Live-Ticker zur Covid-19-Pandemie

Corona: Nach Inzidenzanstieg - erste NRW-Stadt verschärft Regen +++ Test-Verkauf bei Aldi sorgt für Chaos

Die Corona-Pandemie hat Deutschland weiterhin fest im Griff. Beim Gipfel am Mittwoch (3. März) haben sich Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten auf erste Lockerungen geeinigt. Alle News zu Corona in NRW im Live-Ticker von RUHR24.

Dieser Ticker wird nicht länger aktualisiert. Alle neuen Entwicklungen rund um das Coronavirus in NRW gibt es im neuen Live-Ticker.

Stadt/KreisInzidenzwert, 6. März
Dortmund64,4 (-0,2)
Bochum49,5 (-1,4)
Duisburg86,8 (+3,8)
Essen54,4 (+1,2)
Gelsenkirchen76,6 (-0,8)
Kreis Recklinghausen52,3 (-2,1)
Kreis Unna56,0 (-6,6)

Nach hoher Corona-Inzidenz: NRW-Stadt verschärft erneut Regeln

Update, Samstag (6. März), 12.30 Uhr: Für viele Bereiche stehen ab Montag (8. März) Lockerungen an, auch dürfen sich wieder zwei Haushalte mit insgesamt fünf Personen treffen. Nicht so in der Stadt Düren. Hier ist der 7-Tage-Wert inzwischen auf 229 gestiegen, im gesamten Kreis Düren liegt die Inzidenz bei rund 125. In Düren selbst hat man nun aber entschieden die Corona-Maßnahmen im Gegensatz zum Deutschland-Trend erst einmal wieder verschärfen zu wollen. Unter anderem ist das Verweilen in Parks verboten, nur noch ein Spaziergang ist erlaubt. Auch die Maskenpflicht wurde in der Innenstadt sowie in Kitas ausgeweitet. Trotz hoher Inzidenz dürfen ab Montag auch in Düren die Geschäfte wieder öffnen. Allerdings ist nur ein Kunde pro 20 Quadratmetern erlaubt. Die Regeln sollen vorerst bis zum 21. März gelten.

Corona-Pandemie in NRW: Inzidenz pendelt sich ein

Update, Samstag (6. März), 11.50 Uhr: Für Nordrhein-Westfalen meldet das RKI 1.982 Neuinfektionen binnen der letzten 24 Stunden. Damit liegt die Inzidenz bei 64,6, was ein Anstieg von 0,7 bedeutet. Seit rund zwei Wochen bewegt sich der 7-Tage-Wert bei einer Inzidenz von etwa 64. Mal gibt es einen leichten Anstieg, mal sinken die Zahlen. Aktuell sieht es aber danach aus, als ob sich der Wert einpendeln würde. Welche Auswirkungen die Lockerungen ab kommender Woche haben, bleibt abzuwarten.

NRW muss außerdem 53 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnen. Damit liegt die Zahl der verstorbenen Personen seit Beginn der Corona-Pandemie bei 13.363 in NRW.

Corona in NRW: Test-Verkauf bei Aldi sorgt für Chaos

Update, Samstag (6. März), 09.50 Uhr: Ab heute verkaufen Lidl und Aldi Corona-Tests für zu Hause. Das sorgte bereits in den frühen Morgenstunden für Chaos. Noch bevor Aldi öffnete, bildeten sich vor zahlreichen Filialen in NRW lange Schlangen. Außerdem war der Corona-Test innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Auch bei Lidl, der überraschenderweise auch ab heute die Tests verkauft, wurde die Webseite kurzfristig aufgrund hoher Zugriffszahlen lahmgelegt.

Corona in NRW: Leichter Rückgang der Fallzahlen zu verzeichnen

Update, Samstag (6. März), 08.30 Uhr: Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge binnen der letzten 24 Stunden 9557 Corona-Neuinfektionen und 300 weitere Todesfälle gemeldet. Am Samstag vor einer Woche meldete das RKI noch 9762 Neuinfektionen und 369 Todesfälle.

Basierend auf den aktuellen Fallzahlen liegt die bundesweite 7-Tage-Inzidenz bei 65,6. Auch wenn die Zahl der Neuinfektionen und Todesfälle derzeit leicht zurückgeht, steigt die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. So lag sie am Freitag (5. März) bei 65,4, am Samstag vor einer Woche noch bei 63,8.

Corona: WHO wagt Prognose über Ende der Pandemie

Update, Freitag (5. März), 22.20 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) lehnt die von der EU-Kommission geplanten Impfpässe ab. Die für den Sommer angekündigte Einführung sei „wohl unvermeidlich“, aber keine „Empfehlung der WHO“, sagte der Regionaldirektor der WHO Europe, Hans Kluge, der Welt.

Grund für die Bedenken, sei dass man aktuell nicht genau wüsste, wie lange man Immunität durch eine Impfung bekommt. Genauso unklar sei, ob eine Impfung eine Ansteckung mit dem Virus verhindern könnte.

Kluge rechnet damit, dass die Corona-Pandemie in und zehn Monaten zu Ende sein werde. Er geht davon aus, dass 2021 ein weiteres „Covid-Jahr“ werde, 2020 hingegen sei „Terra incognita“ (lat. „unerforschtes Gebiet) gewesen. „Ein Jahr später wissen wir viel mehr. Deshalb gehe ich davon aus, dass die Pandemie Anfang 2022 vorbei ist“. Das soll aber nicht bedeuten, dass das Virus bis dahin weg ist. „Aber hoffentlich braucht es dann keine der disruptiven Interventionen mehr.“

Corona in NRW: Corona-Demo in Hamm – Verfahren wegen „strafrechtlich relevanten Äußerungen“

Update, Freitag (5. März), 21.45 Uhr: In Hamm versammelten sich am Freitag (5. März) etwa 50 Personen, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Das berichtet die Polizei in einer Mitteilung.

Bei der Versammlung sei es zu drei Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung gekommen. Zwei Personen hätten sogar von der Versammlung ausgeschlossen werden müssen. Zudem sei gegen einen Demo-Teilnehmer ein Verfahren wegen „strafrechtlich relevanter Äußerungen“ eingeleitet worden.

Corona in NRW: 270 Menschen in Quarantäne wegen infizierter Arzthelferin

Update, Freitag (5. März), 21.33 Uhr: Weil eine Arzthelferin aus Düsseldorf trotz Corona-Infektion arbeiten ging, müssen nun 271 Menschen in Quarantäne. Sie gelten als Kontaktpersonen der Kategorie I, teilte die Stadt mit. RUHR24 berichtete bereits am Dienstag (2. März), dass die Arzthelferin trotz Krankheitssymptomen mit bis zu 600 Personen in Kontakt gekommen und teilweise ohne Schutzmaske gearbeitet hatte.

Corona in NRW: Aktuelle Hotspots - in welchen Städten die Inzidenz am höchsten ist

Update, Freitag (5. März), 20.20 Uhr: Vielerorts in Nordrhein-Westfalen ist aktuell zu beobachten, dass die 7-Tages-Inzidenz immer weiter steigt. Aber in welchen Städten und Kreisen ist sie am höchsten? Hier die Übersicht:

Stadt/KreisInzidenzwert, 5. März
Märkischer Kreis124,1
Düren122,4
Remscheid113,2
Herne104,2
Hamm103,9
Hagen99,6

Update, Freitag (5. März), 18.25 Uhr: Toilettenpapier kaufen, bei der Kosmetik stöbern und anschließend einen Corona-Test machen? Das könnte schon Ende März in Deutschland möglich sein. Die Drogeriemarktkette dm plant eigene Corona-Testzentren.

Beginnen möchte dm mit seinem Konzept aber zunächst nur in Baden-Württemberg. Bei insgesamt rund 250 Märkten sollen Zelte auf den Flächen vor den Filialen aufgebaut werden. Die entsprechenden Pläne hatte das Unternehmen am Donnerstag (4. März) am Firmensitz in Karlsruhe vorgestellt. 

dm-Chef Christoph Werner erklärte dazu, man habe, „Land und Bund ein Konzept vorgelegt“, wie man zunächst in Baden-Württemberg und „dann auch deutschlandweit Schnelltest-Center“ bei den dm-Märkten einrichten könne. Es bleibt abzuwarten, ob man sich nach März auch in NRW bei dm testen lassen kann.

Corona in NRW: Händler können Termine fürs Shoppen auch am Ladeneingang vergeben

Update, Freitag (5. März), 17.30 Uhr: Ab Montag (8. März) darf der Einzelhandel in NRW wieder öffnen. Allerdings nur mit Terminvergabe und reduzierter Kundenanzahl. Möglich machen soll dies das sogenannte „Click & Meet“.

Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium weist nun darauf hin, dass Händler ihren Kunden beim Click & Meet einen Termin sogar am Ladeneingang geben können. Grund dafür sei, dass es keine rechtlichen Vorgaben bezüglich des zeitlichen Abstands zwischen Terminvergabe und Terminbeginn gebe, erklärte ein Sprecher.

Voraussetzung dafür, dass ein Termin am Ladeneingang vergeben werden kann, sei allerdings die Einhaltung der geltenden Corona-Schutzmaßnahmen. So muss der Händler gewährleisten, dass die Regel von 40 Quadratmetern pro Kunde eingehalten wird.

Corona in NRW: Neuinfektionen in Dortmund weiterhin hoch - auch Inzidenz steigt

Update, Freitag (5. März), 16 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet am Freitagnachmittag insgesamt 50 neue Corona-Infektionen. Die 7-Tages-Inzidenz liegt damit voraussichtlich bei 66,1. Den genauen Wert wird das Robert-Koch-Institut (RKI) aber erst ab Mitternacht bekannt geben.

Eine weitere Person ist am Donnerstag (4. März) an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Es handelt sich dabei um eine 77-jährige Frau, die seit dem 24. Februar im Krankenhaus stationär behandelt wurde. Sie lebte laut Angaben der Behörden nicht in einer Pflegeeinrichtung.

1.654 Menschen sind derzeit in Dortmund in Quarantäne.

Coronavirus: Keine konkreten Aussagen der Bundesregierung zum Osterurlaub

Update, Freitag (5. März), 14.03 Uhr: Die Bundesregierung will sich derzeit nicht festlegen, inwieweit an Ostern Reisen im In- und Ausland möglich sein werden. „Ostern 2021 kann hoffentlich, man kann auch sagen sicherlich, mehr möglich sein als Ostern 2020“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag. Abschließend ließe sich das aber noch nicht beantworten.

Seibert verwies in dem Zusammenhang auf die nächsten Bund-Länder-Beratungen, die am 22. März stattfinden sollen. Da werde sicherlich auch das Osterfest noch einmal Gegenstand der Beratungen sein. In Nordrhein-Westfalen beginnen die Osterferien am 29. März. Ostersonntag ist in diesem Jahr am 4. April.

Corona in NRW: Hoffnung für Gastronomie, Theater und Kinos

Update, Freitag (5. März), 12.40 Uhr: Die aktuelle Coronaschutzverordnung in NRW macht auch Hoffnung für Gastronomie und Kulturinstitution. So stellt das Land die Wiedereröffnung der Außengastronomie ab dem 22. März in Aussicht – bei einem stabilen Inzidenzwert unter 100. In dem Papier heißt es: „Öffnungen der Außengastronomie, von Theatern, Konzert- und Opernhäusern und Kinos“ soll dann möglich sei. Auch kontaktfreier Sport im Innen- und Außenbereich wird dann wieder erlaubt. Jedoch müssen die Betreiber gewisse Auflagen erfüllen. So müssen unter anderem ausreichend Gelegenheiten für die Handdesinfektion gegeben sein.

Corona in NRW: Shopping ist ab Montag (8. März) ist wieder erlaubt

Update, Freitag (5. März), 11.25 Uhr: Ab Montag (8. März) soll das Shoppen im gesamten Einzelhandel in NRW wieder erlaubt sein - allerdings nur mit Termin und einem bestimmten Zeitfenster. Die Anzahl von Kunden ist je nach Quadratmeterzahl begrenzt. Die Regelung ist nur bei einer Inzidenz stabil unter 100 möglich. Schreibwarengeschäfte, Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte dürfen laut Ministerium ohne Termin öffnen.

Schulen in NRW: Ministerin Gebauer äußert sich zu weiteren Öffnungen

Update, Freitag (5. März), 10.50 Uhr: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer hat am Freitagmorgen (5. März) in einer Mail an alle Schulen im Bundesland mitgeteilt, dass die Landesregierung beabsichtigt, „für die Schülerinnen und Schüler weiterer Jahrgangsstufen Phasen des Präsenzunterrichts zu ermöglichen.“ Das solle ab dem 15. März der Fall sein.

Damit solle laut Gebauer „den Bedürfnissen der bisher noch ausschließlich in Distanzunterricht beschulten Kinder und Jugendlichen wieder besser entsprochen und ein wichtiges Signal auf dem Weg zu mehr schulischer Normalität gegeben werden.“

Ab Montag, den 15. März 2021, sollen laut Gebauer somit Schüler aller Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I sowie die Schüler der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe und der entsprechenden Semester der Weiterbildungskollegs wieder in einen eingeschränkten Präsenzunterricht im Wechselmodell zurückkehren.

Nach der langen Zeit des Distanzunterrichts für die Schüler der Jahrgänge, die ab dem 15. März 2021 anteilig wieder neu in den Präsenzunterricht kommen werden, solle zunächst nicht die Leistungsüberprüfung im Mittelpunkt der ersten Präsenzunterrichtstage stehen, sondern „die Aufarbeitung der Erfahrungen der vergangenen Wochen, die Fortführung des fachlichen Lernens und eine Vorbereitung auf einen zunehmenden Präsenzunterricht nach den Osterferien“, heißt es in der Schulmail. 

Beim Wechselunterricht sollen die Klassen und Kurse in zwei Gruppen geteilt werden. Viele weitere Details zur Ausgestaltung bleiben den Schulen entsprechend der Räumlichkeiten und personellen Ressourcen überlassen.

Corona in NRW: Wissenschafts-Journalist Ranga Yogeshwar traurig

Update, Freitag (5. März), 10.25 Uhr: Der Wissenschafts-Journalist Ranga Yogeshwar (ehemals Quarks-Moderator) hat sich enttäuscht über die jüngsten Corona-Beschlüsse gezeigt. Er fordert mehr Hilfe für die Kulturszene in Deutschland. „Für mich wäre ein Rettungspaket dringend notwendig. Und zwar wesentlich intensiver als das, was wir bisher gesehen haben“, forderte der Journalist am Freitag im Podcast „Bosbach & Rach - Die Wochentester“ des Kölner Stadt-Anzeigers. „Wir haben als Land eine Art Fürsorgepflicht für das, was das Leben so schön lebenswert macht.“

Corona: Spahn, Laumann und RKI-Chef Wiler live über die Impfstrategie

Update, Freitag (5. März), 09.15 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn spricht gemeinsam mit RKI-Chef Lothar Wieler in einer Pressekonferenz über die aktuelle Impfstrategie. Zunächst erklärte der CDU-Politiker den Unterschied zwischen Selbst- und Schnelltests. Schnelltests seien die Coronatests, die bereits seit Wochen in der Regel durch Dritte durchgeführt werden. Sie sind nicht frei verfügbar. Die Selbst- oder Eigentests sind erst seit kurzem zugelassen und schon bald im Einzelhandel zu kaufen. Die Bundesregierung übernimmt ab Montag die Kosten für einen Schnelltest pro Bürger in der Woche.

Außerdem erklärte Spahn die Änderung der Impfstrategie. „Es wird mehr Impfstoff da sein, als in den Impfzentren aktuell verimpft werden kann.“ Daher werden die Arztpraxen miteinbezogen – routinemäßig. Das heißt, der Großhandel beliefert Apotheken mit den Impfstoffen und diese versorgen dann die Arztpraxen, erklärte der Bundesgesundheitsminister. Hier sind sie innerhalb von 24 Stunden verimpfbar. Das werde bei anderen Impfstoffen bereits so gehandhabt. „Testen - Impfen - Vorsicht“ sei dennoch weiterhin die Strategie für die kommenden Wochen. Nur so könne man umsichtig Lockerungen anstoßen.

Corona-Impfungen: Unternehmen über langsame Impfkampagne verärgert

Update, Freitag (5. März), 09.00 Uhr: Im Ländervergleich kommt Deutschland schleppend bei den Impfungen voran. Einige Unternehmen, wie zum Beispiel die Allianz und die Deutsche Telekom, sind darüber verärgert. Sie wollen nun Initiative ergreifen und ihre Mitarbeiter selbst impfen. Durchgeführt werden könnte die Impfung von den Betriebsärzten.

Auch gibt es viel Kritik daran, wie die deutsche Regierung die Impfkampagne angegangen ist. „Ich verstehe nicht, dass die Hausärzte, die jedes Jahr 20 bis 25 Millionen Grippeimpfungen durchführen, nicht in die Impfkampagne eingebunden sind“, äußerte sich Klaus-Josef Lutz, Vorstandschef von Baywa.

Corona in NRW: Herne neuer Hotspot – sinkender Wert in Hagen

Update, Freitag (5. März), 08.30 Uhr: Gute Nachrichten aus Hagen: Lag die Inzidenz in der Ruhrgebiets-Stadt am Donnerstag noch bei 107,6, ist sie am Freitag unter die 100er-Marke gefallen und liegt nun bei 99,6. Ähnliches Szenario gilt für Solingen. Hier ist der Wert von 101,1 auf 98,6 gesunken. Weniger gut sieht es dafür in Herne und Hamm aus. In beiden Regionen ist der 7-Tage-Wert über 100 gestiegen und sie gelten nun als neue Corona-Hotspots in NRW. In Herne liegt der Wert bei 104,2, in Hamm bei 103,9. Die steigende Inzidenz in Hamm ist unter anderem vermutlich auf den Corona-Ausbruch bei Westfleisch zurückzuführen.

Weitere Hotspots in NRW mit einem Inzidenz-Wert über 100:

  • Märkische Kreis 124,1
  • Remscheid 113,2
  • Kreis Düren 122,4

Corona in NRW: Aktuelle Zahlen im Überblick

Update, Freitag (5. März), 08.00 Uhr: Nach Informationen des Landeszentrum für Gesundheit in NRW sind die Inzidenz im Gegensatz zum bundesweiten Trend leicht. Auf Basis der Daten des RKI meldet die Behörde am Freitag 2.212 Neuinfektionen. Damit liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 63,9, was ein Rückgang von 1,1 zum Vortag bedeutet. Binnen der letzten 24 Stunden verzeichnet NRW 46 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Damit sind bislang 13.310 Personen an Corona verstorben.

Corona: Präsenzunterricht für alle Schüler ab März angekündigt

Update, Freitag (5. März), 06.30 Uhr: Britta Ernst, Präsidentin der Kultusministerkonferenz, kündigt an, dass bundesweit alle Schüler noch im März wieder zur Schule gehen sollen. Die Schulschließungen hätten einen zu großen Preis. „Auch wenn wir durch die Virusmutation eine veränderte Situation haben, können wir nicht noch mal mehrere Wochen warten“, so die SPD-Politikerin gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Ob das nun im Wechsel- oder Präsenzunterricht sei, können die einzelnen Bundesländer selbst entscheiden. Sie könne sich jedoch vorstellen, dass Bundesländer mit besonders niedriger Inzidenz auf den Unterricht vor Ort setzen. Schnelltests seien dafür das geeignete Mittel, sagte Britta Ernst. „Das wollen wir in diesem Monat für die Lehrkräfte hinbekommen und dann möglichst schnell auch für die Schülerinnen und Schüler.“

KMK-Präsidentin Britta Ernst (59, SPD) setzt sich für eine schnelle Rückkehr der Schüler in die Schulen ein.

Corona aktuell: Zahl der Neuinfektionen und Inzidenz steigen bundesweit an

Update, Freitag (5. März), 06.15 Uhr: 10.580 Neuinfektionen und 264 Todesfälle meldet das Robert Koch-Institut binnen der letzten 24 Stunden. Die Daten basieren auf den Informationen der regionalen Gesundheitsämter und werden täglich gegen 0.00 Uhr aktualisiert. Im Vergleich zu letzter Woche ist die Zahl der neuen Coronafälle leicht gestiegen. Vor genau einer Woche hatte das RKI 9.997 Fälle gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die gemeldeten Neuinfektionen binnen der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner, liegt bundesweit bei 65,4 – ebenfalls ein leichter Anstieg zu Donnerstag (64,7).

Corona: Friseurin aus Aachen soll trotz positivem Test gearbeitet haben

Update, Donnerstag (4. März), 22.04 Uhr: Eine Friseurin aus Eschweiler bei Aachen (NRW) soll trotz eines positiven Corona-Tests in einem Salon gearbeitet haben. Der Betrieb des Salons sei zur „allgemeinen Gefahrenabwehr“ am Dienstag (2. März), nur einen Tag nach der Wiedereröffnung, sofort untersagt worden, teilte die Stadt am Donnerstag (4. März) mit.

Zuvor seien beim Ordnungsamt anonyme Hinweise eingegangen, der Verdacht habe sich später dann bestätigt, gab die Stadt bekannt. Die Städteregion Aachen erklärte, man gehe aber nicht von vielen Ansteckungen aus. Die Friseurin sei nur kurze Zeit im Friseursalon gewesen.

Corona in NRW: Ärzte aus Paderborn sollen falsche Atteste ausgestellt haben

Update, Donnerstag (4. März), 21.28 Uhr: 16 Ärzte aus Paderborn stehen im Verdacht, falsche Atteste gegen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ausgestellt zu haben. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft. „Wir prüfen wegen der möglichen Ausstellung von Corona-Attesten falscher Art in 20 Verfahren“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag (4. März).

Das absichtliche Ausstellen falscher Atteste sei ein Straftatbestand, erläuterte der Sprecher der Staatsanwaltschaft außerdem. Die Atteste seien bei Anti-Corona-Demonstrationen in Paderborn aufgefallen und von der Polizei beschlagnahmt worden.

Corona: NRW-Gesundheitsminister Laumann plant 2 Millionen Erstimpfungen bis April

Update, Donnerstag (4. März), 20.50 Uhr: Jetzt soll es ganz schnell – oder zumindest schneller – gehen: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) will das Tempo bei den Impfungen gegen das Coronavirus erhöhen. Laut dem Kölner Stadt-Anzeiger plant er, dass im April mehr als 2 Millionen Menschen eine Impfung bekommen haben sollen. Bislang haben rund 1,4 Millionen Menschen ihre erste Impfdosis bekommen.

Im März sollen zusätzlich verimpft werden:

  • 756.600 Dosen von AstraZeneca (Erstimpfung)
  • 620.000 Dosen von Biontech (Erst- und Zweitimpfung)

Ab Ende März sollen auch chronisch Kranke bei ihrem Hausarzt geimpft werden können. Zudem rechnet der NRW-Gesundheitsminister im zweiten Quartal mit der Zulassung des vierten Impfstoffs von Johnson&Johnson. Dieser müsse nur einmal verabreicht werden, um vollen Schutz zu bieten.

Coronavirus in NRW: Zoos im Ruhrgebiet wollen wieder öffnen

Update, Donnerstag (4. März), 19.15 Uhr: Nach dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern reagieren viele Zoos in NRW und wollen bereits ab kommender Woche wieder öffnen. Laut der neuen Regelung ist das ab Montag (8. März) in Regionen erlaubt, in denen der Inzidenzwert unter 100 liegt. Bei der ersten Öffnung nach vier Monaten müssen Besucher jedoch erneut Zeitfenster einhalten.

Die Freude über die Lockerung für die Tierparks ist groß: „Wir freuen uns und sind gut vorbereitet“, sagte der Wuppertaler Verwaltungsleiter, Jochen Witjes, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Doch es gibt auch Bedenken: „Wir hoffen, dass der Rahmen nicht zu eng gesteckt wird“, sagte der Leiter der Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen, Hendrik Berendson.

Diese Zoos in Nordrhein-Westfalen planen bereits eine Öffnung:

Zoo oder TierparkÖffnungsdatum
Allwetterzoo MünsterMontag (8. März)
Zoo WuppertalMontag (8. März)
Zoom Erlebniswelt GelsenkirchenFreitag (12. März)

Corona-Lockdown: Kosmetik-, Fußpflege- und Tattoostudios dürfen wieder öffnen

Update, Donnerstag (4. März), 18.46 Uhr: Nachdem der Lockdown gelockert wurde, dürfen nach den Friseursalons auch Kosmetikstudios, Fußpfleger und Tätowierer in Deutschland wieder öffnen. Doch wer diese Dienstleistungen ab Montag (8. März) wieder in Anspruch nehmen möchte, der muss einiges Regeln beachten – und sollte sich besser vorbereiten.

Corona-Demo in Dortmund: Polizei gibt zu, Luft aus Fahrradreifen von Demonstranten gelassen zu haben

Update, Donnerstag (4. März), 18.22 Uhr: Der jüngste Autokorso der Impfgegner von „Querdenken 231“ in Dortmund lief recht ungestört durch die Stadt. Das lag wohl auch daran, dass die Polizei Dortmund die Fahrräder von Gegendemonstranten einkassiert hat. Jetzt bestätigte ein Sprecher zudem, dass Beamte gezielt Luft aus den Reifen der Fahrräder gelassen hätten, um eine ungestörte Demo ermöglichen zu können. Ende Februar war es bei der ersten „Querdenken“-Demo in Dortmund zu Blockaden und Auseinandersetzungen gekommen.

Corona in Dortmund: 75 Neuinfektionen, stagnierender Inzidenzwert – aber positives aus den Kliniken

Update, Donnerstag (4. März), 17.05 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen in Dortmund will einfach nicht sinken: Mit 75 neuen Covid-19-Fälle meldet die Stadt heute ebenso viele wie gestern. Der Inzidenzwert bleibt nach Angaben der Stadt mit rund 66 (-1,2) weiter deutlich über der 50er-Marke. Die Zahl der Infizierten mit der britischen Virusvariante B.1.1.7 steigt in Dortmund hingegen weiter (siehe Grafik).

Ein erfreulicher Trend ist aus den Krankenhäusern zu melden: Mehrere Patienten konnten offenbar entlassen werden, nur noch 115 werden in Kliniken behandelt – 8 weniger als gestern. Weniger Menschen waren zuletzt Mitte Februar in Behandlung. Neue Todesfälle wurden nicht gemeldet. Der bisherige Höchststand war am 17. November 2020 mit 174 Patienten erreicht worden.

Coronavirus im Ruhrgebiet: Zahl der Todesopfer in Essen durch Covid-19 geht auf die 500 zu

Update, Donnerstag (4. März), 16.44 Uhr: In Essen geht die Zahl der Todesopfer durch Covid-19 stramm auf die 500 zu. Die Stadt im Ruhrgebiet meldet heute 4 weitere Tote, eine Frau (71 Jahre alt) und drei Männer (66, 79 und 84). Damit sind bislang 487 Menschen an der Lungenkrankheit gestorben.

Auch in Bochum wächst die Zahl der Todesopfer in der Pandemie um 2 auf jetzt 169. Insgesamt sind laut dem Landeszentrum für Gesundheit in NRW bislang 13.264 Menschen dem Virus zum Opfer gefallen – davon allein 70 in den vergangenen 24 Stunden.

Corona in NRW: Armin Laschet sieht „gute Perspektive“ – trotz hoher Infektionszahlen

Update, Donnerstag (4. März), 16.30 Uhr: Eine „gefährliche Entwicklung“, aber auch eine „gute Perspektive“: So ganz einig scheint sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) über die Beschlüsse beim Corona-Gipfel am Mittwoch (3. März) selbst nicht zu sein. Den Umgang mit dem Virus müsse mal lernen, „die Ideen, es auf null zu bringen, sind aber nicht realistisch“, sagte er dazu heute im NRW-Landtag.

Armin Laschet, Ministerpräsident von NRW

Dennoch wolle man Öffnungen ermöglichen, wo es notwendig sei. Wenn doch etwas schiefgeht, gibt es ja noch die Notbremse. Das „gute Signal“ sei laut Laschet, dass man in vielen Bereichen zurück ins Leben kommen könne, wenn man nur vorsichtig ist. Jetzt gilt also „kontrollierte Sicherheit“, statt „Rückkehr in eine verantwortungsvolle Normalität“.

Corona in NRW: Russischer Impfstoff „Sputnik V“ könnte bald in EU zugelassen werden

Update, Donnerstag (4. März), 15.55 Uhr: Bislang sind in der EU, Deutschland und NRW nur drei Impfstoffe verfügbar: die von Biontech, Moderna und Astrazeneca. Bald könnte einer dazukommen: Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA prüft die EU-Zulassung des Corona-Impfstoffs „Sputnik V“ aus Russland. Das sogenannte Rolling-Review-Verfahren ist zeitsparend, wann der Impfstoff zugelassen werden kann, kommt aber auf die Ergebnisse an.

Corona in NRW: SPD-Politiker Karl Lauterbach sieht Beschlüsse des Gipfels kritisch

Update, Donnerstag (4. März), 15.15 Uhr: Nach Intensivmedizinern und Oppositionskollegen kritisiert nun auch SPD-Politiker Karl Lauterbach (58) die Corona-Beschlüsse. Mit Blick auf den Corona-Gipfel am Mittwoch sei er „sehr besorgt“. Der Bundestagsabgeordnete und Epidemiologe befürchtet, dass damit auch die dritte Welle langsam anläuft, schrieb er in der Nacht auf Twitter.

Coronavirus: Stiko empfiehlt Corona-Impfstoff von Astrazeneca für Menschen ab 65

Update, Donnerstag (4. März), 13.27 Uhr: Die Ständige Impfkommission (Stiko) des Robert Koch-Instituts empfiehlt den Astrazeneca-Impfstoff jetzt auch für Menschen ab 65 Jahren. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sprach von einer guten Nachricht für alle Älteren, die auf eine Impfung warten. „Sie können jetzt schneller geimpft werden.“

Bislang wurde die Verabreichung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca aufgrund mangelnder Daten nur für Menschen unter 65 empfohlen. Inzwischen belegen aktuelle Untersuchungen die Wirksamkeit auch in der höheren Altersgruppe. Zugelassen war das Vakzin von Anfang an auch für die Älteren, nun wird die Impfverordnung entsprechend angepasst.

Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca soll in Deutschland künftig auch an ältere Menschen verimpft werden.

Corona-Lockerungen im Ruhrgebiet: Bekanntes Museum will wieder öffnen

Update, Donnerstag (4. März), 12.30 Uhr: Das Folkwang-Museum in Essen gehört zu den bedeutendsten Museen im Ruhrgebiet. Nun kündigte der Museumsdirektor Peter Gorschlüter gegenüber der Deutschen Presseagentur an, ab kommender Woche wieder öffnen zu wollen. Grundlage für die Entscheidung sei die aktuelle Coronaschutzverordnung in NRW. Gorschlüter gab außerdem an, „erleichtert“ über die Beschlüsse des Corona-Gipfels zu sein. Dennoch wolle man den Eintritt für Besucher nur mit vorheriger Terminvergabe ermöglichen, da die Inzidenz in Essen noch über 50 liegt.

Corona in NRW: Nach dm kündigt nun auch Aldi sofortigen Verkauf von Selbsttests an

Update, Donnerstag (4. März), 11.50 Uhr: Mehr Antigen-Tests in den Alltag einzubinden, ist fester Teil der weiteren Öffnungsstrategie von Bund und Ländern. Bürger sollen einmal die Woche einen Selbsttest machen können. Die Kosten dafür will der Bund tragen. Neben Apotheken sollen die Tests auch schon bald bei dm und Aldi erhältlich sein. Nachdem dm den Verkaufsstart auf den 8. März terminiert hatte, legte Aldi noch eine Schippe drauf und kündigte den Verkauf der Tests bereits für Samstag (6. März) an – allerdings im Rahmen einer Angebotsaktion.

Corona: Lockerungen und Öffnungen – Intensivmediziner übt Kritik

Update, Donnerstag (4. März), 11.15 Uhr: Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), ist mit der aktuellen Öffnungsstrategie nicht zufrieden und betrachtet sie mit großer Sorge. Insbesondere in Hinblick auf die steigenden Infektionszahlen, die britische Corona-Mutante und dem R-Wert von 1,01 halte er die Lockerungen für zu früh. Das Risiko sei hoch, dass durch die Virusmutation der R-Wert über 1,2 steige „und wir wieder in ein exponentielles Wachstum geraten“, fürchtet der Intensivmediziner. Er warnte daher vor einer dritten Welle und hofft, dass die in den aktuellen Corona-Beschlüssen festgesetze „Notbremse“ dann noch ausreiche.

Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), sprach sich gegen eine Lockerung des Lockdowns aus.

Corona-Ausbruch bei Westfleisch in NRW: Britische Mutante macht sich breit

Update, Donnerstag (4. März), 11.00 Uhr: Wie bereits am Mittwoch (3. März) bekannt wurde, soll es bei Westfleisch in Hamm einen großen Corona-Ausbruch gegeben haben. 360 Personen sollen betroffen sein, einige von ihnen nachweislich mit der britischen Virusvariante. Der Vielzahl möglicher Kontakte entsprechend, mussten in Hamm nun hunderte Menschen unter Quarantäne gestellt werden. Die Durchführung von Schnelltests soll verhindern, dass sich das Infektionsgeschehen weiter ausbreitet.

Coronavirus in NRW: SPD-Politiker übt Kritik an Formulierung der Lockerungen

Update, Donnerstag (4. März), 10.30 Uhr: SPD-Politiker Thomas Kutschaty übt Kritik an der Formulierung der aktuellen Beschlüsse der Bund-Länder Konferenz. Er verglich es mit einem Beipackzettel für Medikamente. Es sei eine Mischung zwischen Lockerungen und Lockdown, bei der jedoch keine einheitliche Linie erkennbar sei. Die Festsetzung der Inzidenzen sei für viele undurchsichtig, weshalb man jetzt alles daran setzen müsse, hier einen gut verständlichen Überblick zu schaffen. Er appellierte gleichzeitig noch einmal an die aktuelle Politik, dass man auch der Gastronomie eine ernstzunehmende Perspektive geben müsse. Er hoffe mit „esten, testen, testen“ könne man die den Menschen auch bieten und eine Öffnung ab 22. März ermöglichen.

Corona in NRW: Laschet informiert live im Landtag über die aktuellen Beschlüsse

Update, Donnerstag (4. März), 10.20 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet informiert den Landtag über die Ergebnisse der Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch. „Seit vier Monaten befinden wir uns im Lockdown. Die Belastungsgrenze ist bei vielen erreicht, bei einigen längst überschritten“, so der CDU-Politiker. Der Wunsch nach Lockerungen und eine Rückkehr zur Normalität werde immer größer.

Im Hinblick auf die aktuellen Inzidenz-Werte habe man sich daher für eine stufenweise Lockerung entschieden. Laschet mahnte aber auch zur Vorsicht wegen der britischen Corona-Mutante. „Die erste Corona-Variante wird verschwinden, die Mutante wird das Infektionsgeschehen prägen.“ Das müsse man beobachten, denn es sei ein Kampf gegen die Zeit, damit sich nicht auch noch die nächste Variante, wie etwa die aus Südafrika, breit macht.

Testen - Impfen - digitale Verfolgung sei daher die Strategie, die man im Kampf gegen die Pandemie fokussiere. Maß und Mitte wäre jetzt wichtig – das hätte man in NRW von Beginn der Pandemie an bevorzugt. Außerdem machte Laschet sich für Astrazeneca sowie die App Luca stark. Des Weiteren erklärte Armin Laschet noch einmal die Regeln, die sowohl bundesweit als auch in NRW ab Montag (8. März) gelten.

Corona in NRW: Laschet spricht über Perspektivenwechsel in der Pandemie

Update, Donnerstag (4. März), 09.25 Uhr: Nach dem Sitzungsmarathon am Mittwoch (3. März) hat sich auch Armin Laschet noch zu den jüngsten Beschlüssen des Corona-Gipfels geäußert. „Wir brauchen einen Perspektivwechsel weg vom pauschalen und dauerhaften Schließen hin zu einer fokussierten und kontrollierten Sicherheit“, sagte der NRW-Ministerpräsident. Daher dürfen auch in NRW ab Montag die Geschäfte in den Landkreisen wieder öffnen, wo die Inzidenz unter 100 liegt.

Landesweit liege die Inzidenz im Durchschnitt bei 64, daher gelte die Öffnungen für den Einzelhandel in NRW zum größten Teil. Ob dies dann auch in allen Kreisen und kreisfreien Städten möglich sind wird, müsse noch entschieden werden, so der CDU-Politiker, denn noch sei die Corona-Lage in NRW sehr unterschiedlich.

Angela Merkel und die Ministerpräsidenten hatten außerdem beschlossen, dass eb der kommenden Woche der Bund die Kosten für einen Corona-Schnelltest pro Woche für jeden Bürger übernehmen will. In NRW muss man sich daher entsprechend rüsten und vorbereiten. „Wir werden das zusammen mit den Kommunen ab morgen besprechen. Ein Datum, wann es losgeht, kann man heute für Nordrhein-Westfalen noch nicht abschließend sagen“, erklärte Laschet. „Das mutierte Virus breitet sich immer weiter aus und wir werden lernen müssen, mit dem Virus zu leben. Das ist das, was heute diese Ministerpräsidentenkonferenz getragen hat.“

Corona in NRW: Stufenweise Lockerungen für Geschäfte könnten Shoppingtourismus auslösen

Update, Donnerstag (4. März), 08.45 Uhr: Im Zuge des Corona-Gipfels haben Bund und Länder am Mittwoch (3. März) stufenweise Öffnungen von Geschäften beschlossen – unter der Bedingung, dass die Inzidenz unter 100 liegt. Dieser Entschluss bereitet Gerd Landsberg, Geschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Sorgen. Er sagte gegenüber WDR5: „Haben sie einen Kreis mit dem Inzidenzwert 50 und der Nachbarkreis hat 150, dann ist die Gefahr, dass so eine Art Tourismus entsteht.“ Und weiter: „Dann fahre ich halt in den Nachbarkreis zum Einkaufen, und dann hat man die Bewegung, die man eigentlich nicht will.“

Schilder wie diese (hier in der Straße Lühringhof) weisen in Dortmund auf die Maskenpflicht am Westenhellweg hin.

Corona: Spitzenreiter in NRW bei Inzidenz-Werten

Update, Donnerstag (4. März), 08.20 Uhr: Auch wenn die Inzidenz in NRW minimal gesunken ist, kann man eher von einer Stagnation sprechen. Seit einigen Tagen liegt der 7-Tage-Wert bei etwas über 60. Und noch immer gibt es einige Landkreise, die als Corona-Hotspot gelten und in denen Wert über 100 liegt. Das ist unter anderem der Märkische Kreis (119,2), Hagen (107,6), Solingen (101,1) und der Kreis Düren (118,3).

Im Märkischen Kreis hat man auch eine mögliche Erklärung für die hohen Corona-Zahlen: Aufgrund der steigenden Zahlen habe man in dieser Woche noch einmal deutlich mehr getestet. Mobile Teams waren unterwegs, um Corona-Tests bei möglichen Kontaktpersonen durchzuführen. Auch die britische Corona-Mutante würde ihren Teil dazu beitragen. Aktuell geht man davon aus, dass knapp 50 Prozent B.1.1.7 zuzuordnen sind.

Nur wenige Kreise in NRW haben es laut RKI bislang unter die 35er-Marke geschafft. Der 7-Tage-Wert im Landkreis Coesfeld liegt aktuell bei 21,8, in Münster bei 34,3, in Bottrop bei  34,9 sowie in Bielefeld bei 29,3. Steinfurt, Münster, Warendorf, Lippe, Paderborn, Bochum, Mülheim an der Ruhr, Wesel, Viersen und Mönchengladbach sowie der Rhein-Sieg-Kreis und Bonn haben bereits die 50er-Marke unterschritten, wie die Datenlage des Robert Koch-Instituts zeigt.

Lockerungen nach Corona-Gipfel: Das haben Angela Merkel und die Ministerpräsidenten beschlossen

Update, Donnerstag (4. März), 06.45 Uhr: Die Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch (3. März) dauerte bis spät am Abend, erst dann trat die Kanzlerin vor die Presse, um über die aktuellen Beschlüsse zu informieren. „Wir stehen an einer neuen Phase, in der wir nicht mit Sorglosigkeit, aber mit berechtigten Hoffnungen reingehen können“, sagte Angela Merkel. Der Weg aus der Pandemie sei das Impfen.

Die Politiker einigten sich auf stufenweise Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Nun können Läden, Museen, Zoos, botanische Gärten und Gedenkstätten unter Auflagen wieder öffnen, sollte die 7-Tage-Inzidenz unter 100 liegen. Sinkt der Wert unter 50, sollen die Öffnungen erleichtert werden. Der Lockdown wird dennoch bis zum 28. März verlängert. Alle weiteren Lockerungen und Beschlüsse des Corona-Gipfels gibt es hier.

Corona in Deutschland: Sinkende Inzidenz in NRW – aber viele Neuinfektionen

Update, Donnerstag (4. März), 06.20 Uhr: Innerhalb der letzten 24 Stunden kamen bundesweit 11.912 neue Coronafälle dazu. Das meldete das Robert Koch-Institut (RKI) auf Basis der Informationen, die aus den Gesundheitsämtern vorliegen. Daraus ergibt sich eine 7-Tage-Inzidenz von 64,7, was einen erneuten Anstieg um 0,7 bedeutet.

Für Nordrhein-Westfalen wurden 2.473 neue Coronafälle gemeldet. Die Inzidenz liegt bei 62,8. Obwohl die heutigen Fallzahlen einen deutlichen Anstieg verzeichnen, ist der Wert erneut minimal (-0,2) gesunken.

Die weiteren Entwicklungen zum Coronavirus in NRW gibt es in unserem alten Live-Ticker.

Rubriklistenbild: © Sebastian Willnow/dpa

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