Kontaktverfolgung

NRW: Corona-Infizierter feiert in Disco – 1.200 Menschen müssen zum Test

In NRW öffnen Clubs und Discotheken wieder (Symbolfoto).
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Drei Wochen lang hatten die Clubs in NRW offen. In Herford könnte sich ein Superspreader-Event entwickelt haben.

Nach einem Discobesuch im Kreis Herford müssen sich nun 1.200 Menschen auf das Coronavirus testen lassen. Die Party könnte zu einem Superspreader-Event werden.

Herford – Nur drei Wochen lang hatten die Clubs in NRW wieder geöffnet. Nachdem die Corona-Inzidenzstufe im Bundesland von 0 auf 1 angehoben wurde, bleiben Diskotheken jetzt bis mindestens zum 27. August wieder geschlossen. Zurecht? Zumindest ein Disco-Abend in Herford könnte sich jetzt zum Superspreader-Event entwickelt haben.

KreisHerford
BundeslandNordrhein-Westfalen
Fläche78,95 km²
Bevölkerung250.000 (Stand: 2020)

Kreis Herford: Clubbesuch mit infizierter Person – Corona-Test für 1.200 Besucher

Am Freitag (23. Juli) befand sich eine mit dem Coronavirus infizierte Person zwischen 23.30 Uhr und 6 Uhr morgens in der Herforder Diskothek „X“. In dieser Nacht feierten dort etwa 1.200 Menschen miteinander. Der Krisenstab des Kreises Herford fordert nun alle Disco-Besucher auf, sich so schnell wie möglich testen lassen (alle Corona-News aus NRW bei RUHR24).

Einen zweiten Test sollten die Besucher außerdem am Donnerstag (29. Juli) machen, da es sein kann, dass das Virus früher noch nicht nachweisbar sei. Bislang gibt es laut WDR jedoch keine positiven Fälle nach der Feier. Eine Quarantäne ist nicht für alle Club-Besucher nötig, berichtet der Sender. Allerdings sollten die Besucher des Clubs vorsichtig sein und genauestens auf Symptome achten.

Nur enge Kontaktpersonen des Infizierten müssten in Quarantäne. Dieser hatte erst nach der Party Symptome entwickelt und war positiv getestet worden. Der Club „X“ hat jedoch ein Hygienekonzept sowie eine moderne Lüftungsanlage, die Feier war genehmigt. Enge Kontaktpersonen des Infizierten sind vom Gesundheitsamt des Kreises Herford bereits informiert worden. Zudem wurden die Nachverfolgungsdaten der Clubbesucher vom Veranstalter dem Gesundheitsamt vorgelegt.

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