Coronavirus

Extrem-Hotspots in NRW: Neue Maßnahmen geplant - Einschnitte für viele Regionen

Auf Regionen in NRW, in denen das Coronavirus besonders heftig grassiert, kommen verschärfte Regeln zu. Doch wie greifen die Verschärfungen?

NRW - Nicht nur härtere Maßnahmen über die Feiertage stehen aktuell zur Diskussion. Auch die Verschärfung der Corona-Regeln für sogenannte Extrem-Hotspots liegen wieder auf dem Tisch. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann legte nun für Kommunen und Kreise mit einem 7-Tages-Inzidenzwert von über 200 einen konkreten Maßnahmen-Katalog vor.

LandNRW
Aktuell mit Corona infizierte Personen62.800 (Stand 10. Dez.)
Sieben-Tage-Inzidenz149,1 (Stand 10. Dez.)
Genesene/Verstorbene232.900/4.247

Verschärfte Corona-Maßnahmen für Extrem-Hotspots in NRW

In NRW liegen aktuell acht Kreise über der Inzidenzmarke von 200. Weitere 15 Kreise und Städte liegen mit einem Inzidenzwert zwischen 150 und 199 teilweise nur knapp darunter. Die Empfehlungen des NRW-Gesundheitsministers für verschärfte Corona-Regeln in Extrem-Hotspots könnte also tausende Menschen in NRW betreffen - sofern die Kreise und Kommunen die Empfehlungen umsetzen (mehr News zur Corona-Pandemie in NRW auf RUHR24.de)

Der Maßnahmen-Katalog, den Karl-Josef Laumann dem Landtag im Gesundheitsausschuss am Mittwoch (9. Dezember) vorstellte, zeigt wie ernst die Situation in NRW trotz Lockdown-light immer noch ist: In den Schulen der Hotspots soll – wie es Armin Laschet ebenfalls angekündigt hat – der Distanzunterricht erwogen werden. Allerdings soll bei dieser Maßnahme nach wie vor „Schulscharf“ entschieden werden, ob sie umgesetzt wird oder nicht.

Erweiterte Maskenpflicht und Distanzunterricht: NRW verschärft Corona-Maßnahmen

Heißt: Ob es in einzelnen Schulen zum Distanzunterricht kommt, hängt davon ab, wie Corona-Lage vor Ort tatsächlich aussieht. Dass Schulen flächendeckend, also in ganzen Städten oder Gemeinden oder gar in ganz NRW, in den Distanzunterricht gehen, ist nicht vorgesehen. Einschränkungen zu dieser Regel soll es auch für die jüngsten Schüler und die Abschlussklassen geben: Sie benötigten weiterhin den Präsenzunterricht.

Dennoch sei zumindest ein versetzter Unterrichtsbeginn sinnvoll. Auch die Maskenpflicht soll in den Schulen ausgeweitet werden: Auf den Grundschulunterricht, auf den Raum vor den Schulen und auch in der Nachmittagsbetreuung wird das Einführen einer Maskenpflicht laut dpa vom Gesundheitsminister empfohlen.

Weiterhin seien weitere Schließungen von Kultur-, Sport-, oder Bildungsangeboten möglich. Auch der Schulsport könne darunter fallen, sofern er nicht prüfungsrelevant ist.

NRW: Spielplätze und Alkohol - die neuen Corona-Regeln gelten

Die Nutzung von Spielplätze sollte laut der Empfehlung begrenzt werden. Ab 16.30 Uhr könnten Spielplätze in den Hotspots von NRW geschlossen werden, damit sich in den Abendstunden keine Jugendlichen auf den Spielplätzen treffen.

Besonders hart fallen auch die weiteren Optionen aus, die nun im Raum stehen: Ein Verbot des Alkoholkonsums im öffentlichen Raum, weitere Personenbegrenzungen bei Trauungen und Beerdigungen und eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen auf maximal zwei Personen im öffentlichen Raum.

Entspannter könnte es dagegen – zumindest für die Fahrgäste – im öffentlichen Nahverkehr von NRW zugehen: Es sollen keine Stehplätze mehr angeboten werden und nur weit voneinander entfernte Sitzplätze. Dafür müsste Ersatzverkehr zum Einsatz kommen.

Rubriklistenbild: © Jan Woitas

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