Live-Ticker zur Covid-19-Pandemie

Corona: Dortmund sprengt wieder kritischen Inzidenz-Wert +++ Biontech beantragt Vakzin-Zulassung für Kinder

Die dritte Welle der Coronavirus-Pandemie (SARS-CoV-2) dominiert das Leben in Deutschland und NRW. Über alle Entwicklungen zur Covid-19-Pandemie informiert RUHR24 im Live-Ticker.

Dieser Live-Ticker wird nicht mehr aktualisiert. Alle News rund um das Coronavirus in NRW gibt es ab sofort in unserem neuen Live-Ticker auf RUHR24.

Kreis/StadtInzidenz 30. April (Vortag) laut RKI
NRW (gesamt)166,8 (-4,4)
Dortmund198,7 (+6,6)
Bochum152,6 (-1,8)
Duisburg191,9 (-8,4)
Essen168,2 (-3,2)
Gelsenkirchen241,1 (-5)
Kreis Recklinghausen153,2 (-6,9)
Kreis Unna204,4 (-16,4)

Corona-Impfkampagne in NRW: So geht es im Ruhrgebiet voran

Update, Freitag (30. April), 16.13 Uhr: Die Kassenärztliche Vereinigung (KVWL) in NRW dokumentiert den täglichen Impfvorschritt im Bundesland und aufgeschlüsselt nach Städten und Kreisen. Aus den aktuellen Daten geht hervor, dass in Dortmund bislang 31.908 Erstimpfungen in Arztpraxen und 97.255 in Impfzentren durchgeführt wurden. Zum Vergleich: 

StädteErstimpfung ImpfzentrumZweitimpfung ImpfzentrumErstimpfung ArztpraxisZweitimpfung Arztpraxis
Dortmund97.25522.03431.908687
Bochum67.53713.65920.005208
Gelsenkirchen43.41011.65014.105349
Herne29.4417.32910.505162
Hagen49.74110.2778.315140
Kreis Recklinghausen86.32623.86246.784607
Kreis Unna52.39016.63525.661352

In den Daten werden nicht die Anzahl der Impfungen aufgeführt, die von mobilen Impfteams beispielsweise in Altenheimen oder Pflegeeinrichtungen vorgenommen werden. Corona-Vakzine, die in Krankenhäusern verimpft werden, werden von der KVWL nicht erfasst.

Dennoch zeigt die Übersicht deutlich: In Sachen Erstimpfung im Impfzentrum hat Dortmund die Nase vorn. Bemerkenswert ist, wie viele Impfungen in Arztpraxen im Kreis Recklinghausen durchgeführt wurden. Hier ist man aber auch regelrecht erstaunt, wie niedrig die Ausfallquote der Impftermine ist, sagt Patrick Hundt, Leiter des Impfzentrums im Kreis Recklinghausen.

Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche: Stiko gibt Einschätzung

Update, Freitag (30. April), 15.45 Uhr: Nachdem Biontech die Impfstoffzulassung für Kinder heute beantragt hat, äußerte sich Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko) dazu. Er sieht gute Chancen, dass eine Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche ab September möglich ist – allerdings nur für Kinder ab 12 Jahren, bei Jüngeren zeigte er sich noch skeptisch. 

Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko).

Corona: Inzidenz in Dortmund sprengt wieder 200er-Marke

Update, Freitag (30. April), 15.15 Uhr: Es war nur ein kurzes „Aufatmen“ oder Hoffen in Dortmund, als die Inzidenz in den letzten beiden Tagen unter 200 sank. Doch der Trend scheint nicht anzuhalten. Wie die Stadt Dortmund mitteilte, kamen heute 171 Neuinfektionen dazu. Damit liegt die 7-Tage-Inzidenz nach Berechnungen der Stadt bei 203,1.

Außerdem muss Dortmund bedauerlicherweise einen weiteren Todesfall verzeichnen. Ein 77 Jahre alter Mann starb am Donnerstag (29. April) ursächlich an Covid-19. Er lebte in einem Seniorenheim und wurde in den vergangenen zwei Wochen im Krankenhaus behandelt. Die Zahl der Todesfälle liegt damit bei 237. 112 weitere Personen waren zwar mit dem Virus infiziert, starben aber aufgrund anderer Ursachen.

Die Situation in den Dortmunder Krankenhäusern ist ebenfalls weiter angespannt. Die Zahlen der Corona-Patienten, die stationär behandelt werden müssen, bleiben auf einem konstanten Niveau. Aktuell werden 150 Personen im Krankenhaus behandelt, davon 40 auf der Intensivstation.

Corona in NRW: Nach Düsseldorfer Rheinkirmes jetzt auch Crange abgesagt

Update, Freitag (30. April), 15.00 Uhr: Nachdem bereits zu Beginn der Woche die Düsseldorfer Rheinkirmes abgesagt wurde, nun die nächste schlechte Nachricht für alle Kirmes-Fans: Auch die Stadt Herne hat die Cranger Kirmes 2021 aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Ebenso wie in Düsseldorf war es für die Veranstalter des größten Volksfestes in NRW ein zu hohes Risiko unter den Bedingungen der aktuellen Corona-Notbremse zu planen. Bislang gebe es auch keine Alternativplanung, so Hernes Bürgermeister Frank Dudda.

Corona-Impfstoff für Kinder: Biontech/Pfizer haben Zulassung beantragt

Update, Freitag (30. April), 13.50 Uhr: Der deutsche Impfstoffhersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer haben nach eigenen Angaben bei der Zulassungsbehörde Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) die Zulassung ihres Corona-Vakzins für Kinder im Alter von 12 bis 15 Jahren beantragt. Sobald die EMA die Änderung genehmige, werde die angepasste bedingte Zulassung in allen 27 Mitgliedsstaaten der EU gültig sein. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Corona-Test: Stadt Essen setzt jetzt auf neue Methode

Update, Freitag (30. April), 13.11 Uhr: An den Schulen in NRW gilt eine Testpflicht. Doch weil das für die Kinder unangenehm ist, setzt die Stadt Essen jetzt auf eine neue Corona-Schnelltest-Methode.

Corona in NRW: Land macht beim Impfen weiterhin Tempo – über 5 Millionen Erstimpfungen

Update, Freitag (30. April), 12.50 Uhr: In Nordrhein-Westfalen wurden am Donnerstag 179.511 Impfungen gegen das Coronavirus durchgeführt. Das entspricht etwa einem Prozent der Bevölkerung im Land. Insgesamt haben in NRW 5.041.758 Menschen (Stand 29. April) eine Erstimpfung erhalten – das sind 28,1 Prozent der Landesbevölkerung.

Das bevölkerungsreichste Bundesland liegt somit im Deutschland-Vergleich auf dem vierten Platz. Einzig in Bremen (28,4 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (28,9 Prozent) und im Saarland (29,8 Prozent) konnte bislang ein noch größerer Anteil der Bevölkerung geimpft werden.

Deutschlandweit wurden am Donnerstag (29. April) 916.338 Corona-Schutzimpfungen verabreicht. Der bisherige Rekord wurde am Mittwoch (28. April) mit 1.101.617 aufgestellt. Mittlerweile wurden mindestens 26,9 Prozent der deutschen Bevölkerung einmal gegen das Coronavirus geimpft.

Coronavirus: Wie sicher schützt die erste Impfung vor einer Infektion?

Update, Freitag (30. April), 12.17 Uhr: Mittlerweile sind über 25 Prozent der deutschen Bevölkerung mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Doch wie gut schützt die erste Impfdosis andere vor einer Corona-Infektion? Wie die britische Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) herausgefunden hat, soll auch schon die erste Impfdosis die Weitergabe des Virus bis zur Hälfte reduzieren.

Coronavirus: Über 200 Klagen gegen Notbremse beim Verfassungsgericht eingereicht

Update, Freitag (30. April), 11.18 Uhr: Beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe sind bis Donnerstagnachmittag 202 Verfahren wegen der Bundesnotbremse eingereicht worden. Die Verfassungsbeschwerden und Eilanträge richteten sich vor allem gegen die Ausgangsbeschränkungen auch im Zusammenhang mit Kontaktbeschränkungen, teilweise aber auch gegen das ganze Gesetz. Das bestätigte ein Gerichtssprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP.

Corona im Ruhrgebiet: Traumzeit-Festival in Duisburg verschoben

Update, Freitag (30. April), 10.39 Uhr: Das Traumzeit-Festival in Duisburg wird aufgrund der anhaltend hohen Corona-Zahlen auf das Wochenende vom 24. bis 25. September verschoben. Das hat die Stadt Duisburg am Freitag mitgeteilt. Ursprünglich sollte das Kult-Event vom 18. bis 20. Juni im Landschaftspark Duisburg-Nord stattfinden.

Der Schritt sei notwendig, um die Gesundheit des Publikums, der Musiker und der gesamten Crew zu schützen, heißt es von der Stadt. Die Tickets behalten ihre Gültigkeit. Alternativ können sie auch für das Festival im nächsten Jahr genutzt oder bis zum 11. Juni storniert werden. Die Bands – wie etwa die Giant Rooks („Wild Stare“) – haben schon ihre Zusage für September gegeben.

Das Traumzeit-Festival im Duisburger Landschaftspark findet erst im September statt.

Corona: Wolfgang Schäuble kritisiert Vorpreschen einiger Bundesländer

Update, Freitag (30. April), 9.49 Uhr: Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat das Abweichen einiger Bundesländer von der verlässlichen Linie für Lockerungen bei Geimpften kritisiert. Man habe jetzt wieder den Zustand, „dass sich eine Reihe von Ländern nicht an die Absprache hält“, so Schäuble gegenüber der Augsburger Allgemeinen.

Ein zu großes Maß an Unterschiedlichkeit könne das Vertrauen zerstören. „Wie sollen die Bürger, die durch Corona allmählich ja auch müde und durch immer neue Informationen überflutet werden, das noch verstehen?“ Unter anderem hatten Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern Geimpfte mit negativ getesteten Menschen gleichgestellt. Auch andere Länder planen kurzfristig ähnliche Regelungen.

Coronavirus: Chronisch Kranke können ab heute in NRW-Impfzentren Termin vereinbaren

Update, Freitag (30. April), 9.03 Uhr: Seit 8 Uhr sind in NRW die Portale der Kassenärztlichen Vereinigung für Menschen mit besonderen Vorerkrankungen in der Priorisierungsgruppe 2 geöffnet. Sie können jetzt einen Impftermin vereinbaren. Zum Einsatz kommen die Corona-Impfstoffe von Moderna und Biontech.

Durch die Terminvergabe in den Impfzentren des Landes soll die Impfung chronisch Kranker möglichst im Mai abgeschlossen werden. In den Hausarztpraxen geht die Impfung bei diesen Patienten ebenfalls weiter. Patienten brauchen eine entsprechende Bescheinigung ihres Arztes. Zu den chronisch Kranken zählen etwa Contergan-Geschädigte, Organtransplantierte oder Menschen mit Lungen- und Atemwegserkrankungen.

Corona in NRW: Inzidenzwert in Hamm jetzt über 300

Update, Freitag (30. April), 8.12 Uhr: Während der Inzidenzwert im nordrhein-westfälischen Corona-Hotspot Remscheid im Vergleich zum Vortag deutlich um 27,8 auf 265,9 gesunken ist, ist die Kennzahl in Hamm drastisch gestiegen. Die kreisfreie Großstadt ist mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 300,1 jetzt der neue Spitzenreiter in NRW. Im Vergleich zum Vortag wurden in Hamm 105 neue Corona-Fälle registriert.

Einen erneuten Anstieg wies das RKI auch für Hagen aus. Hier ist der Inzidenzwert im Vergleich zum Vortag um 10,1 auf 279,3 gestiegen. Erfreulicher ist die Corona-Situation derweil im Kreis Soest. Hier ist die Sieben-Tage-Inzidenz um 9,6 auf 91,5 gesunken. Nach Höxter, Münster und Coesfeld ist Soest nun der vierte Kreis in Nordrhein-Westfalen mit einem Inzidenzwert unter 100.

Corona in NRW: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt den dritten Tag in Folge

Update, Freitag (30. April), 7.15 Uhr: In NRW ist die Sieben-Tage-Inzidenz am dritten Tag in Folge gesunken – und liegt laut den Angaben des RKI am Freitagmorgen bei 166,8 (171,2). Die Corona-Inzidenz liegt jedoch weiterhin über dem Bundesschnitt, der am Freitag 153,4 beträgt.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden liegt in Nordrhein-Westfalen bei 6.938. Vor einem Monat fiel dieser Wert mit 4.670 neuen Infektionen deutlich niedriger aus. Seit Beginn der Pandemie gab es in NRW 15.509 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. 74 Verstorbene kamen am Freitag hinzu.

Coronavirus: RKI meldet am Freitagmorgen 24.329 Neuinfektionen

Update, Freitag (30. April), 6.16 Uhr: Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen mitteilte, sind in Deutschland innerhalb eines Tages 24.329 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 stieg im Vergleich zum Vortag um 306 auf insgesamt 82.850.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sank im Vergleich zum Vortag um 1,5 auf 153,4. Es ist der vierte Tag in Folge, an dem das RKI einen rückläufigen Inzidenzwert meldete.

Das Robert Koch-Institut (RKI) mit Sitz in Berlin veröffentlicht einmal täglich die tagesaktuellen Fallzahlen zum Coronavirus (SARS-CoV-2) in Deutschland.

Corona: Impftermine werden häufig abgesagt – außer in einem NRW-Kreis

Update, Donnerstag (29. April), 22.45 Uhr: Viele Städte und Kreise in NRW klagen über hohe Ausfallquoten bei geplatzten Impfterminen. In einigen Kommunen liegt sie bei bis zu 15 Prozent. Nicht so im Kreis Recklinghausen. Im Gegenteil: Hier kann man sich an manchen Tagen kaum vor Anrufen und Mails retten, wenn neue Termine für Impfungen freigeschaltet werden. In Recklinghausen selbst ist man beeindruckt von der Zuverlässigkeit der Einwohner.

Corona-Notbremse: Regeln machen sich im Centro Oberhausen bemerkbar

Update, Donnerstag (29. April), 22.30 Uhr: Wie in den meisten Innenstädten in NRW müssen auch die Geschäfte im Centro Oberhausen geschlossen bleiben – bis auf fünf Ausnahmen. Shops für den täglichen Bedarf dürfen weiterhin öffnen, in der Shopping-Mall sind das ein Optiker, ein Brillengeschäft, eine Apotheke, dm und ein Teeladen.

Da die Mall grundsätzlich also nicht geschlossen hat, bieten andere Stores wieder Click & Collect an. Das heißt, man bestellt die Ware vorher im Internet und holt sie dann vor Ort ab. Dabei weist man beim Centro allerdings ausdrücklich daraufhin, dass das Schaufensterbummeln untersagt sei. Auch de Abstand und die Maskenpflicht müsse weiterhin eingehalten werden.

Corona: Erste Modellregion in NRW startet Lockerungen

Update, Donnerstag (29. April), 19.21 Uhr: Der Kreis Coesfeld gehört zu einer der 14 Modellregionen in NRW, die bei einer Inzidenz unter 100 erste Lockerungen angehen können. Aufgrund der dritten Corona-Welle war der ursprünglich geplante Start der Modellprojekte am 19. April zunächst ausgesetzt worden.

Im Kreis Coesfeld liegt die Inzidenz aktuell bei 85,2 und damit schon mehrere Tage unter 100. Deshalb können ab sofort erste Kommunen des Kreises damit starten, Freilichtbühnen, Freibäder oder Fitnessstudios wieder zu öffnen. Ob sie wirklich loslegen, bleibt den Kommunen selbst überlassen. Jedes Modellprojekt ist mit einer konsequenten Nachverfolgung verbunden.

Einige Kommunen haben bereits angekündigt, ab kommender Woche erste Lockerungen anzustoßen. In Billerbeck soll beispielsweise ein Freibad öffnen, in Havixbeck ein Fitnesstudio. In anderen Kommunen wollen die Sportvereine wieder aktiv werden und Training unter freiem Himmel ermöglichen.

Corona: Keine Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen für Geimpfte

Update, Donnerstag (29. April), 19.05 Uhr: Die Bundesregierung hatte bei Impfgipfel am Montag (26. April) angekündigt, dass Geimpfte möglicherweise mehr Freiheiten bekommen sollen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnete mit einer Entscheidung Ende Mai. Nun soll es bereits einen ersten Verordnungsentwurf des Justizministeriumss geben, der dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt.

Daraus geht hervor, dass bundesweit einheitlich vollständig Geimpfte und Genesene gleichgestellt werden mit negativ Getesteten beispielsweise bei Friseur-Besuchen oder Termin-Shopping. Auch Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen sollen für sie nicht gelten. Abstandsregeln und Maskenpflicht bleiben aber für alle erhalten.

Corona in NRW: Erstimpfung für alle ab August möglich

Update, Donnerstag (29. April), 18.40 Uhr: Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KNVO) hat ein Szenario entworfen, wann in NRW alle impfbereiten Erwachsenen eine erste Impfdosis erhalten könnten. Geht man davon aus, dass im Schnitt 50 Impfungen wöchentlich pro Praxis verabreicht werden, könnte es im August dieses Jahres soweit sein. Nach einem „ehrgeizigen Modell“ von 100 Impfungen pro Woche wäre es bereits Ende Juni soweit. Die KNVO rechnet dabei mit der Annahme, dass 80 Prozent der Bevölkerung in NRW sich impfen lassen wird.

Coronavirus: Mehr Geimpfte als Infizierte in Europa

Update, Donnerstag (29. April), 17.54 Uhr: Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind in Europa inzwischen mehr Menschen vollständig gegen Corona geimpft, als insgesamt mit dem Erreger infiziert gewesen sind. Seit Beginn der Pandemie wurde bei rund 5,5 Prozent der europäischen Bevölkerung Corona nachgewiesen, nach aktuellem Stand haben inzwischen sieben Prozent zwei Impfdosen erhalten, 16 Prozent sind einfach geimpft. Die WHO zählt zu Europa auch Länder, die nicht in der Europäischen Union sind – zum Beispiel die Türkei, Russland oder die Ukraine.

Nach Dortmund: Essen prüft Einsatz von Lolli-Corona-Tests

Update, Donnerstag (29. April), 17.19 Uhr: Manfred Hagedorn, Leiter des Fachbereichs Schule in Dortmund, hatte bereits am Montag (26. April) angekündigt, dass ab Mitte Mai die Lolli-Tests eingesetzt werden soll. Nun hat auch der Ausschuss für Schule, Bildung und Wissenschaft in Essen die Stadtverwaltung beauftragt, den Einsatz der wesentlich angenehmeren Corona-Tests vorzubereiten.

Zunächst sollen die Lolli-Tests vor allem in Kitas eingesetzt werden, in Essen will man jedoch prüfen, ob sie auch für Grund- und weiterführende Schulen infrage kommen. Aktuell arbeitet das Land NRW noch an der Beschaffung und Vorbereitung der Lolli-Test, ab 10. Mai sollen sie dann zum Einsatz kommen. Die Lolli-Tests sollen für Kinder wesentlich angenehmer bei der Anwendung sein als die Nasen- oder Rachen-Abstriche. Zudem handelt es sich dabei um PCR-Tests, was eine höhere Testsicherheit quarantieren soll.

Coronavirus in Dortmund: Inzidenz steigt wieder

Update, Donnerstag (29. April), 16.56 Uhr: Zwar liegt die Inzidenz in Dortmund weiter unter der 200er-Marke, doch sie ist binnen der letzten 24 Stunden wieder von 193,1 auf 198,9 angestiegen. Das gibt sich aus den eigenen Berechnungen der Stadt Dortmund anhand der heutigen Fallzahlen von 237 Neuinfektionen mit dem Coronavirus.

Die Lage in den Krankenhäusern bleibt nahezu unverändert. Aktuell werden in Dortmund 159 Corona-Patienten stationär behandelt, darunter 39 auf der Intensivstation. 29 Personen müssen beatmet werden. Immerhin muss die Stadt heute keinen weiteren Todesfall in Verbindung mit Covid-19 verzeichnen und auch die Anzahl der registrierten Fälle mit Mutationen bleibt unverändert.

Corona in NRW: 100.000 Impfdosen liegen auf der Halde

Update, Donnerstag (29. April), 16.30 Uhr: Laut der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein liegen aktuell rund 100.000 Impfdosen in den Impfzentren auf der Halde, die noch nicht verabreicht werden konnten. In den Arztpraxen dagegen könnte alles verimpft werden, was geliefert wird. Die Vereinigung setzt sich deshalb dafür ein, die Priorisierung möglichst bald aufzuheben. Sollte die Impfstoffmenge weiter zunehmen, müsse man von der Reihenfolge abweichen. Das behindere sonst die Dynamik, erklärte der Vorstandsvorsitzende Frank Bergmann.

Alarmstufe Rot auf Intensivstationen: Freie Betten weiter unter 10 Prozent in NRW

Update, Donnerstag (29. April), 16.00 Uhr: Auf den Intensivstationen in den NRW-Krankenhäusern herrscht Alarmstufe Rot. Nach Angaben des DIVI-Intensivregisters ist die Zahl der zur Verfügung stehenden Intensivbetten noch weiter gesunken. Sie liegt heute bei 9, 7 Prozent, am Mittwoch lag sie bei 9,94 Prozent. Sobald der Anteil der freien Betten an Gesamtzahl der Intensivbetten unter 10 Prozent liegt, herrscht eine Notversorgung. Um Abhilfe zu schaffen, versuchen Kliniken Operationen zu verschieben oder Patienten in Krankenhäuser zu verlegen, in denen die Situation nicht ganz so dramatisch ist.

Corona: Impfrekord von über eine Million Impfungen an einem Tag geknackt

Update, Donnerstag (29. April), 15.30 Uhr: Inzwischen ist in Deutschland jeder Vierte mit einer ersten Impfdosis versorgt – und die Zahl der Impfungen steigt täglich weiter an. Und am Mittwoch wurden erstmals mehr als eine Million Menschen (1.088.952) an einem Tag geimpft – ein neuer Rekord bei den täglich verabreichten Impfdosen. Damit haben 25,9 Prozent der Gesamtbevölkerung eine erste Impfung erhalten, 7,5 Prozent sind vollständig geimpft.

In NRW gibt es 27 Prozent Erstgeimpfte. Das Bundesland liegt damit weiterhin etwas über dem Bundesdurchschnitt und im Ländervergleich auf dem vierten Platz. Nur das Saarland, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern kommen noch schneller mit den Impfungen voran. Das geht aus den Daten des Impfdashboards der deutschen Bundesregierung hervor.

Corona-Impfung: Terminbuchung für Partner von über 70-Jährigen läuft aus

Update, Donnerstag (29. April), 15.15 Uhr: Bislang konnten sich jüngere Lebenspartner von über 70-Jährigen, gleich mitimpfen lassen – auch wenn sie aufgrund des Alters noch nicht offiziell an der Reihe waren. Diese Regelung läuft in NRW heute aus. Der Grund ist kurios: Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, seien ab dem 30. April über die Terminbuchungssysteme der Kassenärztlichen Vereinigungen aus technischen Gründen keine Partnerbuchungen mehr möglich.

RKI-Chef Lothar Wieler: noch keine Entwarnung für die dritte Corona-Welle

Update, Donnerstag (29. April), 13.50 Uhr: Bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte RKI-Chef Lothar Wieler, dass die dritte Corona-Welle zwar „abgebremst“, aber nicht vorbei sei. Laut ihm gebe es noch „keine Entwarnung“. „Die Pandemie wird erst dann unter Kontrolle sein, wenn sie in allen Teilen der Welt unter Kontrolle ist“, so Wieler. In Asien, insbesondere Indien, sei die Lage aktuell sehr angespannt.

Coronavirus: Jens Spahn betont zunehmendes Tempo beim Impfen

Update, Donnerstag (29. April), 12.14 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat bei einer Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Situation in Deutschland gesprochen. Der CDU-Politiker betonte dabei das zunehmende Impftempo. Zudem wies er darauf hin, dass sich die Infektionszahlen gegenwärtig zu stabilisieren scheinen.

Allerdings seien die Zahlen aktuell noch immer zu hoch, das werde insbesondere angesichts der angespannten Lage auf den Intensivstationen deutlich. Dennoch würden die Fortschritte beim Impfen Hoffnung geben. Der Gesundheitsminister betonte einmal mehr, dass man gegenwärtig davon ausgehe, im Juni die Priorisierung bei den Corona-Schutzimpfungen aufheben zu können. Es werde dann aber weiterhin Wartezeiten geben.

Coronavirus: EU stimmt für Einführung von Impfpass für Reisen

Update, Donnerstag (29. April), 11.18 Uhr: Werden Reise innerhalb Europas für Geimpfte bald erheblich erleichtert? Das EU-Parlament hat sich grundsätzlich für die Einführung eines entsprechenden Impfpasses bei innereuropäischen Reisen ausgesprochen. Dafür votierte eine Mehrheit von 540 Abgeordneten.

Allerdings wurde der entsprechende Gesetzesentwurf im Vorfeld deutlich abgeändert. Das könnte zu Schwierigkeiten in den nun anstehenden Verhandlungen mit den EU-Mitgliedsstaaten führen. So fordert das Parlament etwa, dass nachweislich Geimpfte oder negativ Geteste bei Grenzübertritten nicht mehr in Quarantäne müssen. Das wiederum wollen sich die EU-Staaten nicht vorschreiben lassen.

Das EU-Parlament stimmt für einen Impfpass für Reisen innerhalb Europas.

Zudem wollen die Abgeordneten die Impfstoffe ohne EU-Zulassung grundsätzlich ausschließen. In Ungarn wurden beispielsweise auch Impfstoffe aus Russland oder China verimpft. In der EU sind bislang aber nur die Vakzine von Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson zugelassen.

Moderna kündigt drei Milliarden Dosen Corona-Impfstoff für 2022 an

Update, Donnerstag (29. April), 10.28 Uhr: Das US-Pharmaunternehmen Moderna will 2022 seine Corona-Impfstoffproduktion massiv ausbauen und weltweit bis zu drei Milliarden Dosen seines Vakzins produzieren. Die Herstellung des mRNA-Impfstoffs soll in den Produktionsstätten in Europa und den USA deutlich erhöht werden, erklärte das Unternehmen am Donnerstag.

Coronavirus: Kinder- und Jugendärzte sprechen sich für Impfpriorisierung von Eltern aus

Update, Donnerstag (29. April), 9.48 Uhr: Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), fordert eine Priorisierung von Eltern bei den Impfungen gegen das Coronavirus. „Es wäre sehr sinnvoll, Eltern vor kinderlosen Erwachsenen im selben Alter zu impfen“, so Fischbach gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Im Moment könnten Kinder unter 16 Jahren noch nicht geimpft werden. Doch damit sie wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, müssten auch sie geschützt werden. Dabei gehe es nicht nur um Schule und Kita, sondern auch um alles andere, was zum Leben eines Kindes oder Jugendlichen dazu gehört. „All das geht im Moment, in dem man die Eltern prioritär impft.“

Coronavirus: Mehrheit der Jugendlichen in Deutschland fürchtet um berufliche Zukunft

Update, Donnerstag (29. April), 9.05 Uhr: Die Corona-Pandemie trifft besonders Kinder und Jugendliche. 71 Prozent der Jugendlichen in Deutschland befürchten, dass die Pandemie ihre Chance auf einen Ausbildungsplatz verschlechtert hat. Das ergab eine Umfrage der Bertelsmann-Stiftung. Im Vorjahr hatte der Wert noch bei 61 Prozent gelegen.

Besonders groß sind die Sorgen bei Jugendlichen mit einem niedrigen Bildungsabschluss. 78 Prozent befürchten schlechtere Chancen. Bei künftigen Studierenden hingegen sind nur knapp 24 Prozent der Meinung, dass sich durch Corona ihre Chance auf einen Studienplatz verschlechtert hat.

Corona in NRW: Drei Kreise kratzen an Inzidenzwert von 300 – drei andere liegen unter 100

Update, Donnerstag (29. April), 8.06 Uhr: Das Corona-Infektionsgeschehen unterscheidet sich in NRW regional weiterhin deutlich. Während Höxter (74,2), Coesfeld (85,2) und Münster (91,3) laut Landeszentrum Gesundheit (LZG) am Donnerstagmorgen weniger als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen verzeichneten, kratzten drei Großstädte am Inzidenzwert von 300.

Remscheid ist mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 293,7 der „Spitzenreiter“ in Nordrhein-Westfalen. Hier ist der Wert im Vergleich zum Vortag um 18 gestiegen. Dahinter folgt die Ruhrgebietsstadt Herne mit einem Wert von 285,7 – ein Plus von 10,9 im Vergleich zum Vortag. Den dritthöchsten Inzidenzwert wies das LZG am Donnerstagmorgen für Hamm aus. Dort ist die Sieben-Tage-Inzidenz um 10 auf 284,6 gestiegen.

Nordrhein-Westfalen: Corona-Inzidenz sinkt weiter

Update, Donnerstag (29. April), 7.10 Uhr: Für NRW meldete das RKI am Donnerstag 5.419 weitere Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Am Mittwoch (28. April) waren 4.850 Neuinfizierte hinzugekommen. Am Donnerstag vor vier Wochen lag die Zahl der bis 0 Uhr gemeldeten Corona-Neuinfektionen mit 4.531 noch etwas niedriger.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen lag am Donnerstagmorgen bei 171,2 – und ist damit weiter gesunken. Am Vortag lag der Wert bei 178,2. Leider gab in den letzten 24 Stunden in NRW 60 weitere Todesfälle, die in Verbindung mit einer Corona-Infektion stehen. Die Zahl der Corona-Toten in NRW seit Beginn der Pandemie liegt jetzt bei 15.435.

Coronavirus: RKI meldet am Donnerstagmorgen 24.736 Neuinfektionen

Update, Donnerstag (29. April), 6.26 Uhr: Innerhalb eines Tages sind in Deutschland 24.736 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen unter Berufung auf die Gesundheitsämter mit.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 stieg um 264 auf insgesamt 24.736. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erneut gesunken. Lag sie am Mittwoch noch bei 160,6, wies sie das RKI am Donnerstagmorgen mit 154,9 aus.

Dramatische Corona-Lage in NRW: Anteil der freien Intensivbetten unter 10 Prozent

Update, Mittwoch (28. April), 22.15 Uhr: Zwar sinkt die Inzidenz in NRW langsam, aber die Intensivstationen sind am Limit. So wurden am Mittwoch (28. April) 1157 Corona-Patienten gemeldet, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Damit nähert sich die Auslastung in den Krankenhäusern wieder den Zuständen zum Jahreswechsel an. Am 3. Januar wurden 1167 Intensivpatienten registiert, die bislang höchste Zahl an einem Tag.

Der Anteil der freien Betten an der Gesamtzahl der Intensivbetten pro Bundesland (Stand: 28. April 2021)

Damit spitzt sich die Situation in den Krankenhäusern weiter zu. Nach Angaben des DIVI-Intensivregisters ist die Zahl der zur Verfügung stehenden Intensivbetten unter 10 Prozent (9,94 Prozent) gesunken. Das heißt, es herrscht eine Notversorgung. Um Abhilfe zu schaffen, versuchen Kliniken Operationen zu verschieben oder Patienten in Krankenhäuser zu verlegen, in denen die Situation nicht ganz so dramatisch ist. Denn noch gibt es laut DIVI einige Regionen in NRW, wo der Anteil der freien Betten an der Gesamtzahl der Intensivbetten über 20 Prozent liegt. So zum Beispiel in Hamm oder Coesfeld.

Und es gibt noch ein weiteres Problem: Wie NRW-Ministerpräsident Armin Laschet bekannt gab, sind immer mehr jüngere Menschen von einem schweren Krankheitsverlauf betroffen und müssen im Krankenhaus behandelt werden. „Insofern haben wir auch einen traurigen Rekord an Intensivpatienten mit Beatmung“, so der Länder-Chef.

NRW-Landtag stimmt Gesetz für faire Bedingungen im Corona-Schuljahr zu

Update, Mittwoch (28. April), 21.49 Uhr: Der NRW-Landtag hat dem sogenannten Bildungssicherungsgesetz zugestimmt. Es soll für faire Bedingungen im Corona-Schuljahr sorgen. So sollen Schüler in diesem Schuljahr nicht sitzenbleiben – nur wenn sie das freiwillig möchten. Auch die zentralen schriftlichen Prüfungen an Gymnasien fallen aus. An Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen sollen - anderes als im letzten Jahr - aber wieder landesweit einheitliche Aufgaben gestellt werden.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) sagte, das Gesetz bringe Schülern und Lehrkräften „Sicherheit, Klarheit und Verlässlichkeit“. Andere Politiker wie etwa von den Grünen oder der SPD kritisieren das Gesetz und das Festhalten an Noten.

NRW setzt wegen Corona-Notbremse Kita-Beiträge für Mai und Juni aus

Update, Mittwoch (28. April), 19.23 Uhr: Am Dienstag war es noch ein Vorschlag (siehe Update, Dienstag (27. April), 22.05 Uhr), nun steht es fest: Das Land NRW erstattet Eltern die Kita-Beiträge für Mai und Juni. „Wir haben den Kommunen angeboten, aufgrund der bisherigen Beschränkungen und der derzeitigen teilweisen Notbetreuung in den kommenden beiden Monaten auf Elternbeiträge zu verzichten und uns den finanziellen Ausfall zwischen Land und Kommunen zu teilen“, so Familienminister Joachim Stamp (FDP) gegenüber der WAZ. Die Erstattung solle unabhängig davon erfolgen, ob die Notbetreuung in Anspruch genommen wurde oder nicht. Allerdings werden die Beiträge für Februar und März nicht rückwirkend erstattet.

Armin Laschet will mit Impfaktionen sozial schwächere Wohngebiete erreichen

Update, Mittwoch (28. April), 19.23 Uhr: Die Stadt Köln will in Stadtteilen mit hoher Inzidenz bevorzugt impfen und hat daher einen Antrag bei der Landesregierung eingereicht. Bei NRW-Ministerpräsident Armin Laschet scheint der Vorschlag gut anzukommen, der er kündigte Schwerpunktaktionen beim Impfen in einigen Kölner Stadtteilen an.

So habe ihn der drastische Unterschied stark beeindruckt: In Köln-Chorweiler liegt die Inzidenz bei 500, in Köln-Hahnwald bei 0. „Da wo Menschen in beengten Wohnverhältnissen leben, ist die Gefahr sich anzustecken größer als bei jemanden, der in einem großzügig angelegten Einfamilienhaus wohnt“, sagte der CDU-Politiker. Er will nun Informationskampagnen, mobile Teams einsetzen, die in den kommenden Monaten für mehr Gerechtigkeit sorgen sollen.

Auch CDU-Politikerin Serap Güler begrüßt den Vorschlag aus Köln und berichtet darüber, wie schwierig es sei Migranten-Communitys beim Impfen zu erreichen. „Was wir vor allen Dingen brauchen, sind Vorbilder, die sich impfen lassen“, so Serap Güler.

Corona-Impfung: RKI meldet dritthöchsten Tageswert

Update, Mittwoch (28. April), 18.45 Uhr: Nach Angaben des Impfmonitors der deutschen Bundesregierung und dem RKI wurden am 27. April 718.124 Impfdosen verabreicht – das ist der dritthöchste Tageswert seit Beginn der Impfkampagne. Der letzte Rekord stammt vom 14. April mit 773.531 Impfdosen. Insgesamt sind 7,4  Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. 24,7 Prozent haben eine Erstimpfung erhalten. In NRW sind es 25,6 Prozent, womit das Bundesland leicht über dem Bundesdurchschnitt liegt. 7,2 Prozent haben bereits die zweite Corona-Impfung erhalten.

Corona-Mutation aus Indien erstmals in NRW registriert

Update, Mittwoch (28. April), 18.00 Uhr: In Köln sind zwei Fälle der indischen Mutation aufgetaucht. Wie Johannes Nießen, Leiter des Kölner Gesundheitsamtes, gegenüber dem WDR bestätigte, handelt es sich bei den Infizierten um zwei Männer, die unabhängig voneinander erst vor wenigen Tagen aus Indien nach Deutschland eingereist sind.

Nießen zeigte sich äußerst besorgt. Die Fälle in Köln würden zeigen, wie schnell sich die Corona-Mutationen weltweit verbreiten würden. Er mahnte daher die Bevölkerung, sich weiter an die Coronaschutzmaßnahmen zu halten. Auf der Seite des RKI heißt es, dass in Deutschland bislang nur vereinzelt Fälle (21) mit der Corona-Variante B.1.617 aufgetaucht sind.

Die indische Corona-Variante, auch Doppel-Mutante genannt, wird von der WHO aktuell noch als Variante, die unter Beobachtung steht, eingestuft. Die Datenlage sei noch zu gering, um einschätzen zu können, wie besorgniserregend sie ist. Einige Experten, wie zum Beispiel SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, gehen jedoch davon aus, dass die Doppel-Mutante eine besondere Gefahr darstelle. So gebe es die Befürchtung, dass B.1.617 besonderes infektiös sei und sich möglicherweise der Wirkung von Impfstoffen entzieht. Das RKI hat das bislang aber noch nicht bestätigt. In Indien breitet sich die Corona-Variante zurzeit rasend schnell aus und sorgt dort für dramatische Zustände.

Coronavirus in Dortmund: Inzidenz sinkt unter 200

Update, Mittwoch (28. April), 17.05 Uhr: In Sachen Coronavirus lässt sich für Dortmund folgendes Update geben: Binnen der letzten 24 Stunden wurden 175 Neuinfektionen gemeldet sowie drei weitere Todesfälle. Eine 68-jährige Frau, ein 76-Jähriger und ein 78 Jahre alter Mann starben an oder in Verbindung mit Covid-19. Damit liegt die Zahl der Todesfälle in Dortmund seit Beginn der Pandemie bei 236 Menschen, die ursächlich an Corona verstorben sind. 112 Personen waren mit Covid-19 infiziert, starben aber aufgrund anderer Ursachen.

Nach Berechnungen der Stadt mit den heutigen Zahlen liegt die Inzidenz bei 193,1 – und sinkt damit zum ersten Mal seit dem 19. April wieder unter die 200er-Marke. Außerdem werden in Dortmund aktuell 160 Personen stationär behandelt, 40 davon intensivmedizinisch. Die Zahl der Intensiv-Patienten ist damit weiterhin auf einem beunruhigend hohen Niveau.

Die meisten Neuinfektionen können weiterhin der britischen Corona-Mutation zugerechnet werden, die Fälle mit der brasilianischen und südafrikanischen Variante bleiben unverändert. Die Stadt Dortmund teilte weiter mit, dass im Impfzentrum ab dem 2. Mai bis zum 12. Mai zusätzliche Termine für chronisch Kranke mit dem Moderna-Impfstoff angeboten werden. Es stehen insgesamt 10.870 Termine zur Verfügung, die ab Donnerstag (29. April) unter www.impftermin.dortmund.de oder 0800-5889626 gebucht werden können.

Coronavirus und die Bildung: Notbremse für Universitäten soll entfallen

Update, Mittwoch (28. April), 16.30 Uhr: Die seit Samstag (24. April) in Kraft getretene Bundesnotbremse sieht vor, dass Universitäten ebenso wie Schulen ab einer Inzidenz von 165 komplett schließen und auf Distanzlehre umstellen müssen. Dagegen haben laut einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) nun die Wissenschaftsminister der Länder und die Hochschulrektorenkonferenz Beschwerde eingereicht.

Distanzlehre sei in Studiengängen mit viel Praxisbezug und Laborarbeit kaum möglich, so heißt es mitunter in der Kritik. Und mit Erfolg. Nach Informationen des RND soll die Notbremse für die Hochschulen entschärft und das Infektionsschutzgesetz erneut angepasst werden. So soll unter anderem die Hochschulen nicht länger verpflichtet sein, ab einer Inzidenz von 100 in den Wechselunterricht zu gehen. Das Verbot der Präsenzlehre ab einer 165er-Inzidenz bleibt zwar erhalten, aber es soll Ausnahmen geben. Ab wann die Änderung umgesetzt werden und in Kraft treten soll, ist nicht bekannt.

Corona-Impfung: So gut schützt bereits die erste Impfdosis

Update, Mittwoch (28. April), 16.03 Uhr: Laut Informationen der britischen Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) gibt es gute Neuigkeiten in Sachen Impfschutz: Bereits die erste Impfdosis gegen das Coronavirus verringert die Wahrscheinlichkeit, den Erreger weiterzugeben um knapp 50 Prozent. Die Behörde wertete dafür in Großbritannien die Daten von 57000 Menschen aus, die in Kontakt mit bereits Geimpften standen.

Auch Forscher der Universität Oxford kamen zu einem ähnlichen Ergebnis, wie die Bild berichtete. Sie bestätigten, dass das Risiko sich anzustecken, drei Wochen nach der Erstimpfung um rund 65 Prozent zurückging. „Das sind großartige Neuigkeiten“, kommentierte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock die Erkenntnisse.

Corona-Impfung: 32-Jährige stirbt im Zusammenhang mit Astrazeneca

Update, Mittwoch (28. April), 15.39 Uhr: In NRW sollen bislang fünf Menschen in Folge einer Astrazeneca-Impfung verstorben sein (Stand: 28. April). Seit heute liegt außerdem ein Bericht des Instituts für Rechtsmedizin in Münster vor, der bestätigt, dass eine 32-jährige Frau im Zusammenhang mit einer Impfung von Astrazeneca gestorben ist. Die junge Frau aus dem Kreis Herford war bereits Anfang März verstorben. Im Zuge einer zweiten Obduktion wurde nun festgestellt, dass die Impfung eine Gerinnungsstörung mit Einblutung im Gehirn hervorgerufen hat, die schließlich zum Tod führte.

Corona legt Baustelle in Dortmund lahm

Update, Mittwoch (28. April), 15.05 Uhr: Die Corona-Pandemie hat inzwischen Einfluss auf alle Lebensbereiche – nun bringt sie sogar eine Baustelle in Dortmund zum Erliegen. Wie Sylvia Uehlendahl, Leiterin des Tiefbauamtes in Dortmund, mitteilte, können auf der Baustelle des Radwalls im Bereich des Schwanen- und Ostwalls in den nächsten 14 Tagen keine Bauarbeiten durchgeführt werden. Das hat einen speziellen Grund: „Bei den vor Ort eingesetzten Mitarbeitenden der bauausführenden Firma wurden Corona-Infektionen nachgewiesen“, so Uehlendahl. „Alle Kontaktpersonen der Kategorie 1 – auch betroffene städtische Kräfte – wurden in Quarantäne geschickt, sodass die Bautätigkeit unterbrochen werden muss.“ Voraussichtlich geht es mit den Bauarbeiten am 10. Mai weiter.

Corona: NRW-Kreis verschärft Maskenpflicht im Auto

Update, Mittwoch (28. April), 14.38 Uhr: In einigen Bundesländern, wie Berlin, Sachsen und Hamburg, ist die Maskenpflicht im Auto schön länger beschlossene Sache. In NRW hatte man bislang auf die Maßnahme verzichtet. Nun hat allerdings der erste NRW-Kreis beim Landesgesundheitsministerium einen Antrag eingereicht, die Maskenpflicht im Auto einführen zu dürfen. Dem Antrag wurde stattgegeben, weshalb ab sofort im Kreissteinfurt FFP2-Masken im Auto Pflicht sind, wenn Personen mehrerer Haushalte gemeinsam im Auto unterwegs sind. Normale Masken reihen dann nicht mehr. Wie der Kreis mitteilte, gelte das auch für den Fahrer. Bis 14. Mai soll die verschärfte Maskenpflicht im Auto vorerst gelten.

Corona-Impfstoff von Biontech wohl auch gegen indische Mutante wirksam

Update, Mittwoch (28. April), 13.08 Uhr: Die Unternehmen Biontech und Pfizer glauben, dass ihr Corona-Impfstoff auch gegen die in Indien grassierende Mutation des Coronavirus wirksam ist. Biontech-Chef Ugur Sahin sagte am Mittwoch, die entsprechenden Tests liefen noch. Er sei aber „zuversichtlich“, dass der von seinem Unternehmen gemeinsam mit dem Pharmakonzern Pfizer entwickelte Wirkstoff auch gegen die in Indien aufgetretene Variante wirke.

Die Veränderungen der indischen Mutation seien bereits aus anderen Varianten von SARS-CoV-2 bekannt, gegen die der Impfstoff wirken würde. Biontech und Pfizer hätten inzwischen schon mehr als 30 Corona-Varianten getestet, sagte der Firmengründer. Bei fast allen funktioniere er genauso gut wie bei der Ursprungsform. Selbst wenn die Immunantwort schwächer ausfalle, sei sie noch immer ausreichend.

Coronavirus: Ein Prozent der NRW-Bevölkerung könnte laut Laschet heute geimpft werden

Update, Mittwoch (28. April), 12.14 Uhr: Am heutigen Mittwoch könnte in Nordrhein-Westfalen ein Prozent der Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft werden. Das glaubt zumindest Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Da die Arztpraxen mittwochs am meisten impfen würden, könnten heute bei einem guten Verlauf rund 180.000 Impfdosen verabreicht werden. NRW hat knapp 18 Millionen Einwohner.

Corona in NRW: Opposition wirft Laschet „Schönfärberei“ vor

Update, Mittwoch (28. April), 11.32 Uhr: Unmittelbar nach der Rede von Armin Laschet im Düsseldorfer Landtag warf SPD-Oppositionsführer Thomas Kutschaty dem Ministerpräsidenten „Schönfärberei“ vor. Konkret ging es um die Aussage Laschets, das Impftempo in Nordrhein-Westfalen erreiche inzwischen das der USA.

Die Aussage sei „mal wieder ein typischer Laschet“, so Kutschaty. „Klingt erst mal gut, hält aber keiner Überprüfung stand.“ Man sei in NRW noch weit von der Herdenimmunität entfernt und erst rund sieben Prozent der Bevölkerung hätten die zweite Impfung bekommen. In den USA würden hingegen fast Millionen Menschen am Tag geimpft. Jeder Erwachsene hätte dort die Chance dazu.

Armin Laschet im Landtag: „Corona-Lage in NRW ist unverändert kritisch“

Update, Mittwoch (28. April), 10.48 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich soeben im Düsseldorfer Landtag zur Corona-Situation in Nordrhein-Westfalen geäußert. Die Lage in NRW sei unverändert kritisch, in zahlreichen Städten und Kreisen liege die Inzidenz seit vielen Tagen über 200. Das befürchtete exponentielle Wachstum sei dennoch nicht eingetreten.

Sorge bereitet Armin Laschet die Lage auf den Intensivstationen. „Es ist keine Entspannung in Sicht.“ Inzwischen würden dort vor allem jüngere Menschen behandelt, die lange auf den Intensivstationen blieben. Es sei deshalb nötig, eine Brücke in den Sommer zu bauen. Dafür sei das konsequente Fortsetzen des Lockdowns, eine Steigerung der Impfquote, flächendeckende Tests und eine digitale Kontaktnachverfolgung nötig.

Die verabschiedete Bundes-Notbremse leiste laut Laschet dazu einen wichtigen Beitrag. Es sei von Vorteil, dass die Standards in den 16 Ländern nun gleich seien. Allerdings sei die Notbremse in manchen Punkten lockerer als die bisherigen Schutzmaßnahmen in NRW. Die Coronaschutzverordnung sei deshalb so angepasst worden, dass das bisherige Schutzniveau beibehalten werde.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet im Düsseldorfer Landtag (CDU)

Armin Laschet wies im Landtag zudem auf einen spürbaren Effekt der Impfungen hin. Denn obwohl die Inzidenz zuletzt gestiegen sei, sei das anders als im Herbst und Winter nicht mit einer Steigerung der bei den Todesfällen einhergegangen. Es sei deshalb wichtig gewesen, an der Priorisierung festzuhalten. Das werde Nordrhein-Westfalen auch im Mai beibehalten.

Dann starten die Impfungen in der dritten Priorisierungsgruppe, zu der etwa Lehrer, Feuerwehrleute, Busfahrer oder Verkäufer gehören. „Diese Menschen haben monatelang darauf gewartet, dass sie an der Reihe sind. Sie haben ihren Dienst geleistet, um unsere Versorgung zu sichern“, so Laschet. Diese Leute seien jetzt erst dran, ehe es in Nordrhein-Westfalen zu einem allgemeinen Zugriffsverfahren komme.

Die Diskussion um Privilegien für Geimpfte bezeichnete Armin Laschet derweil als „falsche Debatte“. „Ein Grundrechtseingriff ist eine Einschränkung, und ein Grundrecht ist kein Privileg.“ Der CDU-Vorsitzende sprach sich dafür aus, alles dafür zu tun, „Grundrechtseingriffe für alle, auch für die Nichtgeimpften, so schnell wie möglich zurückzunehmen“.

Corona: Justizministerin Lambrecht will schnell Verordnung für Lockerungen

Update, Mittwoch (28. April), 9.40 Uhr: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) erklärte im ARD-Morgenmagazin, schnellstmöglich eine Verordnung zu Lockerungen für vollständig Geimpfte auf den Weg bringen zu wollen. „Gründlichkeit bei dieser Arbeit bedeutet nicht, dass wir langsam sind.“ Es sei wichtig, schnell zu signalisieren, dass rechtsstaatliche Grundsätze in Normalzeiten gelten, aber auch in Pandemiezeiten.

Coronavirus in Gelsenkirchen: 150 Kinder nehmen an Schulsport-Veranstaltung teil

Update, Mittwoch (28. April), 9 Uhr: Am Montagvormittag (26. April) sollen rund 150 Grundschüler auf einem Sportplatz in Gelsenkirchen-Rotthausen an einer Schulsport-Veranstaltung mit einem „Menschen-Kicker“ und Wettstationen-Parcours teilgenommen haben. Darüber berichtet der WDR.

Die rund 150 Schüler und das Lehrpersonal einer Essener Grundschule hätten sich zwar zuvor getestet. Trotzdem hätte die Veranstaltung gemäß der Corona-Notbremse in Gelsenkirchen nicht stattfinden dürfen. Ob es Konsequenzen geben wird, ist wohl auch aufgrund der ungeklärten Zuständigkeit offen. Die Stadt Essen fühle sich laut WDR nicht zuständig, weil die Veranstaltung in Gelsenkirchen stattfand. Die Stadt Gelsenkirchen verweist wiederum auf den Veranstalter Gelsensport – und der beteuert, dass das Konzept Corona-konform sei.

Corona in NRW: Tausende Impftermine in Impfzentren nicht wahrgenommen

Update, Mittwoch (28. April), 8.34 Uhr: Tausende Menschen haben ihren Impftermin nicht wahrgenommen. Wie die Bild berichtet, hätten allein im Essener Impfzentrum in den Messehallen seit Januar knapp 8000 Menschen ihren Termin für die Corona-Impfung verfallen lassen. Im Kölner Impfzentrum sollen es sogar über 10.000, in Düsseldorf knapp 6000 Menschen gewesen sein.

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KNVO) ist deshalb besorgt. Es bestehe die Gefahr, dass der „wertvolle Impfstoff“ so unnötig verfalle. Zwar könne man über Warte- und Nachrücker-Listen nicht wahrgenommene Impftermine in vielen Fällen an andere Menschen vergeben. Dennoch führe das zu organisatorischen Schwierigkeiten.

Nicht nur im Impfzentrum in Essen haben tausende Menschen ihren Impftermin nicht wahrgenommen.

Coronavirus: Armin Laschet spricht über Corona-Lage in NRW

Update, Mittwoch (28. April), 7.50 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) spricht am heutigen Mittwoch um 10 Uhr im Landtag in Düsseldorf über die Corona-Situation in Nordrhein-Westfalen. Die Rede des Kanzlerkandidaten der Union steht unter dem Titel „Gemeinsam der dritten Welle entgegentreten - zusammen die Brücke für neue Perspektiven bauen“.

Armin Laschet wird im Düsseldorfer Landtag wohl auch über das weitere Vorgehen bei den Corona-Impfungen in NRW sprechen. Am Montag (26. April) hatten Bund und Länder bei einem Impfgipfel vereinbart, dass spätestens ab Juni die Impfpriorisierung für die Corona-Schutzimpfung aufgehoben werden soll.

Corona in NRW: Fast 5.000 Neuinfektionen am Mittwoch

Update, Mittwoch (28. April), 7.07 Uhr: In NRW gab es den Informationen des RKI zufolge in den vergangenen 24 Stunden 4.850 Corona-Neuinfektionen. Am vergangenen Mittwoch lag die Zahl mit 6.015 gemeldeten Neuinfektionen noch deutlich höher. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt – liegt mit 178,2 aber weiterhin über den Bundesschnitt (160,6).

Coronavirus: RKI meldet am Mittwochmorgen 22.231 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2

Update, Mittwoch (28. April), 6.08 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) mit Sitz in Berlin meldete am Mittwochmorgen unter Berufung auf die Gesundheitsämter 22.231 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Zahl der Todesfälle stieg im Vergleich zum Vortag um 312 auf insgesamt 82.280.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gesunken. Lag sie am Dienstag noch bei 167,6, gab sie das RKI heute mit 160,6 an. Am Mittwoch vergangener Woche hatte das RKI 24.884 Neuinfektionen gemeldet – 2653 mehr als diesen Mittwoch. Auch die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 war vor einer Woche mit 331 etwas höher.

Das Robert Koch-Institut (RKI) mit Sitz in Berlin veröffentlicht einmal täglich die tagesaktuellen Fallzahlen zum Coronavirus (SARS-CoV-2) in Deutschland.

Corona: NRW will Eltern entlassten und auf weitere Kita-Beiträge verzichten

Update, Dienstag (27. April), 22.05 Uhr: Die NRW-Landesregierung will nach Informationen von rp-online auf die Beitragszahlungen für Kitas in den Monaten Mai und Juni verzichten. Dadurch wolle man die Eltern entlasten und ihnen entgegenkommen, nachdem viele wütend reagiert hatten, als im Februar und März die vollen Beiträge abgebucht worden waren. Am Mittwoch wird eine Einigung mit den kommunalen Spitzenverbänden erwartet.

Die Landesregierung mit NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) hatte sich auf diesen Weg geeinigt, um unnötige Bürokratie zu vermeiden. Statt die Beiträge für Februar und März zurückzuerstatten, werden die Zahlungen für die kommenden Monate gar nicht erst abgebucht. Allerdings bleiben aufgrund der bundesweiten Notbremse aktuell die Kitas ohnehin geschlossen und Eltern sind dazu angehalten ihre Kinder nur in die Notbetreuung zu schicken, wenn sie keine andere Möglichkeit sehen.

Karl Lauterbach: SPD-Politiker aus NRW will nicht auf Herdenimmunität hoffen

Update, Dienstag (27. April), 21.10 Uhr: Viele Menschen in NRW hoffen in diesem Jahr auf eine Herdenimmunität der Bevölkerung, sollten ausreichend Menschen gegen das Coronavirus geimpft sein. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt nun vor zu großen Hoffnungen.

Gegenüber der Welt sagte der gelernte Epidemiologe, dass es falsch sei, dass man sich bei einer Durchimpfung von 70 Prozent der Bevölkerung nicht mehr mit Corona infizieren könne. „Man wird entweder krank oder geimpft“, so Lauterbach. „Angenommen die Herdenimmunität läge bei 70 Prozent. Der Laie denkt dann häufig, wenn sich 70 Prozent impfen lassen, kann sich der Rest nicht mehr infizieren. Das ist aber falsch“, sagte Lauterbach weiter.

Die Aufhebung der Corona-Maßnahmen sei laut dem SPD-Politiker nur bei einer hohen Durchimpfung der Bevölkerung möglich. Lauterbach rechne damit, dass man künftig noch Impfpässe und Antigen-Tests in Bars und anderen Risikostätten vorzeigen müsse, selbst wenn jedem ein Impfangebot gemacht worden sei.

Corona in NRW: Inzidenz in vielen Städten angespannt

Update, Dienstag (27. April), 20.45 Uhr: Nach Angaben des RKI liegt die Inzidenz in NRW heute bei 186,6, was ein Rückgang von 0,2 im Vergleich zum Vortag bedeutet. Noch immer ist die Lage in vielen Städten und Kreisen angespannt und die Inzidenz-Wert weit von der 100er-Markt entfernt, die die Lockerung der Bundesnotbremse in Aussicht stellt.

Das sind die zehn Städte und Kreise mit den höchsten Inzidenzen in NRW:

  • Herne 294,7
  • Hamm 287,9
  • Remscheid 280,2
  • Hagen 270,3
  • Gelsenkirchen 263,4
  • Leverkusen 260,2
  • Wuppertal 250,9
  • Oberbergischer Kreis 246,3
  • Kreis Unna 243,1
  • Köln 240

Nur in Coesfeld (86,6) und in Höxter (71,3) liegt der 7-Tage-Wert unter 100 und die Notbremse mit Ausgangssperren greift nicht.

Corona: Dorsten äußert sich zu Mutante aus Indien

Update, Dienstag (27. April), 20.30 Uhr: Die neue Corona-Mutation, die sich derzeit rasant in Indien ausbreitet und dort für katastrophale Zustände sorgt, beunruhigt auch in Deutschland viele. Nun hat Virologe Christian Drosten in seinem Podcast „Coronavirus-Update“ eine Einschätzung abgegeben. Er zeigt sich gelassen über die indische Doppel-Mutante B.1.617. Zwar sei die Datenlage noch gering, doch er gehe davon aus, dass die heftige Infektionswelle in Indien nicht allein der Mutation zuzuschreiben sei. Denn auch die britische Variante wäre in Indien noch weit verbreitet.

Corona in NRW: Niederlande beenden Lockdown

Update, Dienstag (27. April), 19.30 Uhr: Die Niederlande haben bereits vor Wochen angekündigt, ab Ende April stufenweise Lockerungen anzustoßen. Ab Mittwoch (28. April) ist es dann so weit und der Startschuss für weitreichende Lockerungen in Holland fällt. So sollen Ausgangssperren aufgehoben, Kontaktbeschränkungen gelockert und Außenbereiche in Restaurants geöffnet werden. Allerdings appellieren NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) und sein niederländischer Amtskollege Ferdinand Grapperhaus, Minister für Justiz und Sicherheit, an die Bevölkerung im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland, nicht in die Niederlande zu reisen.

Coronavirus: Merkel spricht mit Kulturschaffenden im Livestream

Update, Dienstag (27. April), 19.00 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich heute in einem digitalen Bürgerdialog den Sorgen der Kunst- und Kulturschaffenden gestellt. Sie zeigte Verständnis für die Unzufriedenheit der Branche und stellte ihnen weitere Hilfen in der Corona-Pandemie in Aussicht. „Wir können nicht die Pandemiehilfen abstellen in dem Moment, in dem die Pandemie zu Ende ist“, sagte Merkel. Sie sollen weitergeführt werden. „Kunst ist ja mehr, als dass man das kompensiert bekommt, was man an Verdienstausfall hat.“ Hoffnungen auf erste Öffungsschritte machte sie allerdings nicht.

Angela Merkel stellte sich beim Bürgerdialog den Sorgen von Kunst- und Kulturschaffenden.

Corona in NRW: Schulunterricht weiter nur mit Corona-Test möglich

Update, Dienstag (27. April), 18.50 Uhr: Zwei Grundschüler haben einen Eilantrag am Verwaltungsgericht Aachen gestellt, um ohne Corona-Selbsttest am Schulunterricht teilnehmen zu können. Ihre Sorge: Die Tests seien wegen bestimmter Inhaltsstoffe eine Gefahr für die Gesundheit. Das Gericht hat den Antrag allerdings abgelehnt mit der Begründung, dass es dafür keine Anhaltspunkte gebe. Die Schüler dürfen somit weiterhin nur mit einem negativen Corona-Test am Präsenzunterricht teilnehmen.

Corona: Erst Bayern, dann Berlin – Geimpfte werden Genesenen oder Getesten gleichgestellt

Update, Dienstag (27. April), 17.30 Uhr: Ob Geimpfte mehr Freiheiten erhalten sollen, wird viel diskutiert. Nach dem Impfgipfel am Montag, preschen nun erste Bundesländer vor und setzen die Privilegien schon früher um – so zum Beispiel in Bayern, Berlin und Niederssachen.

In Bayern werden vollständig Geimpfte ab dieser Woche negativ auf Corona Getesteten gleichgestellt. Das bedeutet, das Geimpfte mit einem vollständigen Impfschutz bei einem Friseurbesuch keinen negativen Coronatest vorweisen müssen. Der Zugang zu bislang noch geschlossenen Institutionen wie Schwimmbäder oder Theater sei nicht vorgesehen.

Ähnlich handhabt man es bereits seit Mitte April in Berlin. Hier geht man allerdings noch einen Schritt weiter und erlässt die Testpflicht auch Personen, die bereits einmal an Corona erkrankt und inzwischen nachweislich wieder genesen sind. Ob in NRW ähnliche Lockerungen geplant sind, ist noch unklar. Ministerpräsident Armin Laschet hat sich bislang noch nicht dazu geäußert.

Corona im Ruhrgebiet: Erste Kita will Gebühren aussetzen

Update, Dienstag (27. April), 17.30 Uhr: In Lünen im Ruhrgebiet will man versuchen im Monat Mai die Kita-Gebühren auszusetzen.  „Gerade für Familien ist die Belastung in der Corona-Pandemie sehr hoch. Der Betreuungsaufwand ist gestiegen und gleichzeitig sind die Eltern finanziell belastet – mit Gebühren, für die sie im Moment keine oder zumindest deutlich weniger Gegenleistungen bekommen“, sagte Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns. Er will beim Finanzausschuss der Stadt Lünen seinen Vorschlag in dieser Woche durchsetzen.

Corona: Häusliche Gewalt während der Pandemie

Update, Dienstag (27. April), 17.10 Uhr: Die tatsächliche Zahl der Opfer von häuslicher Gewalt zu erfassen ist fast unmöglich – zu viele Fälle werden nicht gemeldet. Das Landeskriminalamt hat nun dennoch für das Corona-Jahr 2020 in NRW ein Lagebild erstellt.

Daraus ergab sich, dass 44 Menschen in Folge von häuslicher Gewalt gestorben sind und 29155 Fälle gemeldet wurden – das ist ein Anstieg von 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 70 Prozent der Opfer waren weiblich. Immerhin: In fast allen Fällen (99,38 Pronzent) wurden nach Angaben des Landeskriminalamtes Tatverdächtige ermittelt.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) nannte mögliche Ursachen für den Anstieg der Fälle von häuslicher Gewalt.

NRW-Innenminister Herbert Reul nannte mögliche Ursachen: räumliche Enge, die fehlende Möglichkeit sich aus dem Weg zu gehen, vielleicht auch der gestiegene Alkoholkonsum. Möglicherweise habe die Agression während der Pandemie zugenommen oder Taten würden eher angezeigt werden, so der CDU-Politiker gegenüber der Rheinischen Post. Man werde das im Auge behalten, so Reul.

Corona in Dortmund: Zahl der Neuinfektionen doppelt so hoch – Unterstützung durch Bundeswehr

Update, Dienstag (27. April), 16.30 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat sich in Dortmund binnen der letzten 24 Stunden verdoppelt. Waren es am Montag rund 100 neue Coronafälle, meldete die Stadt für heute 258 weitere Infektionen. Außerdem muss die Stadt Dortmund einen weiteren Todesfall verzeichnen. Ein 54-jähriger Mann verstarb noch am Montag nach mehrwöchigem Krankenhausaufenthalt an den Folgen von Covid-19. Damit steigt die Zahl der Todesfälle in Dortmund seit Beginn der Pandemie auf 234, 111 weitere Corona-Patienten verstarben aufgrund anderer Ursachen.

Nach eigenen Berechnungen der Stadt liegt die Inzidenz mit den heutigen Zahlen bei 204,5. Der tatsächliche Wert des RKI wird erst ab 0 Uhr abrufbar sein und gilt von da an verbindlich. Ein Großteil der Neuinfektionen ist auf die britische Mutante zurückzuführen. Die Zahl der südafrikanischen und brasilianischen Corona-Mutation bleibt unverändert binnen der letzten 24 Stunden.

Wie die Stadt außerdem mitteilte, soll ab Mittwoch die Bundeswehr das Impfzentrum in Dortmund unterstützen. Bis vorerst Ende Mai sollen 14 Soldaten im organisatorischen Bereich Hilfe leisten. Gründe für die Unterstützung nannte die Stadt nicht. Zuletzt waren Soldaten der Bundeswehr bei der Rückverfolgung der Neuinfektionen oder in Altersheimen im Einsatz.

Alle News zum Coronavirus vor Dienstag (24. April) 16.30 Uhr gibt es in unserem alten Live-Ticker auf RUHR24.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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