Party am Wochenende

Corona in NRW: Clubbesuch in Essen hat übles Nachspiel für Gäste und Betreiber

Ein Clubbesuch in Essen (NRW) hat sowohl für den Betreiber als auch für bis zu 400 Gäste ein Nachspiel. Denn es ist zu einem Corona-Ausbruch gekommen.

Essen – Diese Feier haben sich sowohl zahlreiche Gäste als auch der Betreiber eines Clubs in der NRW-Großstadt Essen sicher ganz anders vorgestellt.

StadtEssen
BundeslandNRW
EreignisCorona-Ausbruch im Club Lounge 809

NRW: Corona-Ausbruch in Club in Essen – positiver Fall hat Nachspiel

Es habe, wie aus einer Mitteilung der Stadt Essen hervorgeht, eine nicht genehmigte Veranstaltung in einem Essener Club stattgefunden. Daraufhin seien mehrere Verdachtsfälle einer Coronavirus-Infektion bekannt geworden.

Insgesamt habe es einen positiven PCR-Test bei einem Gast gegeben. Alle am Freitag (9. Juli) anwesenden Personen, die nicht als vollständig geimpft oder genesen gelten, müsse man nun in Quarantäne schicken (alle News zu Corona in NRW bei RUHR24).

Es handele sich um insgesamt 383 Personen, von denen 186 aus Essen und der Rest aus den benachbarten Städten im Ruhrgebiet komme. Einige wenige Gäste seien auch aus anderen Teilen von NRW oder Niedersachsen angereist.

NRW: Corona-Ausbruch in Club in Essen – fast 400 Menschen in Quarantäne

Nach Angaben der Stadt Essen habe es im Club kein genehmigtes Hygienekonzept gegeben. Daher prüfe das Ordnungsamt, ein entsprechendes Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Betreiber einzuleiten.

In NRW dürfen Clubs und Discotheken seit Freitag (9. Juli) wieder öffnen. (Symbolfoto).

Laut WAZ handelt es sich um den Club „809 Lounge“. Im Zuge der Lockerungen der Inzidenzstufe 0, die aktuell in Essen gilt, dürfen Clubs und Discotheken unter gewissen Bedingungen öffnen.

Die Öffnung ist an drei Voraussetzungen geknüpft: Gäste brauchen einen negativen Schnelltest, ihre Daten müssen erfasst werden und der Betreiber muss sich ein schlüssiges Hygienekonzept genehmigen lassen.

NRW: Nach Corona-Ausbruch in Essener Club – Betreiber hatte angeblich nichts mit der Party zu tun

Zwar habe man sowohl Testergebnisse kontrolliert, als auch die Daten erfasst. Jedoch habe es kein genehmigtes Hygienekonzept gegeben. Kurios: Laut WAZ habe der eigentliche Betreiber mit der am Freitag stattgefundenen Party nichts zu tun. Es sei jemand anderes gewesen, der sich angeblich aber um alles gekümmert habe. Die Stadt Essen prüft jetzt, wie es weiter geht.

Beim NRW-Nachbarn Holland hat es zuletzt zahlreiche Corona-Ausbrüche im Nachtleben gegeben. So gab es sowohl in der Grenzstadt Enschede als auch von einem Festival in Utrecht zahlreiche Corona-Infektionen.

Nicht alle haben die Lockerungen im Zuge der Inzidenzstufe 0 in NRW gleich für Öffnungen genutzt. Zahlreiche Clubs und Discos konnten noch nicht wiedereröffnen. Die Gründe sind vielfältig und reichen von der Neuanstellung von Mitarbeiten, über Organisation bis hin zu einem genehmigten Hygienekonzept, was in der Essener „Lounge 809“ letztendlich offenbar gefehlt hat.

Rubriklistenbild: © Sophia Kembowski, Marcel Kusch; dpa / Collage: RUHR24

Mehr zum Thema