Live-Ticker zur Covid-19-Pandemie

Corona in NRW: Schülerkonferenz mit drastischer Forderung +++ Entwurf für verschärftes Infektionsschutzgesetz

Die dritte Welle des Coronavirus (SARS-CoV-2) dominiert das Leben in Deutschland und NRW. Über alle Entwicklungen zur Covid-19-Pandemie informiert RUHR24 im Live-Ticker.

Dieser Liveticker zur Corona-Krise wird nicht mehr aktualisiert. Alle aktuellen Corona-News findet ihr in unserem neuen Liveticker zur Covid-19-Pandemie in NRW.

Kreis/StadtInzidenz, 10. April (Vortag)
NRW (gesamt)115,0 (+6,5)
Dortmund101,3 (+1,5)
Bochum90,3 (-6,8)
Duisburg163,2 (+10,4)
Essen104,3 (-6,2)
Gelsenkirchen151,0 (+23,9)
Kreis Recklinghausen115,4 (+9,0)
Kreis Unna65,6 (-18,0)

Corona: Bundesschülerkonferenz fordert Testpflicht

Update, Samstag (10. April), 13.29 Uhr:  „Angesichts der gestiegenen Infektionsgefahr durch die Virusmutation reichen freiwillige Testangebote nicht aus“, teilte Dario Schramm, Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, mit. Man fordere daher eine bundesweite Testpflicht, die vorsieht, dass alle Schüler mindestens dreimal die Woche auf Corona getestet werden. Darüber berichtete das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Des Weiteren haben die Schüler den Vorschlag gemacht, dass Schulen die Möglichkeit haben sollen, die Testergebnisse offiziell zu bescheinigen. So könnten Schüler mit negativem Test auch andere Angebote außerhalb der Schule wahrnehmen.

Coronavirus in Deutschland: Erster Entwurf für Änderung des Infektionsschutzgesetzes steht

Update, Samstag (10. April), 12.58 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte immer wieder ihren Unmut darüber ausgesprochen, dass viele Bundesländer die beschlossene Notbremse nicht umsetzen. Deshalb soll es jetzt bundesweite Maßnahmen gegen das Coronavirus – dafür ist eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes notwendig. Nach Angaben von Berlins Bürgermeister Michael Müller liegt ein entsprechender Entwurf bereits vor. So soll ab einer Inzidenz von 100 eine Notbremse gelten, die vorsieht, dass das öffentliche Leben heruntergefahren und eine Ausgangssperre verhängt wird. Nach Aussagen von Müller könne es allerdings noch zwei Wochen dauern, bis die Änderung in Kraft tritt.

Corona-Impfung: 15 Prozent sind in Deutschlang bereits geimpft

Update, Samstag (10. April), 12.10 Uhr: Auf seiner Website impfdashboard.de veröffentlicht das Bundesgesundheitsministerium täglich den aktuellen Stand der Corona-Impfkampagne. Aus den aktuellen Daten geht hervor, dass inzwischen mindestens 15,2 Prozent (12.670.288 Personen) der Bevölkerung einmal gegen Covid-19 geimpft worden sind, 4.910.308 Personen (5,9 Prozent der Gesamtbevölkerung) sind vollständig geimpft. Demnach sind am Freitag (9. April) insgesamt 547.726 Impfdosen verabreicht worden – seit Impfstart sind es mehr als 17,5 Millionen Impfdosen gewesen.

15 Prozent der deutschen Bevölkerung haben mindestens eine Corona-Impfung bekommen.

Coronavirus: Experte warnt vor Triage

Update, Samstag (10. April), 11.00 Uhr: Frank Ulrich Montgomery, der Vorsitzende des Weltärztebundes, schlägt angesichts der steigenden Zahl der Intensivpatienten in deutschen Krankenhäusern Alarm. Er hält auch die Triage für nicht ausgeschlossen. Das bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden müssen, wem sie zuerst helfen. „Wir waren sehr dankbar, dass sie in den ersten beiden Wellen nicht gebraucht wurde. Es ist vorstellbar, dass es jetzt zu Situationen kommt, in denen sie angewendet wird“, so der Experte.

Coronavirus: Nächster Impfstoff-Hersteller hofft auf baldige Zulassung

Update, Samstag (10. April), 10.22 Uhr: Schon bald könnte ein weiterer Impfstoff gegen das Coronavirus in der EU zugelassen werden. Der Impfstoffherstellers Curevac aus Tübingen teilte mit, der Impfstoff könnte früher als bisher erwartet von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zugelassen werden – und zwar schon „im Mai oder Juni“. Warum das Unternehmen davon ausgeht, ist nicht bekannt. Außerdem teilte Curevac mit, dass das Unternehmen eine Produktion von bis zu 300 Millionen Impfdosen für dieses Jahr plane.

Corona in NRW: Zahl der Neuinfektionen anhaltend hoch

Update, Samstag (10. April), 09.30 Uhr: Auch in NRW scheint der negative Aufwärtstrend der Neuinfektionen anzuhalten. Das RKI meldet erneut 4.558 neue Corona-Fälle binnen der letzten 24 Stunden. Außerdem wurden 38 Todesfälle in Folge oder in Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet. Am Freitag waren es in NRW 4.730 Neuinfektionen und 58 Todesfälle. Damit liegt der 7-Tage-Wert in NRW bei 115,0 – was ebenfalls ein Anstieg von 6,5 ist. Aber noch immer gibt es eine Region in NRW, deren Inzidenz unter 50 liegt. Im Kreis Höxter liegt der Wert aktuell bei 49,2. Und auch der Kreis Unna verzeichnet täglich sinkende Inzidenzwert. Mit 65,6 (Stand: 10. April) nähert sich die Region im Ruhrgebiet ebenfalls der 50er-Marke.

Corona: RKI zweifelt an Aussagekraft der aktuellen Fallzahlen in Deutschland

Update, Samstag (10. April), 08.00 Uhr: Die Gesundheitsämter haben binnen der letzten 24 Stunden 24.097 Corona-Neuinfektionen registriert und dem Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Zudem wurden 246 neue Todesfälle verzeichnet. Damit steigt die 7-Tage-Inzidenz bundesweit sprunghaft von 110,4 auf 120,6 an. Vor genau einer Woche lag der Wert bei rund 130.

Wie Lothar Wieler, Präsident des RKI, jedoch am Freitag (9. April) in der gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch einmal betonte, zweifelt man noch immer an der Aussagekraft der aktuellen Fallzahlen. Wegen der Feiertage und der Schulferien könnten die Corona-Zahlen des RKI noch nicht vergleichbar mit den Werten vor Ostern sein.Wegen der Osterfeiertage und der Schulferien seien die Corona-Zahlen noch nicht vergleichbar mit denen vor Ostern. Wieler rechnet damit, dass die Werte sich frühstens Mitte nächster Woche wieder stabiliseren. Dennoch geben die aktuellen Entwicklungen Aufschluss darüber, dass die Lage weiter ernst sei, so der RKI-Chef.

Corona in NRW: 42 Verdachtsfälle von Hirnvenenthrombosen nach Astrazeneca-Impfung

Update, Freitag (9. April), 22.30 Uhr: Das Paul-Ehrlich-Institut meldet, dass in Deutschland bislang 42 Verdachtsfälle einer Sinusvenenthrombose nach Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca bekannt geworden sind. In 23 Fällen sei zusätzlich ein Mangel an Blutplättchen festgestellt worden.

Mit Ausnahme von sieben Fällen waren Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren von den Thrombosen betroffen. Allerdings seien Frauen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts auch häufiger als Männer mit dem Stoff von Astrazeneca geimpft worden. Acht Betroffene starben an den Folgen der seltenen Thrombosen - fünf Frauen und drei Männer.

Corona in NRW: Astrazeneca hat Lieferschwierigkeiten in der EU

Update, Freitag (9. April), 21 Uhr: Astrazeneca hat offenbar Lieferschwierigkeiten bei seinem Impfstoff, berichtet die Financial Times. Die jüngste Lieferzusage für das zweite Quartal sei aber wohl nicht gefährdet: „Wir haben der Europäischen Kommission und den Mitgliedsstaaten vergangene Woche mitgeteilt, dass eines von zwei für die Lieferung in dieser Woche bestimmten Kontingente getestet werden muss und demnächst ausgeliefert wird.“

Corona in NRW: Vollständig Geimpfte sollen mehr Freiheiten bekommen

Update, Freitag (9. April), 19 Uhr: Jetzt steht es fest: Noch im April sollen vollständig geimpfte Personen mehr Freiheiten bekommen, die andere aktuell nur durch einen negativen Corona-Test erhalten. „Wir können jeden, der die zweite Dosis erhalten hat, zwei Wochen später so behandeln, als hätte er gerade aktuell einen negativen Test gemacht“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Spahn weist auf eine Studie des Robert-Koch-Instituts hin, die beweist, dass das Risiko, dass vollständig Geimpfte das Virus weitergeben, geringer ist als bei negativ Getesteten. Nach Rücksprache mit den Gesundheitsministern der Bundesländer sollen die Corona-Verordnungen noch in diesem Monat angepasst werden. So könnte beispielsweise beim Reisen oder beim Einkaufen „die Testpflicht für vollständig Geimpfte vollständig entfallen“, so Spahn. Er betont aber auch, dass es sich dabei keineswegs um Sonderrechte handelt, da jeder Bundesbürger die Möglichkeit hat, sich kostenlos auf das Virus zu testen.

Corona in NRW: FZW in Dortmund veranstaltet bald wieder Konzerte

Update, Freitag (9. April), 18.30 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie dürfen Großveranstaltungen nicht stattfinden. Das FZW in Dortmund hat sich nun etwas ganz besonderes überlegt und veranstaltet schon bald wieder Konzerte - trotz Corona-Lockdown. Allerdings unter besonderen Auflagen.

Corona in NRW: Testpflicht gilt auch für Schüler in der Notbetreuung

Update, Freitag (9. April), 17.30 Uhr: Die Corona-Testpflicht ab der kommenden Woche gilt auch für Schüler in der Notbetreuung, stellt das Schulministerium klar. Getestet werden müssen demnach Schüler in den Jahrgängen 1 bis 6, die an pädagogischen Betreuungsangeboten der Schulen teilnehmen.

Bis auf die Abschlussklassen müssen alle Schüler in NRW nach den Osterferien von zu Hause lernen. Das Schulministerium hatte am Donnerstag eine Woche Distanzunterricht angeordnet. Zuvor gab es Spekulationen darüber, die Entscheidung für den Schulbetrieb im Distanzunterricht in der kommenden Woche sei aufgrund mangelnder Testmöglichkeiten in den Schulen getroffenen worden. Diese Annahme wies das Schulministerium zurück.

Corona in NRW: Sieben-Tage-Inzidenz in Dortmund weiter leicht über 100

Update, Freitag (9. April), 16.45 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet am heutigen Freitag insgesamt 121 neue Corona-Infektionen, wobei sich 72 Personen 31 Familien zuordnen lassen. Die Sieben-Tages-Inzidenz wird voraussichtlich bei 103 liegen. Den genauen Wert gibt das Robert-Koch-Institut erst ab Mitternacht bekannt.

Aktuell sind 1.409 Menschen in Dortmund mit dem Coronavirus infiziert. 2.249 Menschen befinden sich in Quarantäne.

Corona in NRW: Köln nimmt Lockerungen wegen steigender Intensiv-Patienten zurück

Update, Freitag (9. April), 16.20 Uhr: Nordrhein-Westfalen größte Stadt Köln schlägt wegen der steigenden Anzahl an Corona-Patienten Alarm. Die Krankenhäuser und Kliniken sähen sich auf den Intensivstationen einer bedrohlichen Situation gegenüber, erklärte die Stadt am Freitag. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen steige dynamisch an, allein in den vergangenen drei Tagen von 91 auf 106. Im Vergleich dazu habe der Höchstwert in der zweiten Corona-Welle bei 112 gelegen.

Angesichts der Lage hat der Krisenstab der Stadt am Nachmittag entschieden, Lockerungen wieder zurückzunehmen. Ab Montag müssten alle Kölner Museen und der Zoo wieder schließen. Außerdem gelte schon ab Samstag überall dort, wo Maskenpflicht im öffentlichen Raum bestehe, ein Verzehr- und Alkoholkonsumverbot.

Corona: EMA prüft Thrombosen-Fälle nach Impfung mit Johnson & Johnson

Update, Freitag (9. April), 15.25 Uhr: Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA untersucht nun auch mehrere Fälle von Blutgerinnseln nach der Impfung mit dem Stoff von Johnson&Johnson. Man nehme die vier ernsten Fälle von Thrombosen in den Blick, erklärt die EMA am Freitag. Eine der Thrombosen sei tödlich verlaufen. 

Zudem prüfe man fünf Fälle des sogenannten Kapillarlecksyndroms, die im Zusammenhang mit einer Astrazeneca-Impfung stehen könnten, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Coronavirus: NRW ändert die Testverordnung – mehrere Tests pro Woche möglich

Update, Freitag (9. April), 14.45 Uhr: Bislang können Bürger in NRW sich einmal pro Woche kostenlos auf Corona testen lassen. Nun hat NRW die Corona-Testverordnung korrigiert und klargestellt: Es gebe Situationen, in denen mehrere Tests pro Woche nötig sind. Sollte das der Fall sein, wären diese auch kostenlos. Bislang war nur von einem Test pro Woche die Rede. Das wäre missverständlich gewesen. Die neue Testverordnung soll jetzt deutlich machen, dass Bürger „mindestens“ einmal die Woche einen Test machen können.

Coronavirus: Infektionsschutzgesetz wird verschärft

Update, Freitag (9. April), 14.16 Uhr: Seit heute ist es offiziell: Die Bund-Länder-Konferenz am kommenden Montag (12. April) wurde abgesagt. Stattdessen kündigte die Bundesregierung nun an, das Infektionsschutzgesetz verschärfen zu wollen. Ziel sei es, einheitliche Regelungen für Regionen mit hohen Infektionszahlen zu schaffen. Dazu wird sich das Bundeskabinett kommenden Dienstag beraten.

Coronavirus: RKI weist Türkei und Kroatien Hochinzidenzgebiete aus

Update, Freitag (9. April), 13.03 Uhr: Erst Frankreich und die Niederlande, jetzt auch die Türkei, die Ukraine und Kroatien. Das RKI hat heute die Liste der Risikogebiete aktualisiert, weshalb ab sofort auch diese Länder als Hochinzidenzgebiete gelten. Für Menschen, die aus den betroffenen Regionen nach Deutschland einreisen gilt: Es muss ein negativer Corona-Test vorgezeigt werden, der nicht älter als 48 Stunden alt ist.

Coronavirus im Ruhrgebiet: Erntehelfer dürfen Betriebshöfe nicht verlassen

Update, Freitag (9. April), 12.23 Uhr: Die Spargel- und Erdbeerzeit naht. Während sich die Menschen über die Abwechslungen auf dem Teller freuen, sind Landwirte dringend auf Erntehelfer aus dem Ausland angewiesen. Wegen Corona stellt deren Einreise eine große Herausforderung für die Bauern da. Patrick Appelbaum, ein Apfelbauer aus Bochum, zeigt sich jedoch zuversichtlich, wie die WAZ berichtet. Auf seinem Hof werden Ende April sechs Rumänen für die Arbeit auf dem Feld eintreffen und bis Anfang Juli bleiben. Für sie gelten die strengsten Corona-Regeln: Ein negativer Corona-Test bei der Einreise, Quarantäne und weitere Tests einmal pro Woche. Außerdem haben die Arbeiter aus Rumänen ein striktes Verbot das Arbeitsgelände zu verlassen, so der Landwird aus Bochum. Nur so könne er die Kontrolle über mögliche Infektionen in seinem Betrieb behalten, meint er.

Corona: Neuer Impfrekord erreicht - doch Spahn dämpft Euphorie

Update, Freitag (9. April), 11.54 Uhr: Wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der Pressekonferenz mit Lothar Wieler mitteilte, konnte diese Woche ein neuer Tagesrekord bei den Corona-Impfungen erreicht werden. So wurden am Donnerstag (8. April) 719.000 Impfungen vorgenommen – 325.000 davon in Arztpraxen. Denoch mahnte Spahn zur Vorsicht: Es könne nicht jeden Tag einen neuen Rekord geben. Schon kleinste Veränderungen bei den Produktionsabläufen führen zu Verzögerungen bei der Auslieferung der Impfdosen. Man plane aber weiterhin, dass in den folgenden Wochen rund eine Million Corona-Vakzin geliefert werden, so der CDU-Politiker.

Corona-Modellprojekten in NRW-Kommunen: Pinkwart gibt Auswahl bekannt

Update, Freitag (9. April), 11.28 Uhr: Insgesamt 46 Kreise und Städte haben sich in NRW für das Modellvorhaben beworben. Andreas Pinkwart, Wirtschafts- und Digitalminister, gab heute die Entscheidung bekannt, welche nun ausgewählt wurden. Das Projekt startet gestaffelt in zwei Phasen. Voraussetzung für die Lockerungen ist, dass die Inzidenz in den Kommunen zum Start unter 100 liegt. Diese Kommunen wurden in NRW für das Modellprojekt ausgewählt.

Die Modellregionen dürfen folgende Bereiche schrittweise öffnen. Voraussetzung für den Eintritt in die geöffneten Bereiche soll ein negativer und offiziell bestätigter Corona-Test sein. Das Vorhaben orientiert sich dabei an der Stadt Tübingen, die das bereits seit Anfang März testet:

  • Sport-, Jugend- und Freizeiteinrichtungen,
  • Bühnen und andere Kulturstätten,
  • Einkaufsstätten oder
  • Außengastronomie.

Corona-Gipfel am Montag abgesagt: So geht es weiter

Update, Freitag (9. April), 11.00 Uhr: Nun steht es wohl fest: Die geplante Bund-Länder-Konferenz am Montag (12. April) findet nicht statt. Das bestätigte eine Sprecherin der Landesregierung in Niedersachsen. Noch sei allerdings nicht geklärt, ob die Ministerpräsidentenkonferenz vollständig abgesagt oder nur verschoben wurde. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, sollen laut Regierungskreisen die aktuellen Beschlüsse daher weiterhin gelten. Damit bleiben Regeln zur aktuellen Beschränkungen weiterhin Ländersache.

Coronavirus: Gesundheitsminister Spahn und RKI-Chef Wieler zur aktuellen Corona-Lage

Update, Freitag (9. April), 10.30 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Lothar Wieler, Chef des RKI, informierten in der wöchentlichen Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Lage und stellten sich den Fragen der Journalisten zur Corona-Strategie. Zu Beginn ermahnte Spahn seine Kollegen aus der Politik: „Ich empfehle uns allen, den Parteienstreit trotz Wahljahr zur Seite zu legen und uns auf das Wesentliche zu konzentrieren – die Pandemie“. Dafür müssen man außerdem an einem Strang ziehen, denn die aktuellen Zahlen sowie die Lage in den Krankenhäusern sei ernst. Beim Impfen sei man jedoch auf einem guten Weg, so Spahn. Dank dem Impfstart in den Hausarztpraxen entwickelt sich die Zahl der täglich durchgeführten Corona-Impfungen positiv, inzwischen hätten 14,7 Prozent der Bevölkerung eine erste Impfdosis bekommen.

Lothar Wieler erinnerte dennoch daran, dass sich die Situation in den Krankenhäusern zuspitze. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen habe innerhalb einer Woche um 20 Prozent zugenommen. Auch Spahn warnte davor, dass es bei der aktuellen Entwicklung bald zu einer Überlastung des Gesundheitssystems kommen werde. Er spricht deshalb für einen Lockdown mit nächtlichen Ausgangssperren aus.

Corona: Karl Lauterbach nennt Fake-Zahlen über Ostern einen Skandal

Update, Freitag (9. April), 10.10 Uhr: Harte Worte von SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach am Donnerstagabend (08. April) bei Markus Lanz im ZDF. Die Neuinfektionen über die Osterfeiertage seien „Fake-Zahlen“. Das RKI hatte mehrfach darauf hingewiesen, dass die niedrigen Zahlen über die Osterfeiertage darauf zurückzuführen seien, dass weniger Menschen sich testen lassen würden und nicht alle Gesundheitsämter die Daten weiterleiteten. Nach der Meinung von Lauterbach ist das nach einem Jahr Pandemie-Erfahrung ein „Skandal“. Die aktuellen Zahlen seien Realität, weshalb ein scharfer Lockdown unbedingt notwenig sei, betonte der SPD-Experte.

Dortmund: Sicherheitslücke bei Corona-Schnelltestanbieter

Update, Freitag (9. April), 09.50 Uhr: Das Hackerkollektiv „Zerforschung“ hat erneut eine Schwachstelle in der Software eines Corona-Schnelltestanbieters entdeckt. Aufgrund einer Sicherheitslücke bei dem Dortmunder Unternehmen Eventus Media International (EMI) konnten Unbefugte auf Testergebnisse und andere sensible Daten zugreifen, wie unter anderem NDR und MDR berichteten. Nach Angaben von „Zerforschung“ waren die Daten von rund 7000 Testergebnissen ungeschützt im Netz, darunter auch die Adressdaten der EMI-Kunden. Nach den Hinweisen der Hacker an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wurde die Sicherheitslücke von dem Dortmunder Unternehmen inzwischen wieder geschlossen.

Corona: Viele Fragen zur Testpflicht an Kitas und Schulen noch offen

Update, Freitag (9. April), 09.30 Uhr: Auch wenn am Donnerstag (8. April) beschlossen wurde, dass die Schulen nach den Osterferien erst einmal geschlossen bleiben und im Distanzunterricht weiter machen sollen, gibt es weiterhin das Angebot der Notbetreuung. Eine Grundschulleiterin aus Köln kritisierte gegenüber dem WDR, dass es diesbezüglich allerdings noch viele offene Fragen gebe. So sei noch nicht geklärt, ob die Testpflicht auch für die Kinder in der Notbetreuung gelte. Ihre Schule habe beispielsweise noch keine Selbsttests erhalten, wolle aber dennoch ab Montag (12. April) die Notbetreuung anbieten.

Corona-Gipfel vor dem Aus? Michael Müller (SPD) macht Andeutung

Update, Freitag (9. April), 09.00 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), der zugleich den Vorsitz bei den bisherigen Bund-Länder-Treffen innehatte, sagte im ZDF Morgenmagazin, dass es statt der stundenlangen Beratungen am Montag (12. April) „bestenfalls eine kurze Rücksprache“ geben wird. Auch sei nicht klar, was es mit der Idee des Brücken-Lockdowns konkret auf sich habe, immerhin habe man aktuell ja einen Lockdown.

Corona in NRW: Laschet für mehr Rechte des Bundes im Kampf gegen die Pandemie

Update, Freitag (9. April), 08.30 Uhr: Mehrere CDU-Abgeordnete hatten gefordert, dem Bund die Möglichkeit zu geben, per Rechtsverordnung bundesweit gleiche Maßnahmen in der Pandemie-Bekämpfung durchzusetzen. Nach Angaben der Bild äußerte sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel positiv zu dem Vorschlag. Bereits vor Ostern hatte sie angekündigt, dass sie konkret über eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes nachdenke.

Nun hat sich auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zu dem Vorhaben geäußert und begrüßt den Vorstoß für mehr Rechte des Bundes im Kampf gegen die Corona-Pandemie. „Leider haben die vergangenen Tage und Wochen gezeigt, dass zu wesentlichen Fragen keine Einigkeit unter den Ländern besteht„, sagte der Politiker gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa).

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) befürwortet den Vorschlag für mehr Rechte des Bundes bei der Corona-Bekämpfung.

Grundregeln im Kampf gegen Corona, wie beispielsweise Maskenpflicht, Abstandsregeln und Ausgangssperren, würden dann bundeseinheitlich geregelt werden. Für die Pandemie-Bekämpfung vor Ort wären die Bundesländer selbst verantwortlich und müssten entsprechende Regeln je nach Inzidenzwert umsetzen. Dieser Vorschlag könnte auch den Termin am Montag für die nächste Bund-Länder-Konferenz ins Wanken bringen. Laschet kritisierte, dass die Ministerpräsidentenkonferenz ohnehin kein „Ort für Mikromanagement“ sei. Hier sollten nur Themen fokussiert werden, bei denen es tatsächlich länderübergreifend Abstimmungsbedarf gebe.

Corona-Impfung beim Hausarzt: RKI verzeichnet sprunghaften Anstieg

Update, Freitag (9. April), 08.00 Uhr: Nachdem die Impfkampagne in Deutschland eher schleppend gestartet war, scheint sie nun an Fahrt aufzunehmen. Seit dem Impfstart Ende Dezember 2020 wurden insgesamt 16.253.541 Impfungen verabreicht, davon haben rund vier Millionen bereits die Zweitimpfung erhalten. Mit dem Beginn der regulären Corona-Impfungen in Arztpraxen am Dienstag (6. April) verzeichnete das RKI sprunghafte Anstiege bei der Anzahl der Geimpften. Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet erwähnte in einem Pressegespräch zu Beginn der Woche, dass das Impfen gegen Corona exponentiell steige.

Am Donnerstag (8. April) fand er erneut lobende Worte: „In Nordrhein-Westfalen wird im Schnitt alle 0,6 Sekunden ein Mensch gegen das Coronavirus geimpft - das ist ein großer Beitrag im Kampf gegen die Pandemie und ein wichtiger Schritt zur Einhaltung des Impfversprechens“, sagte der NRW-Ministerpräsident.

Coronavirus in NRW: 7-Tage-Inzidenz steigt wieder

Update, Freitag (9. April), 06.30 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen lässt auch in NRW die Inzidenz wieder etwas ansteigen. Lag der 7-Tage-Wert am Donnerstag noch bei 106,9, liegt er am Freitag schon bei 108,6. Das heißt, innerhalb einer Woche haben sich in NRW 19.483 Menschen mit dem Erreger infiziert. Das ergibt sich aus der aktuellen Meldelage des RKI. Die Gesundheitsämter meldeten dem Institut außerdem 4.730 Neuinfektionen und 58 Todesfälle.

Coronavirus: RKI meldet erneut über 20.000 Neuinfektionen

Update, Freitag (9. April), 06.00 Uhr: Der Oster-Effekt scheint nun endgültig vorbei zu sein. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet für heute den zweiten Tag in Folge erneut mehr als 20.000 Neuinfektionen. Binnen der letzten 24 Stunden kamen 25.464 neue Coronafälle dazu. Das sind 3576 mehr als vor einer Woche. Damit steigt die Inzidenz von 105,7 am Donnerstag auf 110,4 an. Außerdem sind bundesweit 296 Menschen an den Folgen oder in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

Corona in NRW: Impftermine für die Jahrgänge 1942 und 1943 bald buchbar

Update, Donnerstag (8. April), 22 Uhr: In NRW werden seit heute alle Personen aus dem Jahrgang 1941 geimpft. Sie erhalten nach Angaben des Düsseldorfer Gesundheitsministeriums das Präparat von Biontech/Pfizer.

Gleichzeitig rücken die Impftermine für die Jahrgänge 1942 und 1943 in greifbare Nähe. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein kündigte am an, dass im Rheinland „ab sofort“ auch alle Senioren der Jahrgänge 1942 und 1943 einen Termin für eine Covid-19-Schutzimpfung buchen können. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe teilte mit, die Anmeldung für diese Jahrgänge sei ab Freitag möglich. Die Impfung werde dann „relativ zeitnah“ erfolgen. Einen genauen Termin gibt es bis dato noch nicht.

Corona in NRW: Märkischer Kreis verhängt offizielle Ausgangssperre

Update, Donnerstag (8. April), 21.12 Uhr: Der Märkische Kreis macht es offiziell: Ab Freitag (9. April) gilt im gesamten Kreis von 21 Uhr bis 5 Uhr morgens eine Ausgangssperre. Eine Ausnahme gilt für Berufstätige sowie Menschen mit anderen triftigen Gründen, zum Beispiel medizinische Notfälle, die Versorgung von Tieren oder dem Besuch von Ehegatten oder Lebenspartnern in deren Wohnung. Auch Supermärkte, die länger als 21 Uhr geöffnet haben, müssen schließen.

Corona in NRW: Kultusminister können sich auf kein einheitliches Konzept einigen

Update, Donnerstag (8. April), 20.55 Uhr: Mehrere Stunden haben die Kultusminister über den weiteren Corona-Plan für die Schulen nach den Ferien beraten. Auf das geplante einheitliche Vorgehen konnten sie sich nicht einigen. Damit gelten für Schüler und Lehrer weiterhin unterschiedliche Regeln in den Bundesländern. Immerhin bei einer Sache waren sich die Kultusminister aber sicher: Die Abiturprüfungen sollen in Deutschland alle Schüler machen können.

Künftig soll das Testkonzept in den Schulen so ausgebaut werden, dass allen Schülern, Lehrern und sonstigen Beschäftigten an Schulen zweimal wöchentlich die Möglichkeit für einen Selbsttest angeboten werden kann. Beschäftigten an Schulen mit stetigem Schülerkontakt soll überdies ein früheres Impfangebot gemacht werden.

Corona in NRW: Die höchsten Sieben-Tages-Inzidenzen im Überblick

Update, Donnerstag (8. April), 19.40 Uhr: Wo sind in NRW aktuell die Inzidenzen am höchsten? Unsere Tabelle gibt die Übersicht:

Kreis/StadtInzidenz, 8. April
Landkreis Siegen-Wittgenstein182,7
Landkreis Märkischer Kreis179,2
Remscheid176,0
Solingen173,3
Wuppertal165,9
Herne156,0
Duisburg153,8

Corona in NRW: Nächster Corona-Gipfel steht offenbar auf der Kippe

Update, Donnerstag (8. April), 18.40 Uhr: Die für Montag geplante Ministerpräsidentenkonferenz steht offenbar auf der Kippe. Laut den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland gilt ein „abgestimmter Vorschlag“ als Voraussetzung für eine Bund-Länder-Konferenz. Da dieser aktuell aber noch fehle, würde die Konferenz am Montag immer unwahrscheinlicher werden. Denkbar sei eine Verschiebung auf Mittwoch.

Auch die Nachrichtenagentur Reuters will am Donnerstagnachmittag erfahren haben, dass die Zweifel unter den Länderchefs immer größer werden würden. Grund für die Zweifel sei ein Streit darüber, was eigentlich beschlossen werden soll.

Corona in NRW: Inzidenz in Dortmund wieder über 100

Update, Donnerstag (8. April), 18.10 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet am Donnerstag insgesamt 160 neue Corona-Infektionen, wobei sich 41 Personen 16 Familien zuordnen lassen. Der Inzidenzwert wird voraussichtlich bei 102 liegen. Den genauen Wert gibt das Robert-Koch-Institut (RKI) erst um Mitternacht bekannt.

Corona in NRW: Distanzunterricht ab Montag nach den Ferien

Update, Donnerstag (8. April), 17 Uhr: Die Konferenz der Kultusminister ist seit 16 Uhr in vollem Gange. Diskutiert wird unter anderem über einheitliche Regeln in Deutschland zum Schulstart nach den Osterferien.

Nach aktuellen Informationen der Rheinischen Post, plant NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer offenbar, das Schüler in NRW ab Montag wieder per Distanzunterricht lernen. Damit würden die Schulen vorerst geschlossen bleiben. Eine Ausnahme bilden die Abschlussklassen. Als Begründung für die Entscheidung habe das NRW-Schulministerium die ungewisse Infektionslage genannt.

Corona in NRW: Mehrheit der Deutschen würden sich mit Sputnik V impfen lassen

Update, Donnerstag (8. April), 16.25 Uhr: Die Mehrheit der Deutschen würde sich einer Umfrage zufolge mit dem russischen Corona-Impfstoff Sputnik V impfen lassen, sobald dieser von der EU-Arzneimittelbehörde (EMA) zugelassen wird. 55 Prozent der Befragten sind dem Impfstoff gegenüber offen, wie aus einer Yougov-Umfrage für das „Handelsblatt“ hervorgeht.

19 Prozent der Umfrageteilnehmer lehnten eine Impfung mit Sputnik V komplett ab. 14 Prozent seien sich aktuell noch unsicher, ob sie sich impfen lassen würden. 12 Prozent der Befragten gaben an, sich gar nicht gegen Corona impfen lassen zu wollen.

Corona in NRW: Kita-Betrieb bleibt nach den Ferien eingeschränkt

Update, Donnerstag (8. April), 16.15 Uhr: Auch nach den Osterferien wird es in NRW einen eingeschränkten Regelbetrieb geben. Das teilte Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Nachmittag auf Nachfrage des WDR mit. Es bleibe bei der um zehn Wochenstunden reduzierten Betreuung in festen Gruppen. Grund für diesen Schritt sei die „derzeit unsichere Entwicklung des Infektionsgeschehens“, sagte Stamp.

Gleichzeitig kündigte der Familienminister ein umfassendes Testkonzept an:  „Nach ausführlichen Beratungen mit Wissenschaftlern und Pädagogen haben wir uns entschieden, dass die Stäbchen-Tests, die nur minimal in die Nase eingeführt werden können, bei kleineren Kindern durch die Eltern zu Hause durchgeführt werden können – bis andere, leichter handhabbare Testmöglichkeiten massentauglich und praktikabel sind.“

Eltern sollen ab der kommenden Woche zwei Tests pro Woche für ihre Kinder bekommen. Auch Beschäftigte sollen sich ab dann zweimal wöchentlich auf Corona testen lassen können.

Corona in NRW: Kreis in NRW richtet Ausgangssperre ein

Update, Donnerstag (8. April), 15.35 Uhr: Wie das Onlineportal come-on.de aus mehreren Quellen erfahren haben will, soll der Märkische Kreis als Reaktion auf die hohen Inzidenzzahlen eine Ausgangssperre verhängen. Außerdem sollen die Schulen nach den Osterferien noch eine Woche länger geschlossen bleiben. Bis zum 16. April gibt es Distanzunterricht.

Die Ausgangssperre soll nachts und für den gesamten Märkischen Kreis gelten. Genaue Uhrzeiten seien aktuell noch nicht bekannt - ebenso wenig, wie die Ausgangssperre kontrolliert werden soll.

Corona in NRW: Verdi fordert Schutzstrategie als Überbrückung zur zweiten Impfung

Update, Donnerstag (8. April), 15 Uhr: Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Schutzstrategie als Überbrückung zur zweiten Corona-Impfung. Grund dafür sei, dass Kita-Beschäftigte in stetigem Kontakt mit den Kindern seien und sich dadurch anstecken könnten.

„Der Ministerpräsident hat es gemeinsam mit seinem Gesundheitsminister in der Hand. Sie müssen die Möglichkeit nutzen, lokal auf Entwicklungen zu reagieren und den sogenannten Brückenlockdown, wie ihn der Ministerpräsident fordert, in NRW anzuwenden. Nur so können hohe Inzidenzen runtergefahren werden - dazu braucht es keine eigene Entscheidung der Konferenz der Länder“, meint Verdi-Landesleiterin Gabriele Schmidt.

Coronavirus in NRW: Nächste Impfgruppe kann Termine buchen

Update, Donnerstag (8. April), 13.45 Uhr: Nachdem heute die Corona-Impfungen für den Jahrgang 1941 in NRW angelaufen sind, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) mit, dass in Kürze auch die Terminvergabe für diejenigen freigeschaltet wird, die 77 und 78 Jahre alt sind. Außerdem zeigen sich Gesundheitsministerium und KVWL zufrieden mit dem Buchungssystem. Es laufe stabil und noch stünden ausreichend Termine für die 79-Jährigen zur Verfügung.

Corona: Divi-Leiter mit wütendem Appell an die Bundesregierung

Update, Donnerstag (8. April), 11.30 Uhr: Der wissenschaftliche Leiter des DIVI-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, warnt vor einer erneuten Überfüllung von Deutschlands Intensivstationen und sendete auf Twitter einen wütenden Appell an die Regierung. „Liebe Entscheidungsträger, wie hoch sollen die Zahlen denn noch steigen, bevor ihr reagieren wollt??? Wir verpassen jede Ausfahrt zur Senkung der Zahlen“, heißt es in dem Tweet. Und weiter: „Unser Prognosemodell im Abgleich mit den realen Zahlen (in Grün) spricht Bände. Bitte handelt endlich!“, so Karagiannidis. Dazu postete er ein Bild mit den Graphen über die aktuelle Entwicklung in den deutschen Krankenhäusern.

Seit März steigt bundesweit die Zahl der Intensivpatienten mit Covid-19 wieder deutlich an. Auch Virologe Christian Drosten hatte auf den Beitrag von Karagiannidis mit folgendem Tweet reagiert: „Dies ist ein Notruf“.

Corona: Entscheidung über Modellkommunen in NRW wird vertagt

Update, Donnerstag (8. April), 11.00 Uhr: Eigentlich wollte das NRW-Wirtschaftsministerium heute bekannt geben, welche Kommunen in Nordrhein-Westfalen ihr öffentliches Leben zumindest teilweise und im kleinen Rahmen hochfahren dürfen. Wie die Staatskanzlei nun aber mitteilte, wird sich Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) erst am Freitag über die Projekte informieren und dann entscheiden, welche Kommunen den Zuschlag bekommen. Insgesamt hatten sich 26 Kreise und 20 Städte beworben – acht Kommunen sollen aus verschiedenen Landesbereichen ausgewählt werden. Was unter einer Modellkommune zu verstehen ist und welche Lockerungen dann greifen, ist hier nach zu lesen.

Coronavirus in Dortmund: Arbeitnehmer brauchen mehr Rechtsberatung in der Krise

Update, Donnerstag (8. April), 10.45 Uhr: Wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) aus Dortmund bekannt gab, hat die Zahl derer, die eine Rechtsberatung benötigen, im vergangenen Jahr stark zugenommen. Insgesamt 2.600 Mal kamen die Berater der Gewerkschaft für Bauleute und Reinigungskräfte in der Region zum Einsatz. „Vom Verdienstausfall durch Kurzarbeit über fehlende Atemschutzmasken im Job bis hin zu Problemen bei der Kinderbetreuung – die Pandemie hatte zahlreiche Rechtsstreitigkeiten auch in Dortmund zur Folge“, so die Bezirksvorsitzende Gabriele Henter.

Corona-Impfstoff Sputnik: Die Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Update, Donnerstag (8. April), 10.30 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Gespräche mit Russland angekündigt, bei denen es um die Lieferung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V gehen soll. Bevor es jedoch konkrete Pläne geben soll, wird noch die EU-Zulassung benötigt.  „Dafür muss Russland Daten liefern.“ Solange dies nicht geschehe, könne es keine Zulassung geben, so der Politiker. Erst in einer zweiten Frage könne man dann über eine Bestellung reden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte am Mittwoch (7. April) im Alleingang einen Vorvertrag mit dem Hersteller des russischen Impfstoffs Sputnik V unterzeichnet.

Corona-Impfungen in NRW: Nächste Impfgruppe ist dran

Update, Donnerstag (8. April), 09.45 Uhr: Ab heute sind in NRW die 79-Jährigen offiziell mit der Corona-Impfung dran. Nach Angaben des Düsseldorfer Gesundheitsministeriums können sich ab sofort alle Menschen, die 1941 geboren sind, gegen Covid-19 impfen lassen. Voraussichtlich werden sie mit dem Impfstoff von Biontech geimpft.

Die Altersgruppe war dazu aufgerufen worden, sich seit Dienstag (6. April) Termine zu buchen, was viele auch bereits gemacht hätten. Laut dem NRW-Gesundheitsministerium sind rund 1,6 Millionen Menschen 70 bis 80 Jahre alt. Parallel laufen in den Impfzentren die Erst- und Zweitimpfungen für über 80-Jährige sowie die der gefährdete Berufsgruppen weiter. 

Corona in NRW: Pilotprojekt für Studierende der Uni Düsseldürf

Update, Donnerstag (8. April), 09.00 Uhr: Die Corona-Krise hat auch das Leben an den Universitäten nahezu still gelegt. Vorlesungen am heimischen PC und Online-Klausuren gehörten die letzten Semester zum Uni-Alltag. Nun startet die Uni Düsseldorf ein Pilotprojekt, um eine Rückkehr von 1.000 Studierenden der Studiengänge Chemie und Pharmazie zu ermöglichen. Mit Schnelltests sollen sie ihre Abschlussprüfungen wieder vor Ort schreiben können. Da die ausgewählten Studierenden auf Experimente im Labor angewiesen sind, konnten in den letzten Monate keine Abschlussprüfungen stattfinden.

Corona: Jens Spahn spricht sich für scharfen Lockdown aus

Update, Donnerstag (8. April), 08.40 Uhr: In einem Interview im WDR5 Morgenecho hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für eine Verschärfung des Lockdowns ausgesprochen und stellte dabei private Treffen, Kitas und Schulen und die Wirtschaft in den Fokus. In Unternehmen müsse deutlich mehr getestet werden, nächtliche Ausgangssperren sollen helfen, private Kontakte und somit Neuinfektionen in Städten mit einer Inzidenz über 100 einzudämmen.

Corona-Wirrwar wegen Impfstoff von Astrazeneca

Update, Donnerstag (8. April), 08.30 Uhr: Nachdem EU-Arzneimittelbehörde EMA am Mittwoch (7. April) empfohlen hatte, Astrazeneca uneingeschränkt einzusetzen, hat sich nun auch der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens dazu geäußert. Allerdings hat er sich gegen eine Zweitimpfung mit dem Corona-Impfstoff ausgesprochen. Die Datenlage sei diesbezüglich noch zu gering. Er unterstützte jedoch die Entscheidung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern, Astrazeneca nur noch für Menschen ab 60 Jahren zu verwenden.

Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko).

Corona in NRW: Lieferprobleme für Schnelltests an Schulen

Update, Donnerstag (8. April), 08.00 Uhr: Ab Montag (12. April) geht auch in NRW die Schule nach den Osterferien wieder los. Mit Schnelltests sollte dann weitgehend ein Präsenzunterricht ermöglicht werden. Doch nur weniger Tage vor dem Schulstart verzögert sich die Lieferung der Corona-Selbsttests.

Eigentlich sollten bereits am Mittwoch (7. April) die Tests an den Schulen eintreffen. Nun soll es erst heute oder am Freitag (9. April) soweit sein. Aber auch eine Lieferung am Samstag kann nicht ausgeschlossen werden, sollte es erneut logistische Probleme geben. Grund für die Verzögerung der Anlieferungen sei ein erhöhter Zeitbedarf bei der Zusammenstellung der Sendungsinhalte, heißt es in einem Schreiben der Ministerien für Schule und Kommunales, das an die Schulleitungen versendet wurde.

Corona: Aktuelle Zahlen für Deutschland und NRW

Update, Donnerstag (8. April), 06.00 Uhr: Das Robert Koch-Institut meldet 20.407 Corona-Neuinfektionen binnen der letzten 24 Stunden – das sind rund doppelt so viele im Vergleich zu den letzten Tagen. Möglicherweise ist der sprunghafte Anstieg auf die Nachwirkungen der Osterfeiertage der zurückzuführen. Das RKI geht davon aus, dass sich die Menschen über die Osterfeiertage weniger testen ließen und auch einige Gesundheitsämter die Zahlen über das lange Wochenende erst nachträglich erfasst haben. Heute vor einer Woche hatte das RKI 24.300 Neuinfektionen und 201 neue Todesfälle verzeichnet. Am heutigen Donnerstag wurden bundesweit 306 weitere Todesfälle verzeichnet. Dennoch geht die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin etwas zurück. Aufgrund der aktuellen Datenlage liegt der Wert bundesweit bei 105,7.

Für NRW meldet das RKI binnen der letzten 24 Stunden 4.120 neue Coronafälle und 59 Todesfälle. Damit liegt die Zahl der innerhalb von sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bei 106,9. Die Zahlen in NRW steigen damit ebenfalls erneut an. Allerdings meldete das RKI vor genau einer Woche 4.532 Fälle für NRW und 36 weitere Todesfälle. Nach den Osterfeiertagen waren es jedoch täglich etwa 2000 Neuinfektionen.

Corona: Bundeskanzlerin Merkel will Änderung des Infektionsgesetzes

Update, Mittwoch (7. April), 22 Uhr: Wie die Bild unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, strebt Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Änderung des Infektionsschutzes an. Ziel sei es, die Corona-Maßnahmen bundesweit zu vereinheitlichen, heißt es. Demnach sollen beispielsweise Landkreise bei erhöhten Inzidenz-Werten sowie unter Berücksichtigung anderer Faktoren dazu verpflichtet werden, ihre Maßnahmen zu verschärfen.

Bereits vor rund einer Woche hatte Merkel eine mögliche Änderung des Infektionsschutzgesetzes bei einem Interview in der ARD angesprochen, sagte damals aber: „Ich denke noch nach, ich bin noch nicht abschließend entschieden.“

Corona in NRW: Auch WHO für weitere Verwendung von Astrazeneca-Vakzin

Update, Mittwoch (7. April), 21.10 Uhr: Nachdem die Europäische Arzneimittel-Agentur die Verwendung des Vakzins von Astrazeneca weiter empfohlen hat, hat sich nun auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für den Impfstoff ausgesprochen.

Nach aktueller Datengrundlage scheine ein Zusammenhang mit den seltenen Thrombosen zwar plausibel, aber nicht bestätigt, teilten die Experten des Impfkomitees der WHO mit. Es bedürfe nun weiterer Studien, um eine mögliche Verbindung zwischen der Impfung und den Blutgerinnseln zu untersuchen.

Corona in NRW: Passagierzahlen am Flughafen in Dortmund weit unter Vorjahresniveau

Update, Mittwoch (7. April), 19.55 Uhr: Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie müssen wir in diesem Jahr erst ml noch auf Flugreisen verzichten. Für viele Länder gilt entweder ein Einreiseverbot oder eine Quarantänepflicht. Die verschärften Regeln machen sich auch in den Zahlen des Dortmunder Flughafens bemerkbar.

120.957 Passagiere nutzten im ersten Quartal 2021 den Dortmunder Airport für ihre Reise. Das sind rund 75 Prozent weniger als noch im Vorjahr.

Corona in NRW: Testpflicht für Geimpfte soll künftig entfallen

Update, Mittwoch (7. April), 19.05 Uhr: Wer den vollen Corona-Impfschutz hat, also zweimal geimpft worden ist, soll künftig im Alltag und bei Reisen weitgehend auf Tests verzichten können. Personen mit vollständigem Impfschutz könnten so behandelt werden wie Menschen, die über ein tagesaktuell negatives Testergebnis verfügen.

Das geht aus einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums hervor. Das Thema soll bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am kommenden Montag auf der Tagesordnung stehen, heißt es.

Corona in NRW: Schulen sollen in dieser Woche fünf Millionen Tests bekommen

Update, Mittwoch (7. April), 18.25 Uhr: Um Infektionsketten zu unterbrechen, sollen künftig auch vermehrt Schüler auf das Coronavirus getestet werden. Dazu sollen die Schulen Millionen von Tests bekommen:

 „Die Landesregierung geht für den Schulbereich von einem wöchentlichen Bedarf von 5,5 Mio. Tests bei zwei wöchentlichen Testungen aus. Die entsprechende Testkapazität für die nächsten Wochen ist bestellt und wird den Schulen zur Verfügung gestellt“, heißt es auf Nachfrage von RUHR24 aus dem NRW-Schulministerium. Die Auslieferung der Tests sei nach aktueller Planung für Donnerstag vorgesehen.

Corona in NRW: RKI besorgt über Infektionen in Schulen und Kitas

Update, Mittwoch (7. April), 17.35 Uhr: Das Robert-Koch-Institut zeigt sich über die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus in Schulen und Kitas besorgt. „Die Covid-19-Fallzahlen steigen in allen Altersgruppen wieder an, besonders stark jedoch bei Kindern und Jugendlichen“, heißt es im aktuellen Lagebericht. Bei vielen Infektionen sei der Ort der Ansteckung nicht bekannt.

Die Anzahl der Ausbrüche in Alters- und Pflegeheimen hätte laut des aktuellen Lageberichts aber abgenommen. Viele Infektionen seien auch auf private Haushalte zurückzuführen.

Alle Informationen zu Geschehnissen vor Mittwoch (7. April), 17.35, Uhr findet ihr in unserem alten Live-Ticker zum Coronavirus in NRW.

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa

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