Alle News zur Pandemie im Überblick

Coronavirus in NRW: Debatte um Verbot von Silvester-Feuerwerk +++ 3700 neue Corona-Fälle

Für NRW hat das RKI heute 3700 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Alle News aus den Städten in NRW und dem im Ruhrgebiet im Live-Ticker.

  • NRW befindet sich im November im Corona-Lockdown.
  • Die Corona-Zahlen sind am Anfang des Monats rasant gestiegen.
  • Im Live-Ticker haben wir die wichtigsten News zu neuen Regeln, aktuellen Fallzahlen und weiteren Entwicklungen rund um die Covid-19-Pandemie in der Übersicht.

Dieser Live-Ticker wird nicht mehr bearbeitet - hier geht es zur aktuelle Version.

Update, Sonntag (15. November), 13.05 Uhr: Die Debatte um den Sinn von Feuerwerk an Silvester wird durch die Corona-Krise neu entfacht. Die Grünen in Berlin hatten etwa gefordert, Böller und Raketen generell zu verbieten. Grund sei die Infektionslage, berichtet die dpa.

Coronavirus in NRW: Debatte um Verbot von Feuerwerk an Silvester

Der Städte- und Gemeindebund NRW ist jedoch gegen ein generelles Verbot von Feuerwerk und Böllern an Silvester. „Natürlich müssen wir in Corona-Zeiten sehr genau hinschauen, was an Silvester möglich ist, sagte Präsident Roland Schäfer heute.

In den Jahren zuvor habe es keine ernsthaften Probleme mit der Feinstaubbelastung, mit Menschenansammlungen oder schweren Verletzungen gegeben, sagt Schäfer. Ein generelles Böllerverbot an Silvester sei daher „überzogen“. Größere Feiern werde es hingegen nicht geben.

Vorbild für den Jahreswechsel ohne Knaller waren die Niederlande. Sie hatten am Freitag bekannt gegeben, Feuerwerk an Silvester wegen der Corona-Pandemie zu verbieten.

Coronavirus in NRW: Alle Städte liegen weiter deutlich über dem Grenzwert

Update, Sonntag (15. November), 11.28 Uhr: Landesweit liegt der Inzidenzwert (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen) bei aktuell 165,7. Zahlreiche Städte in NRW liegen jedoch teils deutlich darüber:

  • 1. Herne: 318
  • 2. Duisburg: 288
  • 3. Düren: 277
  • 4. Solingen: 220
  • 5. Oberhausen: 216

Als Grenzwert für die scharfen Maßnahmen des „Lockdowns light“ gilt weiterhin ein Inzidenzwert von 50. Diesen erreicht derzeit jedoch keine Stadt in NRW. Das gilt auch für die Städte im Ruhrgebiet wie Hamm (189), Recklinghausen (188), Hagen (182), Bottrop (181), Dortmund (179) und Bochum (166).

Diese Karte zeigt die aktuellen Werte der einzelnen Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen und Deutschland:

Update, Sonntag (15. November), 10.56 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen in NRW beträgt heute 3.700. Das meldet das RKI am Morgen. Damit hat NRW als erstes Bundesland die Marke von 200.000 Covid-19-Infektionen überschritten. Das sind 0,01 Prozent der fast 18 Millionen Menschen, die in Nordrhein-Westfalen leben.

Coronavirus: RKI meldet bundesweit fast 17.000 Neuinfektionen

Update, Sonntag (15. November), 8.42 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet in der Nacht auf Sonntag 16.947 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Am Vortrag waren es noch 22.461. Damit steigt die Zahl der Infizierten in Deutschland auf insgesamt 790.503. Insgesamt gab es bislang 12.485 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 - 107 mehr als am Vortag.

Coronavirus in NRW: Dortmund erinnert mit LED-Tafeln an Maskenpflicht

Update, Samstag (14. November), 22 Uhr: Dortmund wird im Hinblick auf die Pflicht, einen Mund- und Nasenschutz tragen zu müssen, kreativ. LED-Schilder, die ansonsten im Straßenverkehr eingesetzt werden, sollen nun die Menschen auf den Straßen an die Maskenpflicht während der Corona-Pandemie erinnern.

Das Kuriose: Um die Schilder vor Vandalismus zu schützen, werden sie am Abend wieder eingesammelt, wie die Ruhr Nachrichten (Bezahlinhalt) berichten.

Coronavirus: Schauspielhaus Bochum mit Seitenhieb gegen Corona-Leugner

Update, Samstag (14. November), 19 Uhr: In Bochum fand heute eine Corona-Demo der sogenannten Querdenken-Gruppe auf dem Vorplatz des Schauspielhauses statt. Die Vertreter des Schauspielhauses haben einen kreativen Gegenprotest ins Leben gerufen. Auf Plakaten und auf dem Billboard neben war ein eindeutiger Seitenhieb zu lesen.

Coronavirus in NRW: Fast 200 Neuinfektionen in Dortmund

Update, Samstag (14. November), 17 Uhr: Die Stadt Dortmund hat die aktuellen Corona-Zahlen veröffentlicht. Es gibt 199 weitere positive Testergebnisse und einen voraussichtlichen Inzidenzwert von 176,6. Am Freitag (13. November) lag dieser Wert noch bei 185,3. Am Samstag (7. November) sogar noch bei 235,8 - Höchststand.

26 Neuinfektionen sind 14 Familien zuzuordnen. Aktuell würde man 150 Corona-Patienten stationär behandeln. 37 Menschen sind in intensivmedizinischer Behandlung. Davon müssten 29 künstlich beatmet werden. Auch ein weiterer Todesfall ist hinzugekommen, wobei noch untersucht werden muss, ob Covid-19 die Ursache war oder nicht.

Coronavirus in NRW: Viele Neuinfektionen - „Lockdown Light“ gescheitert?

Update, Samstag (14. November), 15.22 Uhr: Seit rund zwei Wochen ist Deutschland im „Lockdown light“. Dennoch musste das RKI am Freitag einen neuen Rekordwert bei den Neuinfektionen vermelden. Virologe Alexander Kekulé hat sich nun dazu geäußert, ob der Corona-Lockdown gescheitert ist.

Inzidenzwert in Dortmund, Recklinghausen und Hagen unter 200

Update, Samstag (14. November), 14.20 Uhr: Bei den Infektionszahlen im Ruhrgebiet ist ein halbwegs erfreulicher Trend auszumachen: Zahlreiche Städte konnten den 7-Tages-Inzidenzwert unter 200 bringen. Dieser gibt an, wie viele von 100.000 Menschen sich innerhalb der vergangenen sieben Tage mit Covid-19 angesteckt haben.

Darunter fallen auch Großstädte wie Recklinghausen (198), Dortmund (188) und Oberhausen (193). Dennoch: Erreicht ist der Grenzwert bereits ab einem Inzidenzwert von 50. Durch den Lockdown in NRW sollen Städte und Kreise diesen Wert wieder unterschreiten, damit die Gesundheitsämter und Krankenhäuser durch die Corona-Pandemie nicht überfordert werden.

Das sind die Städte in NRW mit den laut RKI derzeit höchsten Inzidenzwerten:

  • Herne: 334
  • Duisburg: 273
  • Düren: 268
  • Solingen: 240
  • Hamm: 233
  • Remscheid: 221

Coronavirus in NRW: RKI meldet landesweit 5.352 Neuinfektionen

Update, Samstag (14. November), 11.28 Uhr: Für NRW meldet das RKI heute insgesamt 5.352 Neuinfektionen mit Covid-19. Am Vortag lag die Zahl noch bei 5.872, darunter jedoch viele Nachmeldungen der Gesundheitsämter.

Der Inzidenzwert bleibt damit konstant: Er liegt in NRW bei derzeit 166. Insgesamt haben sich in NRW seit Beginn der Pandemie 196.359 Menschen mit dem Virus Sars-Cov-2 angesteckt. 2.616 (plus 35 zum Vortag) überlebten die Lungenkrankheit nicht.

Corona-Karte: Inzidenzwerte der Städte in Deutschland und NRW

Update, Samstag (14. November), 10.20 Uhr: Was die Infektionszahlen angeht, ist NRW auch heute weiter tiefrot. Trauriger Spitzenreiter ist erneut Herne: Hier liegt der 7-Tages-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner mittlerweile bei 334 (Gestern: 341). Die Stadt Herne kämpft mittlerweile mit neuen Maßnahmen gegen das Coronavirus.

In vielen anderen Städte im Ruhrgebiet zeigt der Lockdown seit Anfang November offenbar Wirkung: Nur wenige Kreise liegen noch über einem Wert von 200 Infektionen. Coesfeld (69), Münster (83) und Soest (91) nähern sich gar dem Grenzwert von 50 an.

Corona-Pandemie: RKI meldet bundesweit 22.461 Neuinfektionen mit Covid-19

Update, Samstag (14. November), 9 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet heute bundesweit 22.462 Neuinfektionen mit Covid-19. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland am Morgen. Das sind 1.081 Infektionen weniger als am Freitag, als der bisherige Spitzenwert von 23.542 positiven Testergebnissen erreicht wurde.

NRW-Landesregierung kritisiert Westdeutschen Fußballverband wegen Corona-Maßnahmen

Update, Freitag (13. November), 19.45 Uhr: Die NRW-Landesregierung kritisiert den Westdeutschen Fußballverband (WDFV), berichtet Spiegel. Grund dafür sei der Umgang mit den Corona-Schutzmaßnahmen. Spieler seien in den vergangenen Wochen trotz der Fortsetzung des Spielbetriebes nicht getestet worden. Laut WDFV-Präsidiumsmitglied Manfred Schnieders sollen „spätestens ab nächster Woche“ 48 Stunden vor Spielen Schnelltests eingesetzt werden. „Wir mussten das erst organisieren, schneller ging das nicht.“

22 infizierte Mitarbeiter in einem Schlachtbetrieb in Bochum

Update, Freitag (13. November), 19.04 Uhr: Wie der WDR berichtet, haben sich in einem Schlachtbetrieb in Bochum 22 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Wie ein Stadtsprecher bestätigt haben soll, haben die Personen alle zeitgleich in einer Schicht gearbeitet. Die Mitarbeiter würden direkt aus Bochum und den umliegenden Städten kommen. Der Betrieb soll derzeit wegen eines technischen Defekts geschlossen sein.

Amateur-Fußball in NRW bleibt verboten

Update, Freitag (13. November), 18.45 Uhr: In NRW bleibt der Amateur-Fußball weiterhin verboten, wie das Oberverwaltungsgericht Münster heute entschieden hat. Ein Spieler aus Grevenbroich hatte vor Gericht argumentiert, dass das Infektionsrisiko im Freien gering sei.

Das sah der Richter allerdings nicht so. Er argumentierte dagegen, dass bei einer hohen körperlichen Belastung sich auch im Freien virushaltige Tröpfchen und Aerosole verbreiten werden können. Außerdem würde das Verbot Individualsport im Freien nicht einschließen.

Corona-Impfstoff soll Anfang 2021 kommen

Update, Freitag (13. November), 18 Uhr: Die Pharmafirma Biontech geht davon aus, dass der Corona-Impfstoff bereits Anfang des Jahres 2021 zur Verfügung stehen wird. „Wir hoffen, dass Anfang 2021 die Zulassung vorliegt und geimpft werden kann“, so das Unternehmen gegenüber der Süddeutschen Zeitung. „[Der Impfstoff] wurde bislang an fast 22.000 Probanden getestet. Keiner hat meines Wissens bis dato schwerwiegende Nebenwirkungen gezeigt.“

Hamm: Querdenker-Demo in der Innenstadt mit 150 Teilnehmern

Update, Freitag (13. November), 17.45 Uhr: Seit 17 Uhr läuft in der Hammer Innenstadt eine Demo des Bündnisses „Querdenker 238 Hamm“. Insgesamt drei Stunden lang sollen 150 angemeldete Teilnehmer über die Corona-Maßnahmen demonstrieren, wie wa.de berichtet.

Maskenpflicht an Grundschulen in Krefeld

Update, Freitag (13. November), 17.30 Uhr: In Krefeld müssen ab Montag auch Grundschüler an ihrem Platz eine Maske tragen, so die Allgemeinverfügung der Stadt. Diese Regelung galt bislang nur für weiterführende Schulen. Die Begründung der Stadt: An den Grundschulen in Krefeld müssten pro infiziertem Kind viermal so viele andere in Quarantäne, wie an weiterführenden Schulen.

Wegen Corona-Fälle: Nachbarland Niederlande verbietet Feuerwerk

Update, Freitag (13. November), 17 Uhr: Im Nachbarland Niederlande wird das beliebte Feuerwerk an Silvester verboten werden, teilte eine Staatssekretärin mit. Der Grund dafür ist, dass die medizinischen Notdienste sich an dem Tag vermehrt um Corona-Fälle kümmern können als um Verletzungen durch Feuerwerkskörper.

WHO baut Depot für mögliche neue Pandemie auf

Update, Freitag (13. November), 16.20 Uhr: Die WHO will ein Depot für Krankheitserreger anlegen. So könnte bei einem erneuten Ausbruch einer Pandemie ein Impfstoff schneller entwickelt werden. Dieses Depot soll sich in einem Labor in der Schweiz befinden, wie auf der Jahrestagung der WHO besprochen.

Dortmund: Neue Corona-Zahlen

Update, Freitag (13. November), 15.40 Uhr: Die Infektionszahlen in Dortmund sind weiterhin hoch. Am heutigen Tag sind 171 positive Testergebnisse dazu gekommen. Von diesen lassen sich zwölf Fälle sieben Familien zuordnen. Damit liegen insgesamt in Dortmund 6.703 positive Testergebnisse vor, 4.303 von ihnen gelten als genesen.

Die Stadt Dortmund berechnet den Inzidenz-Wert auf 185,3. Das RKI wird diesen erst um 0 Uhr bestätigen, leichte Abweichungen sind daher möglich. Derzeit werden in Dortmund 144 Patienten stationär behandelt, 40 davon intensivmedizinisch, 29 davon mit Beatmung. Insgesamt 25 Todesfälle im ursächlichen Zusammenhang mit Covid-19 meldet die Stadt Dortmund. Weitere 14 Patienten waren mit dem Virus infiziert, sind allerdings aufgrund anderer Ursachen gestorben.

Drive-In-Weihnachtsmarkt in Düsseldorf wird wegen Corona-Infektionen verschoben

Update, Freitag (13. November), 15 Uhr: Eigentlich war in Düsseldorf ein ganz besonderer Weihnachtsmarkt geplant gewesen. Die Hygienebedingungen sollten durch ein einzigartiges Drive-In-Konzept genehmigt werden. Der Weihnachtsmarkt wird allerdings aufgrund von Corona-Fällen im Produktionsteam erstmal wieder verschoben werden müssen.

„Der Aufbaustart war für kommenden Montag angesetzt, was nunmehr unmöglich ist. Der für heute geplante Vorverkaufsstart findet nicht statt“, sagte eine Sprecherin der städtischen Veranstaltungsgesellschaft D.Live Anfrage der dpa. So soll der Weihnachtsmarkt funktionieren: An der Düsseldorfer Arena soll eine zwei Kilometer lange Autofahrt durch das Weihnachtsland erfolgen. Über eine Radiofrequenz wird Weihnachtsmusik gespielt. Speisen und Getränken würden an Buden verkauft werden, das Auto darf nur für die Toilette verlassen werden, berichtet Rheinische Post.

NRW-Restaurants bekommen Coronahilfen ab Ende November

Update, Freitag (13. November), 14.13 Uhr: Nordrhein-Westfalens Gastronomen und andere Unternehmer, deren Geschäft wegen Corona-Maßnahmen ruht, sollen nach Aussage der Landesregierung zügig Geld bekommen. Abschlagzahlungen für die betroffenen Branchen sollen ab dem 25. November überwiesen werden, sagte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Freitag im Düsseldorfer Landtag. Bei Selbstständigen sind dies bis zu 5000 Euro und bei Firmen bis zu 10.000 Euro. Weiteres Geld soll später kommen, insgesamt bekommen die Unternehmen 75 Prozent ihrer Einnahmen aus einem Vorjahreszeitraum, zumeist November 2019.

Vorzeitige Ferien in NRW wegen Corona erhitzen die Gemüter

Update, Freitag (13. November), 13.39 Uhr: Sollen die Winterferien in 2020 in Nordrhein-Westfalen früher beginnen, als geplant? Um diese Frage ist in NRW eine Debatte ausgebrochen, in der sich viele Parteien zu Wort melden. Während Bildungsministerin Yvonne Gebauer dafür ist, kritisiert die Opposition das Vorhaben als „Hau-Ruck-Aktion“.

Andrea Heck, Vorsitzende des Elternvereins NRW, sieht darin jedoch kein Problem. Gegenüber dem WDR erklärt sie, das Eltern jetzt noch fünf Wochen Zeit hätten, um sich zu organisieren. Das sollte bei den Meisten ausreichen.

Ob die Ferien in diesem Jahr bereits am 21. Dezember und nicht erst am 23. beginnen, steht noch nicht fest.

Distanzunterricht wegen Corona in NRW: FDP stimmt ab

Update, Freitag (13. November), 13.23 Uhr: Die FDP-Fraktion im Düsseldorfer Landtag stärkt Schulministerin Yvonne Gebauer (ebenfalls FDP) mit einer repräsentativen Umfrage den Rücken: Demnach antworteten 56,1 Prozent auf die Frage, ob der Schulunterricht in NRW auch bei erhöhten Corona-Infektionszahlen grundsätzlich weiter in Präsenz stattfinden solle, mit „Ja, auf jeden Fall“ oder „Eher ja“. 34 Prozent sagten „Nein, auf keinen Fall“ oder „Eher nein“. Das Institut „Civey“ hatte im Auftrag der Fraktion 1941 Menschen befragt.

Corona fordert Hunderttausende Minijobs in ganz Deutschland

Update, Freitag (13. November), 12.41 Uhr: Nach dem ersten Shutdown in diesem Jahr haben laut Bundesagentur für Arbeit bis zum Frühjahr mehr als eine halbe Million geringfügig Beschäftigte ihren Job verloren. Waren es im Dezember 2019 noch rund 7,6 Millionen, so hat sich die Zahl bis April auf 7 Millionen reduziert. Nach den stabileren Sommermonaten fürchtet das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) infolge der „zweiten Welle“ nun einen erneuten Abbau von mehreren Tausend Minijobs.

„Offensichtlich zählen die Minijobbenden zu den ersten, die in Krisenzeiten ausgesteuert werden“, stellt die IAQ-Forscherin Dr. Jutta Schmitz-Kießler bei der Auswertung der Zahlen im Portal Sozialpolitik-Aktuell.de fest.

Als Randbelegschaften würden Minijobber in Krisenzeiten als erste abgebaut und würden häufig arbeits- und tarifrechtliche Ansprüche nicht gewährt bekommen – entweder, weil die tatsächlichen Ansprüche nicht bekannt seien, oder weil die prekäre Lage der Beschäftigten ausgenutzt werde.

Corona und Schule: NRW-Ministerin rudert zurück

Update, Freitag (13. November), 11.15 Uhr: NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) ist jetzt offenbar doch offen für Distanzunterricht in Zeiten von Corona.  „Ich verweigere mich keinen Modellen. Ich bin offen für alle Unterrichtsmodelle, die dem Wohl der Kinder und dem Bildungsauftrag dienen“, so Yvonne Gebauer gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger. Die Ministerin traf die Aussage, bevor sie sich am Freitag in einer „Aktuellen Stunde“ im NRW-Landtag Fragen der Opposition aus Grünen und SPD stellen musste.

Bochum will Einhaltung der Corona-Maßnahmen auf Sportplätzen prüfen

Update, Freitag (13. November), 10.48 Uhr: Die Stadt Bochum hat angekündigt, am kommenden Wochenende Sportanlagen zu kontrollieren. Grund dafür ist, dass der Stadt zuletzt Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung für November gemeldet worden waren.

Die Stadt dazu am Freitag: „Der Sportbetrieb auf den Außensportanlagen der Stadt Bochum ist untersagt. So sieht es die derzeit geltende Coronaschutzverordnung vor. Vor dem Hintergrund der nach wie vor steigenden Infektionszahlen muss das gemeinsame Ziel sein, Kontakte zu vermeiden.“

NRW: Mediziner rechnet mit Verdopplung der Corona-Patienten in Krankenhäusern

Update, Freitag (13. November), 9.54 Uhr: Professor Gernot Marx, Intensivmediziner am Uniklinikum Aachen rechnet damit, dass es in NRW in den kommenden Wochen deutlich mehr Corona-Patienten in den Intensivstationen geben wird, als aktuell.

Er rechne damit, dass mindestens 5000 Patienten oder vielleicht sogar doppelt so viele wie die derzeit mehr als 3000 Patienten intensiv behandelt werden müssten, sagte er am Freitag im Radiosender WDR5. Diese Patienten lägen auch sehr lange - zwei bis vier Wochen - in den Kliniken. „Das heißt, wir werden in der Intensivmedizin noch weit über den Dezember damit zu tun haben“.

Corona in NRW: Bürgermeister von Lünen in Quarantäne

Update, Freitag (13. November), 9.42 Uhr: Lünens Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns hat sich in Quarantäne begeben. Seine Ehefrau, die Lehrerin an einer Lüner Grundschule ist, hat ein positives Corona-Testergebnis erhalten. Hinweise auf eine Erkrankung liegen bei ihm derzeit nicht vor, heißt es am Freitag von der Stadt Lünen. Das Ergebnis seines eigenen Tests stehe noch aus. Die Amtsgeschäfte führe der Bürgermeister zurzeit von zu Hause aus.

Coronavirus: Positiv-Quote steigt seit Wochen drastisch an

Update, Freitag (13. November), 9.34 Uhr: Nicht nur die Zahl der Corona-Tests in ganze Deutschland ist in den vergangenen Wochen gestiegen, sondern auch die Positiv-Quote bei den Getesteten. In der Woche ab dem 8. November waren laut Angaben des RKI 7,88 Prozent aller rund 1,5 Millionen Corona-Tests in Deutschland in jener Woche positiv. So ist die Statistik in den vergangenen Wochen laut RKI gewesen:

Kalenderwoche / Anzahl Corona-Tests in DeutschlandPositiv-Quote in Prozent
KW 45: 1.565.4187,88
KW 44: 1.614.6707,17
KW 43: 1.405.5435,51
KW 42: 1.261.3983,55
KW 41: 1.188.3382,49
KW 40: 1.101.4131,66
KW 39: 1.155.995 1,22
KW 38: 1.146.5651,16
KW 37: 1.164.9320,86
KW 36: 1.072.3160,77

Zu beachten gilt hierbei die Gruppe der Menschen, die sich vor Wochen hat testen lassen und die sich jetzt testen lässt. Vor allem nach den Sommerferien wurden viele asymptomatische Menschen auf das Virus getestet, vor allem Reiserückkehrer. Inzwischen sind die Reiserückkehrer aufgrund des Lockdowns rar, dafür lassen sich mehr Menschen testen, die aufgrund der Erkältungszeit Symptome zeigen. Aufgrund der knapper werdenden Labor-Kapazitäten wird derzeit auch strenger auf die Test-Ressourcen geachtet.

Meiste Corona-Infizierte pro 100.000 Einwohner in Duisburg, Gütersloh und Herne

Update, Freitag (13. November), 9.04 Uhr: Seit Beginn der Corona-Pandemie hat es im NRW-Städtevergleich die meisten Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner in Duisburg gegeben. Es folgen Gütersloh und Herne. Das sind die Städte mit den zehn höchsten kumulierten Corona-Zahlen pro 100.000 Einwohner seit Beginn der Pandemie:

Stadt / Kreis Kumulierte Inzidenz laborbestätigter Covid-19-Fälle pro 100.000 Einwohner
Duisburg1.607,0
Gütersloh1515,1
Herne1490,6
Gelsenkirchen1419,6
Aachen (Städteregion)1412,5
Remscheid1399,3
Solingen1394,1
Hamm1388,4
Köln1372,6
Heinsberg1363,3

Spahn erntet Kritik für Vorschlag zu infiziertem Gesundheitspersonal

Update, Freitag (13. November), 8.59 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn sieht sich derzeit mit Kritik konfrontiert, die sich auf seine Aussage zu infiziertem Gesundheitspersonal bezieht. Der Minister hatte am Donnerstag zum Abschluss des Deutschen Pflegetags gesagt, Gesundheitspersonal solle bei Personalknappheit weiterarbeiten, auch wenn es sich mit Corona infiziert habe oder Kontakt zu Infizierten gehabt habe.

In Deutschland hat es Fälle dieser Art bereits gegeben. So wurden Ärzte, die Kontakt zu Corona-Positiven hatten, in eine sogenannte Arbeits-Quarantäne geschickt. Sie durften also unter strengen Maßnahmen weiterarbeiten und mussten sich nach der Arbeit in Isolation begeben.

Der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, kritisiert die Aussagen Spahns als „politischen Offenbarungseid.“

Coronavirus-Ausbrüche in NRW: RKI spricht von „diffusem Geschehen“

Update, Freitag (13. November), 8.08 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfizierten steigt in NRW, wenn auch nicht mehr so stark. Das Robert Koch-Institut spricht in seinem täglichen Lagebericht von einem „diffusen Geschehen, mit zahlreichen Häufungen in Haushalten, aber auch in Gemeinschaftseinrichtungen und Alten- und Pflegeheimen“. Zum Anstieg der Inzidenz würden aber nach wie vor auch viele kleinere Ausbrüche in Krankenhäusern, Einrichtungen für Asylbewerber und Geflüchtete, verschiedenen beruflichen Settings sowie im Zusammenhang mit religiösen Veranstaltungen beitragen.

Corona-Tote in Nordrhein-Westfalen - das sind die aktuellen Zahlen

Update, Freitag (13. November), 7.46 Uhr: Seit die Corona-Zahlen in NRW steigen, steigt gleichzeitig auch die Zahl der Menschen, die an oder mit Covid-19 sterben. Aktuell liegt das daran, dass der Anteil der älteren Infizierten steigt. 43 Prozent der Corona-Toten in NRW sind zwischen 80 und 89 Jahre alt. Die zweitgrößte Gruppe ist mit 21,3 Prozent die der 70 bis 79-Jährigen. 55,5 Prozent der verstorbenen sind Männer, was häufig mit der ungesünderen Lebensweise begründet wird. So sieht die aktuelle Grafik zu den Corona-Toten in NRW aus:

Coronavirus: Robert Koch-Institut meldet am Freitag (13. November) 23.542 Neuinfizierte in Deutschland

Update, Freitag (13. November), 6 Uhr: Das Robert Koch-Institut hat am Freitag (13. November, 0 Uhr) 23.542 neue Corona-Fälle für ganz Deutschland gemeldet. Eine Woche zuvor waren es noch 21.506 neue Fälle. Die Zahlen steigen damit weiterhin, allerdings nicht mehr so stark, wie befürchtet.

In NRW wurde zum am Freitag um 0 Uhr 5.872 neue Coronafälle gemeldet. Einen Tag zuvor waren es noch 4615 neue Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 164,9. Im November lag der Inzidenz-Wert erst einmal unter 170. Vor einer Woche lag diese Zahl bei 176,7. Aktuell sind in NRW 65.700 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

In den Kommunen ist die 7-Tage-Inzidenz in Herne drastisch gestiegen. Die Stadt im Ruhrgebiet weist am Freitag einen Wert von 341,3 auf. Damit hat die Emscherstadt mit Abstand die meisten Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen in NRW vorzuweisen. So einen hohen Inzidenz-Wert hat es in Herne noch nicht gegeben. Diese zehn Städte haben die schlechtesten 7-Tages-Inzidenzen in Nordrhein-Westfalen:

Stadt/Kreis7-Tages-Inzidenz
Herne341,3 (gestern: 305,5)
Duisburg258,1 (gestern: 258,1)
Düren254,3 (gestern: 244,5)
Hamm234,0 (gestern: 226,2)
Solingen222,9 (gestern: 210,4)
Minden-Lübbecke216,2 (gestern: 214,2)
Recklinghausen213 (gestern: 226)
Hagen207,8 (gestern: 222,6)
Remscheid207,5 (gestern: 212,9)
Lippe202,6 (gestern: 193,4)

In den großen Städten in NRW sieht die 7-Tage-Inzidenz folgendermaßen aus:

  • Bochum: 158,1 (gestern: 175,3)
  • Dortmund: 187,8 (gestern: 205,2)
  • Düsseldorf: 160,2 (gestern: 168,4)
  • Essen: 154,1 (gestern: 164,4)
  • Gelsenkirchen: 158,3 (gestern: 196,8)
  • Köln: 183,8(gestern: 189,7)
  • Münster: 82,5 (gestern: 94,5)
  • Oberhausen: 193,6 (gestern: 212,1)

Coronavirus: Auslastung der Intensivbetten in Krankenhäusern in NRW

Update, Donnerstag (12. November), 22.15 Uhr: Seit Tagen blicken vor allem die Politiker auf die Zahl der freien Intensivbetten in Deutschland. Rund 1.600 Krankenhäuser melden täglich, wie die Auslastung bei ihnen ist. Besonders angespannt ist die Lage aktuell in Berlin, wo rund 87 Prozent der Betten belegt sind. Es folgen Hessen (83 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen (jeweils 80). Mehr zu Auslastung der Intensivbetten in Deutschland und wie sie gemeldet werden.

Coronavirus in NRW: Intensivtransport aus Lünen hilft Patienten aus Frankreich

Update, Donnerstag (12. November), 20.39 Uhr: Ein schwer erkrankter Corona-Patient aus Frankreich ist am Montag (9. November) am Flughafen Münster-Osnabrück gelandet. Von dort sollte der Mann eigentlich mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Steinfurt im Münsterland verlegt werden. Doch dichter Nebel verhindert den Flug.

Deshalb holte ein Rettungsteam der Feuerwehr Lünen (Kreis Unna) den schwerkranken Mann mit einem Intensivtransport direkt am Flughafen ab und fuhr ihn zur Klinik. Anders als ein normaler Rettungswagen ist das Fahrzeug nach Angaben der Stadt Lünen „wie ein Zimmer auf einer Intensivstation ausgestattet“. Auch ein Arzt war an Bord des Fahrzeugs, das seit 2009 im Einsatz ist.

Coronavirus im Ruhrgebiet: Auch Castrop-Rauxel sagt Weihnachtsmarkt ab

Update, Donnerstag (12. November), 19.35 Uhr: Auch die Stadt Castrop-Rauxel hat wegen der Corona-Pandemie den für dieses Jahr geplanten Weihnachtsmarkt in der Altstadt abgesagt. „In der aktuellen Situation wäre ein Weihnachtsmarkt nicht zu verantworten, selbst wenn der Lockdown Light bis dahin aufgehoben werden sollte“, wird Bürgermeister Rajko Kravanja in einer Pressemitteilung zitiert. Weihnachtliche Beleuchtung soll der Stadt aber dennoch installiert werden - darunter auch der futuristische grüne Laser zwischen Hammerkopf- und Erinturm.

Coronavirus in NRW: Dortmund meldet 172 Neuinfektionen und fünf Tote

Update, Donnerstag (12. November), 17.55 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen in Dortmund bleibt weiter hoch: 172 positive Test meldete die Stadt am Donnerstag (Vortag: 162). Damit haben sich bislang insgesamt 6.532 Menschen in Dortmund mit Covid-19 angesteckt.

Heute und gestern sind zudem insgesamt fünf Menschen aus Dortmund an der Lungenkrankheit gestorben. Die drei Männer (59, 82 und 83 Jahre alt) und zwei Frauen (66 und 85) hatten nach Angaben der Stadt alle chronische Vorerkrankungen und wurde zum Teil seit Wochen im Krankenhaus behandelt.

Auch die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern steigt weiter leicht an. Derzeit sind es in Dortmund 141 Corona-Patienten (Vortag: 139), 40 von ihnen liegen auf der Intensivstation, 28 müssen beatmet werden.

Weil aktuell weniger Menschen infiziert sind, sinkt auch der Inzidenzwert in Dortmund. Nach Berechnungen der Stadt liegt er bei derzeit 189 (Vortag: 206,9).

Coronavirus in NRW: Durchsuchung bei Arzt in Bochum wegen Attesten gegen Maskenpflicht

Update, Donnerstag (12. November), 15.57 Uhr: In Bochum haben Ermittler die Praxis eines Arztes durchsucht. Er soll Gegner der Maskenpflicht sein und entsprechende Atteste pauschal und ohne medizinische Notwendigkeit ausgestellt haben. Das berichtet die WAZ heute. Gedacht sind solche Atteste eigentlich nur für Menschen, denen das Tragen eines Mundschutzes aus gesundheitlicher Sicht nicht zuzumuten ist.

Gegen den Mediziner werde nun wegen „ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse“ ermittelt. Strafmaß: Bis zu zwei Jahre Haft oder Geldstrafe. Aufgefallen war der Arzt aus Bochum, weil Schüler einer Hauptschule in Hagen entsprechende Atteste vorgelegt hatten. Zuvor hatte ein Gericht bereits entschieden, dass Schulen pauschale Atteste nicht anerkennen müssen.

Corona-Impfstoff: NRW-Gesundheitsminister erwartet Engpässe

Update, Donnerstag (12. November), 15.34 Uhr: NRW steht eine Massenimpfung bevor, sobald das Vakzin des deutschen Herstellers Biontech zugelassen ist. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) schließt Engpässe aber nicht aus - und hat offenbar mächtig Respekt vor der Aufgabe: „Das hat noch nie ein Minister machen müssen, ein ganzes Volk zu impfen“, sagte er laut dpa am Donnerstag.

Eng werden könne es daher bei der Versorgung von Patienten in den Arztpraxen, wenn die Ärzte mehrmals in der Woche in den Impfzentren den Corona-Impfstoff verabreichen. Pflegepersonal aus den Krankenhäusern könne dafür bei der aktuellen Infektionslage nicht abgezogen werden, sagte Laumann.

Selbstverständlich werde NRW aber für die nötigen Impfzentren, Impfbestecke und die Logistik sorgen, versicherte der Minister. Dennoch: „Es wird trotzdem unterwegs ruckeln und Probleme geben bei einer solchen Massen-Veranstaltung.“

Plan für verlängerte Weihnachtsferien wegen Corona in NRW löst Kritik aus

Update, Donnerstag (12. November), 13.10 Uhr: Nachdem die nordrhein-westfälische Landesregierung bekannt gegeben hat, die Weihnachtsferien vorziehen zu wollen, wächst die Kritik an dem Plan. Unter anderem ist nach Ansicht der Lehrergewerkschaft GEW vor allem die Frage offen, wer die Kinder während der zusätzlichen Freizeit betreuen soll.

Eltern, die am 21. und 22. noch arbeiten müssen, hätten ein Problem, meint die GEW. „Aus Sicht der Familien kann die Maßnahme nur dann sinnvoll sein, wenn die Betreuung der Kinder gesichert ist und wenn sie wirklich die Zeit als vorgezogene Quarantäne nutzen, um zum Weihnachtsfest möglichst infektionsfrei zu sein“, sagte dazu die GEW-Landesvorsitzende Maike Finnern am Donnerstag der dpa.

NRW-Gericht fällt Corona-Urteil zu Lockdown

Update, Donnerstag (12. November), 11.56 Uhr: Schlechte Nachrichten für Betreiber von Tattoo-, Piercing-, Kosmetikstudios und Spielhallen: Das Oberverwaltungsgericht hat am Donnerstag Eilanträge mehrerer Betreiber gegen die Corona-Maßnahmen im November abgelehnt.

Den aktuell Regeln nach sind körpernahe Dienst- und Handwerksleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht eingehalten werden kann ebenso wie der Betrieb von Spielhallen bis zum 30. November 2020 untersagt. Friseure sind allerdings ausgenommen. Darin sieht das Gericht keine Ungleichbehandlung.

Anders als etwa in einem Tattoo-, Piercing- oder Kosmetikstudio würden in einem Frisörsalon typischerweise Dienstleistungen angeboten, die schwerpunktmäßig der Grundversorgung der Bevölkerung (Waschen und Schneiden der Haare) zuzuordnen seien und die ein Großteil der Bevölkerung mehr oder weniger regelmäßig in Anspruch nehme, so das Gericht zur Begründung.

Corona-Zahlen in NRW und Deutschland: RKI-Chef Wieler zeigt sich optimistisch

Update, Donnerstag (12. November), 10.52 Uhr: Lothar Wieler, Chef des Robert Koch-Instituts, hat sich vorsichtig optimistisch zur Corona-Lage in Deutschland geäußert. „Was mich vorsichtig optimistisch stimmt, ist, dass sich die Kurve abflacht“, sagte Wieler am Donnerstag in Berlin. „Wir wissen aber noch nicht, ob das eine stabile Entwicklung ist, ob sich das fortsetzt.“

Wieler bezeichnete die Lage als „nach wie vor ernst.“ Er verwies darauf, dass man gegen das Virus nicht machtlos sei. Auch wenn die Kurve, die die Infektionslage abbilde, sich abflache, würden die Corona-Zahlen in Deutschland aber weiterhin zunehmen. „Deshalb müssen wir damit rechnen, dass Kliniken an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen“, so Wieler.

Warum die Corona-Kurve sich aktuell abflache, kann Wieler nicht sagen. Es könne daran liegen, dass die Corona-Maßnahmen griffen, oder aber, dass die Laborkapazitäten langsam ausgeschöpft seien.

Weihnachtsfeiern trotz Corona in NRW? Spahn erteilt Absage

Update, Donnerstag (12. November), 10.41 Uhr: Bei dem Mini-Lockdown im November wird es offenbar nicht bleiben. Laut Gesundheitsminister Jens Spahn soll es auch im Dezember harte Corona-Maßnahmen geben. In welcher Form, das steht bislang nicht fest.

Veranstaltungen mit mehr als 10 bis 15 Personen wie Weihnachtsfeiern oder andere Geselligkeiten sehe Spahn aber „in diesem Winter nicht mehr“, wie er im RBB-Inforadio mit Blick auf die Infektionszahlen sagte.

Wenn die Infektionszahlen zurückgehen sollten, „heißt das nicht, ab Dezember oder Januar kann es wieder richtig überall losgehen mit Hochzeitsfeiern oder Weihnachtsfeiern als wäre nichts gewesen“.

Corona-Zahlen im Ruhrgebiet: So ist die Lage im Revier

Update, Donnerstag (12. November), 9.41 Uhr: Zwischenzeitlich war das Ruhrgebiet als Corona-Hotspot von NRW verschrien. Als die Pandemie Fahrt aufnahm, zeigten sich die Auswirkungen vor allem an der Ruhr besonders schnell. Aber wie sieht es jetzt aus?

Unter den Top-Städten mit der höchsten 7-Tages-Inzidenz sind noch immer vier Städte aus dem Ruhrgebiet: Herne, Duisburg, Hamm und Recklinghausen. Von den zehn Städten in NRW, die eine Inzidenz von über 200 haben, gehört zusätzlich noch Hagen.

Besonders die großen Städte scheinen das Gröbste in Sachen Coronazahlen abzuwenden. Dortmund lag am Donnerstag bei einer 7-Tage-Inzidenz von 175,3, Bochum bei 171,8 und Essen bei „nur“ 154,4.

7-Tage-Inzidenz bei Corona-Fällen in NRW zeigt absteigende Tendenz

Update, Donnerstag (12. November), 9.41 Uhr: Statt auf die kumulierten Corona-Fälle in NRW zu schauen, gilt der 7-Tage-Inzidenzwert als wichtiger Faktor für den Beschluss von Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Die Zahl zeigt an, wie viele Menschen sich im Schnitt der vergangenen sieben Tage pro Tag mit dem Virus pro 100.000 Einwohner infiziert haben. In NRW liegt der Wert am Donnerstag (12. November) bei 163,8 - Tendenz sinkend, wie diese Grafik zeigt:

Frühere Ferien in NRW wegen Corona: Regierung soll sich erklären

Update, Donnerstag (12. November), 9 Uhr: Die NRW-Landesregierung soll Stellung zur Ankündigung nehmen, dass die Ferien in NRW in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie früher als geplant beginnen. Grüne und SPD im Landtag haben dazu eine aktuelle Stunde anberaumt. Die Ferien sollen nach den Plänen der schwarz-gelben NRW-Landesregierung schon am 18. Dezember und nicht erst am 23. Dezember starten.

„Die für Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler und auch das Parlament überraschende Entscheidung“ habe „weitere drängende Fragen“ aufgeworfen, so die Fraktionen von SPD und Grünen.

NRW-Städte starten digitale Weihnachtsmärkte wegen Corona

Update, Donnerstag (12. November), 8 Uhr: Die Corona-Pandemie sorgt in diesem Jahr für die Absage vieler Weihnachtsmärkte in NRW. Inzwischen greifen einige Städte aufs das Internet als digitalen Ausweichort - voraussichtlich etwa Dortmund. Auch Holzwickede im Kreis Unna hat jetzt angekündigt, einen digitalen Weihnachtsmarkt zu veranstalten, bei dem Händler und Besucher zueinanderfinden können. Er startet am 27. November. Kalkar am Niederrhein setzt 2020 dagegen auf einen Weihnachtsmarkt für Autofahrer - und zwar als Drive-in.

Corona-Zahlen: Robert Koch-Institut meldet 21.866 Neuinfizierte am Donnerstag, 12. November in ganz Deutschland

Update, Donnerstag (12. November), 6 Uhr: Das Robert Koch-Institut hat am Donnerstag (12. November, 0 Uhr) 21.866 Corona-Neuinfizierte für ganz Deutschland gemeldet. Am selben Tag vor einer Woche waren es noch 19.990. Damit ist die Zahl der Neuinfizierten zwar gestiegen, aber nicht mehr so stark, wie befürchtet. Am Mittwoch (11. November) hatte das RKI 18.487 Corona-Neuinfizierte gemeldet.

In NRW sind in der Nacht zu Donnerstag 4616 neue Coronafälle gemeldet worden. Eine Woche zuvor waren es am Donnerstag noch neue 5824 Fälle. Der Trend der leichten Entspannung der Lage ist also auch in NRW zu erkennen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt im bevölkerungsreichsten Bundesland derzeit bei 164,8. In der vergangenen Woche lag dieser Wert zum selben Zeitraum bei 177,8.

In NRW hat sich die Lage in den Top-Ten-Städten in Sachen 7-Tage-Inzidenz folgendermaßen entwickelt:

Stadt / Kreis7-Tages-Inzidenz
Herne305,5 (gestern: 283,8)
Duisburg258,1 (gestern: 258,9)
Düren244,5 (gestern: 252,4)
Hamm226,2 (gestern: 229)
Recklinghausen226 (gestern: 232,8)
Hagen222,6 (gestern: 239,6)
Märkischer Kreis215,7 (gestern: 215,7)
Minden-Lübbecke214,2 (gestern: 211)
Solingen210,4 (gestern: 224,8)
Gütersloh208,8 (gestern: 208,8)

Damit liegen nur noch zehn Städte über dem Wert von 200. In der vergangenen Woche waren es noch 15 Städte. So ist die 7-Tage-Inzidenz in den großen Städten in NRW derzeit:

  • Köln: 175,8
  • Dortmund: 175,3
  • Bochum: 171,8
  • Düsseldorf: 159,5
  • Essen: 154,5
  • Gelsenkirchen: 133,6
  • Münster: 92

Coronavirus in NRW: Winterferien in Nordrhein-Westfalen werden 2020 verlängert

Update, Mittwoch (10. November), 20.56 Uhr: Das ging schnell: Erst gestern hatte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) vorgeschlagen, die Winterferien in diesem Jahr zwei Tage früher beginnen zu lassen. Jetzt steht der Entschluss laut Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) offenbar fest. Um den Familien in der Corona-Pandemie ein möglichst unbeschwertes Weihnachtsfest zu ermöglichen, habe man sich dazu entschieden, den 21. und 22. Dezember freizugeben, sagte sie am Mittwoch dem WDR. Der letzte Schultag vor den Ferien ist damit der 18. Dezember.

Coronavirus: Polizei nimmt Verkäufer von Billig-Masken in Köln hoch

Update, Mittwoch (10. November), 20.20 Uhr: Viele Händler versuchen in der Corona-Krise eine schnelle Mark zu machen. In Köln haben es zwei eher windige Verkäufer am Dienstag jedoch etwas übertrieben. Polizisten entdeckten an ihrem Marktstand auf dem Wiener Platz Hunderte „sehr minderwertig verarbeitete Mund-Nasen-Masken“ sicher. Am Stand nebenan fanden die Beamten 200 weitere Billig-Masken. Die Händler erwarten nun Strafverfahren.

Hier lest ihr, was es in der Corona-Pandemie bei Mundschutz, Stoffmaske und FFP-2-Maske zu beachten gibt.

Coronavirus in NRW: Bonner Virologe Hendrik Streeck überrascht mit Aussage zu Lockdown

Update, Mittwoch (10. November), 19.45 Uhr: Statt eines kurzfristigen Lockdowns hatte der Wissenschaftler Hendrik Streeck aus Bonn vor wenigen Wochen noch eine langfristige Corona-Strategie von der Politik gefordert. Jetzt ruderte Virologe Hendrik Streeck in der Sendung „Markus Lanz“ im ZDF zurück. Auch zu dem Impfstoff-Kandidaten des deutschen Unternehmens Biontech äußerte er sich.

Coronavirus in Essen: Drei Todesfälle - Zahl der aktuell Infizierten sinkt leicht

Update, Mittwoch (11. November), 18.20 Uhr: Traurige Nachrichten aus Essen: Dort sind erneut drei Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Es handelt sich um drei Männer (71, 85 und 89 Jahre alt). Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 dort auf aktuell 71.

Insgesamt ist die Zahl der derzeit Infizierten im Vergleich zum Vortag jedoch um 50 auf 1.411 gesunken. Der Inzidenzwert liegt laut der Stadt Essen bei rund 167. In Quarantäne befinden sich derzeit 3.638 Essener.

Coronavirus: Zahl der belegten Intensivbetten in Deutschland und NRW

Update, Mittwoch (11. November), 18 Uhr: Bei mehr als 4.500 Neuinfektionen mit dem Coronavirus heute allein in NRW blicken auch Politiker weiter auf die Zahl der freien Intensivbetten. Deutschlandweit ist die Situation in Berlin am angespanntesten. Dort sind aktuell 88 Prozent der verfügbaren Betten belegt. In NRW sind Stand heute noch mehr als 1.300 Betten frei - Notfallbetten nicht mitgezählt.

Coronavirus in Dortmund: 162 Neuinfektionen gemeldet - Inzidenzwert weiter über 200

Update, Mittwoch (11. November), 16.55 Uhr: In Dortmund liegt die Zahl der Neuinfektionen erneut im dreistelligen Bereich: 162 positive Tests meldete die Stadt soeben - ein leicht sinkender Trend. Aktuell sind somit 2.328 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Fast 4.000 haben Covid-19 bereits überstanden. 139 Patienten werden aktuell im Krankenhaus behandelt, 38 auf den Intensivstationen.

Damit wird der Inzidenzwert (Zahl der Infizierten pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen) weiterhin über 200 liegen. Laut Rechnungen der Stadt beträgt er Stand heute 206,9.

Coronavirus: Stadt in NRW plant 2020 Drive-in-Weihnachtsmarkt

Update, Mittwoch (11. November), 15.25 Uhr: Trotz Corona-Krise wollen viele Menschen offenbar nicht ohne den Weihnachtsmarkt auskommen. Die Stadt Kalkar in NRW plant deshalb einen Drive-in-Weihnachtsmarkt. Weil die Besucher dabei ihre Autos nicht verlassen müssen, soll der Markt zudem corona-sicher sein.

Corona-Vorschlag: Spahn befürwortet Pläne für frühere Winterferien in NRW

Update, Mittwoch (11. November), 14.25 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich positiv zu Überlegungen von Ministerpräsident Armin Laschet (beide CDU) geäußert, die Weihnachtsferien wegen der Corona-Pandemie in Nordrhein-Westfalen möglicherweise früher starten zu lassen. „Das ist sicherlich ein Teil der Debatte“, sagte Spahn am Mittwoch in der Sendung „Frühstart“ der Fernsehsender RTL und ntv. Für Eltern, Kinder und Lehrer sei Planbarkeit wichtig. „Das wäre mit so einer Maßnahme gegeben.“ Das könnte auch ein Teil der Debatte am Montag sein, wenn die Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten.

NRW nahm Corona-Patienten aus Holland und Belgien auf

Update, Mittwoch (11. November), 14.13 Uhr: Seit Beginn der zweiten Corona-Welle sind bereits 36 Patienten aus den Nachbarländern in deutsche Krankenhäuser verlegt worden. Wie das Auswärtige Amt am Mittwoch in Berlin mitteilte, handelt es sich dabei um 25 Belgier und drei Niederländer, die in nordrhein-westfälische Kliniken kamen, sowie um acht Menschen aus der französischen Region Grand Est, die ins Saarland überstellt wurden.

Corona-Maßnahme in NRW: Herne führt zeitversetzten Unterricht ein

Update, Mittwoch (11. November), 13.41 Uhr: Angesichts der hohen Corona-Zahlen startet die Stadt Herne an den weiterführenden Schulen einen entzerrten Schulbetrieb. Zudem wolle die Stadt aufgrund der NRW-weit höchsten Corona-Zahlen (7-Tage-Inzidenz bei 283,8) eine Kampagne starten, um Menschen besser für das Thema Corona zu sensibilisieren. Die Kampagne soll in allen Quartieren und in verschiedenen Sprachen auf Plakaten, Bannern und Videos sichtbar sein.

Bochum: Corona-Fälle an Schulen drastisch gestiegen

Update, Mittwoch (11. November), 13.23 Uhr: In Bochum sind laut Angaben der Stadt die Corona-Fälle an den Schulen zuletzt drastisch gestiegen. Aktuell seien circa die Hälfte der Bochumer Schulen von Corona-Fällen betroffen. „Wichtig ist dabei jedoch, dass es sich dabei nach aktueller Erkenntnis ausschließlich um Einzelfälle handelt, in denen sich Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonal im privaten Umfeld angesteckt haben“, so die Stadt am Mittwoch. Bisher sei keine Ansteckung innerhalb der Schule nachweisbar.

NRW-Gericht urteilt über Corona-Allgemeinverfügung der Stadt Köln

Update, Mittwoch (11. November), 13.17 Uhr: Die Allgemeinverfügung der Stadt Köln, wonach an einer Versammlung im Stadtgebiet nicht mehr als 100 Personen teilnehmen dürfen, eine Maskenpflicht für alle teilnehmenden Personen (mit Ausnahme der Rednerinnen und Redner während der Rede) gilt sowie Aufzüge verboten sind, ist rechtswidrig. Dies hat das Oberverwaltungsgericht mit zwei Eilbeschlüssen von gestern Abend und heute Vormittag entschieden.

Das Oberverwaltungsgericht hat damit den Beschwerden von zwei Antragstellern stattgegeben, die für heute verschiedene Kundgebungen und einen Aufzug in Köln angemeldet haben.

Gründe für derart pauschale Beschränkungen der Versammlungsfreiheit aus Artikel 8 Grundgesetz seien der Allgemeinverfügung nicht zu entnehmen, so der Gericht.

Je nach Ort und Anlass der Versammlung oder des Aufzugs könne eine Beschränkung der Teilnehmerzahl erforderlich sein oder auch nicht. Dies bedürfe jedoch einer Einzelfallprüfung, die nicht durch den Erlass einer Allgemeinverfügung ersetzt werden könne. Gleiches gelte für die angeordnete Maskenpflicht für alle Versammlungsteilnehmer unabhängig von der Größe der Versammlung und der Möglichkeit zur Einhaltung von Abständen.

Corona-Maßnahmen an Schulen in NRW: Geld für Lüfter steht bald bereit

Update, Mittwoch (11. November), 12.28 Uhr: Das angekündigte Landesprogramm für mobile Luftfiltergeräte an nordrhein-westfälischen Schulen und Sporthallen kann in Kürze abgerufen werden. Gefördert würden bis zu 100 Prozent, aber höchstens 4000 Euro je Gerät, teilte NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf mit.

Insgesamt stellt das Land 50 Millionen Euro bereit. Das Geld ist vor allem für Unterrichtsräume, die weder über Fenster noch mit entsprechender Technik ausreichend gelüftet werden können. 73 Städte hätten dies für einzelne Unterrichtsräume gemeldet, die aber aktuell nicht genutzt würden, berichtete Scharrenbach. 315 Kommunen hätten dagegen angegeben, bei ihnen könnten sämtliche Unterrichtsräume intensiv gelüftet werden.

NRW-Minister Laumann gibt keine Corona-Entwarnung

Update, Mittwoch (11. November), 11.28 Uhr: Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat in der Corona-Pandemie noch kein Signal der Entwarnung gegeben. „Die Zahlen bleiben in besorgniserregender Dimension“, sagte Laumann am Mittwoch in einer Unterrichtung des Landtags. In elf Kreisen und kreisfreien Städten liege der Inzidenzwert bei 100.000 Einwohnern in sieben Tagen über 200 (siehe Update von 6 Uhr). In weiteren 38 Kommunen liege der Inzidenzwert über 100.

„Die Krise ist, so sagen manche Menschen, eine Naturkatastrophe“, sagte der Minister. „Aber sie ist keine Naturkatastrophe, der wir hilflos gegenüberstehen.“ Jeder könne etwas dagegen tun und durch richtiges Verhalten das Ausbreiten des Virus verhindern. Die Landesregierung bereite derzeit die Impfungen der Bevölkerung vor. Das Gesundheitsministerium stehe dabei „vor einer gewaltigen Aufgabe“.

Längere Winterferien wegen Corona in NRW?

Update, Mittwoch (11. November),10.37 Uhr: Bekommen die Schüler in NRW wegen Corona längere Winterferien? Das jedenfalls hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet vorgeschlagen. Im Gegenzug soll es zwei schulfreie Tage weniger an Karneval - rund um Rosenmontag - geben. So könnten die Winterferien zwei Tage früher beginnen. Konkret würde das bedeuten, dass diese nicht erst am 23. Dezember, sondern schon am Montag, 21. Dezember, beginnen würden.

Hintergrund der Überlegungen ist, dass die Menschen vor Weihnachten die Kontakte möglichst beschränken sollten, damit es bei Familienfeiern zu Weihnachten nicht zu Ansteckungen kommt. Auch Top-Virologe Christian Drosten hatte die „präventive Quarantäne“ bereits vorgeschlagen. „Eine Sicherheit gibt das aber auch nicht“, betonte Laschet.

Coronavirus: So viele Menschen sind in NRW an und mit Covid-19 verstorben

Update, Mittwoch (11. November),10.17 Uhr: Seit Beginn der Pandemie sind in Nordrhein-Westfalen (Stand 10. November) 2465 Menschen an und mit Covid-19 verstorben. Insgesamt wurden seit Pandemie-Beginn 180.520 Corona-Fälle in NRW gemeldet.

Menschen im Alter zwischen 80 und 89 Jahren machen die größte Gruppe unter den 2465 verstorbenen Menschen aus, das sind 43,2 Prozent aller Corona-Toten in NRW. Die zweitgrößte Gruppe sind Menschen im Alter zwischen 70 und 79 Jahren (21,3 Prozent).

In NRW sterben mehr Männer an Frauen an Covid-19 - der Anteil der Männer liegt in der Sterbestatistik bei 55 Prozent. Vermutet wird, dass ein ungesünderer Lebensstil von Männern dafür verantwortlich ist. Denkbar sei laut Experten auch, dass Männer einfach später zum Arzt gehen und deshalb Krankheiten länger verschleppen.

Corona: NRW gewährt Sportvereinen Hilfsgelder

Update, Mittwoch (11. November),10.10 Uhr: Die Soforthilfe Sport der Landesregierung Nordrhein-Westfalen wird weiter fortgesetzt. Sportvereine in Nordrhein-Westfalen können bis zum 15. März 2021 Anträge stellen. Notleidende Vereine können die Soforthilfe weiterhin über das Online-Förderportal des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen beantragen.

Corona-Lage ist auf hohem Niveau stabil

Update, Mittwoch (11. November), 9.56 Uhr: Die Corona-Infektionslage stabilisiert sich in Nordrhein-Westfalen - allerdings auf hohem Niveau. Das Robert Koch-Institut (RKI) vermeldete am Mittwochmorgen (Stand: 11. November, 0 Uhr) im Vergleich zum Vortag 4572 bestätigte Neuinfektionen. Das entspricht dem Steigerungslevel von vor einer Woche.

Allerdings ist die von Beginn der Pandemie an erfasste Gesamtzahl bestätigter Corona-Fälle in NRW seit Mittwoch vergangener Woche um fast 32.000 auf 180 523 geklettert. Mit 167,9 Neuinfektionen gerechnet auf 100.000 Einwohner und sieben Tage hält NRW das Niveau der vergangenen Woche und liegt weiterhin deutlich über dem Bundesdurchschnitt (138,1).

Freie Intensivbetten in Deutschland: So ist die Corona-Lage aktuell

Update, Mittwoch (11. November), 8.37 Uhr: Mit Sorge blickt die Politik auf die Auslastung der Intensivbetten mit Corona-Patienten in Deutschland. Diese Übersicht zeigt, wo die Lage aktuell brenzlig werden könnte:

Massive Kritik für Corona-Strategie in NRW-Schulen

Update, Mittwoch (11. November), 8.24 Uhr: Im Streit um Konzepte für den Schulbetrieb bei rasant steigenden Corona-Zahlen hat der Städtetag NRW von der Landesregierung einen landesweit einheitlichen Stufenplan gefordert. „Dass das Schulministerium bisher nur auf Präsenzunterricht besteht und ein Wechselmodell mit Distanzunterricht ablehnt, ist nicht nachzuvollziehen und risikobehaftet“, sagte der Vorsitzende des Städtetages Nordrhein-Westfalen, Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD), der Deutschen Presse-Agentur.

Die Schulministerin müsse den Städten praxistaugliche Maßnahmen an die Hand geben, damit Schulen auf steigende Infektionszahlen angemessen reagieren können, so Clausen. Hessen und Niedersachsen etwa hätten schon Vorsorge mit einer Stufenregelung getroffen. „Das sollte sich das Land als Vorbild nehmen“, sagte Clausen. In Hessen zum Beispiel gebe es je nach Infektionslage vier Stufen von einem angepassten über einen eingeschränkten Regelbetrieb bis hin zu einem Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht und schließlich nur Distanzunterricht.

Coronavirus/NRW: Robert Koch-Institut meldet am 11. November 18.487 Neuinfektionen

Update, Mittwoch (11. November), 6 Uhr: Das Robert Koch-Institut hat am Mittwoch (11. November, 0 Uhr) die Zahl von deutschlandweit 18.487 Corona-Neuinfizierte bekannt gegeben. Das ist die höchste Zahl Corona-Neuinfizierter in dieser Woche. Am selben Tag der Vorwoche waren es noch 17.214 Neuinfizierte. Am gestrigen Dienstag (10. November) hatte das RKI noch die Zahl von 15.332 neu mit dem Coronavirus infizierten Menschen angegeben.

Die 7-Tage-Inzidenz in NRW liegt aktuell bei 167,9. Damit ist der Wert im Vergleich zum Vortag leicht gesunken. Am Dienstag hatte das Robert Koch-Inistut noch eine 7-Tage-Inzidenz von 175 angegeben. So hat sich der Wert in den letzten sieben Tagen in NRW verändert (Hinweis: Das RKI meldet stets die Zahlen vom Vortag, am Mittwoch, 11. November verkündete das Institut also die Zahlen für Dienstag, 10. November):

Tag7-Tage-Inzidenz für ganz NRW
10. November167,9
9. November175
8. November174,3
7. November175,9
6. November176,9
5. November177,6
4. November177,9

In NRW sieht die Lage bei der 7-Tage-Inzidenz unter den Top-10-Städten folgendermaßen aus:

Stadt7-Tages-Inzidenz
Herne283,8 (gestern: 281,9)
Duisburg258,9 (gestern: 253,5)
Düren252,4 (gestern: 235)
Hagen239,6 (gestern: 254,9)
Recklinghausen232,8 (gestern: 237,9)
Hamm229 (gestern: 219)
Solingen224,8 (gestern: 237,4)
Minden-Lübbecke219,7 (gestern: 211)
Dortmund217,3 (gestern: 211,6)
Bottrop213,5 (gestern: 211,8)

Vier Kommunen liegen in NRW noch unter einem 7-Tages-Inzidenzwert von 100. Und zwar:

  • Höxter: 99,8
  • Münster: 85,6
  • Soest: 75,2
  • Coesfeld: 74,3

Hinweis: Alles war vor dem 11. November geschah, lest ihr in unserem alten Corona-Ticker für NRW.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini, Daniel Naupold/dpa ; Collage: RUHR24

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