Wert über 17

NRW erreicht Inzidenzstufe 1: Ab heute wieder neue Corona-Regeln – Auswirkungen auf private Treffen

Der zweite Corona-Sommer ließ viele Freiheiten zu. Doch jetzt werden die Regeln wieder verschärft, da die Inzidenz-Werte immer weiter steigen.

Update, Montag (26. Juli), 6.50 Uhr: NRW – Am Montagmorgen lag die Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen bei 17,1 – das Land hat damit wieder – wie bereits angekündigt – die Inzidenzstufe 1 (10,1 bis 35) erreicht. Die Folge für alle Städte und Kreise sind strengere Regeln. Unter anderem gilt ab sofort wieder die generelle Maskenpflicht in Innenräumen. Außerdem sind Treffen im öffentlichen Raum jetzt ohne Begrenzung nur noch für Angehörige aus fünf Haushalten erlaubt. Zuletzt hatte es dort keinerlei Einschränkungen mehr gegeben.

BundeslandNordrhein-Westfalen
MinisterpräsidentArmin Laschet (CDU)

Ursprungsmeldung, Freitag (23. Juli): Es war abzusehen. Bereits seit Tagen steigen die Corona-Zahlen in NRW stetig. Weil das Land seit acht Tagen über der Inzidenz von 10 liegt, gelten ab Montag (26. Juli) wieder strengere Regeln.

Corona in NRW: Inzidenz liegt zu lange über 10 – das hat Folgen

Immer wieder haben Städte in NRW Inzidenz-Marken überschritten, Solingen schaffte es sogar mit einer Inzidenz von über 50 an die deutschlandweite Spitze. Das bleibt nicht ohne Folgen für das gesamte Bundesland.

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen teilt am Freitag (23. Juli) mit, dass gesichert davon auszugehen sei, „dass am Samstag (24. Juli) seit acht Tagen in Folge der landesweite Inzidenzwert über 10 liegen wird“. Das hat Konsequenzen für das bevölkerungsreichste Bundesland.

Corona-Inzidenz in NRW verdoppelt: „Das muss uns Sorgen machen“

Mit der Wirkung vom kommenden Montag (26. Juli) gilt wieder die Landesinzidenzstufe 1, da die Inzidenz in NRW zwischen 10 und 35 liegt. Damit gelten dann schärfere Corona-Regeln als bisher – auch für Städte und Kreise, die lokal in der Inzidenzstufe 0 liegen.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Das muss uns Sorgen machen“

„Auch, wenn die Inzidenzzahlen immer noch niedrig sind, haben sich die Werte seit dem 14. Juli, also innerhalb von 9 Tagen, verdoppelt. Das muss uns – neben einem deutlich über 1 liegenden R-Wert – Sorgen machen, auch wenn sich die steigenden Infektionszahlen bisher zum Glück noch nicht in den Krankenhauseinweisungen niederschlagen“, erklärt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Corona-Regeln in NRW: Inzidenzstufe 1 gilt ab Montag (26. Juli)

In einigen NRW-Städten und Kreisen gilt die Inzidenzstufe 1 bereits: Düsseldorf, Hamm, Köln, Münster, Oberhausen und Solingen sowie in den Kreisen Borken, Düren und Minden-Lübbecke. Weitere werden laut Staatskanzlei NRW in den kommenden Tagen folgen.

Mit der Inzidenzstufe 1 gelten ab Montag wieder folgende Regeln:

  • Generelle Maskenpflicht in Innenräumen: Nicht nur im ÖPNV und im Einzelhandel und in Arztpraxen, sondern auch wieder in Innenräumen von Gaststätten, Museen, Zoos etc., bei Bildungsveranstaltungen, Gottesdiensten, Versammlungen, bei der Erbringung körpernaher Dienstleistungen und generell in allen für den Kundenverkehr geöffneten Innenräumen muss wieder mindestens eine medizinische Maske getragen werden.
  • Ausnahmen gelten in Stufe 1 bei Veranstaltungen mit festen Sitz- oder Stehplätzen für Geimpfte, Genesene und Getestete und – auch ohne Test – in Bibliotheken und der Gastronomie.
  • Für den Einzelhandel gilt wieder eine Flächenbegrenzung von einem Kunden je angefangene 10 Quadratmeter.
  • Bei Versammlungen/Veranstaltungen muss wieder die einfache Rückverfolgbarkeit der Teilnehmer gewährleistet werden.
  • In der Gastronomie müssen die Beschäftigten mit Kundenkontakt wieder regelmäßig einen Test machen und eine Maske tragen.
  • Bei Großveranstaltungen mit mehr als 500 Personen (Sport, Kultur, Bildung o.ä.) und für Freizeiteinrichtungen mit mehr als 2.000 Besuchern/Tag gelten insgesamt die Schutzmaßnahmen der lokalen Inzidenzstufe 1.
  • Volks- und Schützenfeste etc., Tagungen mit mehr als 1.000 Teilnehmenden und der Betrieb von Diskotheken, Clubs etc. in Innenräumen sind wieder (bis zum 27. August) untersagt.

Die neuen Regeln treffen somit besonders Discotheken hart, denn sie konnten nach über einem Jahr Corona-Schließung erst seit Ende Mai wieder Partys veranstalten. Damit ist erst einmal wieder Schluss.

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