Hotel und Gastronomie

Corona: Tourismus-Frust in NRW – Armin Laschet reagiert auf Forderungen der Branche

Der Urlaub zu Ostern auf Mallorca ist trotz Corona möglich. Doch jetzt droht ein Mega-Frust im Hotel- und Gastronomie-Gewerbe in NRW und ganz Deutschland.

Dortmund - Urlaub auf Mallorca zu Ostern? Klingt nach einem langen Corona-Lockdown nach einer tollen Sache. Doch das sorgt für Unverständnis und Frust bei Hotel- und Gastronomiebetrieben in NRW. Die wollen Öffnungsperspektiven. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) reagiert.

BundeslandNRW
MinisterpräsidentArmin Laschet (CDU)
Corona-Inzidenz82,9 (Stand Dienstag, 16. März)

Corona-Zoff um NRW-Tourismus: Mallorca-Urlaub sorgt für Mega-Frust bei Hotels und Gastro-Betrieben

Die Reiseanbieter wollen zu Ostern zahlreiche Touristen aus Deutschland nach Mallorca fliegen. Die Gründe für einen Urlaub über die Feiertage auf den Balearen liegen auf der Hand. Die Inzidenzen sind dort niedrig und das Wetter kann zu der Zeit schon sehr schön sein.

Doch die Ankündigung der Tourismusunternehmen sorgen sowohl in Spanien als auch in Deutschland für Sorge, Frust und Zorn. Die Spanier selbst sind, wie die spanische Zeitung El País berichtet, wütend. Denn während deutsche Touristen nach Mallorca fliegen dürfen, ist es zahlreichen Spaniern nicht einmal erlaubt, in die Nachbarregion zu fahren. Das besagten die aktuellen Corona-Regeln auf dem spanischen Festland.

Experten, wie der Reiseforscher Jürgen Schmude, der mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), sprach, sorgen sich vor einem zweiten Ischgl. Der Ansturm auf die Balearen sei eine Katastrophe und könne zu einer Explosion der Corona-Neuinfektionen führen (alle News zu Corona in NRW auf RUHR24.de).

Corona-Zoff beim NRW-Tourismus: Hotel- und Gastro-Verband stellt Forderungen an Armin Laschet

Letztendlich gehen auch die heimischen Hotel- und Gastronomiebetriebe auf die Barrikaden, proben den Aufstand und fordern eindeutige Perspektiven zum nächsten Corona-Gipfel zwischen Bund und Ländern.

NRW Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) äußert sich zu den Forderungen der DEHOGA NRW.

„Wir brauchen eine Öffnungsperspektive auf der Basis von mehr und schnelleren Impfungen und Tests. Hier ist der Staat in der Pflicht“, heißt es in einer am Dienstag (16. März) veröffentlichten Pressemitteilung der DEHOGA NRW (Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband des Gastgewerbes).

Corona-Zoff beim NRW-Tourismus: So reagiert Armin Laschet auf die Forderungen

Man habe ein unter Beweis und vom Robert Koch-Institut bestätigtes Hygiene- und Schutzkonzept. Hotels und Gastronomie seien nicht in der Lage, mehr zu tun. Der Staat könne das aber schon. Eine Öffnungs- und Offen-Bleibe-Perspektive könne gelingen, wenn Staat und Betriebe zusammenarbeiten würden.

Dass Urlaub auf Mallorca zu Ostern möglich ist, sei ein Schlag ins Gesicht für den Tourismus vor Ort. Mallorca statt Münsterland trotz ähnlicher Inzidenzen sei schwer zu vermitteln. Zudem sei man im Osterurlaub in einer Ferienwohnung im Sauerland oder Eifel sicher und habe vermutlich weniger Kontakte als in den heimischen vier Wänden, heißt es zudem in der Pressemitteilung der DEHOGA NRW.

In anderen Bundesländern wird vom Hotel- und Gastronomiegewerbe die symbolische Frage gestellt, warum der Café con Leche in der Außengastronomie an der Playa de Palma in Ordnung sei, der Pott Kaffee zu Hause in der Fußgängerzone aber nicht?

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) äußerte sich in einer Pressekonferenz am Dienstag (16. März), bei der es eigentlich um den Impfstopp von Astrazeneca geht, zu den Forderungen der DEHOGA NRW und antwortet in nur einem Satz: „Ob für Deutschland der Tourismus am 22. März bei steigenden Inzidenzen öffnet, halte ich für fraglich.“

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler, Hauke-Christian Dittrich; dpa / Collage: RUHR24

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