Alle News zur Pandemie im Überblick

Corona/NRW: Großer Ausbruch in Duisburg ++ Drastische Zahlen in Dortmund ++ Herne sauer auf Schlachthof

Das RKI hat heute über 22.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind rund 5.000 Fälle mehr als noch am Vortag.

  • NRW befindet sich im November im Corona-Lockdown.
  • Die Corona-Zahlen sind am Anfang des Monats rasant gestiegen.
  • Im Live-Ticker haben wir die wichtigsten News zu neuen Regeln, aktuellen Fallzahlen und weiteren Entwicklungen rund um die Covid-19-Pandemie in der Übersicht.

Update, Freitag (20. November), 6.43 Uhr: Der Live-Ticker wird an dieser Stelle nicht mehr aktualisiert. Alle News zum Coronavirus in NRW gibt es ab sofort in unserem neuen Live-Ticker.

Duisburg: Corona-Kritiker-Demo darf laut NRW-Gericht nicht stattfinden

Update, Donnerstag (19. November), 18.11 Uhr: Die für Sonntag (22. November) angemeldete „Querdenken“-Demo in Duisburg bleibt verboten. Die Stadt Duisburg hatte am Donnerstag in dieser Sache durch das Landgericht Düsseldorf Recht bekommen. Es lehnte den Eilantrag der Demo-Anmelder ab.

Als Grund für das Verbot nennt das Gericht ein fehlendes passendes Hygienekonzept für Teilnehmerzahl und Demostrecke, das mit der Coronaschutzverordnung vereinbar ist. Es sei zu befürchten, dass Teilnehmer gegen das Abstandsgebot und die Maskenpflicht verstoßen, so das Gericht.

Corona-Kontrollen in NRW: Polizei fordert Einhaltung der Maskenpflicht

Update, Donnerstag (19. November), 18 Uhr: Die Polizei in NRW hat angekündigt, im gesamten Land die Einhaltung der Maskenpflicht zu kontrollieren. Die Corona-Kontrollen der Polizei sollen am kommenden Dienstag (24. November) stattfinden - allerdings nur im öffentlichen Nahverkehr. Wer ohne Maske erwischt wird, dem drohen 150 Euro Strafe.

Dortmund meldet zweithöchste Zahl an Corona-Neuinfizierten

Update, Donnerstag (19. November), 17.18 Uhr: Dortmund hat am Donnerstag (19. November) die zweithöchste Zahl an Corona-Neuinfizierten in der Stadt gemeldet. 265 positive Testergebnisse sind dazugekommen. Der Rekord liegt bislang bei 277 am 5. November. 38 Fälle seien aktuell laut Stadt 27 Familien zuzuordnen. 2382 Menschen sind aktuell in Dortmund mit dem Coronavirus infiziert.

Laut Berechnungen der Stadt steigt der Inzidenz-Wert damit auf 219,5. Aktuell liegt er laut Angaben der Robert Koch-Instituts noch bei 206,5. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 191,4 gelegen. Die höchste 7-Tages-Inzidenz hatte Dortmund am 7. November. Damals lag der Wert bei 231.

Zurzeit werden in Dortmund 151 Corona-Patient stationär behandelt (Vorwoche: 141), darunter 29 intensivmedizinisch (Vorwoche: 40), davon wiederum 24 mit Beatmung (Vorwoche: 28).

Vier weitere Todesfälle sind am Donnerstag im Zusammenhang mit Covid-19 dazu gekommen:

  • Ein 64-jähriger Mann mit Vorerkrankungen ist nach stationärer Aufnahme am 23. Oktober am 18. November ursächlich an Covid-19 verstorben.
  • Eine 70-jährige Frau mit Vorerkrankungen wurde am 23. Oktober stationär aufgenommen und ist am 17. November ursächlich an Covid-19 verstorben.
  • Ein 65-jähriger Mann wurde mit chronischen Vorerkrankungen am 3. Oktober stationär aufgenommen und ist am 14. November verstorben, ursächlich an Covid-19.
  • Eine 93-jährige mit Covid-19 infizierte Frau ist am 18. November verstorben, nicht ursächlich an Corona und ohne vorherigen stationären Aufenthalt.

Corona-Tote in NRW: So viele Menschen sind mit Covid-19 gestorben+

Update, Donnerstag (19. November), 17 Uhr: Seit Beginn der Erfassung der Zahl der Corona-Toten sind in NRW 2.819 laborbestätigte Covid-19-Fälle verstorben (Stand: 18. November). Diese Menschen sind entweder mit Covid-19 oder sogar an der Erkrankung gestorben. Gut erkennbar ist in der unten abgebildeten Grafik, dass die Zahl der Toten in den Sommermonaten extrem niedrig war. Seit Oktober allerdings sterben wieder deutlich mehr Menschen mit dem Virus (die Grafik zeigt die Toten vom 20. Februar bis zum 18. November):

Dortmund setzt im Corona-Jahr Zeichen für Schausteller

Update, Donnerstag (19. November), 16.23 Uhr: Auch in Dortmund findet der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr nicht statt. Die Schausteller wollen in diesem für sie so schlimmen Coronajahr ein Zeichen setzen und feiern trotzdem eine symbolische Eröffnung der Dortmunder Weihnachtsstadt. Am 23. November um 18 Uhr sollen kleine Lichter am Boden des Hansamarkts die Umrisse der Weihnachtsmarkt-Buden nachzeichnen.

Bochum startet wegen Corona digitalen Weihnachtsmarkt

Update, Donnerstag (19. November), 16.06 Uhr: In Bochum ist heute ein kleiner digitaler Weihnachtsmarkt gestartet. Das Event in der City von Bochum musste bekanntlich wegen Corona abgesagt werden. Lichtinstallationen und Illuminationen sorgen in dieses Jahr dennoch für Weihnachtsstimmung in der Innenstadt. Buden und Stände bieten ihre Waren stattdessen im Internet an. Rund 30 Weihnachtsmarktstände präsentieren sich in der virtuellen Welt. Andere Händler nutzen leerstehende Ladenlokale, um einen „Pop up-Weihnachtsmarkt“ zu schaffen. Im Angebot sind unter anderem Nüsse, erzgebirgische Volkskunst und Wein.

Corona-Zahlen in Hotspot Herne sorgen für Kritik von Bürgermeister

Update, Donnerstag (19. November), 15.06 Uhr: Jetzt ist offenbar klar, dass ein Corona-Ausbruch in einem Schlachtbetrieb an der A40 in Bochum dafür gesorgt hat, dass die Corona-Zahlen in Herne gestiegen sind. Die Stadt hatte am Donnerstag einen 7-Tages-Inzidenzwert von 352,8. Das ist mit Abstand der schlechteste Wert in ganz NRW. Die Stadt spricht in einer Mitteilung vom Donnerstag jedoch davon, dass es keine Corona-Hotspots in Herne gäbe.

Bei einer Konferenz mit Oberbürgermeistern und Landräten aus dem Ruhrgebiet bat Hernes OB Frank Dudda um Aufklärung des Ausbruchsgeschehens ins Bochum. Dudda: „Ich habe kein Verständnis dafür, dass zum wiederholten Mal durch ein Infektionsgeschehen in Schlachtbetrieben außerhalb Hernes unsere Inzidenzwerte nach oben gehen“. Von der Landesregierung erwarte die Stadt Herne nun klare Regelungen dafür vorzulegen, wenn Krankenhäuser vom Regelbetrieb wieder in den Corona-Betrieb wechseln.

Coronavirus in NRW: Stadt Essen meldet 210 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2

Update, Donnerstag (19. November), 13.01 Uhr: Die Stadt Essen hat soeben die tagesaktuellen Fallzahlen zum Coronavirus (SARS-CoV-2) veröffentlicht. Insgesamt zählt die Ruhrmetropole 7.071 positive Testergebnisse – ein Plus von 210 im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der Genesenen ist im gleichen Zeitraum um 147 auf insgesamt 5.578 gestiegen.

In die aktuellen Fallzahlen sind drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 aufgenommen worden, die bereits am Mittwochabend gemeldet wurden (siehe Update vom 18. November, 17.38 Uhr). Insgesamt steigt die Zahl der Todesfälle auf 79. Aktuell sind in Essen somit 1.414 Personen mit Corona infiziert.

Der Inzidenzwert liegt laut Stadt Essen bei 173,1 – das RKI weist ihn derzeit mit 144,5 aus. Grund für die unterschiedlichen Werte sind Verzögerungen in der Meldekette.

Coronavirus: Fallzahlen in Deutschland laut Lothar Wieler „viel zu hoch“

Update, Donnerstag (19. November), 11.09 Uhr: Auf der heutigen Pressekonferenz hat das Robert Koch-Institut die Situation um das Coronavirus in Deutschland als nach wie vor „sehr ernst“ beschrieben. „Die Fallzahlen sind insgesamt immer noch sehr hoch, viel zu hoch“, so RKI-Präsident Lothar Wieler (59).

Positiv sei, dass die Zahlen aktuell nicht weiter steigen und sich insgesamt „auf einem hohen Niveau stabilisiert“ hätten. Ob das bereits die erhoffte Trendwende in der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie ist, müsse man laut Wieler aber noch abwarten.

Zudem verwies der RKI-Chef darauf, dass die Zahlen der schweren Krankheitsverläufe und der Intensivpatienten stiegen und das aufgrund des Verzugs auch noch weiter tun könnten. Außerdem sei auch „die Zahl der Todesfälle weiterhin sehr hoch“.

RKI-Präsident Lothar Wieler

Coronavirus in NRW: 15 Corona-Fälle in Herne auf Bochumer Schlachtbetrieb zurückzuführen

Update, Donnerstag (19. November), 10.24 Uhr: Die Stadt Herne hat die tagesaktuellen Fallzahlen zum Coronavirus (SARS-CoV-2) veröffentlicht. Insgesamt liegen der Stadt 2.771 positive Testergebnisse vor – ein Plus von 89 im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der Genesenen ist im gleichen Zeitraum um 60 auf insgesamt 1.919 gestiegen.

Aktuell sind in Herne 831 Menschen mit Corona infiziert, von denen 83 stationär behandelt werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 bleibt im Vergleich zum Vortag unverändert bei 21. In den aktuellen Fällen sind 15 enthalten, die auf ein Infektionsgeschehen in einem Bochumer Schlachtbetrieb zurückzuführen sind.

Coronavirus: 37 Kreise und kreisfreie Städte in Deutschland unter Inzidenzwert von 50

Update, Donnerstag (19. November), 9.28 Uhr: Deutschlandweit gibt es noch 37 Kreise und kreisfreie Städte, in denen der Inzidenzwert unterhalb von 50 liegt. Weniger als 35 Neuinfektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen verzeichnen nur noch 17 Kreise und kreisfreie Städte.

Coronavirus: NRW-Innenminister hofft an Silvester auf Zustände wie am Halloween-Wochenende

Update, Donnerstag (19. November), 8.35 Uhr: Werden Silvester-Böller angesichts der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr verboten? Dahingehende Rufe werden lauter. Rainer Wendt (63), Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, sagte in der BILD (Donnerstagsausgabe), das Silvesterfeuerwerk müsse in diesem Jahr ausfallen.

Zu dem Feuerwerk würden sich schnell Alkohol, Personengruppen und Partystimmung gesellen. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hofft auf ähnliche Zustände, wie am Halloween-Wochenende. Da sei es in den „Party-Hochburgen“ ruhig gewesen. Letztlich liegt die Entscheidung über ein Feuerwerksverbot an Silvester bei den Kommunen.

Coronavirus in NRW: Landesgesundheitszentrum meldet 5.428 Corona-Neuinfektionen

Update, Donnerstag (19. November), 7.30 Uhr: Das Landesgesundheitszentrum Nordrhein-Westfalen meldet am heutigen Donnerstag 5.428 Neuinfektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2). Die 7-Tages-Inzidenz steigt somit um 1,6 auf insgesamt 166,5.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 ist um 53 auf insgesamt 2.819 gestiegen. Insgesamt zählt das bevölkerungsreichste Bundesland seit Beginn der Pandemie 216.802 Fälle – von ihnen gelten rund 143.900 als genesen.

Den höchsten Inzidenzwert aller Kreise und kreisfreien Städte in NRW besitzt weiterhin Herne. Dort ist der Wert im Vergleich zum Vortag (336,9) erneut gestiegen und liegt mittlerweile bei 352,8. Herne hat deutschlandweit inzwischen den zweithöchsten Wert, einzig Bautzen registrierte in den vergangenen sieben Tagen noch mehr Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Coronavirus: RKI meldet über 22.000 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland

Update, Donnerstag (19. November), 6.38 Uhr: Das Robert Koch-Institut mit Sitz in Berlin hat am Donnerstagmorgen 22.609 Neuinfektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) gemeldet. Das waren rund 5.000 Fälle mehr als noch am Mittwoch.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 ist um 251 auf insgesamt 13.370 gestiegen. Seit Beginn der Corona-Pandemie hat es in Deutschland 855.916 erfasste Infektionsfälle gegeben. Die Zahl der Genesenen wird auf rund 562.700 geschätzt.

Das Robert Koch-Institut (RKI) mit Sitz in Berlin veröffentlicht einmal täglich die tagesaktuellen Fallzahlen zum Coronavirus (SARS-CoV-2) in Deutschland.

NRW: Schüler fordern Klarheit über Anforderungen im Corona-Jahr

Update, Mittwoch (18. November), 22.41 Uhr: Vertreter von Schülern, Lehrern, Eltern und Opposition fordern von der nordrhein-westfälischen Regierung Klarheit über Leistungsanforderungen an Schulen im Corona-Jahr. So müsse etwa das Abitur angepasst werden, forderte eine Sprecherin der Landesschülervertretung. Es sei nicht realistisch, dass der Lehrplan eingehalten werden könne, so die Sprecherin.

Vertreter von SPD, Grünen, Lehrergewerkschaften und Elternvereinen fordern indes Anpassungen bei Prüfungen, Personal, Sitzenbleiber, Präsenz- und Digital-Unterricht und Sport-Unterricht im Freien.

NRW soll 53 Corona-Impfzentren bekommen

Update, Mittwoch (18. November), 21.09 Uhr: Nordrhein-Westfalen bereitet sich auf Millionen von Impfungen gegen das Coronavirus vor. Im bevölkerungsreichsten Bundesland sollen mindestens 53 sogenannte Impfzentren entstehen. Jeder Kreis bzw. jede Stadt soll mindestens ein Impfzentrum bekommen, teilte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Mittwoch. Pflegebedürftige Menschen sollen durch mobile Impf-Teams mit dem Corona-Impfstoff versorgt werden.

Wer in NRW zuerst mit einer Corona-Impfung rechnen kann, wollte Laumann am Mittwoch nicht sagen. Das hänge maßgeblich vom letztendlich zugelassenen Impfstoff und der vom Bund gelieferten Menge ab.

Weniger Corona-Tests seit dem 9. November

Update, Mittwoch (18. November), 20.43 Uhr: Die Corona-Zahlen steigen in NRW und Deutschland nicht mehr so drastisch wie Ende Oktober und Anfang November, allerdings ist seit Ende Oktober auch die Zahl der durchgeführten PCR-Tests in Deutschland zurückgegangen. So hat sich die Zahl in den vergangenen drei Wochen entwickelt:

KalenderwocheAnzahl der Coronatests in DeutschlandPositiv-Quote
44 (ab dem 16. Oktober)1.626.1327,16
451.587.6977,86
461.384.9439

Die Zahl der PCR-Tests ist also innerhalb von nur drei Wochen von 1,6 Millionen auf 1,3 Millionen gesunken. Gleichzeitig ist die Positiv-Quote der Tests von 7,16 auf 9 gestiegen. Vom Robert Koch-Institut heißt es, je höher die Positivquote sei, desto höher werde die Anzahl unentdeckter Infizierter in einer Population (Dunkelziffer) geschätzt.

Die Daten stammen von Universitätskliniken, Forschungseinrichtungen sowie klinischen und ambulanten Laboren. Das Robert Koch-Institut erhebt sie wöchentlich. Die Nennung der Zahlen erfolgt freiwillig.

Wichtig: Seit dem 11. November gelten in Deutschland neue Testkritieren. Getestet wird nur noch bei schwerer Symptomatik und /oder wenn ein epidemiologischer Zusammenhang zu einem Infektionsgeschehen oder einer Risikogruppe besteht. Außerdem werden inzwischen mehr Antigen-Schnelltests durchgeführt, was die oben genannten Werte beeinflussen kann.

Corona-Zahlen in NRW auf einem „Plateau“

Update, Mittwoch (18. November), 19.30 Uhr: Der starke Anstieg der 7-Tages-Inzidenz wurde durch die Maßnahmen im November offenbar gestoppt, allerdings sprechen viele Politiker von einem „Plateau“, auf dem wir uns derzeit befinden. Was das bedeutet, sieht man aktuell an der Verlaufskurve der 7-Tages-Inzidenz in NRW seit Anfang September. Ab diesem Zeitpunkt ist dieser Wert drastisch gestiegen, bis er Anfang November - möglicherweise durch den Mini-Lockdown - gebremst wurde. Seitdem steigen die Corona-Zahlen in NRW zwar nicht mehr so drastisch, aber sie sinken auch nicht sonderlich. Die Kurve der 7-Tages-Inzidenz-Zahlen gleicht dem Plateau eines Berggipfels. Es ist also sehr gut möglich, dass bei den Bund-Länder-Besprechungen am kommenden Mittwoch weitere Maßnahmen beschlossen werden, um die Corona-Kurve wieder in ein „Tal“ zu führen:

Coronavirus: Infektionsschutzgesetz passiert Bundestag und Bundesrat

Update, Mittwoch (18. November), 18.34 Uhr: Nachdem der Bundestag für eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes gestimmt hat, hat die Änderung nun auch den Bundesrat passiert. Das offiziell als „drittes Bevölkerungsschutzgesetz“ bezeichnete Papier soll Corona-Maßnahmen gesetzlich untermauern. Das ist in dem Gesetz jetzt unter anderem neu:

  • Konkrete Benennung von möglichen Maßnahmen bei Pandemien wie der aktuellen. Also etwa Abstandsgebote, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen oder Beschränkungen im Kultur- und Freizeitbereich,
  • Festgeschriebene 7-Tage-Inzidenz von 35 und 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern pro Woche, ab denen Schutzmaßnahmen getroffen werden sollen,
  • Zeitliche Befristung von Corona-Schutzmaßnahmen auf vier Wochen mit der Möglichkeit zur Verlängerung,
  • Zwang zur Begründung von neuen Verordnungen,
  • Neue Regelung für Verdienstausfälle - etwa von Eltern,
  • Regelung für Impfungen bei Nichtversicherten,
  • Finanzieller Ausgleich für Krankenhäuser, die durch die Pandemie-Maßnahmen Ausfälle haben.

Corona-Zahlen für NRW: Das sind die aktuellen Inzidenz-Werte

Update, Mittwoch (18. November), 17.50 Uhr: Herne, Hagen und Duisburg weisen in NRW derzeit nach wie vor die höchsten 7-Tages-Inzidenzen vor. Herne liegt weiterhin weit über der Marke von 300. Ziel ist es, diesen Wert bundesweit unter 100 zu drücken, besser noch unter 35. Die aktuelle 7-Tages-Inzidenz für NRW beträgt 164,9. So schlagen sich alle NRW-Kommunen aktuell im Vergleich:

Essen meldet weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19

Update, Mittwoch (18. November), 17.38 Uhr: In den vergangenen Tagen hat es in Essen weitere Todesfälle an und in Verbindung mit einer Corona-Erkrankung gegeben, teilt die Stadt am Mittwoch mit.

  • Eine 80-jährige Essenerin ist gestern (17. November) im Alfried Krupp Krankenhaus verstorben.
  • Am vergangenen Montag (16. November) ist ein 87-jähriger Essener an einer Corona-Erkrankung im Alfried Krupp Krankenhaus verstorben.
  • Ebenfalls am Montag (16. November) ist ein 82-jähriger Essener in Verbindung mit einer Corona-Infektion im Universitätsklinikum Essen verstorben.

In Essen liegt die Zahl der verstorbenen Bürger an oder in Verbindung mit einer Corona-Erkrankung aktuell bei 79.

248 neue Corona-Infizierte in Dortmund

Update, Mittwoch (18. November), 17 Uhr: Die Stadt Dortmund hat am Mittwoch (18. November) 248 neue Corona-Inifzierte bekannt gegeben. Das ist der dritthöchste je angegebene Wert. Am 7. November hatte die Stadt 256 Neuinfizierte gemeldet, am 5. November 277 (Rekord). In der Vorwoche waren es zum selben Zeitpunkt 162 Neuinfizierte.

Zwölf Fälle sind aktuell sechs Familien zuzuordnen. 2397 Menschen sind aktuell in Dortmund mit dem Coronavirus infiziert. In der vergangenen Woche waren es zum selben Zeitpunkt 2328 Infizierte. Durch die neu hinzugekommenen Infizierte steigt der Inzidenzwert in Dortmund laut Berechnungen der Stadt auf 203,7 (zuvor 191,9).

Zurzeit werden in Dortmund 160 Corona-Patienten stationär behandelt (Vorwoche: 139), darunter 32 intensivmedizinisch (Vorwoche: 38), davon wiederum 26 mit Beatmung (Vorwoche: 28). Am Mittwoch meldet die Stadt zudem einen weiteren Toten im Zusammenhang mit Covid-19. Es handelt sich um einen 99-jährigen Mann mit chronischen Vorerkrankungen, der nicht ursächlich an Covid-19 gestorben ist.

Große Mehrheit stimmt im Bundestag für Infektionsschutzgesetz

Update, Mittwoch (18. November), 15.57 Uhr: Der Bundestag hat heute Änderungen im Infektionsschutzgesetz verabschiedet. Jetzt muss nur noch der Bundesrat am Nachmittag über die Reform abstimmen. 415 Abgeordnete stimmten für die Änderungen, 236 dagegen. Acht Abgeordnete enthielten sich.

Durch die Änderungen im Gesetz verspricht sich die Bundesregierung eine sichere rechtliche Grundlage für Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Zuletzt hatten Gerichten entsprechende Maßnahmen gekippt - etwa die Sperrstunden für manche Kneipen in Berlin. Der Gesetzestext enthält einen Katalog von möglichen Maßnahmen zum Infektionsschutz, darunter Kontaktbeschränkungen, Geschäftsschließungen sowie die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

NRW-Einkaufszentrum setzt auf Corona-Roboter

Update, Mittwoch (18. November), 15.06 Uhr: In Düsseldorf kommt in einem Einkaufszentrum an der Königsallee seit neustem ein Roboter zum Einsatz, der die Besucher dazu ermuntert, ihre Maske aufzusetzen. „Bitte trage eine Maske, um deine Mitmenschen zu schützen. Ich bin Pepper und achte auf die Maskenpflicht“, sagt das Gerät, wenn Menschen vor ihm stehenbleiben.

In den Augen des Roboters sind Kameras verbaut. Ein Wuppertaler Unternehmen hat die Software für den 1,20 Meter großen Roboter eines japanischen Herstellers entwickelt und ihm nun auch beigebracht, bei der Maskenkontrolle sehr höflich zu helfen. Dem Unternehmen zufolge kann der Roboter unter anderem Mimik interpretieren und darauf reagieren.

Coronavirus: Anti-Corona-Demo unter Einsatz von Wasserwerfen aufgelöst

Update, Mittwoch (18. November), 13.46 Uhr: Die Polizei setzte in Berlin Wasserwerfer ein, um die heutige Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung vor dem Brandenburger Tor aufzulösen. Der Versammlungsleiter erklärte die Versammlung auf der Straße des 17. Juni nach einer Reihe von Verstößen gegen die Maskenpflicht für beendet.

Der Entscheidung zur Auflösung war ein Ultimatum der Polizei vorausgegangen, die geltenden Auflagen für angemeldete Demonstrationen umzusetzen. Weil die mehreren tausend Demonstranten zunächst keine Anstalten machten, den Versammlungsort zu räumen, begann die Polizei mit dem Einsatz von Wasserwerfern.

Die Polizei setzt bei einer Demon gegen die Corona-Einschränkungen der Bundesregierung am Brandenburger Tor Wasserwerfer ein.

Update, Mittwoch (18. November), 13.33 Uhr: Wegen der Pandemie wird Weihnachten dieses Mal anders ausfallen. Doch trotz strenger Corona-Auflagen gibt es Möglichkeiten, das Weihnachtsfest besinnlich zu feiern.

Coronavirus in NRW: Standesamt Bochum reagiert auf hohe Corona-Infektionszahlen

Update, Mittwoch (18. November), 13.19 Uhr: Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen und um sicherzustellen, dass auch weiterhin Trauungen beim Standesamt Bochum durchgeführt werden können, wird die Anzahl der zugelassenen Personen bei Trauungen weiter reduziert. In allen Trauzimmern sind neben dem Brautpaar und dem Standesbeamten vorerst nur noch zwei weitere Personen zugelassen.

Für bereits gebuchte Termine an den Eventorten erfolgt die Festlegung der Personenzahl im Rahmen von Einzelfallentscheidungen entsprechend der Vorgaben der Corona-Schutzverordnung. Alle Brautpaare werden über diese Neuregelung informiert.

Coronavirus in NRW: Herne hat dritthöchsten Inzidenzwert in Deutschland

Update, Mittwoch (18. November), 12.27 Uhr: Der Inzidenzwert der Stadt Herne ist im Vergleich zum Vortag erneut gestiegen. Inzwischen weist Herne deutschlandweit mit 336,9 die dritthöchste 7-Tages-Inzidenz aller Kreise und kreisfreien Städte auf. In den letzten sieben Tagen sind 527 Coronavirus-Neuinfektionen hinzugekommen.

Den deutschlandweit höchsten Inzidenzwert besitzt der Landkreis Freyung-Grafenau im östlichen Bayern. Laut RKI lag er am Mittwoch (18. November, 0 Uhr) bei 353,5. Auf dem zweiten Platz liegt die kreisfreie Stadt Speyer (Rheinland-Pfalz) mit einem Wert von 352,0.

Kreis / Kreisfreie Stadt7-Tages-Inzidenz (18. November, 0 Uhr)
Freyung-Grafenau353,5
Speyer352,0
Herne336,9
Bautzen330,3
Offenbach am Main317,8
Traunstein296,6
Ludwigshafen am Rhein285,6
Passau (Stadt)282,2
Hildburghausen280,1
Hagen278,2
Duisburg277,9

Coronavirus in NRW: 100 Millionen Euro sollen für Impfzentren bereitgestellt werden

Update, Mittwoch (18. November), 11.16 Uhr: Das Land NRW will 53 Impfzentren einrichten und plant vorerst mit Kosten in Höhe von 100 Millionen Euro, wie aus einer Vorlage des Finanzministeriums für Donnerstag hervorgeht. Pro Kreis und kreisfreier Stadt ist je ein Zentrum geplant, dazu sollen mobile Impfteams etwa für Altenheime eingesetzt werden.

Bislang ist abgemacht, dass der Bund den Impfstoff zahlt, währen die Länder für Zubehör wie Spritzen und Kanülen, Logistik und Lagerung aufkommen. Den Betrieb der Zentren – der wichtigste Kostenpunkt – teilt sich das Land mit den gesetzlichen Krankenkassen. Die Rheinische Post berichtete über die Pläne am Mittwoch zuerst.

Update, Mittwoch (18. November), 11 Uhr: Die Stadt Essen hat soeben die tagesaktuellen Fallzahlen zum Coronavirus (SARS-CoV-2) veröffentlicht. Seit Beginn der Covid-19-Pandemie zählt die Ruhrmetropole 6.861 Infektionen – ein Plus von 176 im Vergleich zum Vortag.

Die Zahl der Genesenen ist im gleichen Zeitraum um 159 auf insgesamt 5.431 gestiegen. Aktuell sind in Essen 1.354 Personen infiziert. In die offiziellen Zahlen der Stadt fließt auch ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 ein, der bereits am gestrigen Abend vermeldet wurde. Eine 79-jährige Essenerin ist im Universitätsklinikum an den Folgen der Krankheit gestorben.

Der Inzidenzwert liegt laut Stadt bei 168,9 – das RKI gibt ihn mit 153,8 an. Grund dafür sind Verzögerungen in der Meldekette.

Coronavirus in NRW: Corona-Fall in der vierten Klasse an der Grilloschule in Unna

Update, Mittwoch (18. November), 10.35 Uhr: An der Grilloschule in Unna ist ein Kind des vierten Jahrgangs positiv auf Corona getestet worden. Für 21 Kinder und drei Erwachsene ist bis zum 27. November Quarantäne angeordnet worden. Zudem müssen sie sich einem Corona-Test unterziehen. Der OGS-Bereich ist nicht betroffen.

Coronavirus in NRW: Herne zählt 802 aktuelle Infektionen mit SARS-CoV-2

Update, Mittwoch (18. November), 10.29 Uhr: Die Stadt Herne hat die tagesaktuellen Fallzahlen zum Coronavirus (SARS-CoV-2) veröffentlicht. Seit Beginn der Pandemie liegen 2.682 positive Testergebnisse vor. Aktuell sind 802 Personen infiziert, von denen 83 stationär in Krankenhäusern behandelt werden. 1.859 Personen gelten als genesen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 liegt in Herne bei 21. Die Stadt weist laut RKI (Stand 18. November, 0 Uhr) mit 336,9 den höchsten Inzidenzwert aller Kreise und kreisfreien Städte in NRW auf.

Coronavirus: Claus Kleber nach Interview mit Joachim Stamp im Netz gefeiert

Update, Mittwoch (18. November), 9.41 Uhr: K.o. nach der dritten Runde? ZDF-Moderator Claus Kleber hat im heute journal die Argumentationskette von NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) zum Unterricht an den Schulen während der Covid-19-Pandemie auseinandergenommen. Ein rund einmütiges Video davon geht auf Twitter viral.

Claus Kleber fragte den Vizeministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, warum die Länder den Schulen nicht den viel zitierten „halben Unterricht“ erlauben würden. Joachim Stamp erklärte, dass Schulen kein „Virenschleuderapparat“ seien und dies auch durch „alle Studien“ belegt sei. An dieser Stelle unterbrach der ZDF-Moderator erstmals, eine neue Studie aus München würde das Gegenteil behaupten.

Weiter im virtuellen Boxkampf: Lehrer, Virologen und Elternverbände seien sich einig, dass an den Schulen derzeit zu wenig Infektionsschutzmaßnahmen ergriffen würden, behauptet Claus Kleber. Joachim Stamp rechnet vor, dass für einen „halben Unterricht“ doppelt so viele Lehrer benötigt würden und es die schlicht nicht geben würde. Wieder hat der FDP-Politiker die Rechnung ohne den ZDF-Moderator gemacht.

„Nein, sie brauchen einen digitalen Anschluss an das real existierende Klassenzimmer“, fällt ihm Claus Kleber ins Wort. Im weiteren Verlauf des Interviews folgt eine eindeutige Abrechnung mit den ergriffenen Vorbereitungsmaßnahmen an den Schulen seit Beginn der Corona-Pandemie.

„Die Konferenz bei der Bundeskanzlerin heute war eine Videokonferenz. Kein Ministerpräsident würde mehr in einen engen Raum mit 30 weiteren Menschen gehen. Die Schüler sollen das tun. Was anderes haben sie nach acht Monaten Vorbereitung in den Schulen nicht zu bieten.“

Coronavirus: Paul-Ehrlich-Institut befürwortet Wettkampf bei Impfstoff-Entwicklung

Update, Mittwoch (18. November), 9.03 Uhr: Nach Biontech und Pfizer hat auch das US-Unternehmen Moderna vielversprechende Daten zur Wirksamkeit eines Impfstoffkandidaten gegen das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) veröffentlicht. Das Paul-Ehrlich-Institut befürwortet den Wettbewerb zwischen mehreren Pharmaunternehmen.

„Wettkampf ist immer gut, denn Kompetition bewirkt, dass alle immer ihre Höchstleistungen bringen“, sagte Klaus Cichutek, Präsident des Instituts, im ZDF-Morgenmagazin. Mit Blick auf den großen Bedarf an Impfstoffen, sei es ohnehin notwendig, dass Corona-Impfstoffe von mehreren Herstellern zugelassen werden.

Auch hinsichtlich der verschiedenen Wirkungsweisen und der Lager- und Transportfähigkeit seien mehrere Impfstoffe sinnvoll. Mögliche Gesundheitsgefahren durch das hohe Tempo bei der Entwicklung seien bislang nicht erkennbar.

Coronavirus in NRW: 4.156 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 in Nordrhein-Westfalen

Update, Mittwoch (18. November), 7.54 Uhr: Das Landesgesundheitszentrum NRW meldet am heutigen Mittwoch insgesamt 211.374 Infektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) - ein Plus von 4.156 im Vergleich zum Vortag. Mit den heutigen Zahlen sinkt die 7-Tages-Inzidenz im bevölkerungsreichsten Bundesland um 1,1 auf 164,9.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 steigt in Nordrhein-Westfalen um 66 auf insgesamt 2.766. Aktuell sind in NRW 68.700 Personen mit Corona infiziert. Die Zahl der Genesenen liegt bei rund 139.900.

Die Stadt Herne bleibt mit einem Inzidenzwert von 336,9 trauriger Spitzenreiter. Es folgen Hagen (278,2), Duisburg (277,9), Düren (260,0) und Solingen (239,9). Über die Suchfunktion könnt ihr euch die Corona-Lage in eurem Landkreis anzeigen lassen:

Update, Mittwoch (18. November), 6.19 Uhr: Das Robert Koch-Institut meldet am heutigen Mittwochmorgen 17.561 Neuinfektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) in Deutschland. Im Vergleich zur Vorwoche verzeichnete das RKI einen leichten Rückgang der Ansteckungszahlen - vergangenen Mittwoch wurden 18.487 neue Fälle gemeldet.

Insgesamt wurden seit dem Beginn der Covid-19-Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des Instituts 833.307 Infektionsfälle registriert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 stieg bundesweit um 305 auf 13.119. Die Zahl der Genesenen lag bei rund 546.500.

Das Robert Koch-Institut (RKI) mit Sitz in Berlin veröffentlicht einmal täglich die tagesaktuellen Fallzahlen zum Coronavirus (SARS-CoV-2) in Deutschland.

Mehr Schule wegen Corona? Präsident des Lehrerverbands macht Vorschlag

Update, Dienstag (17. November), 21.27 Uhr: Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, bringt für von Corona geplagte Schüler einen neuen Vorschlag ins Gespräch. Gegenüber der Passauer Neuen Presse brachte er die Idee eines freiwilligen Zusatzjahres ins Spiel, das etwa für Schüler in Abschlussklassen oder mit besonderem Förderbedarf helfen könnte, dauerhafte Lernrückstände zu vermeiden.

Die nicht rechtskräftigen Beschlüsse von Bund und Ländern vom Montag kritisierte Meidinger dagegen. Er fordert striktere Hygieneregeln für Schulen und sieht konkrete Beschlüsse in der kommenden Woche als verspätet an. „Das könnte sich noch bitter rächen“, sagte er dem Nachrichtenportal Watson.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich am Dienstag mit der aktuellen Lage unzufrieden. Konkrete Beschlüsse würden zu langsam getroffen, so die Kanzlerin gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Merkel hatte sich von dem Treffen mit den Ministerpräsidenten am Montag weitere Verschärfungen erhofft. Übrig blieb indes vor allem ein Appell an die Bürger, ihre privaten Kontakte noch einmal deutlich zu reduzieren.

Corona-Geld für TV-Produktionen in NRW

Update, Dienstag (17. November), 21.20 Uhr: NRW gehört zu den führenden Filmstandorten in Deutschland und ist mit Abstand Fernsehland Nummer Eins. Doch die TV-Branche leidet derzeit auch unter der Corona-Pandemie. Das Land stellt deshalb 21 Millionen Euro für zwei Ausfallfonds zur Absicherung von Film- und Fernsehproduktionen bereit.

„Mit unserem Beitrag in den beiden Ausfallfonds sorgen wir dafür, dass Dreharbeiten weiterhin stattfinden und somit viele tausende Arbeitsplätze im Medien-Digital-Land Nordrhein-Westfalen erhalten werden können“, heißt es vom für Medien zuständigen Staatsekretär und Chef der Staatskanzlei, Nathanael Liminski.

Coronavirus: Zwei NRW Städte unter den Top-15 in ganz Deutschland

Update, Dienstag (17. November), 20.45 Uhr: Auf der Corona-Landkarte des Robert Koch-Instituts ist fast ganz NRW dunkelrot eingefärbt. Doch unter den Top-15-Städten und Kreisen mit den höchsten 7-Tages-Inzidenzen in Deutschland tauchten am Dienstag nur zwei Städte aus Nordrhein-Westfalen auf: Herne und Duisburg. So schlagen sie sich im Vergleich mit anderen stark von Corona getroffenen Städten in Deutschland:

Stadt / Kreis7-Tages-Inziden
Freyung-Grafenau (Bayern)371,4
Speyer (Rheinland-Pfalz)367,9
Bautzen (Sachsen)338,3
Berlin Mitte331
Herne (NRW)324,7
Offenbach (Hessen)322,4
Traunstein (Bayern)322
Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz)312,3
Augsburg (Bayern)297,4
Passau (Bayern)295,4
Berlin Neuköln291,5
Landkreis Passau (Bayern)285
Erzgebirgskreis283,3
Duisburg278,7
Nürnberg273,2

Im bayrischen Freyung-Grafenau, dem aktuellen Corona-Hotspot von Deutschland, weiß man aktuell nicht, wieso die Zahlen so hoch sind. Gegenüber der Passauer Neuen Presse sagte Landrat Gruber, das Infektionsgeschehen im Landkreis sei „rapide, flächendeckend und diffus.“ Regelrechte Hotspots gebe es nicht, es sei kein Muster erkennbar.

Corona-Proteste am Mittwoch: Polizei startet Durchsuchungen

Update, Dienstag (17. November), 19.09 Uhr: Duisburg ändert aufgrund der hohen Corona-Zahlen (Inzidenz bei aktuell 278,7) den Schulstart an den weiterführenden Schulen. Damit soll die Anreise der Schüler entzerrt werden. Auch Herne hat eine solche Regelung flächendeckend eingeführt. Ab Mittwoch soll der Unterricht in Duisburg dann zwischen 7.30 und 8.30 Uhr starten. Zusätzlich sollen mehr Busse als sonst fahren. Die Regelung gilt vorerst bis zum 18. Dezember.

Corona-Todesfall in Essen: 79-jährige stirbt

Update, Dienstag (17. November), 19 Uhr: Die Stadt Essen meldet einen weiteren Todesfall in Verbindung mit einer Corona-Infektion. Es handelt sich um eine 79-jährige Essenerin, die am gestrigen Montag (16. November) im Universitätsklinikum Essen verstorben ist. Die Zahl der an oder in Verbindung mit einer Corona-Infektion verstorbenen Essener liegt damit aktuell bei 76.

Wegen geplanten Änderungen am Infektionsschutzgesetz: Bundestag wird mit Spam-Mails bombardiert

Update, Dienstag (17. November), 17.54 Uhr: Am Mittwoch (18. November) will der Bundestag im Zuge der Corona-Krise über Änderungen im Infektionsschutzgesetz nachdenken. Corona-Maßnahmen-Kritiker bombardieren Politiker deshalb im Vorfeld mit tausenden kritischen E-Mails. 37.000 Mails seien allein im Büro von CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt eingegangen. Die überwiegende Mehrzahl der Mails habe identische Textstellen. Wer dahinter stehe, könne man nicht klären. Auch Grüne berichteten Ähnliches.

Die Kritiker vergleichen Infektionsschutzgesetzes mit dem sogenannten Ermächtigungsgesetz von 1933. Damals hatte sich der Reichstag selbst entmachtet und die Gesetzgebung auf Reichskanzler Adolf Hitler übertragen.

Aus der Bundesregierung heißt es von Heiko Maas etwa, die Kritiker würden mit dem Vergleich die Opfer des Nationalsozialismus verhöhnen. Alexander Dobrindt sprach vor einer Sitzung der Unionsfraktion von einer böswilligen Lüge, wenn von den Kritikern von einem „Ermächtigungsgesetz“ gesprochen werde. Es gehe nicht darum, dass die Rechte des Parlamentes aufgehebelt, sondern gestärkt werden sollten. Auch Vorwürfe, es gebe keine zeitliche Befristung, seien falsch - ausdrücklich seien Befristungsregelungen in das Gesetz eingearbeitet worden. Auch eine Impfpflicht sei nicht geplant. Hier geht es zum Gesetzesentwurf von CDU/CSU und SPD.

Corona wird wohl für teurere Weihnachtseinkäufe in NRW sorgen

Update, Dienstag (17. November), 17.45 Uhr: Laut einer Umfrage der privaten FOM-Hochschule in Essen könnten die Ausgaben für Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr höher sein, als in den vergangenen Jahren. Grund dafür sei, dass Menschen ihren Angehörigen aufgrund des geringen Kontakts der Vormonate ihr Wertschätzung ausdrücken wollen, so die Studienleiter. Durchschnittlich planen die Menschen Geschenkausgaben von 500 Euro pro Kopf und damit deutlich mehr als in früheren Jahren (2019: 475 Euro, 2018: 472 Euro).

Coronavirus in NRW: 205 neue Corona-Fälle in Dortmund

Update, Dienstag (17. November), 16.44 Uhr: In Dortmund wurden am Dienstag 205 neue Coronafälle gemeldet. Am Montag waren es - kurz nach dem Wochenende - nur 64. Zum gleichen Zeitpunkt in der Vorwoche meldete die Stadt noch 192 Fälle. Im Vergleich zur Vorwoche wurden heute also 13 Fälle mehr gemeldet. Von den aktuell neuen Infektionsfällen sind 14 Fälle acht Familien zuzuordnen. Die Stadt sieht den neuen Inzidenzwert damit bei 189 (aktuell 189,9).

Zurzeit werden in Dortmund 174 Corona-Patienten (Vorwoche: 136) stationär behandelt, darunter 30 intensivmedizinisch (Vorwoche: 35), davon wiederum 24 mit Beatmung (Vorwoche: 26).

Nachdem am Montag fünf Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet wurden, sind am Dienstag drei weitere hinzugekommen. Alle drei sind ursächlich an Covid-19 verstorben. Bei den Verstorbenen handelt es sich um:

  • einen 84-jährigen Mann mit chronischen Vorerkrankungen, welcher am 11. November stationär aufgenommen wurde und am 15. November verstarb,
  • einen 85-jährigen Mann, der am 10. November stationär aufgenommen wurde und am 16. November verstorben ist,
  • einen 78-jährigen Mann mit chronischen Vorerkrankungen, der am 19. Oktober stationär aufgenommen wurde und am 16. November verstorben ist.

Ferner gibt es in zwei Pflegeeinrichtungen in Dortmund Corona-Ausbrüche: Bei der Pflegeeinrichtung St. Barbara wurden 15 Infektionsfälle festgestellt. Hier wurde ein Besuchsstopp verhängt. Gleiches gilt für das Altenheim Volksgarten. Hier wurden 20 Infektionsfälle festgestellt.

Coronavirus in NRW: In diesen 20 Städten und Kreisen ist die 7-Tages-Inzidenz am schlechtesten

Update, Dienstag (17. November), 16.13 Uhr: Herne und Duisburg sind weiterhin die zwei Städte in NRW, die die höchsten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen aufweisen. Die Stadt Herne hatte zuletzt immer wieder die Schallmauer von 300 überschritten. In NRW liegt die 7-Tages-Inzidenz im Schnitt aller Städte derzeit bei 166. Am besten schneiden in dieser Statistik Höxter (87), Soest (86,5), Münster (80,2) und der Kreis Coesfeld (67,1) ab:

Corona in NRW: 7-Tages-Inzidenz in Dortmund sinkt

Update, Dienstag (17. November), 15.49 Uhr: Einen wichtigen Hinweis darauf, wie sich das Coronavirus in NRW entwickelt, ist die 7-Tage-Inzidenz. Ziel ist es, sie im ganzen Bundesland auf einen Wert von unter 50 zu drücken, damit die Gesundheitsämter mit der Nachverfolgung der Fälle hinterherkommen.

Am Beispiel Dortmund ist zu erkennen, dass der Mini-Lockdown im November erfolgreich zu sein scheint - wenn auch mit dennoch zu hohen Zahlen. Seit dem 7. November, als Dortmund eine 7-Tages-Inzidenz von 231,5 hatte, sinkt dieser Wert. Am Dienstag (17. November) meldete das Robert Koch-Institut eine Inzidenz von 189,9. Die Stadt gab vor ein paar Wochen an, mit einer Inzidenz von 100 bei der Nachverfolgung zurechtzukommen. Um die strikten Coronabeschränkungen abzuschaffen, muss der Wert unter 50 oder - besser noch - unter 35 sinken:

Merkel bezeichnet Corona-Entscheidungen als zu langsam

Update, Dienstag (17. November), 14.55 Uhr: Wenn es um die Entscheidung für neue Corona-Maßnahmen geht, muss sich Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder, also Armin Laschet aus NRW oder Markus Söder aus Bayern, zusammensetzen und Kompromisse finden. Doch genau das geht Merkel offenbar zu langsam.

„Wenn man früher agiert, kann man schneller auch wieder rausgehen aus den Beschränkungen“, sagte Merkel am Dienstag (17. November) bei einer Konferenz der Süddeutschen Zeitung. Merkel forderte, Entscheidungen künftig schneller zu treffen - auch wenn die Intensivbetten noch nicht voll seien. Merkel: „Wenn wir warten würden, bis die Intensivbetten voll belegt sind, wäre es zu spät.“

Die Kanzlerin betonte zudem, sie sei zuletzt emotionaler aufgetreten, weil das Coronavirus die Menschen zu etwas unmenschlichem führe: dazu, Distanz zu halten. „Deshalb muss ich auch anders mit und zu den Menschen sprechen“, sagte Merkel.

NRW hat 41 Millionen Corona-Masken auf Lager

Update, Dienstag (17. November), 14.38 Uhr: Waren die Masken zum Schutz vor Corona zum Anfang der Pandemie noch an manchen Stellen rar, sind die Lager in NRW inzwischen gut mit den Mund-Nase-Bedeckungen gefüllt. 41 Millionen Stück hat Nordrhein-Westfalen derzeit auf Lager. Darunter 29,5 Millionen Mal einen einfachen Mund-Nasen-Schutz, zudem fast 12 Millionen FFP2- beziehungsweise KN95-Masken.

Die Bestände sollen weiter ausgebaut werden, wie das Gesundheitsministerium dem NRW-Landtag nun berichtete.

Coronavirus in NRW: Klassenteilung in Schulen laut NRW-Vize Joachim Stamp eine „naive Vorstellung“

Update, Dienstag (17. November), 12.53 Uhr: Der stellvertretende NRW-Ministerpräsident Joachim Stamp hat sich vehement gegen Klassenteilungen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie ausgesprochen. „Es ist doch eine naive Vorstellung zu glauben, ich kann mal einfach eine Klasse teilen“, sagte der FDP-Familienminister im ZDF-heute-journal am Montagabend. Die Landesregierung stehe in engem Austausch mit Kinderärzten und -psychologen. Von ihnen komme der dringende Rat, am Präsenzunterricht festzuhalten.

„Sie können nicht einfach sagen, wir machen jetzt mal halbe Klassen. Sie brauchen dann im Grunde genommen fast das Doppelte an Lehrerinnen und Lehrern, die wir nicht haben“, argumentierte Stamp zudem. ZDF-Moderator Claus Kleber widersprach: Nötig seien vor allem die digitalen Voraussetzungen - und führte das vielbeachtete, aber von der NRW-Regierung untersagte „Solinger Modell“ an.

Nordrhein-Westfalens stellvertretender Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP)

Die bergische Stadt hatte vor zwei Wochen angekündigt, dass in allen weiterführenden Schulen wechselweise eine Hälfte einer Klasse im Präsenz-, die andere Hälfte daheim im Distanzunterricht lernen soll. Die Kommune sei dafür digital gut gerüstet, habe im Vorfeld mit den Schulen beraten, die bereits Vorbereitungen getroffen hätten. Stamp sagte dagegen: „Solingen wollte eine flächendeckende Maßnahme treffen, die so auch nicht in Ordnung war, weil das auch gar nicht alle Schulen dort wollten.“

Der Landesregierung gehe es um die Bildungschancen derjenigen Schüler, die Zuhause nicht auf Unterstützung bauen könnten, „wenn sie da allein vor dem Gerät sitzen“. Beim Lockdown im Frühjahr seien viele Kinder unter die Räder gekommen. Für eine Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten am Montag hatte eine Vorlage des Bundes auch den Vorschlag zur Klassenteilung umfasst, eine Entscheidung über das weitere Vorgehen an den Schulen wurde aber auf den 25. November vertagt.

Coronavirus in NRW: 7-Tages-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen leicht gestiegen

Update, Dienstag (17. November), 9.08 Uhr: Nordrhein-Westfalen zählt am heutigen Dienstag 4.405 Neuinfektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2). Die 7-Tages-Inzidenz in NRW steigt dadurch um 1,4 auf 166,0. Das bevölkerungsreichste Bundesland beklagt zudem 63 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

Die Zahl der Genesenen wird derweil auf rund 135.700 geschätzt. „Spitzenreiter“ in puncto 7-Tages-Inzidenz bleibt Herne mit einem Wert von 324,7. Danach folgen Duisburg (278,7), Düren (266,0), Hagen (245,5) und Hamm (228,4).

Coronavirus: RKI meldet über 14.000 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 am Dienstag

Update, Dienstag (17. November), 6.57 Uhr: In Deutschland sind binnen 24 Stunden mehr als 14.000 Corona-Neuinfektionen sowie 267 Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 14.419 neue Ansteckungsfälle innerhalb eines Tages erfasst.

Am Vortag waren es mehr als 10.000 Neuinfektionen gewesen. Die Zahl der Corona-Toten stieg demnach bundesweit auf 12.814 - dies waren 267 mehr als am Vortag.

Im Vergleich zur Vorwoche verzeichnete das RKI jedoch einen Rückgang der Ansteckungszahlen: Vergangenen Dienstag wurden 15.332 Fälle gemeldet. Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des Instituts 815.746 Infektionsfälle registriert. Die Zahl der Genesenen lag bei rund 530.200.

Schule trotz Corona in NRW: Thema vertagt

Update, Montag (16. November), 22.25 Uhr: Schul-Räume halbieren oder Klassen teilen - diese Maßnahme sieht NRW-Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp offenbar kritisch. Der Personalbedarf würde dadurch steigen. Überlegungen solche Art gibt es aktuell seitens der Bundesregierung. Doch in NRW stoßen sie offenbar auf Unverständnis: „Wie weit weg ist das Bundeskanzleramt von unseren Kindern und Familien?“, so Stamp in einem Tweet von Montag. Der Minister betonte, dass man Lehrkräfte bräuchte für digitalen Unterricht. Man könnte Schülern zwar Hausaufgaben mitgeben für eine Woche daheim. „Ohne Betreuung werden aber die Kinder den Anschluss verpassen, deren Eltern das nicht leisten können oder berufstätig sind.“

Wie es in den Schulen in Deutschland weitergehen soll, wollen Bund und Länder am Mittwoch (25. November) bei einer weiteren Konferenz besprechen.

Corona in NRW: Laschet sieht „Zeichen der Hoffnung“

Update, Montag (16. November), 21.11 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sieht in der aktuellen Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen noch keine Trendwende „aber ein Zeichen der Hoffnung“. Grund dafür sei, dass der 7-Tages-Durchschnitt an Infizierten am Montag bei 4219 gelegen hätte - dem niedrigsten Wert sie dem 6. November. Die Zahlen seien laut Laschet aber nach wie vor auf einem „hohen Grundniveau“.

Über 73.000 Schüler in NRW wegen Corona in Quarantäne

Update, Montag (16. November), 21.01 Uhr: Zum Stichtag am 11. November befanden sich mindestens 73.840 Schüler in Nordrhein-Westfalen in Quarantäne, wie das Schulministerium am Montag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Das waren 3,6 Prozent aller Schüler. Bei knapp 5140 Schülern (0,25 Prozent) wurde eine Corona-Infektion nachgewiesen.

Bei den Lehrern waren mindestens 4700 Kräfte (3,0 Prozent) in Quarantäne. Die Zahl der registrierten Infektionen gab das Ministerium hier mit 735 Betroffenen an, was einen Anteil von derzeit 0,5 Prozent ausmache.

Coronavirus: Angela Merkel kündigt weitere Maßnahmen an

Update, Montag (16. November), 19.26 Uhr: Bei den Gesprächen zwischen Bund und Ländern hat man laut Angela Merkel folgende Kern-Punkte festgelegt, die als dringende Empfehlung ausgesprochen werden:

  • Menschen, die Symptome von Atemwegserkrankungen zeigen, sollen sich in Quarantäne begeben, solange, bis die Symptome abgeklungen sind. In Absprache mit einem Arzt soll ein Corona-Test in Erwägung gezogen werden.
  • Alle Menschen sollen auf alle nicht nötigen Kontakte verzichten.
  • Auf private Feiern soll gänzlich verzichtet werden.
  • Treffen im privaten Bereich sollen auf einen anderen festgelegten Hausstand beschränkt werden.
  • Nicht nötige Fahrten in Nah- und Fernverkehr sowie Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit vielen Menschen sollen möglichst vermieden werden.
  • Besuche bei vulnerablen Personen sollen vermieden werden.

Am kommenden Mittwoch (25. November) wollen sich Bund und Länder erneut zusammen setzen, um weitere Maßnahmen zu besprechen. Am heutigen Montag wurden keine sogenannte „Zwischenrechtsänderungen“ vorgenommen, wie Angela Merkel am Abend sagte. Zwischen den Gesprächspartnern habe es unterschiedliche Vorstellungen gegeben, von dem, was jetzt an Maßnahmen nötig sei. Rechtskräftige Maßnahmen sollen erst am kommenden Mittwoch festgelegt werden.

Die Bundesregierung wolle wieder auf einen 7-Tage-Inzidenz-Wert von 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen kommen. Aktuell liegt dieser Wert in Deutschland bei 140. Der Wert von 50 sei laut Angela Merkel wichtig, um Corona-Kontakte in den Gesundheitsämtern wieder gut nachverfolgen zu können.

Angela Merkel machte bei der Pressekonferenz am Abend keinen Hehl daraus, dass sie heute gerne schärfere und rechtssichere Kontaktbeschränkungen beschlossen hätte. Die Beschlüsse, wenn auch nicht als Gesetz festgelegt, seien aber dennoch ernst gemeint. Wichtig sei der Bundeskanzlerin, dass Menschen ihre Kontakte von jetzt an auf einen festen Hausstand beschränken.

Neue Corona-Maßnahmen? Besprechungen ziehen sich bis in den Abend

Update, Montag (16. November), 19.07 Uhr: Die Besprechungen zwischen dem Bund und den Ländern ziehen sich noch in die Länge. Fest steht schon jetzt, dass es laut mehreren Medienberichten Ärger um geplante Corona-Maßnahmen zwischen den Länderchefs und der Bundesregierung um Angela Merkel gegeben haben soll. In Kürze ist eine Pressekonferenz anberaumt.

Gute Corona-News aus Herne: Gestaffelter Schulbeginn funktioniert

Update, Montag (16. November), 18.30 Uhr: Die Stadt Herne meldet, dass der neu eingeführte gestaffelte Schulbeginn „reibungslos“ funktioniere. Die Stadt hatte als erste Kommune landesweit flächendeckend mit allen weiterführenden Schulen den Unterrichtsbeginn für Unter- und Mittelstufe auf unterschiedliche Uhrzeiten zwischen 7.30 und 8.45 Uhr gelegt. Bis zu den Osterferien werden die Klassen 8, 9 und 10 später beginnen und deswegen auch spätere Busse nehmen, um die Schülerströme zu entzerren.

Ende des Monats will die Stadt zudem 900 Laptops bestellen und verteilen, um die Schulen weiter zu digitalisieren. Zudem hat die Stadt, die NRW-weit mit am härtesten von Corona betroffen ist, am vergangenen Wochenende Kontrollen auf Kinderspielplätzen durchgeführt. Seit Ende Oktober gilt dort unabhängig vom Mindestabstand eine Maskenpflicht für Erwachsene und schulpflichtige Kinder.

Derzeit ist Herne dabei, eine Kampagne auf die Beine zu stellen, die für die Einhaltung der Hygieneregeln sensibilisieren soll.

Zwei Todesfälle in Essen: NRW-Stadt mit schlechten Corona-News

Update, Montag (16. November), 18.20 Uhr: Wie auch Dortmund (siehe Update von 18 Uhr) meldet auch die Stadt Essen am Montag Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Eine 87-jährige Essenerin ist am vergangenen Samstag (14. November) in Verbindung mit einer Corona-Infektion verstorben. Die Patientin wurde durch einen ambulanten Pflegedienst betreut und ist Zuhause verstorben. Eine 85-jährige Essenerin ist am vergangenen Dienstag (10. November) an den Folgen einer Coronavirus-Infektion im Alfried Krupp Krankenhaus verstorben.

Die Todesfälle an oder in Verbindung mit einer Corona-Erkrankung steigen in Essen damit auf 75.

Coronavirus in NRW: Dortmund meldet neue Zahlen

Update, Montag (16. November), 18 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet am Montag 64 weitere positive Corona-Testergebnisse. In der vergangenen Woche waren es zum selben Zeitpunkt 28 Corona-Neuinfektionen. Der Inzidenz-Wert liegt damit laut Stadt voraussichtlich bei 186,8 (aktuell 185). Am vergangenen Montag hatte der Wert noch bei 211,1 gelegen.

Von den 64 Neuinfektionen sind drei Fälle zwei Familien zuzuordnen und zwei Reiserückkehrern. 2323 Menschen sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert. Zurzeit werden in Dortmund 160 Corona-Patienten stationär behandelt (letzte Woche 134), darunter 30 intensivmedizinisch (letzte Woche 38), davon wiederum 27 mit Beatmung (letzte Woche 27).

Die Stadt meldet am Montag fünf neue Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19. In Dortmund gibt es damit bislang 30 Todesfälle im ursächlichen Zusammenhang mit Covid-19, weitere 15 mit Covid-19 infizierte Patienten verstarben aufgrund anderer Ursachen.

Bei den Verstorbenen handelt es sich um:

  • einen 85-jährigen Mann mit chronischen Vorerkrankungen, welcher am 11. November stationär aufgenommen wurde und am 15. November ursächlich an Covid-19 starb.
  • eine 92-jährige Frau, welche am 12. November stationär, aufgenommen wurde und am 16. November ursächlich an Covid-19 starb.
  • eine 72-jährige Frau mit chronischen Vorerkrankungen, welche am 28. Oktober stationär aufgenommen wurde und am 15. November ursächlich an Covid-19 verstarb.
  • eine 77-jährige Frau, welche am 15. November stationär aufgenommen wurde und am 16. November ursächlich an Covid-19 verstarb. 
  • eine 92-jährige Frau mit chronischen Vorerkrankungen, welche am 12. November stationär aufgenommen wurde und am 15. November verstarb.

Neue Corona-Maßnahmen: Bundesländer streichen offenbar Merkel-Pläne

Update, Montag (16. November), 16.55 Uhr: Bund und Länder sind sich beim weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie uneins. Bei der Videokonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) haben die Ministerpräsidenten am Montag zum Teil versucht, die vom Bund vorgeschlagenen neuen Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus zu entschärfen.

In einer Beschlussvorlage, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sind wesentliche Vorschläge des Bundes nicht mehr enthalten oder nur noch als Appell und nicht mehr verpflichtend formuliert.

So fehlt zum Beispiel, dass sich Kinder und Jugendliche nur noch mit einem festen Freund oder einer festen Freundin in der Freizeit treffen sollen. Auch wird nur noch an die Bürger „appelliert“, auf private Feiern gänzlich zu verzichten. Und während der Bund ursprünglich den Aufenthalt in der Öffentlichkeit nur noch mit den Angehörigen des eigenen und maximal zwei Personen eines weiteren Hausstandes gestatten wollte, wird im Länder-Papier ebenfalls nur noch an die Bürger appelliert, sich so zu verhalten.

7-Tage-Inzidenz in NRW: So hat sich der Wert seit dem Mini-Lockdown im November entwickelt

Update, Montag (16. November), 15.32 Uhr: Seit dem Start des Mini-Lockdowns im November ist der Wert der 7-Tage-Inzidenz in NRW zunächst bis zum vierten des Monats gestiegen. Seitdem scheint es einen Trend nach unten zu geben, die Zahl sinkt. Zur Mitte des Monats, also gut zwei Wochen nach dem Start der scharfen Beschränkungen für Gastronomie und Kultur, hat der 7-Tages-Inzidenzwert seinen niedrigsten Wert seit Beginn der November-Regelungen erreicht. Am 15. November gab das RKI eine Inzidenz von 164,6 an - die Corona-Zahlen sinken also, bewegen sich aber dennoch auf einem immer noch zu hohen Niveau, wie die Experten des RKI sagen.

Coronavirus in NRW: So sieht die 7-Tage-Inzidenz aus

Update, Montag (16. November), 14.55 Uhr: Duisburg und Herne sind unter den Städten mit der höchsten 7-Tage-Inzidenz in NRW noch immer an der Spitze. Immerhin: Keine Stadt in NRW überschreitet derzeit einen Wert von 300. Die Stadt Herne hatte in der vergangenen Woche eine 7-Tage-Inzidenz von 340. Nach dem Wochenende hat sich die Lage dort (vorerst) etwas beruhigt - wenn auch auf sehr hohem Niveau.

In diesen zehn Städten in NRW sind die Inzidenzwerte - also die Zahl der Menschen, die sich in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner mit Corona infiziert hat - am höchsten:

Coronavirus in NRW: Klagen gegen Maskenpflicht in mehreren NRW-Städten

Update, Montag (16. November), 13.44 Uhr: Gegen mehrere Maskenpflicht-Anordnungen nordrhein-westfälischer Städte sind Bürger mit Klagen und Eilanträgen vor Gericht gezogen. Am Düsseldorfer Verwaltungsgericht seien Anträge gegen die kommunalen Anordnungen in Düsseldorf, Krefeld, Remscheid, Oberhausen, Wuppertal und Duisburg eingegangen, sagte eine Gerichtssprecherin am Montag auf dpa-Anfrage.

Auch die neue Anordnung der Stadt Düsseldorf werde angefochten. Die Landeshauptstadt hatte mit einer sehr weitgehenden Maskenpflicht vor Gericht eine Niederlage erlitten. Daraufhin hatte sie eine neue Anordnung erlassen, die die Maskenpflicht nur noch „in stark frequentierten Teilen der Stadt“ vorsieht wie der Altstadt, Teilen der Innenstadt sowie rund um den Hauptbahnhof.

Coronavirus in NRW: Stadt Essen meldet 117 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2

Update, Montag (16. November), 12.53 Uhr: Die Stadt Essen hat soeben die tagesaktuellen Fallzahlen zum Coronavirus (SARS-CoV-2) veröffentlicht. Am heutigen Montag zählt die Ruhrmetropole insgesamt 6.570 Infektionen - ein Plus von 117 im Vergleich zum Sonntag. Die Zahl der Genesenen ist im gleichen Zeitraum um 73 auf 5.092 gestiegen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 liegt bei 73. Aktuell sind somit 1.405 Essener mit SARS-CoV-2 infiziert. Der Inzidenzwert liegt laut Stadt bei 150,3 - das RKI weist ihn mit 142,8 aus. Die unterschiedlichen Inzidenzwerte resultieren aus zeitlichen Verzögerungen in der Meldekette.

Coronavirus: Fake-Account verbreitet Falschmeldung über Impfstoff

Update, Montag (16. November), 11.44 Uhr: An dieser Stelle haben wir zuvor darüber berichtet, dass das Pharmaunternehmen Biontech noch in diesem Jahr mit der Auslieferung des Impfstoffes gegen das Coronavirus rechne. Es hat sich schnell herausgestellt, dass diese Information von einem Fake-Account verbreitet wurde. Aktuell gibt es keine Hinweise zu einem Auslieferungszeitpunkt.

Coronavirus: NRW verzeichnet weniger Neuinfektionen mit SARS-CoV-2

Update, Montag (16. November), 9.01 Uhr: Einer Statistik zufolge haben sich in NRW weniger Menschen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert als zuvor. Das RKI gab die Zahl der neuen Corona-Fälle im bevölkerungsreichsten Bundesland am Montagmorgen mit 2.754 an - das sind 633 weniger als vor einer Woche.

Die Zahlen sind möglicherweise ein Hinweis darauf, dass die Maßnahmen im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie allmählich greifen. Restaurants und Freizeiteinrichtungen haben seit zwei Wochen geschlossen, der Tourismus liegt auf Eis. Das aktuelle Niveau der Neuinfektionen bleibt mit Blick auf Fallzahlen vergangener Wochen aber noch hoch.

Coronavirus: Bund will Kontaktbeschränkungen offenbar drastisch verschärfen

Update, Montag (16. November), 7 Uhr: Der Bund will die Kontaktbeschränkungen schon vor Ablauf des Teil-Lockdowns im November drastisch verschärfen. Unter anderem sollen sich weniger Menschen verschiedener Haushalte treffen dürfen, auf private Feiern soll bis zum Weihnachtsfest ganz verzichtet werden.

Zudem will der Bund die Maskenpflicht an Schulen ausweiten, bei zu kleinen Räumen sollen Klassen geteilt werden. Das geht aus dem der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin vorliegendem Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes für die Video-Konferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten an diesem Montag vor.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berät heute mit den Ministerpräsidenten über verschärfte Corona-Maßnahmen.

Zur Begründung heißt es darin: „Der Verlauf der letzten Tage lässt hoffen, dass die hohe exponentielle Infektionsdynamik gestoppt werden konnte, ein Sinken der Neuinfektionszahlen ist jedoch noch nicht absehbar. Deshalb sind weitere Anstrengungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens erforderlich.“ Vorgeschlagen wird zudem ein weiteres Treffen eine Woche später, am 23. November. Die Pläne im Überblick:

  • Private Treffen: Kinder und Jugendliche sollen angehalten werden, sich nur noch mit einem festen Freund in der Freizeit zu treffen. Private Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten sollten sich generell nur noch auf einen festen weiteren Hausstand beschränken. Verzicht auf private Feiern bis zum Weihnachtsfest.
  • Quarantäne: Empfehlung, sich bei Erkältungssymptomen (insbesondere Husten und Schnupfen) unmittelbar in Quarantäne zu begeben. Distanz zu anderen Mitgliedern im Hausstand wahren, Krankschreibung soll telefonisch durch den Hausarzt erfolgen.
  • Schulen: Mund-Nasen-Schutz für Schüler aller Jahrgänge und für Lehrer auf dem Schulgelände und während des Unterrichts. Klassen sollen halbiert und in festen Gruppen unterrichtet werden. Mindestabstand von 1,5 Metern soll in Schulbussen sichergestellt werden. Distanzunterricht im Falle von Quarantänemaßnahmen.
  • Schutz von Risikogruppen: Vergünstigte FFP2-Masken für besonders gefährdete Personen. Besuche bei besonders gefährdeten Menschen nur dann unternehmen, wenn alle Familienmitglieder symptomfrei sind und seit einer Woche in keiner Risikosituation waren.
  • Impfzentren: Die Länder sind gehalten, ihre Impfzentren und -strukturen ab dem 15. Dezember so vorzuhalten, dass eine kurzfristige Inbetriebnahme möglich ist.
  • Nachverfolgung von Infektionen: Maßnahmen wie eine Quarantäne sollen bei einem Ausbruchsgeschehen in einem bestimmten Cluster auch ohne positives Testergebnis angewendet werden.
  • Gesundheitsämter: Bis Ende des Jahres sollen die neuen digitalen Werkzeuge zur Erfassung der Infektionen in den Behörden deutlich stärker genutzt werden. Zudem soll die Corona-Warn-App fortwährend verbessert und mit neuen Funktionen angeboten werden.
  • Maßnahmenevaluation: Das Treffen an diesem Montag - zwei Wochen nach Inkrafttreten der November-Kontaktbeschränkungen - war zunächst nur für eine Zwischenbilanz gedacht. Wie es ab Dezember bis Weihnachten weitergeht, soll dann in der kommenden Woche beraten werden. Als Terminvorschlag nennt das Papier den 23. November.

Coronavirus: RKI meldet am Montag 10.824 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2

Update, Montag (16. November), 6.50 Uhr: In Deutschland sind mehr als 10.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) innerhalb eines Tages verzeichnet worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 10.824 neue Ansteckungsfälle innerhalb eines Tages erfasst. Am Vortag waren es knapp 17.000 Neuinfektionen gewesen.

Da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln, liegen die Fallzahlen des RKI sonntags und montags in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen. Im Vergleich zur Vorwoche verzeichnete das RKI allerdings einen deutlichen Rückgang der Ansteckungszahlen: Vergangenen Montag wurden 13.363 Fälle gemeldet.

Update, Sonntag (15. November), 21.30 Uhr: Gegenüber der BBC sprach Biontech-Chef Ugur Sahin über den Corona-Impfstoff und die Strategie im Jahr 2021. Es bestehe die Möglichkeit, einen normalen Winter 2021 erleben zu können, so Sahin. Für den Fall, dass der Impfstoff bald zugelassen werden würde und sich die Ergebnisse bestätigen würden, gebe es Hoffnung.

Coronavirus in NRW: Biontech-Chef macht im Gespräch mit der BBC Hoffnung auf einen normalen Winter 2021

Eine Sache machte der Wissenschaftler gegenüber der BBC aber deutlich. Dieser aktuelle Corona-Winter werde sehr hart. Im kommenden Sommer würden die Infektionszahlen automatisch sinken. Dann sei es wichtig eine gewisse Immunisierung zu generieren. Das müsse vor dem nächsten Herbst geschehen.

Update, Sonntag (15. November), 20.30 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet hat sich heute den Fragen der Bild zur aktuellen Corona-Pandemie gestellt. Er wolle, wie alle 16 Bundesländer, zunächst am Präsenzunterricht festhalten. Man würde alles dafür tun, damit das so bleibt. In 95 Prozent der Schulen in NRW würde der Präsenzunterricht gut laufen.

Coronavirus in NRW: Armin Laschet will Präsenzunterricht erhalten

Zudem versichert er, dass es am Montag (16. November) keine Öffnungen in den Bereichen des öffentlichen Lebens geben werde. Das sei zu früh und über den Dezember brauche man aktuell noch nicht zu sprechen.

Armin Laschet (CDU) spricht über die Corona-Pandemie in NRW und Deutschland

„Wenn wir in den Kontaktbeschränkungen erfolgreich sind, dann können wir Anfang Dezember leichter über Weihnachten reden als zum heutigen Tag“, sagt der NRW-Ministerpräsident gegenüber der Bild.

Update, Sonntag (15. November), 19.15 Uhr: Wie die dpa berichtet, gab es in mehreren Städten Veranstaltungen der Corona-Kritiker von „Querdenken“. Teilweise waren die Corona-Demos unangemeldet.

In Düsseldorf sind eigentlich 3.000 Teilnehmer erwartet worden. Im Endeffekt sind es laut dpa zunächst rund 300 gewesen. In Bonn löste die Polizei eine Querdenken-Veranstaltung mit 400 Teilnehmern auf. Auch in Paderborn und Aachen gab es Corona-Demos.

Update, Sonntag (15. November), 17.45 Uhr: Die Grünen werfen der NRW-Landesregierung Fahrlässigkeit im Kampf gegen das Coronavirus vor. Das Bundesland NRW sei kein Spielball um das Amt des Bundeskanzlers. Im Detail geht es der Grünen-Chefin Mona Neubaur darum, dass aus dem Prinzip Hoffnung endlich das Prinzip Vorsorge enstehen müsse.

Coronavirus in NRW: Die Grünen kritisieren NRW-Landesregierung in Sachen Corona

Vor allen Dingen Schule und Unterricht gehören aktuell zu den heiß diskutierten Themen in NRW. Yvonne Gebauer (FDP), NRW-Schulministerin, wollte zunächst am Präsenzunterricht festhalten und knickte dann wohl ein.

Sowohl von den Grünen als auch von der SPD gab es Kritik. Zudem wirft Mona Neubaur NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) vor, sich im Sommer zu wenig auf die zweite Welle vorbereitet zu haben.

Update, Sonntag (15. November), 17.20 Uhr: NRW - Besonders die Freizeitbranche ist im Jahr 2020 von der Corona-Krise betroffen. Der beliebte Movie Park im Ruhrgebiet schuldet der Stadt Bottrop angeblich Geld. Die Saison war schlecht. Die Ziele konnten nicht erreicht werden. Trotzdem gibt man sich kämpferisch.

Update, Sonntag (15. November), 15.08 Uhr: Auf Demonstrationen der Corona-Kritiker würden sich laut NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) mehr und mehr Rechtsextreme aufhalten. Gegenüber dem WDR5 äußerte sich der NRW-Politiker heute, dass im Schnitt etwa ein Drittel der Teilnehmer auf den aktuellen Demos der rechtsextremen Szene zuzurechnen seien.

Es sei für die Polizei aktuell schwierig, damit umzugehen. Die Teilnehmer der Corona-Demos, die ein echtes Anliegen hätten, würden den Rechten den Platz verschaffen. Das führt zu einer gewissen Aufmerksamkeit und Medienwirksamkeit der rechtsextremen Szene.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU)

Allerdings, fügt Herbert Reul hinzu, gebe es aktuell noch keine direkten Erkenntnisse zu Verbindungen zwischen Querdenken und der rechten Szene. Die Corona-Kritiker seien politisch unterschiedlich gestaffelt. Allein der Hang zu verschwörerischem Denken sei unter Querdenken verbreitet. Der NRW-Innenminister würde den Querdenkern empfehlen, sich von den Rechtsextremen zu distanzieren.

Update, Sonntag (15. November), 14.08 Uhr: Am Montag (16. November) will sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder beraten. Aktuell habe der Lockdown Light noch keine Erfolge erzielt, sodass Lockerungen vorerst wohl unrealistisch sind, die die dpa berichtet.

Damit wachsen auch die Sorgen um das Weihnachtsfest 2020, das mit großer Voraussicht anders ausfallen wird als in den vergangenen Jahren. Man gehe aktuell davon aus, dass auch die kommenden Monate von diversen Einschränkungen bestimmt sein werden.

Update, Sonntag (15. November), 13.05 Uhr: Wie die dpa berichtet, ist die Debatte um den Sinn von Feuerwerk an Silvester durch die Corona-Krise neu entfacht worden. Die Grünen hatten vorgeschlagen, Silvesterböller und Raketen aufgrund der Infektionslage komplett zu verbieten.

Coronavirus in NRW: Debatte um Verbot von Feuerwerk an Silvester

Generell gegen ein Verbot von Silvesterfeuerwerk ist der Städte- und Gemeindebund NRW. Man müsse in Corona-Zeiten sehr genau hinschauen, was an Silvester möglich ist, so Präsident Roland Schäfer.

Aus seiner Sicht sei ein generelles Verbot überzogen. Es habe in den vergangenen Jahren keine ernsthaften Probleme mit der Feinstaubbelastung, mit Menschenansammlungen oder schweren Verletzungen gegeben. Klar sei jedoch, dass es größere Feiern nicht geben könne.

In den Niederlanden wird es in diesem Jahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie beispielsweise kein Feuerwerk geben.

Coronavirus in NRW: Alle Städte liegen weiter deutlich über dem Grenzwert

Update, Sonntag (15. November), 11.28 Uhr: Der aktuelle Inzidenzwert (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen) liegt aktuell bei 165,7. Doch einige Städte in NRW liegen da deutlich drüber.

  • 1. Herne 318
  • 2. Duisburg 288
  • 3. Düren 220
  • 4. Solingen 220
  • 5. Oberhausen 216

Auf dieser Karte sind die aktuell Werte der einzelnen Städte und Kreise in Deutschland zu sehen:

Update, Sonntag (15. November), 10.56 Uhr: Heute beträgt die Zahl der Neuinfektionen laut RKI in NRW 3.700. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat somit die Marke von 200.000 Covid-19-Infektionen überschritten. Das sind 0,01 Prozent der circa 18 Millionen Menschen im Bundesland.

Update, Sonntag (15. November), 8.42 Uhr: Heute hat das Robert-Koch-Instiut (RKI) insgesamt 16.947 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Am Samstag (14. November) waren es 22.461. Insgesamt steigt die Zahl der Infizierten in Deutschland auf 790.503. Bislang gab es 12.485 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 - 107 mehr als am Tag zuvor.

Hinweis: Alles war vor dem 15. November geschah, lest ihr in unserem alten Corona-Ticker für NRW.

Rubriklistenbild: © dpa, Collage: RUHR24

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