Impfzentren stehen auf Stand-by

Corona-Impfung: Terminvergabe in NRW startet bald – wer sich Hoffnung machen darf

In Deutschland wird gegen das Coronavirus geimpft. Bald gehen auch die Impfzentren in NRW an den Start. Über die Terminvergabe herrscht nun ebenfalls Klarheit.

Nordrhein-Westfalen – In NRW warten 53 Corona-Impfzentren darauf, ihren Betrieb aufzunehmen*. Passieren soll das laut NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann ab Februar – bis dahin stehen die Impfzentren auf Stand-by und sind noch nicht für den Publikumsverkehr geöffnet, berichtet RUHR24.de*.

Erreger Coronavirus, Sars-Cov-2
ErkrankungCovid-19
SymptomeFieber, Müdigkeit, trockener Husten, Geruchs- und Geschmacksverlust
PräventionsmaßnahmenSchutzmaske, Desinfektion, Abstand, Impfung

Corona in NRW: Impfungen in den Altenheimen sollen bis Ende Januar abgeschlossen sein

Am 27. Dezember haben die ersten Impfungen gegen Corona mit dem Impfstoff von Biontech und Pfizer* in Deutschland begonnen. Auch in Nordrhein-Westfalen wurden bereits Menschen geimpft. Das Vakzin wurde zunächst vor allem in Alten- und Pflegeheimen eingesetzt.

Den Angaben von Karl-Josef Laumann zufolge, sollen rund 81.000 Menschen in NRW den Impfstoff gegen das Coronavirus* verabreicht bekommen haben (Stand 4. Januar). 280.000 Impfdosen habe NRW bisher erhalten, die Hälfte davon müsste für die zweite Impfung aufbewahrt werden. Der Gesundheitsminister hoffe, dass die Corona-Impfungen in den Altenheimen bis Ende Januar abgeschlossen sind.

Corona-Impfungen in NRW: Impfstrategie gibt Reihenfolge in Deutschland vor

Und wie soll es danach mit den Impfungen in Nordrhein-Westfalen weitergehen? Mit der sogenannten „Nationalen Impfstrategie“ hat die Bundesregierung vorgegeben, in welcher Reihenfolge in Deutschland geimpft werden soll*. Der Fokus liegt demnach zunächst auf Risikogruppen wie etwa über 80-Jährige oder Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten und Beschäftigte in Krankenhäusern, die regelmäßig mit Covid-Patienten in Kontakt kommen.

Wie die Benachrichtigung für eine Impfung abläuft und wer wie einen Termin bekommt, das hat jedes Bundesland jedoch anders geregelt (mehr Corona-News aus NRW* auf RUHR24.de).

Terminvergabe für Corona-Impfungen in NRW: Berechtigte werden per Brief benachrichtigt

In NRW sollen in den nächsten Tagen alle Berechtigten für eine Corona-Impfung Briefe mit einer Benachrichtigung erhalten. Das verkündete Gesundheitsminister Laumann am Montag (4. Januar). Demzufolge würde ab dem 18. Januar die Gruppe der über 80-Jährigen, die nicht in Heimen leben, ein solches Schreiben bekommen.

Wer diesen Brief erhalten hat, kann dann über die Kassenärztliche Vereinigung (KV) telefonisch (Servicenummer 116 117) einen Impftermin vereinbaren. Denn: Eine Impfung gegen das Coronavirus ist nur mit Termin möglich. „Die Berechtigten melden sich bei der Telefon-Hotline, machen zwei Termine aus und erhalten dann alle Informationen wie den Aufklärungsbogen, den sie zum Impfzentrum mitbringen müssen“, so ein Sprecher der KV Nordrhein gegenüber der Rheinischen Post.

Corona-Impfungen in NRW: Terminvergabe soll bald freigeschaltet werden

Aktuell (Stand 7. Januar) ist eine Terminvergabe allerdings noch nicht möglich. Die Telefonnummer werde erst freigeschaltet, wenn der zugelassene Impfstoff in ausreichender Menge zur Verfügung steht, heißt es vonseiten des NRW-Gesundheitsministeriums. Erst dann ließen sich die Termine für eine Corona-Impfung zuverlässig planen.

Die Impfzentren sind außerdem dazu angewiesen, sich bei dem Ablauf der Impfungen streng an den Impfplan der Bundesregierung zu halten*. Wer für eine Impfung berechtigt ist, muss sein Alter nachweisen. Bei den über 80-Jährigen reicht die Vorlage des Personalausweises. Bewohner und Personal von Pflege- und Altenheimen benötigen eine Bescheinigung der Einrichtung. Personen mit Vorerkrankungen brauchen ein Attest vom Arzt.

Impfplan gibt Reihenfolge vor: Wer in NRW als nächstes geimpft werden soll

All diejenigen, die bereits auf eine Impfung gegen das Coronavirus warten und nicht zur ersten Gruppe im Impfplan gehören, müssen sich also noch etwas gedulden. Das Gesundheitsministerium geht derzeit davon aus, dass die Impfungen der über 80-Jährigen bis Ende März dauern werden. Werden in der Zwischenzeit weitere Impfstoffe zugelassen, verkürzt sich diese Zeitspanne.

Erst dann werden Berechtigte der zweiten Gruppe die Möglichkeit haben, sich ebenfalls impfen zu lassen. Zur zweiten Gruppe gehören unter anderem Personen mit Demenz oder geistiger Behinderung und enge Kontaktpersonen von Schwangeren oder Pflegebedürftigen. Auch Polizisten und andere Beschäftigte „zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung“ können sich dann impfen lassen.

In einer dritten Gruppe sieht der Impfplan die Corona-Impfungen an 60- bis 69-Jährige vor. Auch Personen mit Vorerkrankungen, Lehr- und Erziehungskräfte sowie Beschäftigte im Einzelhandel und Obdachlose können dann einen Impf-Termin ausmachen. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch/dpa

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