Bundesgesundheitsminister im Fokus

Apotheker aus NRW enthüllt irre Details über Corona-Aktion von Gesundheitsminister Spahn

Ein Apotheker aus NRW hat haarsträubende Details zur Beschaffung von FFP2-Masken durch Jens Spahn verraten. Es geht um einen enormen Schaden.

Bergisch Gladbach/NRW - Die Versorgung der deutschen Bevölkerung mit FFP2-Masken in der Hochphase der Corona-Pandemie ist offenbar chaotischer abgelaufen, als viele glauben. Jetzt hat ein Apotheker aus Bergisch Gladbach (NRW) Details verraten, die sprachlos machen. Im Fokus: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

NameJens Spahn
PositionBundesgesundheitsminister
Alter40

Corona: NRW-Apotheker verrät irre Details über Fehler von Jens Spahn

Im Interview mit dem Spiegel spricht Apotheker Markus Kerckhoff über einen offensichtlich enormen finanziellen Schaden, den Spahn mit einer Entscheidung angerichtet hat. Konkret geht es um die Erstattung der Kosten für FFP2-Masken, die Apotheken ab dem 6. Januar 2021 an Kunden verteilen sollten.

Apotheker bekamen anfangs für jede verteilte Maske bis zu sechs Euro aus der Staatskasse. Doch der Einkaufspreis hatte im Großhandel damals um ein vielfaches niedriger gelegen, wie Kerckhoff erzählt. Kurzerhand habe er sich dazu entschlossen, 60.000 Masken zu verschenken. „Meine Frau und ich wollten nicht aus der Pandemie Profit schlagen“, erzählt der Apotheker nun im Spiegel-Interview.

NRW-Apotheker hätte in Corona-Pandemie wegen Entscheidung von Jens Spahn gut verdienen können

Für 1,20 Euro das Stück hatte der Apotheker aus Bergisch Gladbach FFP2-Masken auf dem Großmarkt eingekauft. Spahn erstattete aber bis zu 6 Euro, später dann 3,90 Euro. Mit dem Steuergeld kaufte Kerckhoff tausende Masken, nahm aber nicht für alle Geld. Dabei hätte er bis zu 200.000 Euro Marge damit machen können.

Kerckhoff: „Als ich das mit den sechs Euro hörte, habe ich sofort gedacht: Das ist falsch, solche Aufschläge sind in einer pandemischen Situation unmoralisch.“ Er habe die großzügige Zuwendung des Staates als unangenehm empfunden.

Corona brachte Apothekern in NRW offenbar viel Geld - Insider verrät Details

Nicht nur das: Der Apotheker aus NRW packt schonungslos über geldgierige Kollegen seiner Branche aus. So hätten manche Anbieter die hohe Gewinnspanne gezielt einheimsen wollen, etwa in dem sie Kunden mit Amazon- oder Saturn-Gutscheinen in ihre Filialen gelockt hätten. Einige hätten die Ware sogar per „Maskentaxi“ zu den Kunden liefern lassen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (r., CDU) wird für die Kostenerstattung für FFP2-Masken kritisiert.

Jens Spahn selbst sieht Markus Kerckhoff aber nicht in der Schuld. Er sei damals falsch beraten worden, hätte die Preise für die FFP2-Masken nicht gekannt. Die Entscheidung, FFP2-Masken an das Volk verteilen zu lassen, hält der Apotheker aus NRW für richtig. Später sei dann die Erstattung des Einkaufspreises auch gesenkt worden. (Hier weitere Corona-News aus NRW auf RUHR24.de lesen)

Kritik für Apotheker aus NRW: Corona-Masken für Marketingzwecke missbraucht

Indes gibt es auch Kritik für den bergisch-gladbacher Apotheker. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) wirft dem 60-Jährigen vor, die Gratis-Maskenverteilung für eigene Marketingzwecke genutzt zu haben und gleichzeitig Kollegen damit diskreditiert zu haben.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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