Stadt reagiert

NRW flüchtet vor Corona nach Holland: Venlo musste Reißleine nach Lockerungen ziehen

Die Niederlande haben den ersten Schritt der Lockerungen in der Corona-Krise hinter sich. Das nutzten am vergangenen Wochenende zahlreiche Menschen aus NRW.

Venlo/Dortmund – Restaurants, Bars und der Einzelhandel sind in der Corona-Krise im Bundesland Nordrhein-Westfalen noch immer dicht. Nicht so in der niederländischen Grenzstadt Venlo. Das hatte am vergangenen Wochenende Konsequenzen.

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Niederlande: Menschen aus NRW flüchten vor Corona-Regeln nach Venlo

Sowohl den Samstag (1. Mai) als auch den Sonntag (2. Mai) nutzten zahlreiche Menschen aus NRW und auch aus anderen Städten in den Niederlanden für einen Ausflug nach Venlo.

Am Samstag war der Ansturm der Touristen für die Stadt noch einigermaßen gut zu organisieren (alle News zu Corona in NRW bei RUHR24). Das sah am Sonntag (2. Mai) anders aus. Vertreter der Stadt Venlo mussten die Reißleine ziehen. Sowohl Parkhäuser als auch das Zentrum wurden geschlossen – für Besucher aus der Niederlande als auch aus NRW.

Niederlande: Menschen-Ansturm in Venlo war nicht mehr zu organisieren

Die Stadt Venlo veröffentlichte für die Besucher aus Deutschland zudem einen dringenden Appell: „Liebe Deutsche, das Zentrum ist überfüllt, bitte kommt nicht mehr her!“

Der Verkehr in Richtung Innenstadt wurde, wie unter anderem das Portal Venlo Nieuws berichtet hat, ab circa 14 Uhr am Sonntag umgeleitet. Im Endeffekt waren sich die Ordnungskräfte in Venlo nicht mehr sicher, das alle Sicherheitsvorschriften der Corona-Regeln eingehalten werden können.

Die Niederlande haben ihren strengen Lockdown am Mittwoch (28. April) beendet und den ersten Schritt der Lockerungen auf den Weg gebracht.

Niederlande hat den strengen Corona-Lockdown im ersten von fünf Schritten beendet

Die Corona-Ausgangssperre von 22 Uhr bis 4.30 Uhr ist seitdem aufgehoben. Die Außenbereiche der Gastronomie und der Einzelhandel können öffnen. Zudem sind die Kontaktbeschränkungen gelockert.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) und der niederländische Innenminister Ferdinand Grapperhaus hatten bereits in der vergangenen Woche an die Menschen in NRW appelliert, an den Maifeiertagen oder am Wochenende nicht in die Niederlande zu reisen.

Rubriklistenbild: © Dominic Lipinski/PA Wire/dpa, David Young/dpa; Collage: RUHR24

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