Live-Ticker zur Covid-19-Pandemie

Corona: Stichprobenartige Kontrollen der Quarantänepflicht +++ Schulstart möglicherweise ohne Maskenpflicht

Die Corona-Zahlen in NRW sinken beständig. Das macht weitreichende Lockerungen möglich. Doch die Delta-Variante bereitet Sorgen. RUHR24 informiert im Live-Ticker über alle neuen Entwicklungen.

Kreis/StadtInzidenz am Mittwoch, 30. Juni (Vortag)
NRW Gesamt5,5 (-0,1)
Dortmund8,3 (-0,2)
Bochum5,2 (-0,5)
Essen6,7 (-0,9)
Duisburg3,0 (-0,8)
Gelsenkirchen3,5 (-0,7)
Kreis Recklinghausen5,4 (-0,3)
Kreis Unna4,6 (-1,5)

Dieser Ticker wird nicht mehr aktualisiert. Alle News rund um das Coronavirus in NRW und alle Informationen zur Corona-Krise in Dortmund gibt es weiterhin bei RUHR24.

Karl Lauterbach platzt der Kragen: „für den Tod von vielen Menschen verantwortlich“

Update, Mittwoch (30. Juni), 20.09 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat am Dienstag (29. Juni) anscheinend auch das EM-Spiel zwischen England und Deutschland verfolgt und ist gar nicht zufrieden. Das hat weniger mit dem Ausgang des Spieles (Deutschland ist aus der EM ausgeschieden) und mehr mit der Zuschauerzulassung bei der Fußball-Europameisterschaft zu tun.

Bei Twitter schreibt Lauterbach: „Das Spiel hat gestern nochmal gezeigt wie eng die Fans stehen, wie oft sie sich umarmen und anschreien. Es haben sich sicherlich Hunderte infiziert und diese infizieren jetzt wiederum Tausende. Die UEFA ist für den Tod von vielen Menschen verantwortlich.“ Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, waren bei der deutschen EM-Niederlage über 40.000 Fans im Londoner Wembley-Stadion anwesend. 

Landesregierung kündigt stichprobenartige Kontrollen der Quarantänepflicht an

Update, Mittwoch (30. Juni), 18 Uhr: Am Freitag (2. Juli) ist in NRW der letzte Schultag vor den Sommerferien. Die Landesregierung hat deshalb angekündigt, die Pflicht zur häuslichen Quarantäne von Reiserückkehrern stichprobenartig von den Behörden kontrollieren lassen zu wollen.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) kündigte kurz vor dem Ferienbeginn im bevölkerungsreichsten Bundesland entsprechende Kontrollen der Gesundheitsämter an. Außerdem appelliert die Landesregierung an alle Urlauber, sich freiwillig vor der Rückkehr an den Arbeitsplatz auf Corona testen zu lassen.

Auch bei einer hohen Impfquote könne es durch die Delta-Variante des Coronavirus wieder zu deutlich mehr Ansteckungen kommen, sagte Laumann am Mittwoch im Landtag mit Verweis auf Großbritannien. „Wer aus einem Virusvariantengebiet einreist, muss 14 Tage in Quarantäne. Wer aus einem Hochinzidenzgebiet einreist, muss mindestens 5 Tage in Quarantäne gehen, bevor eine Freitestung möglich ist. Und bei Rückkehrern aus Risikogebieten gilt: Testpflicht ohne Quarantäne“, so Laumann.

Inzidenz nähert sich in Dortmund immer weiter dem Nullpunkt

Update, Mittwoch (30. Juni), 16.30 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet am heutigen Mittwoch insgesamt sechs neue Corona-Fälle. Damit sind in Dortmund aktuell 106 Menschen mit dem Virus infiziert. 278 Personen befinden sich in Quarantäne.

Der Inzidenzwert wird voraussichtlich bei 6,6 liegen - den genauen Wert wird das RKI aber erst ab Mitternacht bekannt geben. Leichte Abweichungen sind daher noch möglich.

Corona in NRW: Laschet gesteht „gravierenden Fehler“ ein

Update, Mittwoch (30. Juni), 12.41 Uhr: Bei einer Trauerzeremonie wurde heute im nordrhein-westfälischen Landtag den Opfern der Corona-Pandemie gedacht. Während seiner Rede bat Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) die Hinterbliebenen um Verzeihung, weil diese aufgrund der Besuchsverbote in Alten- und Pflegeheimen und in Krankenhäusern ihren Angehörigen in den letzten Stunden nicht beistehen durften.

„Diese Entscheidungen, die dazu geführt haben, dass Menschen einsam sterben mussten, waren ein gravierender Fehler“, sagte der CDU-Politiker. Laut Landesgesundheitszentrum starben seit Beginn der Pandemie in Nordrhein-Westfalen 17.138 Personen im Zusammenhang mit Covid-19.

Corona in NRW: Laschet plädiert für Schuljahr ohne Maskenpflicht

Update, Mittwoch (30. Juni), 10.36 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kann sich ein Ende der Maskenpflicht in den nordrhein-westfälischen Schulen vorstellen, wenn die Corona-Inzidenzwerte niedrig bleiben. Man werde nach den Ferien die Situation der Reiserückkehr beobachten, sagte Laschet dem WDR.

Sollten die Inzidenzen nicht besonders hoch sein, könne „man auch die Masken im Unterricht wieder ablegen“. Eine erneute Schließung will der Kanzlerkandidat der Union unbedingt verhindern. Das zu verhindern, müsse das Hauptziel sein.

Coronavirus: Karl Lauterbach empfiehlt Fortsetzung von Homeoffice

Update, Mittwoch (30. Juni), 9.57 Uhr: Weil sich die Delta-Variante des Coronavirus ausbreitet, empfiehlt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach eine Fortsetzung des Homeoffice. Ein erheblicher Teil der Menschen sei noch nicht oder nur einmal geimpft, sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Situation sei „noch nicht ungefährlich“.

Corona in NRW: 176 Neuinfektionen – Inzidenz unverändert

Update, Mittwoch (30. Juni), 8.30 Uhr: In Nordrhein-Westfalen sind innerhalb eines Tages 176 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz hat sich im Vergleich zum Vortag nicht verändert und liegt weiterhin bei 5,5. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 stieg um 15 auf insgesamt 17.138.

Am niedrigsten lag der Inzidenzwert laut Landesgesundheitszentrum in Mülheim (0,6). Im Kreis Höxter ist die Sieben-Tage-Inzidenz auf 2,1 gestiegen, nachdem sie tagelang bei 0,0 lag. Am höchsten lag die Kennziffer im Hochsauerlandkreis (13,1). Dahinter folgten der Kreis Soest (12,3) und der Märkische Kreis (11,2).

Corona: NRW-Landtag diskutiert heute über Unterricht nach den Sommerferien

Update, Mittwoch (30. Juni), 6.26 Uhr: In einer Sondersitzung wird der Schulausschuss des NRW-Landtags heute über die Wiederaufnahme des Schulbetriebs nach den Sommerferien diskutieren. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte angekündigt, dass das kommende Schuljahr mit Präsenzunterricht in vollem Umfang beginnen werde.

An Grund- und Förderschulen sollen die Lollitests zweimal pro Woche zum Einsatz kommen, an den weiterführenden Schulen Selbsttests. Die Maskenpflicht im Innenraum soll zunächst bestehen bleiben, sie stehe aber auf dem Prüfstand. Die NRW-Regierung will über die Maskenpflicht in Abhängigkeit der Inzidenzzahlen entscheiden.

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP)

Coronavirus: RKI meldet 808 Neuinfektionen und Inzidenz von 5,2

Update, Mittwoch (30. Juni), 6.16 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Mittwochmorgen 808 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ging erneut leicht zurück und liegt nun bei 5,2 (5,4 am Vortag). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 stieg um 56 auf insgesamt 90.875.

Am Mittwoch vor einer Woche waren 1016 Corona-Neuinfektionen sowie 51 Todesfälle verzeichnet worden. Der Inzidenzwert hatte vor einer Woche bei 7,2 gelegen.

Abitur-Jahrgang aus Solingen möglicherweise mit Delta-Variante infiziert

Update, Dienstag (29. Juni), 22.45 Uhr: Wegen des Verdachts auf mögliche Infektionen mit der Delta-Variante des Coronavirus muss ein Abitur-Jahrgang aus Solingen nun PCR-Tests machen. Das hat das Gesundheitsamt der Stadt laut Mitteilung von Dienstag angeordnet, nachdem zwei Schülerinnen nach einer Abi-Entlassfeier positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. 

Dadurch dass keine andere Mutation nachgewiesen werden konnte, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um die Delta-Variante handele. Das Ergebnis des PCR-Tests stehe allerdings noch aus.

Kostenloser Eintritt für alle Kinder in Essener Freibädern in den Sommerferien

Update, Dienstag (29. Juni), 18 Uhr: Die Stadt Essen möchte mehr Bewegungsangebote für Kinder schaffen und bietet deshalb während der Sommerferien kostenlosen Eintritt in allen städtischen Freibädern für alle Kinder zwischen sechs und zehn Jahren an.

„Während der Corona-Pandemie haben Kinder deutlich weniger Bewegungsmöglichkeiten gehabt“, so Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Der Schulsport und auch viele Freizeitaktivitäten waren nur eingeschränkt möglich oder mussten während des Lock-Down zum Teil ganz ausfallen. Mit dem Angebot wollen wir den Anreiz schaffen, dass Kinder wieder in Bewegung kommen. Das Schwimmen und der Besuch im Freibad eignen sich dafür sehr gut – gleichzeitig wird damit auch die Schwimmfähigkeit von Kindern verbessert. Ein weiteres Ziel, an dem wir arbeiten.“

Update, Dinestag (29. Juni), 17 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet am heutigen Dienstag insgesamt fünf neue Corona-Fälle. Aktuell sind in der Ruhrgebietsstadt 124 Menschen mit dem Virus infiziert. 324 Menschen befinden sich in Quarantäne.

Laut Berechnungen der Stadt wird die Sieben-Tage-Inzidenz mit den heutigen fünf Fällen bei 8,3 liegen. Den genauen Wert gibt das RKI allerdings erst ab Mitternacht bekannt, weshalb leichte Abweichungen noch möglich sind.

Deutsche Bahn muss wegen Homeoffice auf Berufspendler verzichten

Update, Dienstag (29. Juni), 16.20 Uhr: Durch die Corona-Pandemie hat das Arbeiten von zu Hause deutlich an Zustimmung seitens vieler Unternehmen gewonnen. So kommt es, dass auch nach der Krise viele Arbeitnehmer weiterhin mehr im Homeoffice sein wollen. Für die Bahn bedeutet dies Umsatzverlust, denn ihnen fehlen die Berufspendler.

Beim VRR hätten 15 Prozent der Monatskarten- und Abonnementkunden in der Corona-Zeit gekündigt, sagte VRR-Vorstand José Luis Castrillo der Deutschen Presse-Agentur. Der Verkehrsbund hat darauf mit sogenannten Flex-Tickets reagiert, die mit einer Grundgebühr Ermäßigungen für flexibel gewählte Einzeltickets ermöglichen. Die Tickets werden seit Juni für Firmenkunden angeboten, im nächsten Jahr sollen sie für alle Nahverkehrskunden erhältlich sein.

Freies Reisen in Italien ab sofort wieder für Urlauber erlaubt

Update, Dienstag (29. Juni), 15.50 Uhr: Urlauber können sich freuen, denn ab sofort kann man sich wieder uneingeschränkt in Italien aufhalten. Das ganze Land wurde von Gesundheitsminister Roberto Speranza – entsprechend der dortigen Corona-Ampel – am Montag (28. Juni) zur „weißen Zone“ erklärt. Für Urlauber bedeutet das: In ganz Italien entfallen wesentliche Corona-Regeln.

Konkret können sich Italien-Urlauber über folgende Lockerungen freuen:

  • Die in Italien lange geltende nächtliche Ausgangssperre entfällt endlich überall.
  • Die generelle Maskenpflicht im Freien wurde aufgehoben.
  • Bereits seit dem 6. Juni ist Italien aus Sicht der Bundesregierung kein Risikogebiet mehr. Entsprechende Einreisebeschränkungen wie Testpflicht bzw. Genesenen- oder Impfnachweis entfallen bei der Heimkehr ebenfalls.

Corona: Warnung vor Cyberangriffen beim Wechsel vom Homeoffice ins Büro

Update, Dienstag (29. Juni), 13 Uhr: Angesichts der bevorstehenden Rückkehr vieler Arbeitnehmer aus dem Homeoffice ins Büro hat der Digitalverband Bitkom vor Angriffen durch Cyberkriminelle gewarnt. Kriminelle könnten versuchen, Anmeldedaten mit Phishing-Mails abzugreifen, erklärte der Verband am Dienstag.

Bitkom mahnte Mitarbeiter und Unternehmen zur Vorsicht. Ende Juni endet in Deutschland die Homeoffice-Pflicht. Die wurde im Zuge der Corona-Pandemie eingeführt, um so viele Infektionen wie möglich am Arbeitsplatz zu verhindern.

Corona sorgt für starken Rückgang beim Komasaufen

Update, Dienstag (29. Juni), 11.54 Uhr: Geschlossene Gaststätten, Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln haben dafür gesorgt, dass während der Corona-Pandemie weniger gefeiert wurde. In Westfalen-Lippe kam es deshalb zu einem starken Rückgang beim Komasaufen, wie aus einer Auswertung der AOK Nordwest hervorgeht.

Insgesamt 471 junge Menschen im Alter von 12 bis 20 Jahren seien 2020 mit einer akuten Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert worden. 2019 seien es 788 Menschen gewesen. Das entspricht einem Rückgang von etwa 40 Prozent.

Angst vor Corona-Superspreading: Kritik an UEFA wird lauter

Update, Dienstag (29. Juni), 10.55 Uhr: Vor dem EM-Achtelfinale zwischen England und Deutschland (heute 18 Uhr) im Londoner Wembley-Stadion wird die Kritik an der Zuschauerstrategie der UEFA lauter. Dass 45.000 Zuschauer zugelassen sind, hält Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) für „unverantwortlich“. In der Süddeutschen Zeitung forderte er, die Zuschauerzahlen deutlich nach unten zu korrigieren.

Winfried Kretschmann (Grüne), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, machte seinem Ärger ebenfalls Luft. „Der Plan, jetzt noch mehr Leute in die Stadien zu lassen, wie in Wembley, ist unverfroren“, sagte der Grünen-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Bilder jubelnder und eng umschlungener Fans seien „absolut das falsche Signal“.

Coronavirus: Impfstoffe von Biontech und Moderna schützen möglicherweise jahrelang

Update, Dienstag (29. Juni), 9.21 Uhr: Forscher der Washington University in St. Louis haben herausgefunden, dass die bislang zugelassenen mRNA-basierten Impfstoffe von Biontech und Moderna Geimpfte möglicherweise für viele Jahre vor dem Coronavirus schützen können. Darüber berichtet die New York Times.

Die Studienergebnisse könnten darauf hindeuten, dass Empfänger der mRNA-Impfstoffe möglicherweise keine sogenannte Booster-Impfung, also eine weitere Impfung, benötigen würden. Das setze allerdings voraus, dass sich das Virus durch weitere Mutationen nicht noch grundlegender verändere.

Eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff schützt möglicherweise jahrelang vor dem Coronavirus.

Coronavirus: Lufthansa-Aktie bricht ein – Sorge vor neuen Reiseeinschränkungen

Update, Dienstag (29. Juni), 8.58 Uhr: Die Sorge vor einer weiteren Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus und damit verbundenen Einschränkungen im Reiseverkehr ist offenbar groß. Die Aktie der Lufthansa ging zuletzt um 3,62 Prozent zurück, bei TUI betrug der Rückgang beinahe sechs Prozent.

Neben möglicherweise neuen Einschränkungen im Reiseverkehr könnte auch ein befürchtetes Abflauen der Reiselust ein Grund für die Nervosität an der Börse sein, wie Spiegel berichtet. Die Situation in Portugal ist ein mahnendes Beispiel. Seit Mitternacht gelten wegen der Delta-Variante Einreisebeschränkungen für Reisende aus Portugal.

Corona in NRW: Inzidenz in Nordrhein-Westfalen knapp über dem Bundesschnitt

Update, Dienstag (29. Juni), 8 Uhr: In Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben des Landesgesundheitszentrums im Vergleich zum Vortag 108 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist um 0,2 gesunken und lag am Dienstagmorgen mit 5,6 knapp über dem bundesweiten Wert von 5,4.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 ist um 10 auf insgesamt 17.123 gestiegen. Den niedrigsten Inzidenzwert hat weiterhin der Kreis Höxter mit 0,0. Über einer Sieben-Tage-Inzidenz von 10 lagen am Dienstagmorgen der Hochsauerlandkreis (13,1), der Märkische Kreis (12,7), der Kreis Soest (11,6), Hamm (10,6) und der Oberbergische Kreis (10,3).

Coronavirus: RKI meldet 404 Neuinfektionen – Inzidenz erneut gesunken

Update, Dienstag (29. Juni), 6.21 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat binnen eines Tages 404 Neuinfektionen mit dem Coronavirus sowie 57 weitere Todesfälle registriert. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag um 0,2 auf 5,4 gesunken.

Am Dienstag vor einer Woche waren 455 Corona-Neuinfektionen sowie 77 Todesfälle verzeichnet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag vor einer Woche bei 8,0.

Das Robert Koch-Institut (RKI) mit Sitz in Berlin veröffentlicht einmal täglich die tagesaktuellen Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland.

Betriebsärzte haben in den kommenden Wochen noch etliche Impftermine frei

Update, Montag (28. Juni), 22.45 Uhr: Mittlerweile dürfen auch Betriebsärzte impfen. Doch bei etlichen von ihnen sind aktuell noch Termine frei, heißt es. Die Termine sollen deshalb auch von Angehörigen der Betriebsmitarbeiter genutzt werden können, wie der Regionalorganisation Nordrhein-Nord des Verbandes Deutscher Betriebs- und Werksärzte am Montag berichtete.

So hatte beispielsweise die Stadt Duisburg Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gebeten, nicht genutzte Impfstoffmengen von den Industriebetrieben für Sonderimpfaktionen in sozialen Brennpunkten umzuverteilen.

„Wir merken in allen Unternehmen - großen wie kleinen -, dass die Impfbereitschaft nachlässt“, sagte der Chef des Regionalverbandes der Betriebsärzte, Thomas Meier, der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Grund dafür könnten die anstehenden Ferien sein und mögliche Urlaube, die das Wahrnehmen von Impfterminen erschweren würden.

Stadt Köln lockert Corona-Sonderregeln ab Dienstag (30. Juni)

Update, Montag (28. Juni), 19 Uhr: Die bisher in Köln geltenden Corona-Sonderregeln, wie die Alkoholkonsum- und Verweilverbote an belebten Plätzen in der Innenstadt, werden nicht verlängert und treten ab Dienstag außer Kraft. Das teilte die Rheinmetropole am Dienstag mit. Ebenfalls aufgehoben werde auch die Maskenpflicht in den Einkaufsstraßen, an die Köln wesentlich länger festgehalten hatte als andere Städte in NRW.

Grund für die Lockerungen sei die stetig sinkende Inzidenz in Köln. Aktuell liegt sie bei 7,6.

Stadt Dortmund meldet zu Beginn der Woche einen neuen Corona-Fall

Update, Montag (28. Juni), 17.10 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet heute einen weiteren Corona-Fall. Damit sind aktuell 141 Menschen in der Ruhrgebietsstadt mit dem Virus infiziert. 367 Personen sind in Quarantäne.

Die Sieben-Tage-Inzidenz wird laut Berechnungen der Stadt auf 8,3 sinken, den genauen Wert gibt das Robert Koch-Institut (RKI) jedoch erst ab Mitternacht bekannt. Leichte Abweichungen sind noch möglich.

Corona: Bund plant keine strengeren Corona-Kontrollen bei Einreisenden

Update, Montag (28. Juni), 13.06 Uhr: Trotz der Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante des Coronavirus plant die Bundesregierung derzeit keine Verschärfung der Einreisebestimmungen. Wie ein Sprecher des Innenministeriums erklärte, sehe Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) derzeit „keine Veranlassung für stationäre Grenzkontrollen“.

Das Bundesgesundheitsministerium plant zurzeit ebenfalls keine Änderung der Einreiseverordnung. Das Einreiseregime sei derzeit schon recht strikt, sagte ein Sprecher.

Coronavirus: 53,6 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft

Update, Montag (28. Juni), 12.35 Uhr: Am Sonntag (27. Juni) wurden in Deutschland 257.827 Impfungen verabreicht. Somit haben mittlerweile 53,6 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfdosis erhalten. Den vollen Impfschutz besitzen 35,4 Prozent der Bevölkerung.

Nordrhein-Westfalen befindet sich im Ländervergleich bei den Erstimpfungen mit 55,9 Prozent auf dem vierten Rang. Noch besser steht das bevölkerungsreichste Bundesland mit Blick auf den Anteil der vollständig Geimpften dar. 37,7 Prozent der nordrhein-westfälischen Bevölkerung sind bereits vollständig geimpft. Nur im Saarland (41,8 Prozent) ist der Anteil größer.

Coronavirus: Lauterbach blickt besorgt auf EM-Achtelfinale zwischen England und Deutschland

Update, Montag (28. Juni), 10.50 Uhr: In England ist die Quote der Delta-Variante des Coronavirus unter den Neuinfektionen deutlich höher als in Deutschland. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) blickt deshalb mit Sorge auf das anstehende Achtelfinale der Europameisterschaft zwischen England und Deutschland (29. Juni, 18 Uhr).

Für das Spiel sind im Wembley-Stadion 45.000 Zuschauer zugelassen, darunter werden sich 1.500 bis 2.000 deutsche Fans befinden. Lauterbach forderte im Tagesspiegel, stattdessen nur jeden fünften Platz im Londoner Stadion zu besetzen. Bei einem Fassungsvermögen von 90.000 Sitzplätzen wären das insgesamt 18.000 Sitzplätze, so der SPD-Politiker.

Dass das Achtelfinale mit deutscher Beteiligung und im weiteren Turnierverlauf auch die Halbfinals und das Finale überhaupt in England ausgetragen werden, hält Lauterbach für ein falsches Signal. „Wir haben jetzt die größte Mühe, die Bürger zu überzeugen, dass sie Risikogebiete wie derzeit auch Lissabon meiden sollten – und dann wird für den Fußball eine Ausnahme gemacht.“

Das Londoner Wembley-Stadion ist als Austragungsort für die Halbfinals und das Finale der Europameisterschaft vorgesehen.

Corona-Impfungen in NRW: Freie Impfstoffwahl wohl erst ab September

Update, Montag (28. Juni), 8.52 Uhr: Die Impfkampagne in Nordrhein-Westfalen geht voran. 55,6 Prozent der nordrhein-westfälischen Bevölkerung wurden mindestens einmal geimpft, 37 Prozent besitzen bereits den vollen Impfschutz (Stand 26. Juni). Doch der Impfstoff ist noch immer knapp.

Wie Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein, am Montagmorgen im WDR 5 Morgenecho sagte, werde erst ab September so viel Impfstoff zur Verfügung stehen, „dass wir voraussichtlich dann eine freie Impfstoffwahl haben werden“. Bergmann betonte in dem Zusammenhang, dass alle zur Verfügung stehenden Impfstoffe vor der hoch ansteckenden Delta-Variante schützen würden.

Corona in NRW: Inzidenz leicht gesunken – keine neuen Todesfälle

Update, Montag (28. Juni), 8.09 Uhr: In Nordrhein-Westfalen hat es im Vergleich zum Vortag 39 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gegeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist um 0,1 auf 5,8 gesunken. Neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 wurden nicht gemeldet.

Den höchsten Inzidenzwert im bevölkerungsreichsten Bundesland hatte der Oberbergische Kreis. Hier lag die Kennziffer am Montagmorgen bei 13,2. Dahinter folgten Soest (12,6) und der Hochsauerlandkreis (12,3). Den niedrigsten Wert wies das Landeszentrum Gesundheit für den Kreis Höxter aus. Hier lag die Inzidenz bei 0,0.

Corona: Karl Lauterbach kritisiert Stiko-Empfehlung für Kinder

Update, Montag (28. Juni), 6.32 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat die Ständige Impfkommission aufgefordert, ihre eingeschränkte Empfehlung für Corona-Impfungen von Kindern zu überdenken. Die Argumentation, dass Covid-19 für Kinder harmlos sei, sei laut dem SPD-Politiker veraltet.

Für die Delta-Variante gelte dies nicht mehr, sagte Lauterbach der Rheinischen Post. In Großbritannien würden bereits viele Kinder mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt. „Die Angaben der Stiko beziehen sich immer auf alte Varianten.“ Auf eine Durchseuchung der Kinder mit der Delta-Variante zu setzen, sei zu riskant. Die Fortsetzung des Wechselunterrichts sei auch keine Lösung.

Coronavirus: RKI meldet 219 Neuinfektionen

Update, Montag (28. Juni), 6.12 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Montagmorgen 219 Neuinfektionen mit dem Coronavirus sowie acht weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Am Montag vor einer Woche registrierte das RKI 346 Neuinfektionen und zehn Todesfälle.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist laut der Bundesbehörde erneut leicht zurückgegangen. Das RKI wies den Wert am Montagmorgen mit 5,6 aus, am Vortag hatte die Inzidenz bei 5,7 gelegen. Am Montag vor einer Woche lag der Wert noch bei 8,6.

Update, Sonntag (27. Juni), 21.22 Uhr: TV-Star Günther Jauch (64) aus Köln (NRW) ist eines der Gesichter der Corona-Impfkampagne der Bundesregierung - doch nun sorgt ein Tweet des Gesundheitsministeriums für ordentlich Wirbel im Netz. Das Ressort von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) twitterte ein Foto des „Wer wird Millionär“-Stars und schrieb laut ntv dazu, der Moderator habe sich impfen lassen.

Doch dann fiel einigen Nutzern auf, dass der Entertainer doch im Frühjahr an Covid-19 erkrankt war und sich damit als „Genesener“ noch gar nicht hätte impfen lassen können - es hagelte Kritik. Das Bundesgesundheitsministerium korrigierte sich prompt: „Uns ist leider ein Fehler unterlaufen, Günther Jauch ‚will‘ sich impfen lassen“, hieß es vonseiten des Ministeriums.

Günther Jauch moderiert seit 1999 die RTL-Show „Wer wird Millionär“.

Update, Sonntag (27. Juni), 20.02 Uhr: In Velbert (Kreis Mettmann) soll ein 51-jähriger Mann an einem Gemeindehaus, in dem ein Corona-Testzentrum untergebracht war, gezündelt haben. An der Hausfassade entstand dabei ein Brandschaden, auch eine Tafel sei beschädigt worden. Das berichtet die Polizei in einer Mitteilung.

Der Verdächtige konnte nach einem Hinweis in der Umgebung festgenommen werden. Gegen ihn sei ein Strafverfahren wegen besonders schwerer Brandstiftung und Sachbeschädigung eingeleitet worden.

Update, Sonntag (27. Juni), 19.12 Uhr: Am Wochenende musste die Polizei in NRW nicht nur eine Party in Leverkusen auflösen, auch in Krefeld rückten Beamte aus, um eine Feier mit etwa 250 bis 300 Personen zu beenden. Die Veranstaltung in einer Halle war Passanten kurz nach Mitternacht aufgefallen, berichtete die Polizei.

Nach Eintreffen der Polizisten seien mehrere Anwesenden weggelaufen. Ein Gast habe sich gegen die Kontrolle gewehrt und sei gestürzt, wobei er sich am Arm verletzte. Eine Polizistin, die von einer flüchtenden Person umgerannt wurde, habe sich an der Hand verletzt.

Update, Sonntag (27. Juni), 17.51 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich in der kommenden Urlaubssaison für stärkere Kontrollen von Test- und Impfnachweisen an Bahnhöfen ausgesprochen. Im Interview mit ntv erklärte er: „Wenn die ersten Stichproben ergeben, dass es so nicht funktioniert, dann müsste man tatsächlich mit Grenzkontrollen arbeiten.“

Zudem forderte der SPD-Politiker eine verschärfte Testpflicht, bei der man sich vor der Einreise nach Deutschland und fünf Tage nach der Einreise testen lasse. Auch eine fünftägige Quarantänepflicht für eine Rückkehr aus einem Risikogebiet schließt der Gesundheitsexperte nicht aus: „Das ist der Preis für den Urlaub: Wenn ich in ein Risikogebiet reise, dann muss ich auch damit rechnen, dass ich danach noch ein paar Tage in Quarantäne bin, bis sichergestellt ist, dass ich mich nicht infiziert habe.“

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt wegen Corona vor einem möglichen Problem-Herbst.

Update, Sonntag (27. Juni), 17.10 Uhr: In Leverkusen musste am Samstagabend (26. Juni) eine illegale Party mit knapp 500 Jugendlichen zwischen 13 und 26 Jahren aufgelöst werden. Das berichtet die Polizei. Die Feiernden hätten sich in einem Park im Stadtteil Opladen getroffen.

Im Internet sei zuvor zur Zusammenkunft aufgerufen worden. Dennoch sei nicht geeklärt, wer der Veranstalter der Feier war. Die Polizei erteilte den Partygästen Platzverweise, nahm Personalien auf und stellte mehrere Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung.

Update, Sonntag (27. Juni), 16.27 Uhr: In Dortmund wurden in den vergangenen 24 Stunden zwei weitere positive Testergebnisse registriert. Die Zahl der aktuellen Corona-Fälle in der Ruhrmetropole beträgt nun 143. Insgesamt haben sich bislang in Dortmund 27.721 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Dortmund sinkt mit den heutigen Zahlen leicht auf 8,3. Der genaue Wert wird jedoch erst ab 0 Uhr beim RKI verfügbar sein.

Update, Sonntag (27. Juni), 12.00 Uhr: Null Neuinfektionen. Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Doch genau das ist in zahlreichen NRW-Kommunen am Sonntag der Fall. Unter anderem verzeichneten diese 20 Städte und Kreise keine neuen Corona-Fälle: Duisburg, Essen, Krefeld, Mönchengladbach, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Solingen, der Kreis Mettmann, der Kreis Wesel, der Kreis Heinsberg, der Rheinisch-Bergische Kreis, der Rhein-Sieg-Kreis, Gelsenkirchen, der Kreis Borken, der Kreis Recklinghausen, der Kreis Herford, der Kreis Höxter, Herne, der Kreis Olpe und der Kreis Unna.

Die meisten Neuinfektionen wurden hier registriert:

  • Stadt Köln: 14 Neuinfektionen 
  • Oberbergische Kreis: 10 Neuinfektionen 
  • Hochsauerlandkreis: 9 Neuinfektionen 
  • Märkische Kreis: 8 Neuinfektionen 

Allerdings können die Zahlen leichten Schwankungen am Wochenende unterliegen und ein verzerrtes Bild der aktuellen Lage widerspiegeln. Am Wochenende sind einige Gesundheitsämter nicht besetzt und melden somit die Neuinfektionen erst am Montag.

Update, Sonntag (27. Juni), 11.38 Uhr: Bleiben die Inzidenzen niedrig und immer mehr Menschen können geimpft werden, besteht die Hoffnung, dass schon bald wieder Konzerte und Veranstaltungen mit tausenden Besuchern stattfinden können. „Wenn jeder ein Impfangebot bekommen hat, gibt es keinen Grund mehr, warum nicht auch Veranstaltungen mit 10.000 Besuchern oder mehr wieder möglich sein sollten“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Bareiß (CDU) gegenüber der Welt am Sonntag. Er rechnet damit, dass das schon im Herbst soweit sein könnte.

Update, Sonntag (27. Juni), 10.33 Uhr: NRW-Bildungsministern Yvonne Gebauer hatte am Freitag (25. Juni) angekündigt, nach den Sommerferien in den vollen Präsenzunterricht zurückkehren zu wollen. Lehrer finden die Idee hingegen nicht sonderlich gut. Der Verband Bildung und Erziehung hatte sich gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) für eine zweiwöchige „Sicherheitsphase“ nach der Urlaubszeit ausgesprochen – mit verstärkten Tests und einer inzidenzunabhängigen Maskenpflicht,

Update, Sonntag (27. Juni), 08.05 Uhr: Auch in NRW sinken die Zahlen weiterhin. Das RKI meldet für das bevölkerungsreichste Bundesland am Sonntag eine Inzidenz von 5,9. Das ist erneut ein Rückgang von 0,3 zum Vortag. Außerdem verzeichnet NRW 123 Neuinfektionen binnen der letzten 24 Stunden und ein Todesfall aufgrund von Corona.

In den NRW-Kommunen verbessert sich die Lage ebenso. Inzwischen hat der erste Kreis ein Inzidenz-Wert von 0,0 erreicht. Der Kreis Höxter hat bereits seit Samstag (26. Juni) die Nullmarke erreicht. Die höchste Inzidenz verzeichnen aktuell noch der Hochsauerlandkreis mit einem Wert von 12,3 und der Oberbergische Kreis mit 13,4.

Kanzlerkandidat Armin Laschet hat sich am Mittwoch zum Einfluss der Delta-Variante auf den Corona-Inzidenzwert geäußert. (Archivfoto)

Update, Sonntag (27. Juni), 07.50 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 538 neue Corona-Fälle gemeldet. Bundesweit sind außerdem acht Personen an oder in Verbindung mit Covid-19 verstorben. Im Vergleich: Am Sonntag vor einer Woche waren es noch 842 Neuinfektionen und 16 Todesfälle.

Die Daten ergeben am Sonntag eine bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz von 5,7, was erneut ein Rückgang von 0,2 im Vergleich zum Vortag ist. Vor einer Woche lag der Wert bei 8,8.

Update, Samstag (26. Juni), 20.38 Uhr: Der Kölner Reiseanbieter Olimar will mehrere Hundert Deutsche aus Portugal zurückholen. Die Bundesregierung stuft das Urlaubsland ab Dienstag (29. Juni) als Virusvariantengebiet ein. Wie ein Sprecher des Unternehmens sagte, möchten etwa zehn Prozent der Reisenden ihren Urlaub dennoch nicht abbrechen. Die Folge: Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland müssen sie 14 Tage in Quarantäne - egal ob geimpft oder genesen.

Update, Samstag (26. Juni), 17.04 Uhr: Nach der Auflösung der Priorisierung von Impfungen in den Impfzentren NRWs seit heute (26. Juni) ist der eigentlich erwartete Ansturm auf die Termine ausgeblieben. Sven Ludwig, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, berichtete laut WDR, dass bis zum Mittag Erst- und Zweittermine für rund 16.000 Menschen vergeben worden seien.

Offenbar hatte man mit einer deutlich höheren Nachfrage gerechnet, NRW-Gesundheitsminister Karl Josef Laumann (CDU) hatte von knapp 220.000 Terminen für Erstimpfungen gesprochen.

Dennoch seien derzeit „für fast alle Impfzentren fast alle Termine bereits vergeben“, so Ludwig. Kommende Woche würden dann wieder neue Impftermine freigeschalten werden. erklärte der Sprecher. Impfwillige müssten sich bis kommende Woche gedulden.

Update, Samstag (26. Juni), 16.00 Uhr: Einerseits vermeldet die Stadt Dortmund heute erfreuliche Nachrichten, andererseits auch eine besorgniserregende. So sind am Samstag in Dortmund sieben neue Corona-Fälle registriert worden. Damit sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz weiter auf 8,7. Auch muss die Stadt keinen neuen Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnen. Dafür sind in Dortmund zwei neue Fälle mit der Delta-Variante aufgetaucht. Die Stadt machte jedoch keine Angaben, wo sich die betroffenen Personen mit der Mutante infiziert haben. Der erste Fall in Dortmund war auf einen Reiserückkehrer zurückzuführen.

Infektionsfälle mit Virusvarianten5815 Fälle
Alpha (B.1.1.7) - britische Variante5799 Fälle
Beta (B.1.351) - südafrikanische Variante9 Fälle
Gamma (B.1.1.28.1 – P.1) - brasilianische Variante4 Fälle
Delta-Variante (B.1.617.2) - indische Variante3 Fälle

Update, Samstag (26. Juni), 13.24 Uhr: Viele hoffen noch immer auf einen Impftermin, andere sind hingegen wohl schon „impfmüde“ oder „impfnachlässig“. Wie könnte man sich sonst erklären, das seit Anfang Juni rund 57.000 Termine für die Zweitimpfung im Rheinland abgesagt wurden. Das sind sechs Prozent, wie der WDR berichtete. Ähnliches berichtete die KVWL (Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe). Hier wurden über 5000 Termine für Erst- und Zweitimpfungen nicht wahrgenommen.

Die Gründe dafür seien vielfältig. Mal bekommen Personen bei einer anderen Stelle kurzfristig einen Termin, mal sind sie möglicherweise schon im Sommerurlaub. Die genauen Gründe sind jedoch in der Regel nicht bekannt, warum jemand seinen Termin schwänzt.

Auch in Dortmund können wieder Termine für eine Corona-Erstimpfung vereinbart werden.

Bundesgesundheitsminister Spahn mahnte noch am Freitag (25. Juni), dass man sich auf den Schutz einer Erstimpfung verlassen solle, sondern beide Impftermine wahrnehmen muss (mehr Nachrichten zum Coronavirus in NRW auf RUHR24).

Update, Samstag (26. Juni), 12.14 Uhr: In NRW wird ab heute die Priorisierung in den Impfzentren aufgehoben. Seit 8 Uhr kann jeder ab 16 einen Termin für die Corona-Impfung machen. Die Buchung läuft über die bekannten Kanäle – über die Kassenärztliche Vereinigung oder die Telefonnummer 116117. Allerdings hatten die Kassenärztlichen Vereinigungen gewarnt, dass wahrscheinlich kaum Termine frei wären, da noch immer nicht genügend Impfdosen zur Verfügung stehen würden.

Corona: Aktuelle Zahlen für Deutschland und NRW

Update, Samstag (26. Juni), 11.35 Uhr: 592 neue Corona-Fälle meldete das RKI binnen der letzten 24 Stunden. Außerdem starben 68 Menschen an oder in Verbindung mit dem Virus. Aber: Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt immer weiter. Am Samstag liegt sie auf Basis der RKI-Daten bei 5,9. Am Freitag lag sie noch bei 6,2.

Auch in NRW bleibt die Inzidenz weiter unter 10. Das Landeszentrum für Gesundheit meldete am Samstag einen Wert von 6,2. Das sind 0,2 weniger als am Vortag. Außerdem kamen 146 Neuinfektionen und sieben Todesfälle seit Freitag dazu.

Alle Corona-Nachrichten aus NRW vor dem Mittag des 26. Juni, findet ihr in unserem alten Live-Ticker.

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