Zahlreiche Mails und Anrufe

Corona-Impfungen in NRW: Kreis sticht mit Ausfallquote hervor – und erklärt jetzt den Grund

Einige Kreise und Städte berichten über geplatzte Termine bei Impfungen. Nicht so der Kreis Recklinghausen, der sich vor Mails und Anrufen kaum retten kann.

Recklinghausen - Die Nachrichten von geplatzten Terminen in NRW zu den Corona-Impfungen reißen nicht ab. Einige Impfzentren haben jetzt gar die Anweisungen bekommen, zu überbuchen. „Das ist bei uns anders“, sagt Patrick Hundt, Leiter des Impfzentrums im Kreis Recklinghausen.

BundeslandNRW
Kreis Kreis Recklinghausen
Corona-Inzidenz (29. April)168,5

NRW: Kreis Recklinghausen - nur wenige sagen die Corona-Impfungen ab

Sobald das Impfzentrum im Kreis Recklinghausen Termine einstellt, sind diese innerhalb kürzester Zeit vergeben. Man würde, so Patrick Hundt, jede Woche den gesamten Corona-Impfstoff verbrauchen, den das Land NRW dem Kreis zur Verfügung stellt.

Besonders bemerkenswert ist die sogenannte Ausfallquote der Impf-Termine im Kreis Recklinghausen. Andere Städte und Kreise haben zum Teil eine Ausfallquote von bis zu 15 Prozent. Im Kreis liegt, wie aus einer Mitteilung hervorgeht, diese bei gerade mal 1,85 Prozent. Man sei, so Patrick Hundt, beeindruckt von der Zuverlässigkeit.

Zuletzt hat sich das Impfzentrum des Kreises mit einer wahren Flut von Anrufen und Schreiben auseinandersetzen müssen. Das würde daran liegen, dass andere Städte schon mit dem Impfen der Impfgruppe 3 begonnen haben. Im Kreis Recklinghausen würde man aber noch nicht mit den Gruppen 1 und 2 fertig sein (alle News zu Corona in NRW bei RUHR24).

NRW: Kreis Recklinghausen noch nicht mit Corona-Impfungen der Gruppe 3 gestartet

Allerdings ist das anscheinend nicht gleichbedeutend mit einem geringen Tempo bei den Corona-Impfungen. Am Donnerstag (29. April) sind 27,2 Prozent der Einwohner des Kreises geimpft worden. Der Landesdurchschnitt in NRW liegt bei 27 Prozent (Stand, 29. April). Im Endeffekt, so die Vermutung des Impfzentrums, würde das mit der hohen Impfbereitschaft zu tun haben und der Tatsache, dass wenig Menschen die Termine absagen.

Um die 2.000 Menschen würden pro Tag im bevölkerungsreichsten Kreis Deutschlands – hinter der Region Hannover – geimpft werden. Wann die Prioritätsgruppe 3 letztendlich geimpft werden kann, ist aktuell unklar.

Derzeit hat der Kreis Recklinghausen eine Inzidenz von 168,5 (29. April). Es hat insgesamt 821 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 bislang gegeben. Die Städte Gladbeck (214,3) und Castrop-Rauxel (214,1) haben die höchste Inzidenz im Kreis. Die Stadt Recklinghausen hat mit die meisten Infizierten (5611) bislang gehabt.

Rubriklistenbild: © Dennis Liedschulte/RUHR24.de; Collage: RUHR24.de

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