Minister nennt Termin

NRW: Kirmes trotz Corona – Laumann macht Hoffnung auf Volksfeste noch 2021

Viele Monate hielt der Corona-Lockdown in NRW an. Veranstaltungen abseits der Bildschirme waren gar nicht möglich. Jetzt ist Besserung in Sicht.

NRW – Wenn sich in NRW* zaghaft die Sonne durchkämpft, wächst auch die Sehnsucht: Im Biergarten mit seinen Freunden sitzen, Stadionbesuche oder über eine Kirmes schlendern. In Zeiten der Corona*-Pandemie war es lange undenkbar. Inzwischen gibt es Hoffnung, berichtet RUHR24*.

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
MinisterpräsidentArmin Laschet (CDU)
GesundheitspräsidentKarl-Josef Laumann (CDU)
LandeshauptstadtDüsseldorf

Kirmes in NRW 2021 trotz Corona: Minister stellen Möglichkeit in Aussicht

Die Inzidenz-Werte sinken, die Impfzahlen steigen. In NRW bahnt sich der Präsenzunterricht an Schulen* wieder an. Nach und nach treffen wieder vermehrt Menschen aufeinander – zumindest, solange es die Infektionszahlen zulassen.

Während große Freizeitparks in NRW noch auf Corona-Lockerungen* warten, stellt die Landesregierung jetzt immerhin den Besuch einer Kirmes in Aussicht. Das zumindest verkündeten Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) und Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Donnerstag (20. Mai). Allerdings nur unter gewissen Bedingungen.

NRW-Minister: Kirmes und regionale Volksfeste bei rückläufigen Corona-Infektionen möglich

Mit Blick auf die umfangreichen Corona-Lockerungen in NRW*, die bei einer Inzidenz unter 100 beziehungsweise unter 50 erfolgen, stellte Andreas Pinkwart klar: Auch für „traditionelle, regionale Veranstaltungen mit begrenztem Teilnehmerkreis und familienorientiertem Charakter unter freiem Himmel“ müsse es Öffnungsperspektiven geben. Darunter fallen eine Kirmes, Volksfeste, aber auch beispielsweise Schützenfeste.

Konkret nannte er den Spätsommer als möglichen Termin. Allerdings sei dies nur möglich bei einem weiteren Rückgang des Infektionsgeschehens, stabilen niedrigen Infektionszahlen und mit einem vorliegenden Hygienekonzept. Er betont, dass es sich bei den Volksfesten und bei einer Kirmes um Veranstaltungen unter freiem Himmel handelt. Karl-Josef Laumann brachte auch noch das fortschreitende Impf-Geschehen als Komponente ins Spiel.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) ist trotz Corona zuversichtlich für den Sommer.

Kirmes in Corona-Zeiten: Unterscheidung in NRW zwischen Großveranstaltung und regionalem Volksfest

„Wir werden alles daransetzen, insbesondere durch einen weiterhin guten Fortschritt beim Impfen der Bürgerinnen und Bürger, dass diese Veranstaltungen so bald wie möglich wieder besucht werden können“, so der Gesundheitsminister. NRW sei hier auf einem sehr guten Weg.

Andreas Pinkwart unterscheidet zudem zwischen regionalen Volksfesten, Kirmessen und Großveranstaltungen mit „internationalem Publikum“. Eine genaue Grenze, etwa in Form einer bestimmten Besucheranzahl, nannte der Minister nicht. Die beliebte Cranger Kirmes in Herne wurde aufgrund der Corona-Pandemie* bereits abgesagt. 2019 berichtete der Veranstalter, dass die zehntägige Veranstaltung vier Millionen Besucher lockte.

Corona in NRW: Kirmes-Schausteller brauchen „endlich eine Perspektive“

Die Minister zeigen sich offenbar optimistisch. So meinte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart: „Veranstalter sollten ihre Planungen nicht zu früh abbrechen.“

Albert Ritter, Vertreter der Schausteller, Präsident des Deutschen Schaustellerbundes weist darauf hin, dass noch Hygiene-Konzepte vorlägen, als sogenannte temporäre Freizeitparks veranstaltet wurden. Ein Infektionsgeschehen sei dort nicht nachgewiesen worden.

Corona im Sommer 2021: Kirmes in NRW ist möglich – auch Volksfeste und Schützenfeste betroffen

Ein Beispiel für diese temporären Freizeitparks, die in der Corona-Pandemie entstanden, ist FunDomino* in Dortmund. Die Planungen für 2021 seien bereits angelaufen.

Für die Besucher würde der Besuch einer Kirmes, eines Volksfestes oder Schützenfestes Ablenkung und Entspannung nach einem langen Dauer-Lockdown bedeuten. Für Schausteller die Existenz. Albert Ritter appelliert: „Schausteller brauchen keine langfristigen Vorlaufzeiten und sind auch bereit, eventuelle Mietverträge mit kurzfristigen Auflösungsklauseln zu akzeptieren – wenn sie endlich eine Perspektive bekommen.“ *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Patrik Stollarz/Federico Gambarini/AFP; Collage: RUHR24

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