Wüst äußert sich zu Maßnahmen

Corona: Vorbild Bayern? Wüst äußert sich zu Lockerungen der 2G-Regeln in NRW

Im Vorfeld des Corona-Gipfels am Montag (24. Januar) hat NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sich zu möglichen Lockerungen geäußert.

Deutschland – Die Omikron-Variante des Coronavirus sorgt aktuell bundesweit für steigende Zahlen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich dennoch vor den Bund-Länder-Gesprächen gegen schärfere Maßnahmen und für Lockerungen ausgesprochen. Auch NRW-Regierungschef Markus Wüst (CDU) legt gegenüber dem Tagesspiegel seine Position zu möglichen Lockerungen dar.

Hendrik WüstNRW-Ministerpräsident
politische ParteiChristlich Demokratische Union Deutschlands
Alter46 Jahre (geb. 19. Juli 1975)

Omikron-Welle: Bayerns Ministerpräsident gegen Verschärfung

Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vollzieht aktuell einen regelrechten Kurswechsel. Galt er vor der Bundestagswahl 2021 eher als Mahner in der Pandemie, setzt Söder derzeit verstärkt auf Lockerungen. So erklärte der CSU-Chef, Bayern werde am Montag keine Verschärfung von Maßnahmen mittragen, wie Merkur.de berichtet. Zugleich sprach er von baldigen Lockerungen.

Bayerns Regierung wendet bereits jetzt kein 2G im Handel mehr an. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hatte die 2G-Regel im Einzelhandel letzte Woche gekippt.

Vor Corona-Gipfel: Hendrik Wüst (CDU) ist gegen Lockerungen der Corona-Maßnahmen

Im Interview mit dem Tagesspiegel hat sich auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst zu einem möglichen Aussetzen von Maßnahmen geäußert. Anders als Söder hält Hendrik Wüst es aktuell als verfrüht an, bestehende Maßnahmen aufzuweichen.

So erklärte er laut Tagesspiegel: „Ein Signal zu großflächigen, pauschalen Lockerungen käme im Moment noch zu früh.“ Und weiter: „Immer noch sterben rund 1500 Menschen pro Woche an Corona, das Personal in den Krankenhäusern ist komplett ausgelaugt - das kann uns doch nicht kalt lassen.“

Vor dem Corona-Gipfel am Montag (24. Januar) hat NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sich gegen weitreichende Lockerungen ausgesprochen.

NRW-Ministerpräsident: Lockerung der 2G-Regel steht nicht zur Debatte

Auch eine Lockerung der 2G-Regel stehe aktuell für Wüst nicht zur Debatte, berichtet der Tagesspiegel weiter. So habe der NRW-Ministerpräsident verdeutlicht: „Das Schlimmste für die Menschen ist mangelnde Planbarkeit und ein ständiges Hin und Her.“

Statt ständig neue Regeln brauche man, „vom Expertenrat der Bundesregierung eine gute Grundlage, auf der wir eine vorausschauende Politik für die nächsten Wochen und Monate aufbauen können“, so Wüst. Das gelte insbesondere für Erkenntnisse zur Gefährlichkeit der Omikron-Variante (News zum Coronavirus in NRW auf RUHR24).

Die in NRW mitregierende FDP hatte sich zuvor hingegen für Lockerungen ausgesprochen. So erklärte FDP-Landtagsfraktionschef Christof Rasche (FDP), gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung: „Im Handel müssen wir wieder weg von 2G – das gibt es schließlich auch in Bayern und Niedersachsen nicht.“

Vor Corona-Gipfel: Hendrik Wüst (CDU) spricht sich für Impfpflicht ab Frühjahr aus

Hendrik Wüst (CDU) bevorzugt hier offenbar einen vorsichtigeren Weg. Er sprach sich auch dafür aus, bei der Einführung der allgemeinen Impfpflicht mehr Tempo zu machen. „Ab Frühjahr muss diese Pflicht gelten“, so Wüst. Am Sonntag (23. Januar) waren aus Regierungskreisen erste Details zu den Impfpflicht-Plänen bekannt geworden.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) ist Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz. Am Montag (24. Januar) wollen Bund und Länder wieder über Corona-Maßnahmen beraten.

Der Expertenrat, der die Bundesregierung in Corona-Fragen berät, hat sich in einer aktuellen Stellungnahme am Samstag (22. Januar) im Vorfeld dafür ausgesprochen, die derzeit geltenden Maßnahmen weiter strikt umzusetzen. Zudem, so die Experten, seien mögliche weitergehende Maßnahmen bereits vorzubereiten – für den Fall, dass die Hospitalisierungsrate weiter steige. *Merkur.de ist wie RUHR24 Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Martin Schutt/dpa, Oliver Berg/dpa; Collage: RUHR24

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