bundes- und Landesebene selbstverständlich im Blick gehabt, bleiben jedoch optimistisch und arbeiten an dem konkreten Konzept. So können wir hoffentlich kurzfristig starten, sobald die Zahlen es erlauben und es ein positives Signal der zuständigen Landesministerien gibt“, so Bürgermeisterin Karola Voß.

Corona: Johnson & Johnson liefern Impfstoff vorerst nicht an die EU

Update, Dienstag (13. April), 20.22 Uhr: Wegen möglicher schwerer Nebenwirkungen verschiebt der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson nun die Auslieferung seines Corona-Impfstoffs in Europa. „Wir haben die Entscheidung getroffen, proaktiv die Markteinführung aufzuschieben“, erklärte der Konzern. Hunderttausende Dosen des Impfstoffs hätten in den kommenden Wochen nach Europa geliefert werden sollen.

Dritte Corona-Welle: Arzt aus NRW befürchtet Triage

Update, Dienstag (13. April), 19.38 Uhr: Dr. Michael Hallek, Professor am Universitätsklinikum Köln, hält es für wahrscheinlich, dass in der aktuellen dritten Corona-Welle wieder die Frage nach einer Patienten-Auswahl in Krankenhäusern aufkommt. „Wenn die Zahlen weiter steigen ist es in einer Woche so weit“, warnte der Mediziner in der Aktuellen Stunde. Auf Intensivstationen habe man bereits eine „maximale Belastungssituation“.

Eine Triage bedeutet, dass Ärzte entscheiden müssen, welche Patienten sie bei begrenzten medizinischen Kapazitäten bevorzugt behandeln. Bei Corona-Patienten müssten die Ärzte etwa entscheiden, wer an ein Beatmungsgerät angeschlossen wird - und wer nicht.

Corona-Schnelltests laut Drosten nicht so sicher wie gedacht

Update, Dienstag (13. April), 19 Uhr: Virologe Christian Drosten deutet darauf hin, dass die Antigen-Schnelltests die ersten Tage einer Infektion weniger zuverlässig erkennen können, als gedacht. Sie bieten deshalb nur eine trügerische Sicherheit und können - anders als PCR-Tests - eine Infektion auch in der hochansteckenden Phase zu Anfang offenbar oft nicht nachweisen.

Drosten teilt diese Erkenntnisse aus Diagnose-Laboren in seinem Podcast „Coronavirus-Update“ von NDR Info. „Die Schnelltests schlagen erst am Tag eins nach Symptom-Beginn an, da ist man aber schon drei Tage lang infektiös“, sagt Drosten. „Wenn man davon ausgeht, dass eine infizierte Person in der Regel acht Tage lang ansteckend ist, heißt das: An fünf von acht Tagen entdecke ich mit dem Antigentest eine Infektion, an drei Tagen werde ich sie übersehen.“ Der Virologe erwartet in den kommenden Monaten Studiendaten zu diesem Effekt.

Die Corona-Schnelltests sind laut Drosten nicht so zuverlässig wie gedacht.

NRW: Weitere Jahrgänge können sich bald gegen Corona impfen lassen

Update, Dienstag (13. April), 18.28 Uhr: Die Terminvergabe der ersten drei Jahrgänge der Personengruppe zwischen 70 und 80 Jahren schreitet in NRW voran. „Innerhalb von etwas mehr als einer Woche konnten 226.000 Bürgerinnen und Bürger der Jahrgänge 1941 bis 1943 einen Impftermin vereinbaren“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Ab dem 16. April kommt auch eine weitere Gruppe hinzu.

Dann können sich alle Personen, die zwischen dem 1. Januar 1944 und dem 31. Dezember 1945 geboren wurden über die Terminbuchungssysteme der Kassenärztlichen Vereinigungen für einen Impftermin anmelden. Das teilte das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales mit. Auch deren Lebenspartner können dann einen Impftermin ausmachen.

Corona in NRW: Aktuelle Zahlen aus Dortmund

Update, Dienstag (13. April), 17.59 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet 189 weitere positive Testergebnisse. Insgesamt wurde Covid-19 in Dortmund damit 22.238 mal nachgewiesen. Die Zahlen im Überblick:

Aktuell infiziert1.484
Gelten als genesen20.424
Voraussichtliche Inzidenz (nach RKI-Methodik)156,7
Ursächlich an Covid-19 verstorben221

Unter den neuen positiven Testergebnissen sind auch drei Infektionen mit der brasilianischen Virus-Variante nachgewiesen worden. Die Infektionswege sind bisher nicht bekannt. Allerdings besteht kein Zusammenhang zu einer Reise (alle weiteren News zum Coronavirus in NRW auf RUHR24).

Herne: Stadt impft weitere Personengruppen gegen Corona

Update, Dienstag (13. April), 17.55 Uhr: In Herne können ab sofort noch weitere Personengruppen geimpft werden. Die Stadt unterbreitet unter anderem folgenden Personen ein Impfangebot:

  • Kontaktpersonen von Schwangeren
  • Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht in einer Einrichtung leben und mindestens 70 Jahre alt sind

Pflegebedürftige und schwangere Personen können bis zu zwei Kontakte angeben.

In Herne können ab sofort weitere Personengruppen geimpft werden.

Grüne und SPD fordern wegen Corona Sondersitzung des Landtags

Update, Dienstag (13. April), 17.22 Uhr: SPD und Grüne fordern wegen der aktuellen Corona-Lage eine Sondersitzung des Landtags am Donnerstag (15. April). Es sei, so sagt Grünen-Fraktionschefin Verena Schäffer, unbegreiflich, wie es in NRW noch „Click and Meet“ im Einzelhandel geben könne, während die Schulen auch weiterhin im Distanzunterricht bleiben. „Armin Laschet hätte längst die Notbremse ziehen müssen“, so Schäffer.

Anzahl der Grippe-Fälle wegen Corona-Maßnahmen in NRW gering

Update, Dienstag (13. April), 16.59 Uhr: In der gesamten Grippe-Saison 2020/2021 sind dem Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen bisher nur 88 entsprechende Meldungen nach dem Infektionsschutzgesetz übermittelt worden. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr seien es in NRW rund 26.000 Grippe-Fälle gewesen.

Alle Informationen zu Entwicklungen vor Dienstag (13. April), 09.30, Uhr sind in unserem alten Live-Ticker zum Coronavirus in NRW zu finden.

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa-Pool

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