Tausende Krankmeldungen

Corona in NRW: Ein Beruf bekommt besonders viele Krankenscheine

Das Coronavirus grassiert weiter in NRW. Besonders viele Krankenscheine vermeldet die Krankenkasse AOK im November. Eine Berufsgruppe ist besonders betroffen.

Dortmund – Die vierte Coronawelle ist längst über NRW und das Ruhrgebiet geschwappt. Zahlreiche Menschen haben sich mit dem Virus und der Omikron-Variante infiziert. Die Krankenkasse AOK zählt im vergangenen November besonders viele Covid-19-Erkrankungen – vor allem Arzt- und Praxishilfen habe es häufiger erwischt.

KrankheitCovid-19
ErregerCoronavirus Sars-CoV-2
Symptomeunter anderem Husten, Fieber, Müdigkeit

Corona in NRW: Krankenschein nach Infektion – ein Beruf ist besonders betroffen

Von März 2020 bis November 2021 gingen in dieser Sparte 5.460 Krankschreibungen je 100.000 AOK-Mitglieder bei der Krankenkasse ein – dicht gefolgt von Beschäftigten im Bereich Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehung mit 5.361 Krankenscheinen. Seit dem 1. Oktober können Krankmeldungen auch online eingereicht werden.

Die niedrigsten Fehlzeiten haben laut AOK-Bericht Landwirte (848), der Bereich Gastronomie (1.591) und Hotellerie (1.947). Kurios: Bei nur 53 Prozent der Betroffenen sei ein gesicherter Nachweis einer Corona-Infektion dokumentiert. Bei den übrigen Fällen seien „klinische Kriterien“ wie typische Symptome auf dem Krankenschein notiert worden.

Coronavirus in NRW: AOK erwartet viele Krankenscheine aus unterschiedlichen Berufen

Laut der Krankenkasse seien aber im Monat November vermehrt weitere Berufe stärker betroffen gewesen, beispielsweise aus der Energie- und Elektrotechnik. „Das macht deutlich, dass infolge der Omikron-Welle eine flächendeckende Betroffenheit in einer Vielzahl von Berufsgruppen zu erwarten ist“, sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Nordwest.

Damit kritische Infrastrukturen durch massenhafte Krankmeldungen nicht zusammenbrechen, haben Bund und Länder kürzlich die Quarantäne-Zeit angepasst. Geboosterte müssen nicht mehr in Quarantäne und für alle anderen hat sich die Isolationszeit verkürzt.

Das Homeoffice wird uns auch nach der Pandemie erhalten bleiben.

Corona in NRW: Arbeiten während Quarantäne? Das sind die Regeln

Muss man denn von Zuhause aus arbeiten, wenn man eigentlich in Quarantäne ist? Werde ich krankgeschrieben, wenn das Gesundheitsamt häusliche Quarantäne anordnet? Die Arbeits- beziehungsweise Quarantäne-Regeln für Arbeitnehmer verrät Merkur.de*.

Seit dem 16. Januar gelten in NRW neue Corona-Regeln. Darin heißt es unter anderem: Ist ein PCR-Test oder ein Antigen-Schnelltest positiv, muss man sich direkt in Quarantäne begeben – auch ohne Anordnung. Die Isolationszeit dauert zehn Tage. Es besteht die Möglichkeit, sich früher freizutesten. *Merkur ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Monika Skolimowska/DPA; Collage: RUHR24

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