Covid-19-Pandemie im Ticker

Corona NRW: Ruhrgebietsstadt öffnet Geschäfte +++ Pandemie-Ende laut Lauterbach erkennbar

Die Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen scheint sich zu entspannen. Doch die Sieben-Tage-Inzidenz ist vielerorts noch hoch. Alle News zur Covid-19-Pandemie im Live-Ticker von RUHR24.

Kreis/StadtInzidenz am 7. Mai laut RKI (Vortag)
NRW (gesamt)138,3 (-6,0)
Dortmund173,1 (-11,7)
Bochum127,5 (-2,2)
Duisburg129,3 (-11,8)
Essen126,0 (-9,8)
Gelsenkirchen163,3 (-13,1)
Kreis Recklinghausen128,0 (-11,2)
Kreis Unna147,1 (-13,2)

Update, Samstag (8. Mai), 8 Uhr: Liebe Leser, wir haben einen neuen Corona-News-Ticker für NRW gestartet. Viel Spaß beim Weiterlesen. Dieser Ticker wird hiermit beendet.

Corona in NRW: Freibadöffnung und erstes Konzert

Update, Freitag (7. Mai), 22.52 Uhr: Passend zu den steigenden Temperaturen in den nächsten Tagen, öffnet in NRW wieder ein Schwimmbad. Bürger und Bürgerinnen können im Rahmen eines Modellversuchs am Samstag (8. Mai) ab 10 Uhr das Freibad Billerbeck im Kreis Coesfeld besuchen, wie die Ruhr Nachrichten berichten.

Außerdem soll am Samstag ein Konzert im Innenhof der Vorburg der Birg Vischering in Lüdinghausen stattfinden. Für das Open-Air-Konzert wurden im Vorfeld 100 Tickets verkauft. Der Kreis Coesfeld ist eine von mehreren Modellregionen in NRW, in denen bestimmte Öffnungen erlaubt sind – solange die Inzidenz beständig unterhalb von 100 liegt.

Corona-Impfstoffe: Notfallzulassung für chinesisches Vakzin erteilt

Update, Freitag (7. Mai), 22.22 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dem Corona-Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinopharm eine Notfallzulassung erteilt. "Damit ist er das sechste Vakzin, das von der WHO auf Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität geprüft wurde", sagte der Generaldirektor der UN-Gesundheitsbehörde, Tedros Adhanom Ghebreyesus, auf einer Pressekonferenz. Mit Sinopharm erhält die erste chinesische Pharmafirma eine Zulassung der WHO für einen Corona-Impfstoff, wie die AFP berichtet.

Der Impfstoff wird bereits in 42 Ländern auf der ganzen Welt eingesetzt. Für eine vollständige Immunisierung werden zwei Dosen gebraucht. Eine Entscheidung über das Vakzin des chinesischen Herstellers Sinovac wird in den nächsten Tagen erwartet. Auch die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) leitete in dieser Woche eine Prüfung des Corona-Impfstoffs von Sinovac ein. 

Corona-Impfungen in Deutschland: Weitere Thrombose-Fälle nach Astrazeneca

Update, Freitag (7. Mai), 20.52 Uhr: Die Zahl der schweren Thrombosefälle nach einer Impfung mit dem Mittel Vaxzevria von Astrazeneca ist einem Bericht der Funke Mediengruppe zufolge weiter gestiegen. Wie die Zeitungen unter Berufung auf den neuen Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts schreiben, seien bis zum 30. April 67 Fälle gemeldet worden. Vierzehn Personen seien gestorben.

Bei den meisten Fällen habe es sich um Sinusvenenthrombosen gehandelt. Bis zum 29. April wurden laut Angaben des Robert Koch-Instituts insgesamt 5.775.546 Impfungen mit Vaxzevria von Astrazeneca durchgeführt, somit haben 0,001 Prozent eine schwere Thrombose erlitten.

Corona-Impfangebot für alle bis Juli – laut Laschet möglich

Update, Freitag (7. Mai), 19.01 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hält ein Impfangebot für alle impfwilligen Menschen schon im Juli für möglich – das wäre zwei Monate früher als es Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Aussicht gestellt hatte. „Ich halte es mit Blick auf die aktuellen Impfstofflieferungen für möglich, dass wir das Ziel früher erreichen können“, sagte der CDU-Bundesvorsitzende der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Kanzlerin Merkel hatte den impfwilligen Menschen ein Angebot bis Ende des Sommers, also bis 21. September, in Aussicht gestellt. Ähnlich wie Laschet hatte sich auch schon Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geäußert: Es sei „sicherlich im Juli“ der Zustand zu erreichen, „wo wir eigentlich alle, die unbedingt wollten, geimpft haben werden“, hatte er am Dienstag (4. Mai) beim Ärztetag gesagt.

Corona im Ruhrgebiet: Essen kehrt zum Wechselunterricht zurück

Update, Freitag (7. Mai), 17.43 Uhr: In Essen dürfen Schüler und Schülerinnen ab Montag (10. Mai) wieder in die Schulen zurückkehren. Dann gilt wieder Wechselunterricht und eingeschränkter Regelbetrieb in Kitas. Die Stadt Essen liegt seit fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter einer Wocheninzidenz von 165.

Die Stadt Essen teilt mit, dass für den Besuch der Schule dann pro Woche zwei Corona-Tests verpflichtend sind. An allen Grund- und Förderschulen sowie an den Schulen mit Primarstufe werden dazu Lolli-Tests verwendet, an allen übrigen Schulen werden Selbsttests genutzt. In Kitas wird der Betreuungsumfang weiterhin um zehn Stunden pro Woche reduziert und die Betreuung findet in festen Gruppen statt.

Corona in NRW: Ruhrgebietsstadt öffnet Geschäfte zum Click & Meet

Update, Freitag (7. Mai), 16.58 Uhr: Bochumer Geschäfte dürfen bald wieder ihre Türen öffnen. Der Inzidenzwert der Stadt liegt laut Robert Koch-Institut (RKI) seit fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 150. Das ist die Voraussetzung dafür, dass Bochum „Test, Click & Meet“ wieder einführen darf.

„Damit kann der Bochumer Einzelhandel wieder ab Sonntag, 9. Mai, 0 Uhr eingeschränkt öffnen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Dann dürfen Kunden und Kundinnen mit einem tagesaktuellen negativen Corona-Test und einem Termin in den jeweiligen Geschäften einkaufen. Weiterhin gilt die Pflicht zur medizinischen Maske, außerdem müssen Abstandsregeln weiter beachtet werden.

In Bochum dürfen die Geschäfte bald wieder öffnen. „Test, Click & Meet“ ist bald wieder möglich.

Corona in NRW: Verdi ist wütend über die Spaltung der Impfgruppe 3

Update, Freitag (7. Mai), 16.45 Uhr: Verdi ist wütend. Zwar ist nun die Impfgruppe 3 an der Reihe, allerdings kann aus Mangel an Impfstoffdosen nicht allen ein Impfangebot gemacht werden. Die zusätzliche Unterteilung der Impfgruppe stößt bei der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di in NRW) auf Unverständnis.

Dazu erklärte Gabriele Schmidt, Landesleiterin Verdi NRW: „Es kann nicht sein, dass Beschäftigte, die seit Beginn der Pandemie im direkten Kunden- sowie Bürgerkontakt stehen, nun selbst in der Priorisierungsgruppe 3 vorerst nicht berücksichtigt werden. Wer im Arbeitsalltag vielen Menschen begegnet, ist einem erhöhten Risiko ausgesetzt angesteckt zu werden. Zeitgleich können sich dadurch aber auch mehr Menschen anstecken. Es ist unverständlich und wirft Fragen auf, nach welchen Kriterien die Landesregierung hier entschieden hat. Statt komplette Berufsgruppen auszuschließen, sollte der Fokus darauf liegen, wer den meisten Kontakten ausgesetzt ist. Denn der Schutz der Beschäftigten ist elementar – Wertschätzung sieht anders aus!“

Corona-Ende in Sicht: Karl Lauterbach nennt Zeitraum

Update, Freitag (7. Mai), 16.07 Uhr: Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) macht mit seinen neusten Statements gegenüber ntv Hoffnung. „Wenn wir so weitermachen wie bisher, ist in drei Wochen das Ende der Pandemie erkennbar“, sagt er im Interview. Dann würden die Fallzahlen stark sinken. Das sei vor allem der Verdienst der Bürger und Bürgerinnen, ihr Verhalten sei der Grund für die sinkenden Fallzahlen. Das Impfen würde sich zwar auch auswirken, aber einen deutlichen Impfeffekt würde es erst Mitte bis Ende Mai geben.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach lobt die Bürger und Bürgerinnen für ihr Verhalten in den vergangenen Wochen.

Corona in Herne: Gute Inzidenz-Aussichten – dennoch weiterhin Distanzunterricht

Update, Freitag (7. Mai), 15.26 Uhr: Die Corona-Zahlen in Herne entwickeln sich laut Krisenstab recht gut. Zwar sei es schwierig eine Prognose abzugeben, aber es sei möglich, dass die Inzidenz am Wochenende unter den Wert von 165 fällt. Allerdings bedeute das nicht, dass ab Montag die Schulen wieder öffnen und Präsenzunterricht stattfinden würde. In einer Mitteilung heißt es: „Auch in der kommenden Woche wird wie bisher im Distanzunterricht an den Herner Schulen unterrichtet.“

Der Inzidenzwert von 165 muss zunächst mehrere Tage lang unterschritten werden, damit Schulen wieder Präsenzunterricht anbieten könnten. Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 173,9.

Corona-Update für Dortmund: Inzidenz sinkt wieder leicht

Update, Freitag (7. Mai), 15.04 Uhr: Die Stadt Dortmund hat die aktuellen Corona-Zahlen veröffentlicht. Demnach habe die Stadt heute 153 neue positive Testergebnisse registriert. Nach Berechnungen der Stadt liegt die Inzidenz damit bei 170,3 – und sinkt abermals leicht. Weitere Zahlen aus Dortmund im Überblick:

  • Zurzeit befinden sich 3.631 Menschen in Quarantäne.
  • Seit dem ersten Auftreten des Coronavirus in Dortmund liegen insgesamt 26.319 positive Tests vor.
  • 23.781 Menschen gelten als genesen.
  • Aktuell sind 2.177 Menschen in Dortmund mit dem Coronavirus infiziert.
  • Zurzeit werden in Dortmund 140 Corona-Patienten stationär behandelt, darunter 39 intensivmedizinisch, davon wiederum 30 mit Beatmung.
  • In Dortmund starben bislang 246 Menschen ursächlich an Covid-19, weitere 115 mit dem Virus infizierte Patienten starben aufgrund anderer Ursachen.
  • Bis jetzt sind in Dortmund insgesamt 4.415 Infektionsfälle mit Virusvarianten nachgewiesen – ein Großteil der Fälle mit der britischen Mutation.

Ahaus beendet Corona-Modell-Projekt: Kein nutzen für Bürger erkennbar

Update, Freitag (7. Mai), 14.15 Uhr: Die Stadt Ahaus zieht sich aus dem NRW-Projekt „Modellkommune“ zurück. Die Stadt begründet die Maßnahme mit Differenzen mit dem Land über die Ausgestaltung des Projekts, bei dem Öffnungen in Handel, Kultur oder Sport trotz Lockdowns in NRW möglich gewesen sind.

Man habe laut einer Mitteilung von Freitag zu viele Kompromisse eingehen müssen. So hatte die Stadt Ahaus ihr Zentrum abgrenzen und nur durch einen digitalen Einlass Geimpfte und Genesene, sowie Menschen mit negativem Corona-Test einlassen wollen. Das Land habe zusätzlich jedoch darum gebeten, Kontrolleure an die Eingänge zur Fußgängerzone zu stellen.

„Ich bedauere es sehr, dass wir als Stadt Ahaus nicht beweisen konnten, wie Bürgerinnen und Bürger durch den selbstverständlichen Umgang mit den digitalen Möglichkeiten per Smartphone einen echten Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie geleistet hätten“, fasst Bürgermeisterin Karola Voß die Entscheidung zusammen.

Hinzu komme, dass durch eine absehbare Unterschreitung der Inzidenz von 100 bald so oder so Lockerungen in Ahaus zum Tragen kämen – auch ohne Vorzüge einer Modellkommune. Es gäbe daher keinen Nutzen mehr für die Bürger.

Die Stadt kritisiert zudem, dass nicht nur die Inzidenz innerhalb des Kreises Borken ausschlaggebend über die Ausgestaltung des Projekts gewesen sei, sondern auch jene in den benachbarten Niederlanden.

Corona in NRW: Schulen in Kamen kehren wohl am 17. Mai zum Wechselunterricht zurück

Update, Freitag (7. Mai), 13.15 Uhr: Da die 7-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen im Kreis Unna seit einigen Tagen unter 165 liegt, mehren sich dort die Hoffnungen auf eine Rückkehr zum Wechselunterricht an Schulen. Nach Rücksprache mit der Schulaufsicht werde dies nach Angaben der Stadt Kamen voraussichtlich ab Montag (17. Mai) der Fall sein – unter dem Vorbehalt, dass bis dahin die 7-Tage-Inzidenz stabil unter 165 bleibt.

Corona-Aktion in NRW: Hagen impft Menschen in prekären Wohnverhältnissen

Update, Freitag (7. Mai), 13.15 Uhr: Bereits zum zweiten Mal hat die Stadt Hagen eine Impf-Aktion für Menschen in prekären Lebensverhältnissen gestartet. Insgesamt 366 Dosen des Einmalimpfstoffs von Johnson & Johnson seien am Donnerstag (6. Mai) von 13 bis 21 Uhr an Obdachlose sowie Bürger in prekären Wohnverhältnissen verimpft worden, teilt die Stadt mit. Der Stadtteil Altenhagen, in dem die Aktion stattfand, weist eine höhere Inzidenz auf, als andere Stadtteile von Hagen. Zuvor hatte es bereits eine Impf-Aktion im ebenfalls stark von Corona betroffenen Stadtteil Wehringhausen gegeben.

Corona in NRW: Ab Montag flächendeckend Lolli-Tests an Grundschulen

Update, Freitag (7. Mai), 12.30 Uhr: Ab Montag werden in NRW sogenannte Lolli-Tests an Grund- und Förderschulen eingesetzt, um die Schüler auf Corona zu testen. Die Tests sollen weitaus angenehmer sein als der Nasenabstrich und deutlich sicherer sein, da es sich um PCR-Tests und nicht um Schnelltests handelt.

Bislang wurde die Lolli-Tests an 22 Schulen in Köln erprobt und sollen ab Montag nun im ganzen Bundesland zum Einsatz kommen. Die Schüler sollen zweimal pro Woche getestet werden. Allerdings hat das Verfahren einen Nachteil: Es ist logistisch extrem aufwändig, weil die Tests nur in einem Labor ausgewertet werden können. Daher beschränkt sich der Einsatz vorerst nur auf die rund 3800 Grund- und Förderschulen. NRW sei das erste Bundesland, das flächendeckend solche PCR-Tests einführt, so Schulministerin Yvonne Gebauer. Die Schulen wurden heute per Mail informiert.

Stiko plant offenbar Empfehlung von Johnson &Johnson-Impfstoff nur für über 60-Jährige

Update, Freitag (7. Mai), 12.29 Uhr: Laut Informationen des Spiegels plant die Ständige Impfkommission (Stiko), die Vakzine von Johnson & Johnson nur noch für Menschen ab 60 zu empfehlen – wie bei Astrazeneca. Jüngere sollen das Mittel aber nach ärztlicher Beratung weiter erhalten dürfen. Der Grund für die Empfehlung: In einzelnen Fällen sind nach Verabreichung des Vakzins bei Menschen unter 60 Jahren Blutgerinnsel beobachtet worden.

Corona in NRW: Laumann macht Gastronomen falsche Versprechungen

Update, Freitag (7. Mai), 12.05 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Laumann hatte am Mittwoch in einer Pressekonferenz angekündigt, dass die Gastronomie in Kommunen mit einer Inzidenz unter 100 die Außenbereiche öffnen dürfe. Damit lag er allerdings daneben und wurde einen Tag später vom Landesgesundheitsministerium korrigiert. „Die Gastronomie könnte erst ab unter 50 und nicht schon ab unter 100 öffnen.“ In NRW ist das aktuell noch für keine Region der Fall.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

Corona in NRW: Polizei sieht Kontrolle der Impfpässe als Kraftakt

Update, Freitag (7. Mai), 11.45 Uhr: Im Zuge dessen, dass Geimpfte mehr Freiheiten zurückbekommen, geht auch eine verstärkte Kontrolle der Impfausweise einher. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in NRW befürchtet deshalb mehr Arbeit auf die Polizei zukommen. Insbesondere weil die gängigen Impfpässe nicht fälschungssicher seien.

Sebastian Fiedler, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter in NRW, stimmt dem zu. „Es wird eine immense Herausforderung, alle Kolleginnen und Kollegen so zu schulen, dass sie echte von gefälschten Impfdokumentationen unterschieden können“, sagte er gegenüber dem Kölner Anzeiger.

Corona und Fußball-EM: Kreis im Ruhrgebiet trifft Entscheidung für Public Viewing

Update, Freitag (7. Mai), 11.23 Uhr: 2021 findet die Fußball-Europameisterschaft statt. Ob die Spiele per Public Viewing verfolgt werden können, steht aufgrund der Corona-Pandemie vielerorts noch in den Sternen. Im Kreis Recklinghausen hat man diesbezüglich allerdings schon eine Entscheidung getroffen und hat die Live-Übertragung der Fußball-EM abgesagt. „Das ist natürlich sehr bedauerlich. Zwar sinken die Infektionszahlen, doch sehen wir angesichts des nach wie vor hohen Niveaus kein realistisches Szenario, dass ein großes Event mit mehr als 3000 Besuchern auf dem Rathausplatz möglich macht“, sagten Lars Tottmann und Marius Ebel, Veranstalter der Arena Recklinghausen GmbH.

Corona in NRW: Land stimmt über finanzielle Entlastung bei Kita-Beiträgen ab

Update, Freitag (7. Mai), 10.57 Uhr: Der Haushalts- und Finanzausschuss des Landes NRW hat am Donnerstag beschlossen, die Kita-Beiträge für Eltern im Mai und Juni 2021 zu erlassen. Die Kosten dafür wollen sich die Kommunen und das Land teilen. Christian Barrenbrügge von der Dortmunder CDU zeigte sich diesbezüglich erfreut:

„Die Entscheidung des Landes NW ist eine finanzielle Entlastung für die Familien mit Kindern auch in Dortmund. Viele Mütter und Väter kümmern sich zu Hause um ihre Kinder und leisten damit einen enormen Beitrag für die Gemeinschaft. Eltern in dieser Zeit finanziell zu entlasten, ist nur fair denen gegenüber, die die Angebote der Kindertagesbetreuung derzeit nicht oder nur mit Einschränkungen in Anspruch nehmen können.“

Tragischer Corona-Todesfall im Münsterland: Kleinkind stirbt

Update, Freitag (7. Mai), 10.42 Uhr: Münster muss einen tragischen Todesfall in Verbindung mit Corona verzeichnen. Ein vier Jahre altes Kind ist bereits am 1. Mai in einer Klinik in Münster verstorben. Nach Angaben der Stadt litt es schon länger unter einer Vorerkrankung. Oberbürgermeister Markus Lewe fand bewegende Worte zu dem ersten Corona-Todesfall eines Kindes in der Stadt Münster: „Mein Mitgefühl gilt dem Kind und den Angehörigen. Dieser tragische Vorfall zeigt, wie gefährlich die Pandemie immer noch ist.“

Corona in NRW: Laschet äußert sich zur Rückgabe von Grundrechten an Geimpfte und Genesene

Update, Freitag (7. Mai), 10.20 Uhr: Nachdem heute der Bundesrat die Rückgabe einiger Grundrechte für Geimpfte und Genesene für ganz Deutschland bewilligt hat, hat sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) im Bundesrat dazu geäußert. Er finde die Rückgabe der Grundrechte wichtig, appellierte an Geimpfte aber, jetzt nicht mit „triumphalistischem Überschwang“ zu reagieren.

Die aktuelle Ungleichbehandlung von Geimpften und Nicht-Geimpften sei kein Modell für die Zukunft, so Laschet. Seine Gedanken seien jetzt bei den Jugendlichen und Kindern, die noch nicht geimpft sind. „Sie dürfen jetzt nicht erneut die Benachteiligten sein, weil sie nicht geimpft sind“, so Laschet.

Diese aktuelle Phase der Pandemie sei laut dem CDU-Chef eine „hochsensible für den Zusammenhalt der Gesellschaft“. Es müsse das Ziel sein, möglichst schnell für alle Menschen in Deutschland Grundrechte zurückzugeben. „Das schaffen wir aber nur, indem wir die Inzidenzen senken“, mahnte Laschet im Bundesrat.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hält die aktuelle Ungleichbehandlung von Geimpften und Nicht-Geimpften für kein gutes Zukunftsmodell.

Corona: Spahn und Wieler live über die aktuelle Lage in Deutschland

Update, Freitag (7. Mai), 10.07 Uhr: Die dritte Welle scheint gebrochen, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in einer aktuellen Pressekonferenz. Die Zahlen seien jedoch noch immer auf einem hohen Niveau, aber sie würden sinken, so der CDU-Politiker. Er danke vor allem den Bürgern, die die diesen Trend eingeleiteten hätten, indem sie sich an die strengen Regeln gehalten haben. Doch er warnte auch vor frühzeitigen Lockerungen. Ein Blick nach Großbritannien zeigt, hier hätte man erst bei viel niedrigeren Inzidenzen gelockert. Positiv sei allerdings wie es mit dem Impfen vorangehe. Spahn betonte, dass am Donnerstag erstmals mehr als 200.000 Zweitimpfungen in Deutschland durchgeführt wurden.

Auf den Intensivstationen sei allerdings noch keine Entspannung zu verzeichnen, erklärte der RKI-Chef Lothar Wieler. Die Zahlen gehen zwar minimal zurück, allerdings nur bei Patienten mit weniger schwerem Verlauf. Viele Intensivstationen seien weiterhin ausgelastet und es gebe täglich hunderte Todesfälle.

Corona-Lockerungen für Geimpfte kommen: Bundesrat stimmt zu

Update, Freitag (7. Mai), 09.45 Uhr: Nun ist es beschlossene Sache: Der Bundesrat hat heute in letzter Instanz den Lockerungen für Geimpfte und Genesene zugestimmt. Die entsprechende Verordnung tritt damit bereits am Wochenende in Kraft. Folgende Regeln gelten dann:

  • Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen für Geimpfte und Genesene fallen weg. Sie werden bei Treffen mit anderen Personen nicht mehr mitgezählt.
  • Es muss kein negativer Corona-Test mehr beispielsweise für Friseurbesuche oder beim Termin-Shopping vorgelegt werden.
  • Die Quarantäne nach einer Reise fällt in den meisten Fällen weg – seidenn man kommt aus einem Hochrisikogebiet.

Genesene und Geimpfte müssen allerdings weiterhin die Maske tragen und sich an die Abstands- und Hygieneregeln halten.

Corona im Ruhrgebiet: Erste Stadt unter 100er-Inzidenz

Update, Freitag (7. Mai), 09.33 Uhr: Erfreuliche Tendenzen im Ruhrgebiet: Die Inzidenz in Mülheim an der Ruhr ist unter 100 gesunken. Sie liegt aktuell bei 94,4 und es ist die erste Stadt im Ruhrgebiet, die die kritische Grenze der Bundesnotbremse unterschreitet. Aber auch in anderen Städten geht „bergab“.

Die Inzidenz im Ennepe-Ruhr-Kreis liegt bei 100, Städte wie Duisburg, Gelsenkirchen oder Unna haben einen Rückgang der Inzidenz im zweistelligen Bereich zu verzeichnen und nähern sich ebenfalls langsam der 100er-Grenze. Nur in Dortmund (173,1), Hamm (219,5) und Hagen (223,7) entspannt sich die Lage wenig beziehungsweise nur sehr langsam.

Corona in NRW: Inzidenz in Leverkusen plötzlich irre hoch – besonderes Kleinkinder betroffen

Update, Freitag (7. Mai), 09.19 Uhr: Während die Inzidenzen bundesweit, aber auch in vielen NRW-Regionen eher sinken, verzeichnet eine Stadt einen enormen Anstieg: Am Anfang der Woche lag der 7-Tage-Wert bei rund 200, inzwischen ist die Inzidenz auf 252,2 gestiegen. Leverkusen ist damit in NRW der einzig „dunkelrote“ Fleck auf der Karte des RKI. Doch warum ist das so?

Die Stadt Leverkusen steht diesbezüglich vor einem Rätsel und kann sich die hohen Inzidenzen nicht erklären. Erschreckenderweise sei die Inzidenz vor allem bei Kindern unter vier Jahren besonders hoch. Sie liegt aktuell bei 420. Laut Radio Leverkusen gibt es kaum Regionen in Deutschland mit ähnlich hohen Werten. Wie es dazu kommt, ist allerdings ebenfalls noch nicht geklärt.

Die Stadt vermutet noch einen anderen Grund für die hohen Inzidenzen in Leverkusen. Anders als in vielen Regionen testet man in der NRW-Stadt alle Personen bis zum Ende der Quarantäne, was viele Corona-Fälle zutage fördert, die ansonsten möglicherweise unentdeckt bleiben würden.

Corona: NRW-FDP fordert Ende des Beherbergungsverbots zu Pfingsten

Update, Freitag (7. Mai), 8.05 Uhr: Bayern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen fahren pünktlich zu Pfingsten den Tourismus wieder hoch. Wie sieht es in NRW aus? Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zeigte sich bei dieser Frage mit Blick auf die Lage in den Krankenhäusern eher zurückhaltend und bekommt nun Gegenwind von der NRW-FDP. Die Partei fordert, auch in NRW spätestens zu Pfingsten das Beherbergungsverbot aufzuheben und Campingplätze zu öffnen. Die aktuelle Coronaschutzverordnung gelte noch bis 14. Mai, vor ihrem Ablauf müsse sie dementsprechend dringend angepasst werden.

Corona in NRW und Deutschland: Inzidenz nähert sich 100er-Marke

Update, Freitag (7. Mai), 6.07 Uhr: Bundesweit verzeichnet das RKI heute 18.485 Corona-Neuinfektionen. Damit sind die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner von 129,1 auf 125,7. Am Freitag vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 153,4. Dennoch haben die deutschen Gesundheitsämter binnen eines Tages 284 Todesfälle gemeldet.

Auch in NRW sinkt die Inzidenz von 144,3 am Vortag auf 138,3 – trotz 4.094 neuer Corona-Fälle 55 Todesfällen am Freitag. Am Freitag vor einer Woche waren es 4357 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden und die Inzidenz lag bei 166,8.

Corona-Krise weltweit: etwa doppelt so viele Todesfälle wie erfasst

Update, Donnerstag (6. Mai), 22.20 Uhr: Laut Schätzungen des Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) habe das Coronavirus zum Tod von fast 6,9 Millionen Menschen weltweit geführt. Die Zahl ist laut Tagesschau fast doppelt so hoch wie die Gesamtzahl der Toten, die nach offiziellen Angaben mit dem Virus in Verbindung gebracht werden.

Der Grund dafür sei laut IHME-Experten, dass in vielen Ländern nur die Todesfälle in Krankenhäusern oder von Patienten mit bestätigter Infektion gezählt würden. Außerdem hänge die Mortalitätsrate stark von der Zahl der Tests ab. Allerdings sei laut Tagesschau unklar, wie die Fälle gezählt werden. Ob wirklich nur die Covid-19-Todesfälle oder auch diejenigen, die mit einem positiven Corona-Test in Verbindung gebracht werden, gezählt werden.

Corona-Impfstoff für Jugendliche: Auch Moderna forscht

Update, Donnerstag (6. Mai), 20.42 Uhr: Nicht nur Biontech und Pfizer arbeiten an einem Impfstoff für Jugendliche. Auch Moderna steckt mitten in den Studien zur Wirksamkeit ihres Impfstoffes bei Jugendlichen. Das US-Pharmaunternehmen habe in den ersten Studienergebnissen eine Wirksamkeit von 96 Prozent erzielt, wie der WDR berichtet. Außerdem hätten die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer den Impfstoff gut vertragen. „Bislang wurden keine ernsthaften Sicherheitsbedenken identifiziert“, zitiert der WDR das Unternehmen.

Corona in NRW: In Münster ist das erste Kind mit Covid-19 gestorben

Update, Donnerstag (6. Mai), 19.32 Uhr: In Münster ist am Donnerstag der erste Todesfall eines Kindes im Zusammenhang mit dem Coronavirus bekannt geworden. Wie die Westfälischen Nachrichten berichten, sei das Kind am 1. Mai im Alter von vier Jahren verstorben. Demnach habe es zuvor an gravierenden Vorerkrankungen gelitten. Mehr ist zu dem Fall nicht bekannt – aus Rücksicht auf die Familie des Kindes. „Dieser tragische Vorfall zeigt, wie gefährlich die Pandemie immer noch ist und mahnt uns alle, unsere Mitmenschen mit großer Sorgfalt vor dieser schrecklichen Seuche zu schützen“, heißt es vom Oberbürgermeister Markus Lewe.

Corona-Impfung für Jugendliche wohl ab August

Update, Donnerstag (6. Mai), 18.58 Uhr: Ab August sollen alle 12 bis 18-Jährige ein Impfangebot bekommen. Die Impfstoffhersteller Biontech und Pfizer haben bereits die Zulassung bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) beantragt.

Wird der Impfstoff für Jugendliche freigegeben, seien für die Erst- und die Zweitimpfung rund zehn Millionen Dosen notwendig. Die Länder sollen entsprechende Konzepte erstellen – beispielsweise mit ausdrücklichen Einladungen in die Impfzentren oder Reihenimpfungen in den Schulen.

Corona: Astrazeneca für alle freigegeben

Update, Donnerstag (6. Mai), 18.45 Uhr: Wer sich dafür entscheidet, sich mit Astrazeneca impfen zu lassen, kann das nun ohne Rücksicht auf die gültige Vorrangliste tun. Das beschlossen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) heute mitteilte. Damit ist die Priorisierung für den Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmaherstellers aufgehoben.

Ärztinnen und Ärzte in Praxen könnten nun entscheiden, wer wann mit dem Impfen drankomme und ob das Präparat von Astrazeneca das passende sei, so Spahn. Außerdem soll es dem Arzt oder der Ärztin künftig freigestellt sein, den Abstand für eine Astrazeneca-Zweitimpfung zwischen vier und zwölf Wochen festzulegen. Allerdings empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) weiterhin einen Abstand von zwölf Wochen, so würde der Impfstoff besser wirken.

Astrazeneca ist nun für alle Altersgruppen freigegeben.

Corona-Update: Astrazeneca für alle Altersgruppen freigegeben

Update, Donnerstag (6. Mai), 17.50 Uhr: Wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in einer Pressekonferenz mitteilt, sei der Impfstoff von Astrazeneca ab sofort für alle Alters-Gruppen freigegeben. Demnach sollen nun Ärzte nach eigenem Ermessen gemeinsam mit dem Impfling entscheiden, ob Astrazeneca verimpft werden soll. Die Freigabe gilt für die Impfung in einer Arztpraxis.

Zuvor wurde der Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns für Menschen über 60 Jahren empfohlen, weil es Fälle von Blutgerinnseln bei jüngeren Impflingen gab. Andererseits gibt es viele jüngere Menschen, die sich gerne damit impfen lassen würden, aber in der Impf-Reihenfolge noch nicht dran sind, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet.

Corona in NRW: Jetzt kommt die Lolli-Testung

Update, Donnerstag (6. Mai), 17.14 Uhr: Ab dem 10. Mai werden an den Grund- und Förderschulen sogenannte Lolli-Tests angeboten. Damit können Kinder einfach auf das Coronavirus getestet werden, dazu müssen sie lediglich 30 Sekunden an einem Abstrichtupfer lutschen. Da die Tests allerdings nicht vor Ort ausgewertet werden können, übernimmt die Stadt Kamen ab dem kommenden Montag den Transport der Proben für sieben Kamener Grundschulen und neun Dortmunder Schulen. Die Proben bringen sie dann in die Labore nach Leverkusen oder nach Düsseldorf.

Corona-Update für Dortmund: Inzidenz sinkt – Virusvarianten verbreiten sich weiter

Update, Donnerstag (5. Mai), 16.45 Uhr: Die Stadt Dortmund teilt mit, dass heute 148 neue positive Corona-Testergebnisse hinzugekommen sind. Nach Berechnungen der Stadt wird der Inzidenz-Wert bei 173,4 liegen – und damit sinken. Weitere wichtige Zahlen aus Dortmund:

  • Derzeit befinden sich 3.741 Menschen in Dortmund in Quarantäne.
  • Seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund liegen insgesamt 26.166 positive Tests vor.
  • 23.639 Menschen gelten als genesen.
  • Aktuell sind 2.166 Menschen in Dortmund mit dem Virus infiziert.
  • Zurzeit werden in Dortmund 140 Corona-Patienten stationär behandelt, darunter 39 intensivmedizinisch, davon wiederum 29 mit Beatmung.
  • In Dortmund starben bislang 246 Menschen ursächlich an Covid-19, weitere 115 mit dem Virus infizierte Patienten starben aufgrund anderer Ursachen.

Weiterhin verbreiten sich die Coronavirusvarianten in Dortmund. Bislang wurden insgesamt 4.290 Infektionsfälle mit Varianten nachgewiesen: davon 4.278 mit britischer Variante (B.1.1.7), neun Fälle mit südafrikanischer Variante (B.1.351) und drei Fälle mit brasilianischer Variante (B.1.1.28.1 - P.1).

Corona in NRW: Lehrer und Lehrerinnen können zur Aufsicht bei Tests verpflichtet werden

Update, Donnerstag (6. Mai), 15.18 Uhr: Lehrerinnen und Lehrer dürfen verpflichtet werden, an Schulen Corona-Tests zu beaufsichtigen. Das hat das Verwaltungsgericht Münster in einem Eilbeschluss entschieden (Az.: 5 L 276/21 vom 3. Mai). Geklagt hatte eine im Kreis Coesfeld tätige Lehrerin, wie die dpa berichtet. Sie hatte sich gegen ihre Verpflichtung gewehrt, die Schülerinnen und Schüler an ihrer Schule bei der Anwendung von Selbsttests anzuleiten und zu beaufsichtigen.

Sie hatte argumentiert, damit zu einer Tätigkeit verpflichtet zu werden, die außerhalb ihrer Ausbildung, ihres Berufsbildes und ihrer Qualifikation liege. Vielmehr sei dies als Tätigkeit auf dem allgemeinen staatlichen Gebiet der öffentlichen Gesundheitspflege anzusehen. Auch sei sie nicht geimpft und deshalb bei der Aufsicht einer ihr nicht zumutbaren Gesundheitsgefährdung ausgesetzt. Das Gericht sah das anders. Die Anweisung zur Beaufsichtigung der Schüler verletze die Lehrerin nicht in ihren Rechten. Außerdem könne ein allumfassender Gesundheitsschutz während einer pandemischen Lage nicht sichergestellt werden. Die Beratungs-, Betreuungs- und Aufsichtspflicht von Lehrern umfasse die Durchführung von Selbsttests.

Das Verwaltungsgericht Münster hat entschieden: Lehrer und Lehrerinnen können verpflichtet werden, Corona-Tests bei Schülern und Schülerinnen zu beaufsichtigen. (Symbolbild)

Corona: Bundestag beschließt Lockerungen für Geimpfte

Update, Donnerstag (6. Mai), 13.41 Uhr: Mit den Stimmen der Grünen und der Linken hat die Koalition aus SPD und CDU soeben im Bundestag Lockerung für Geimpfte in ganz Deutschland beschlossen. Die FDP enthielt sich, die AfD stimmte dagegen.

Der Bundesrat muss an diesem Freitag nun nur noch zustimmen, dann sollen schon am Sonntag (9. Mai) erste Grundrechte an Geimpfte und Genesene zurückgegeben werden. Sie sollen dann Menschen gleichgestellt werden, die einen negativen Coronatest vorweisen können. In NRW ist das bereits seit dem 3. Mai der Fall.

Corona-Notbremse führt zu deutlich weniger Mobilität in der Nacht

Update, Donnerstag (6. Mai), 12.41 Uhr: Die Bundesnotbremse, die am 23. April in Kraft getreten ist, sieht eine nächtliche Ausgangssperre vor. Das führt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zu deutlich weniger Mobilität. Zwischen dem 24. April und dem 1. Mai ging die nächtliche Mobilität in Kreisen mit Ausgangssperre gegenüber dem Vorkrisenjahr um zwölf Prozentpunkte stärker zurück als in Kreisen ohne Ausgangssperre. Der bislang größte Unterschied war den Angaben zufolge am 1. Mai zu beobachten, als der nächtliche Mobilitätsrückgang in Kreisen mit Notbremse rund 20 Prozentpunkte stärker ausfiel als in Kreisen ohne Notbremse

Schulen in NRW: Gebauer hofft auf Präsenzunterricht noch vor den Sommerferien

Update, Donnerstag (6. Mai), 11.45 Uhr: In einem Interview mit der Kölnischen Rundschau kündigte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer an, allen Schülern noch vor den Sommerferien zumindest zeitweise wieder den Präsenzunterricht zu ermöglichen zu wollen. „Ich hoffe sehr, alle Kinder vor den Sommerferien noch einmal in die Schule zumindest zeitweise zurückholen zu können“, so die FDP-Politikerin. Aktuell ließe sich aber nicht absehen, wie schnell die Inzidenz in allen Kommunen und Kreisen unter die kritische Marke von 165 fallen werde. Erst dann sei laut Bundesnotbremse eine Öffnung der Schulen denkbar.

Gebauer übte außerdem Kritik an der Corona-Notbremse und zeigte sich unzufrieden mit deren Realisierung: „Ich hätte Schulschließungen nicht nur an einen Inzidenzwert gekoppelt“, sagte Gebauer. „Es gab meines Erachtens einen gesellschaftlichen Konsens darüber, dass wir Schulen zuerst öffnen müssen und zuletzt schließen dürfen. Die Bundesnotbremse zeigt aber, dass das nicht so ist.“

Corona-Impfungen: Erneut über 1 Million Dosen an einem Tag verabreicht

Update, Donnerstag (6. Mai), 11.30 Uhr: Laut RKI haben in Deutschland inzwischen 30,6 Prozent der Menschen eine erste Corona-Impfung erhalten. 8,6 Prozent sind vollständig geimpft. Wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter mitteilte, wurden am Mittwoch 1,1 Millionen Impfungen verabreicht. Das sei der zweite Tag seit Beginn der Impfkampagne gewesen, an dem an einem Tag über eine Million Impfungen verabreicht wurden.

In NRW sind bislang 32,2 Prozent der Bevölkerung erstgeimpft und acht Prozent vollständig. In Sachen Zweitimpfung hängt NRW im Ländervergleich hinterher und belegt einen der hinteren Ränge. Nur Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Niedersachsen kommen noch langsamer voran. Dafür liegt NRW bei den Erstimpfungen bundesweit auf dem dritten Platz.

Corona in NRW: Zahl der Intensivpatienten in Krankenhäusern nimmt langsam ab

Update, Donnerstag (6. Mai), 10.50 Uhr: Die sinkende Inzidenz scheint sich inzwischen auch bei der Lage auf den Intensivstationen in NRW widerzuspiegeln. Die Zahl der gemeldeten Covid-19-Patienten hatte den Daten des DIVI-Intensivregisters zufolge am 2. Mai mit 1162 in der dritten Welle bislang ihren Höhepunkt. Seitdem ist die Zahl kontinuierlich rückläufig. Am 5. Mai meldete das DIVI 1106 Patienten, die intensivmedizinisch betreut werden müssen.

Die Daten des DIVI-Intensivregisters zeigen rückläufige Zahlen für NRW.

Aber: Auch wenn die Zahl rückläufig zu sein scheint, liegt der Anteil der freien Betten gemessen an Gesamtzahl der Intensivbetten in NRW bei 9,9 Prozent. Liegt dieser Anteil unter 10 Prozent, ist von einer Notversorgung auszugehen. Operationen werden dann verschoben und Patienten in andere Krankenhäuser verlegt, in denen die Situation nicht so angespannt ist.

Corona: Abstimmung über Freiheiten für Geimpfte

Update, Donnerstag (6. Mai), 10.15 Uhr: In NRW und einigen anderen Bundesländern gelten bereits neue Regeln für Geimpfte und Genesene. Nun soll auch eine bundesweite Regelung kommen. Darüber stimmt noch heute der Bundestag ab. Vorab hatten die Grünen Zustimmung signalisiert, die FDP will sich enthalten. Ihr seien die Umsetzungen der Rückgabe der Grundrechte nicht konkret genug.

Spricht sich morgen auch noch der Bundesrat für die neuen Regeln für Genesene und Geimpfte aus, könnte die Verordnung bereits am Sonntag (9. Mai) in Kraft treten. Damit würden die rund 10 Millionen Geimpften und Genesenen, Menschen mit einem negativen Corona-Test gleichgestellt werden.

Heute Mittag soll der Bundestag über neue Regeln für Geimpfte und Genesene abstimmen. Grüne haben Zustimmung signalisiert, die FDP Enthaltung. Morgen stimmt der Bundesrat ab. Die Verordnung könnte am Sonntag in Kraft treten. Die 10 Millionen Geimpften und Genesenen sollen negativ Getesteten gleichgestellt werden.

Coronavirus in NRW: Nur noch sieben Kreise mit einer Inzidenz über 200

Update, Donnerstag (6. Mai), 9.38 Uhr: Bundesweit, aber auch in NRW sinkt die Inzidenz kontinuierlich. Der Trend scheint sich auch in den einzelnen Kreisen und kreisfreien Städten widerzuspiegeln. Inzwischen liegt die 7-Tage-Inzidenz nur noch in sieben Regionen in NRW über 200. Das sind die zehn Hotspots:

  • Hamm 254
  • Leverkusen 236,4
  • Hagen 236,4
  • Remscheid 210,2
  • Mettmann 204,7
  • Oberbergischer Kreis 202,5
  • Olpe 202,3
  • Krefeld 198,8
  • Dortmund 184,8
  • Herne 184,7

Die niedrigste Inzidenz kann weiterhin der Kreis Soest mit 66,9 verzeichnen. Unter 50 liegt allerdings noch keine Region in NRW.

Corona-Lockerungen: Sauerland fordert Öffnungsschritte von NRW-Regierung für Tourismus

Update, Donnerstag (6. Mai), 8.53 Uhr: Im Hochsauerlandkreis liegt die Inzidenz aktuell bei rund 160. Lockerungen für den Tourismus sind da noch nicht in Sicht. Dennoch fordert laut WAZ die dort ansässige Tourismus-Branche von der NRW-Landesregierung, eine Öffnungsperspektive für Gastronomie und das Übernachtungsgewerbe zu erarbeiten. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte in einer Pressekonferenz am Mittwoch allerdings ersten Öffnungsplänen eine klare Absage erteilt. „Wir brauchen dringend eine klare Ansprache vom Land, wann was wie hochgefahren werden kann“, forderte dagegen Thomas Weber, Geschäftsführer Sauerland-Tourismus. „Wir alle sind vernünftig und wissen, dass wir keine gewagten Experimente durchführen sollten, aber wir sind gut präpariert.“ Man habe sich der Regierung bereits mehrfach als Gesprächspartner angeboten – allerdings bislang ohne Erfolg.

Corona-Impfstoff von Moderna: Dritte Dosis soll gegen Mutanten schützen

Update, Donnerstag (6. Mai), 8.16 Uhr: Wie die Tagesschau berichtet, soll ersten Daten zufolge, eine dritte Impfung mit dem Moderna-Vakzin einen besseren Schutz gegen Virus-Varianten aus Brasilien und Südamerika bringen. Aktuell wird die Lage anhand einer Studie mit 40 Freiwilligen weiter untersucht. Stephane Bancel, Moderna-Chef, sprach aber schon jetzt von ermutigenden Ergebnissen.

NRW: Angst vor Corona-Zwei-Klassen-Gesellschaft

Update, Donnerstag (6. Mai), 7.27 Uhr: Der Apothekerverband Nordrhein hat vor einer „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ beim Impfen durch Betriebsärzte gewarnt. Voraussichtlich ab 7. Juni sollen diese in NRW Corona-Impfungen vornehmen. Dann soll auch die Priorisierung in den Arztpraxen fallen. „In kleinen und mittelständischen Unternehmen sind deutlich über die Hälfte der Arbeitenden beschäftigt, diese haben aber meist keinen fest angestellten Betriebsarzt und könnten nicht impfen“, sagte der Verbandsvorsitzende Thomas Preis der Rheinischen Post (Donnerstag). Stattdessen schlug Preis vor, dass Mitarbeiter kleinerer Betriebe in Impfzentren und größeren Unternehmen geimpft werden.

Ab heute (6. Mai) in NRW: Corona-Impfungen für weitere Gruppen möglich

Update, Donnerstag (6. Mai), 7.08 Uhr: Ab heute kann die nächste Personen-Gruppe in NRW sich für eine Corona-Impfung anmelden. Dazu gehören:

  • Lehrkräfte an weiterführenden Schulen,
  • Verkäuferinnen und Verkäufer,
  • Angestellte in der Justiz und Steuerfahndung,
  • Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren,
  • Eltern schwer chronisch kranker Minderjähriger, die selbst nicht geimpft werden können.

Die Personen benötigen einen Nachweis der Impfberechtigung bei den Berufsgruppen über eine Arbeitgeberbescheinigung.

Nach Ministeriumsangaben kommt für diese Personengruppen entweder der Impfstoff von Biontech oder der von Moderna zum Einsatz. Eine Wahl des Impfstoffs ist aber nicht möglich.

Die genannten Personengruppen können ab Donnerstag 8 Uhr über die Terminbuchungsportale der Kassenärztlichen Vereinigungen einen Impftermin in einem Impfzentrum buchen. Die Terminbuchung ist nach Ministeriumsangaben online möglich über www.116117.de sowie telefonisch über die zentrale Rufnummer 116 117.

Corona: Aktuelle Fallzahlen für Deutschland und NRW

Update, Donnerstag (6. Mai), 6.11 Uhr: 21.953 Corona-Neuinfektionen meldete das RKI am Morgen für Deutschland. Trotz der vielen Neuinfektionen sinkt die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner von 132,8 auf 129,1. Am Donnerstag vor einer Woche waren es bundesweit 24.736 neue Covid-19-Fälle und eine Inzidenz von 154,9. Außerdem übermittelten die Gesundheitsämter dem RKI binnen der letzten 24 Stunden 250 neue Todesfälle.

Auch NRW muss erneut viele Neuinfektionen verzeichnen. Das RKI meldet für das Bundesland 4.912 und 49 Todesfälle. Die Inzidenz liegt damit bei 144,3 (Vortag: 148,2). Genau vor einer Woche meldete die Behörde für NRW 5645 neue Covid-19-Fälle.

Im Ruhrgebiet gibt es hingegen erfreuliche Tendenzen: Bis auf wenige Ausnahmen befinden sich die 7-Tage-Inzidenzen im Sinkflug. Bochum ist inzwischen auf den Wert von 129 gefallen und bewegt sich geradewegs auf die „Schallmauer“ von 100 zu. Auch Essen mit 135 zeigt eine positive Tendenz. In Dortmund (184) und Gelsenkirchen (176) sinkt die Inzidenz auch nach und nach, bewegt sich aber nach wie vor noch auf einem relativ hohen Niveau. In Duisburg (141) und der Kreis Unna (160) sank der Inzidenz-Wert auch, im Kreis Recklinghausen (139) nahm er dagegen im Vergleich zum Vortag leicht zu.

Corona: NRW plant vorerst keine Öffnungen für den Tourismus

Update, Mittwoch (5. Mai), 22.18 Uhr: Mehrere Bundesländer sind schon vorgeprescht und haben Öffnungen im Bereich Tourismus angekündigt. Doch wie sieht es in Nordrhein-Westfalen aus? NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) macht sich über Urlaub in NRW aktuell keine Gedanken. „Wenn ich mir als Gesundheitsminister meine Zahlen in den Krankenhäusern anschaue, dann steht mir der Kopf zurzeit nicht besonders nach Öffnungen.“

Corona: Spahn will Priorisierung für Astrazeneca aufheben

Update, Mittwoch (5. Mai), 20.44 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Priorisierung bei Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca aufheben. Der CDU-Politiker will mit den 16 Gesundheitsministern der Länder darüber reden, dass bald jeder „unabhängig von Alter und Vorerkrankung geimpft werden kann“. Das sagte Spahn in der „Aktuellen Stunde“ im WDR.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)

Eine entsprechende neue Regelung soll dann gleichermaßen für Arztpraxen und Impfzentren gelten. Zudem will Spahn den Abstand zwischen der Erst- und Zweitimpfung von zwölf auf vier Wochen verkürzen. Zuletzt mehrten sich die Berichte über übrig gebliebene Dosen des Vakzins von Astrazeneca, weil viele ältere Menschen den Impfstoff von Biontech und Pfizer bevorzugen.

Coronavirus: Bundesverfassungsgericht lehnt Eilanträge gegen Ausgangssperre ab

Update, Mittwoch (5. Mai), 20.14 Uhr: Das Bundesverfassungsgericht hat Eilanträge gegen die in der Bundesnotbremse festgelegte nächtliche Ausgangssperre abgelehnt. Damit sei aber nicht entschieden, dass die Ausgangsbeschränkung mit dem Grundgesetz vereinbar sei, teilte das Gericht am Mittwoch in Karlsruhe mit. Dies werde noch im Hauptverfahren geprüft.

Alle Entwicklungen zur Corona-Pandemie in NRW der vergangenen Tage findet ihr hier.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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