Ab 3. Mai

Corona-Vorstoß in NRW: Geimpfte und Genesene genießen ab sofort mehr Freiheiten

In NRW gelten ab Montag (3. Mai) neue Corona-Regeln. Allerdings betreffen diese nur Personen, die bereits geimpft sind oder die Krankheit überstanden haben.

Düsseldorf/NRW - Das Land Nordrhein-Westfalen hat seine Corona-Schutzverordnung rechtlich angepasst. Die neuen Beschlüsse beziehen sich auf die zwischen Bund und Ländern festgelegte Verordnung zu den Rechten von vollständig Corona-Geimpften und Genesenen. Sie sollen bald mehr Rechte zurückbekommen, berichtet RUHR24*.

KrankheitCorona, Covid-19
ErregerSars-CoV-2
Symptome (unter anderem)Fieber, trockener Husten, Müdigkeit

Neue Regeln für Corona-Geimpfte und Genesene in NRW schon ab Montag

Im Wesentlichen sollen Personen, die vollständig gegen das Coronavirus* geimpft wurden, gleich behandelt werden wie diejenigen, die negativ getestet wurden. Das kann beispielsweise den Zugang zu bestimmten Einrichtungen und Angeboten bedeuten. Konkret sind folgende Bereiche betroffen:

  • Einzelhandel,
  • Freizeit,
  • Reisen/Urlaub,
  • Schulen.

So soll etwa das Vorliegen eines negativen Corona-Tests bei dem Einzelhandels-Angebot „Test, Click and Meet“* wegfallen.

Auch bei Besuchen der Außenbereiche von Zoos oder botanischen Gärten soll eine nachgewiesene Impfung oder Genesung ein negatives Testergebnis ersetzen, wie das Land NRW mitteilt. Bei körperlichen Dienstleistungen soll der Impf-Nachweis ebenfalls zulässig sein. Je nach Inzidenz muss man aktuell (Stand: 1. Mai) etwa bei kosmetischen Behandlungen oder in Tattoostudios einen negativen Corona-Test* vorzeigen. Friseure sind von dieser Regelung ausgenommen.

Geimpfte sollen in NRW auch an Schulen mehr Freiheiten bekommen

Auch die Coronabetreuungsverordnung wurde angepasst. Damit fällt für Geimpfte oder Genesene auch die viel diskutierte Testpflicht an Schulen weg. Schüler dürfte das bisher aber selten betreffen, denn für Jüngere sind in Deutschland noch keine Impfstoffe zugelassen. Biontech hat als erstes Unternehmen die Prüfung seines Corona-Impfstoffes für Kinder ab 12 Jahren beantragt, wie auch Merkur.de* berichtet.

In der Coronaeinreiseverordnung gibt es für Geimpfte und Genesene ebenfalls mehr Rechte. Wenn geimpfte Personen zukünftig nach NRW* einreisen, müssen sie sich weder in Quarantäne begeben, noch einen negativen Corona-Test vorlegen. Den Sommerurlaub könnte das drastisch erleichtern. Denn Corona-Geimpfte haben schon jetzt in vielen Ländern wieder mehr Freiheiten*. Die neuen Regeln für NRW gelten bereits ab Montag (3. Mai).

NRW: So kann eine Corona-Impfung für mehr Rechte nachgewiesen werden

„Es ist ein erster Schritt, Geimpfte und Genesene mit negativ Getesteten gleichzustellen“, so NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). „Die Beschränkungen galten und gelten der Gefahrenabwehr. Von geimpften und genesenen Menschen geht keine größere Gefahr aus als von negativ getesteten Personen. Deshalb nehmen wir für diese Personengruppe Grundrechtseingriffe insoweit wieder zurück.“

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet im Düsseldorfer Landtag (CDU).

Die Impfung oder Genesung und damit die Befreiung von der Testpflicht kann nachgewiesen werden durch:

  • 1) Den Nachweis einer vor mindestens seit 14 Tagen abgeschlossenen vollständigen Impfung gegen Covid-19 mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff.
  • 2) Den Nachweis eines positiven Testergebnisses, das auf einer Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR  oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) beruht und mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate zurückliegt.
  • 3) Den Nachweis eines positiven Testergebnisses nach Nummer 2 in Verbindung mit dem Nachweis einer mindestens 14 Tage zurückliegenden Impfung mit mindestens einer Dosis gegen Covid-19 mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff.

Die angepassten Verordnungen sollen zeitnah auf der Homepage des Landes NRW zur Verfügung gestellt werden. *RUHR24 und Merkur.de sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Guido Kirchner, Marcel Kusch/dpa; Collage: RUHR24

Mehr zum Thema