Covid-19-Impfungen

Corona: NRW verkürzt Wartezeit auf Booster-Impfung radikal

Menschen stehen für eine Corona-Impfung an
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Menschen warten an einer Impfstelle auf ihre Corona-Impfung.

Wer sich eine Booster-Impfung gegen das Coronavirus abholen wollte, musste bislang 5 Monate warten. Das soll in NRW künftig deutlich schneller gehen.

Update, Dienstag (14. Dezember), 13.23 Uhr: Inzwischen wurde die Regelung zum Impfabstand zwischen der zweiten Corona-Impfung und der Booster-Impfung von Städten wie Dortmund klargestellt. So würde der vier Wochen Abstand nur für immungeschwächte Menschen gelten, teilte die Stadt am Dienstag mit – und auch dabei gelte es, Einiges zu beachten.

Erstmeldung, Montag (13. Dezember), 21 Uhr: Dortmund – Über den richtigen zeitlichen Abstand zwischen Zweitimpfung und Corona-Booster wurde lange diskutiert. Mancher wurde vor wenigen Wochen gar weggeschickt, weil er sich ein paar Tage zu früh in die Warteschlange einer Impfstelle eingereiht hatte. In Nordrhein-Westfalen wird die Auffrischungsimpfung jetzt plötzlich für fast jeden möglich.

Corona-Booster in NRW künftig bereits 4 Wochen nach Zweitimpfung möglich

Laut einem Erlass des Gesundheitsministeriums (MAGS) darf der Corona-Booster in NRW jetzt bereits vier Wochen nach der Zweitimpfung verabreicht werden. Damit folgt das Ministerium einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Menschen mit einem schwer eingeschränkten Immunsystem.

Auch Menschen, bei denen die Grundimmunisierung weniger als fünf Monate zurückliege, dürften nicht abgewiesen werden, heißt es in dem Erlass – sofern ein Mindestabstand von vier Wochen erreicht ist. Die vier Wochen gelten dabei also nur als Unterkante für eine Booster-Impfung gegen das Coronavirus, nicht als Empfehlung, berichtet die DPA. Es sei auch weiterhin möglich, sich erst nach 5 Monaten „boostern“ zu lassen.

Corona-Impfung: Virologe der TU Dortmund rät zum Boostern – Stiko-Empfehlung steht noch aus

Die Booster-Impfung soll insbesondere vor schweren Verläufe durch die Delta-Variante sowie die neue Omikron-Variante des Coronavirus schützen. Eine Studie aus Deutschland hatte zuletzt gezeigt, dass die Zahl der das Virus neutralisierenden Antikörper im Blut bereits nach wenigen Monaten stark sinkt. Zudem wirken die Impfstoffe weniger gut gegen die neue Variante. Auch der Virologe Carsten Watzl von der TU Dortmund rät daher zum Boostern.

Die Hausärzte in NRW orientieren sich bei den Impfungen in der Corona-Pandemie recht strikt an der Empfehlung der Stiko. Diese liegt für eine Booster-Impfung nach vier Wochen bislang noch nicht vor. Inwiefern dieser Erlass des Landes NRW allein jetzt neuen Schwung in die Impfkampagne bringt, bleibt daher abzuwarten. Der Kreis Olpe hatte den Erlass als erstes umgesetzt. Mit DPA-Material.

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