Teure Kampagne

Kampf gegen Corona-Pandemie: NRW-Regierung setzt jetzt auf Influencer – mit hohen Kosten

Die Influencer-Kampagne der NRW-Landesregierung
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Die NRW-Landesregierung bezahlt Influencer, um die junge Generation für das Coronavirus zu sensibilisieren.

Mit Influencern die junge Generation ansprechen. Diesen Plan hatte die NRW-Landesregierung – doch dieser Plan ist ganz schön teuer.

NRW – Im Kampf gegen das Coronavirus setzt die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen jetzt andere Geschütze ein. Um mehr junge Menschen in der Pandemie mit ins Boot zu holen, hat sie sich jetzt eine besondere Art von Werbepartnern gesucht.

Corona-Bekämpfung: NRW-Landesregierung setzt jetzt auf Influencer

Auf sozialen Plattformen wie Instagram, Facebook und TikTok wimmelt es vor allem von Werbung. Influencer, die teilweise mehrere Millionen Follower haben, stellen Produkte einer bestimmten Firma gegen eine hohe Bezahlung vor. Die Influencer gelten als Vorbilder – und vor allem als Beeinflusser.

Das kommt nicht immer gut an, schließlich werden teilweise sehr junge Erwachsene so zum Kauf eines teuren Produkts gebracht. Doch diese Art von Marketing möchte jetzt auch die Landesregierung NRW für sich nutzen – und starten eine Corona-Kampagne mit Influencern als Werbebotschafter (alle Corona-News aus NRW auf RUHR24.de).

Influencer-Festival gegen Coronavirus: Teurer Spaß für die NRW-Landesregierung

Durch die Influencer möchte die NRW-Landesregierung vor allem eine junge Zielgruppe ansprechen – und das zu einem hohen Preis. Das Gesundheitsministerium nennt einen Betrag von 35.000 Euro für „Influencer-Marketing“, erklärt Bild. Die Veröffentlichung der Gelder ist die Reaktion auf eine Anfrage der AfD-Fraktion.

Die NRW-Landesregierung bezahlte Influencer für diese Instagram-Kampagne.

Diese 35.000 Euro sei in die Social-Media-Kampagne „#BeatTheVirus“ geflossen. Eine Düsseldorfer Agentur soll dazu die passenden Influencer gewählt haben. Auch ein digitales Deutschrap-Festival soll von dem Geld bezahlt worden sein, mit Promis wie Visa Vie, Luciano, SSIO und OG Keemo – Vorbilder für viele junge Leute. Dagegen soll die Essener Ärztin Doc Caro unentgeltlich aufgetreten sein.

Hohe Werbungskosten: Ministerien bezahlen für gute Google-Platzierungen

Aber nicht nur für Influencer-Marketing gibt die NRW-Landesregierung Geld aus, sondern auch für Search Engine Advertising. Im Klartext: Die Landesregierung bezahlt Google dafür, dass ihre Seiten bei der Suchmaschine weiter oben erscheinen. So können die Seiten mehr Klicks generieren, schließlich scrollt vermutlich kaum jemand bei einer Suchanfrage bis zur Seite drei oder weiter.

Video: World of Instagram – das Leben der Blogger

Im Vergleich mit dieser Summe sind die 35.000 Euro für das Influencer-Marketing jedoch nichts. So soll das Schulministerium im Jahr 2020 für 175.787 Euro die hoch priorisierten Anzeigen bei Google geschaltet haben. Dazu zählt beispielsweise die Internetseite lehrer-werden.nrw.

Aber auch das Wirtschaftsministerium hat für das Search Engine Advertising bezahlt. 60.043 Euro musste das Ministerium bei der Suchmaschine blechen. Das Justizministerium setzte 33.142 Euro ein.

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