Aktuelle Corona-Lage

Corona-Impfungen in NRW: Laumann äußert sich zu Öffnungsplänen und nennt Start-Termin für Gruppe 3

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU)
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NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) informiert bei einer Presskonferenz live über die aktuelle Corona-Lage.

Wie ist die aktuelle Corona-Lage in NRW und wie schnell schreitet das Land mit den Impfungen voran? Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) gibt einen Überblick.

Update, Mittwoch (5. Mai), 14.54 Uhr: Auf die Frage, wie vollständig Geimpfte ihren Corona-Impfschutz bei möglichen Kontrollen nachweisen sollen, erklärte Laumann, dass der „ganz normale gelbe Impfausweis“ für einen Impfnachweis noch immer am besten geeignet sei. Zwar werde an einer digitalen Lösung für ganz Europa gearbeitet, aber so lange es die noch nicht gibt, sei der Impfausweise entscheidend.

Karl-Josef LaumannNRW-Gesundheitsminister
ParteiCDU
Geboren11. Juli 1957

Perspektive für Tourismus in NRW: Laumann äußert sich zu möglichen Öffnungen

Update, Mittwoch (5. Mai), 14.45 Uhr: Auch zum Thema Tourismus äußerte sich der Gesundheitsminister. Für Öffnungen von Hotels und anderen Ferienunterkünften in Nordrhein-Westfalen sehe Laumann noch keine Perspektive. „Wir haben aktuell noch 30 Kreise, wo die Schulen zu sind. Da gibt es zurzeit andere Baustellen, die wir haben als die“, so der Politiker.

Update, Mittwoch (5. Mai), 14.37 Uhr: Außerdem kündigte Laumann an, in sozial benachteiligten Stadtteilen verstärkt gegen das Coronavirus impfen zu wollen. Dafür stelle das Land NRW rund 100.000 Impfdosen zur Verfügung. Die meisten Impfstoff-Dosen (70.000) kommen laut Laumann von dem Hersteller Johnson&Johnson. Das Vakzin hat den Vorteil, dass es nur einmal verimpft werden muss.

Laumann live: Impfreihenfolge in den Arztpraxen in NRW soll Anfang Juni enden

Welche benachteiligten Stadtteile in NRW von der Impf-Aktion letztendlich profitieren werden, müsse genau geprüft werden. „Es reicht nicht aus, ausschließlich auf die Arbeitslosenquote zu schauen. Wir werden uns auch die Inzidenzen genau anschauen“, so der Gesundheitsminister.

Update, Mittwoch (5. Mai), 14.28 Uhr: Die Impfreihenfolge in den Arztpraxen in NRW soll Anfang Juni enden. Voraussichtlich ab dem 7. Juni würden die Betriebsärzte in die Corona-Impfkampagne einbezogen, sagte der NRW-Gesundheitsminister. Spätestens ab diesem Zeitpunkt falle dann die Priorisierung in den Arztpraxen. Im Juni würden laut Laumann die größten Fortschritte im Impfprogramm gemacht. Die Anzahl der Impfdosen in den Arztpraxen werde sich deutlich erhöhen. Allein die Zahl der Biontech-Impfdosen werde sich gegenüber Mai verdoppeln.

Corona-Impfungen in der Gruppe 3: Laumann nennt Start-Termin für NRW

Update, Mittwoch (5. Mai), 14.16 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Laumann erklärte, dass der Priorisierungsgruppe 3 nun ebenfalls das Impfangebot gemacht werden soll. Alle Impfberechtigten aus dieser Gruppe können demnach ab Donnerstag (6. Mai) einen Termin für eine Corona-Impfung buchen. Die Terminvergabe soll über die Hausärzte sowie über die Kassenärztlichen Vereinigungen laufen.

Zu der Gruppe 3 (erhöhte Priorität) gehören unter anderem die über 60-Jährigen sowie pflegende Angehörige und Lehrer an weiterführenden Schulen. Laumann rief die Altersgruppe der über 60-Jährigen dazu auf, sich gezielt mit dem Impfstoff von Astrazeneca impfen zu lassen, auch aus Solidarität zu den Jüngeren. 

Corona-Lage in NRW: Laumann spricht live über die Situation in den Krankenhäusern

Update, Mittwoch (5. Mai), 14.10 Uhr: Laumann erklärte am Mittwoch in Düsseldorf, dass in den Krankenhäusern in NRW derzeit 3.886 Corona-Infizierte behandelt werden. 1.130 Patienten werden demnach auf der Intensivstation behandelt, 851 weitere Menschen müssen beatmet werden. Nach den Angaben des Gesundheitsministers sind 682 Intensivbetten in den NRW-Kliniken noch frei.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat über die aktuelle Corona-Lage informiert.

Update, Mittwoch (5. Mai), 14 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) informiert jetzt live bei einer Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Lage in NRW.

Erstmeldung, Mittwoch (5. Mai), 10.45 Uhr: Mit den Corona-Erstimpfungen liegt Nordrhein-Westfalen* über dem Bundesschnitt, Geimpfte und Genesene haben wieder mehr Rechte und bei der Impfreihenfolge steht schon die nächste Gruppe in den Startlöchern, berichtet RUHR24*.

Corona-Impfungen in NRW: Gruppe 3 soll schon bald geimpft werden

Bis Ende Mai will NRW mit den Corona-Impfungen in der Gruppe 3 durch sein – vorausgesetzt, es ist genug Impfstoff verfügbar. Laut Gesundheitsministerium können sich dann Impfberechtigte der Gruppe 3 („erhöhte Priorität“) gegen das Coronavirus* impfen lassen. An der Reihe sind demnach die über 60-Jährigen sowie unter anderem Polizisten, Feuerwehrleute, Wahlhelfer und Personen mit schweren Erkrankungen wie Diabetes und Asthma.

In einigen Kreisen und Städten in NRW könne es bereits jetzt vorkommen, dass Personen der Gruppe 3 ein Impfangebot erhielten*, so eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums gegenüber der Rheinischen Post. Dies sei möglich, wenn am Ende einer Impf-Aktion kleinere Mengen an Impfstoff übrig seien.

NRW-Gesundheitsminister Laumann gibt Überblick: So geht es mit den Corona-Impfungen voran

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) wird am Mittwoch (5. Mai) bei einer Pressekonferenz live (14 Uhr) über das aktuelle Impfgeschehen informieren (mehr Corona-News aus NRW* im Live-Ticker auf RUHR24). Denn nicht nur das Vorgehen bei der Impfreihenfolge sorgt im bevölkerungsreichsten Bundesland für Gesprächsbedarf.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bedankte sich erst kürzlich in einem Brief an die Mitarbeiter der 53 Impfzentren in Nordrhein-Westfalen für die „Erfolgsgeschichte“ bei den Corona-Impfungen. Am Montag (3. Mai) lag der Wert der Erstimpfungen in NRW mit 30,1 Prozent über dem bundesweiten Schnitt. „Mehr als jede und jeder Vierte in Nordrhein-Westfalen hat bereits eine Erstimpfung bekommen. Diesen positiven Trend werden wir verstetigen und das Impftempo bis zu den Sommerferien weiter erhöhen“, so Laschet.

Laumann: Ärger über zu wenig Corona-Impfstoff bei den Hausärzten in NRW

Doch bei den Hausärzten, die neben den Impfzentren seit dem 6. April fleißig mit impfen, könnte es schon bald zu einem Rückstau bei den Corona-Impfungen kommen. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) teilte am Montag mit, dass Hausärzte weiterhin nur eine begrenzte Anzahl an Dosen des Corona-Impfstoffs von Biontech bekommen sollen*.

Video: Corona-Impfung: Worauf man danach achten sollte

In Zahlen bedeutet das, dass die Praxen pro Woche nur 36 Impfstoff-Dosen geliefert bekommen. Bei den Hausärzten sorgt das für Ärger. Sollen sie das Impftempo in NRW doch eigentlich weiter ankurbeln. „Jeder Hausarzt sollte bestellen dürfen und erhalten, was er braucht“, so Monika Baaken, Sprecherin des Hausärzteverbands Nordrhein, im Gespräch mit der WAZ. Gesundheitsminister Laumann könnte bei der Live-Pressekonferenz die erhitzten Gemüter womöglich beruhigen.

NRW im Alleingang bei den Corona-Geimpften: Lauterbach äußerte Kritik

Neben der allgemeinen aktuellen Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen dürfte bei dem Politiker ein weiteres Thema auf der Agenda stehen. Seit Montag gelten für Corona-Geimpfte- und Genesene in NRW neue Regeln.* Dazu gehört unter anderem, dass sie beim Shoppen im Einzelhandel oder einem Besuch im Kosmetikstudio keinen tagesaktuellen Negativtest mehr vorlegen müssen.

Das Vorgehen der NRW-Landesregierung sorgte jedoch ebenfalls für Diskussionen. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte gegenüber dem WDR, dass die Landesregierung erneut versuche, sich mit ihrem „Alleingang zu profilieren.“ Weiter beschrieb Lauterbach den NRW-Vorstoß bei den Corona-Geimpften als „zermürbend“*. Stattdessen sehnten sich die Menschen nach einheitlichen Regeln.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisiert den Alleingang in NRW bei den Rechten für Corona-Geimpfte und Genesene.

Laumann über die aktuelle Corona-Lage in NRW: Sieben-Tage-Inzidenz weiter im Sinkflug

Immerhin: Weitere Lockerungen wie Einkaufen via Click and Meet und Präsenzunterricht an den Schulen in NRW könnten schon bald möglich sein. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen ist seit dem 23. April kontinuierlich gesunken. Sie lag am Mittwoch (5. Mai) bei 148,2 – am Dienstag (4. Mai) lag die Corona-Inzidenz noch über der Grenze von 150 (153,6).

Münster, Coesfeld, Höxter und Soest liegen derzeit unter einem Wert von 100. Und auch in den großen NRW-Städten wie etwa Düsseldorf (124) und Köln (180,3) ist die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt deutlich gesunken. Die Ruhrgebietsstadt Herne liegt seit dem 15. April erstmals wieder unter der 200er-Marke (193,7). *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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