Live-Ticker zur Covid-19-Pandemie

Corona in NRW: Streit um Maske im Zug eskaliert +++ Impfstoff in Soest geklaut

Die Corona-Regeln werden in NRW vielerorts gelockert, doch das Coronavirus dominiert das Leben weiterhin. Alle Entwicklungen zur Covid-19-Pandemie im Live-Ticker von RUHR24.

Kreis/StadtInzidenz am 10. Mai laut RKI (Vortag)
NRW (gesamt)128,9 (-0,3)
Dortmund153,7 (-6,3)
Bochum114,6 (-14,2)
Duisburg125,7 (-4,0)
Essen108,8 (-8,9)
Gelsenkirchen145,6 (+/- 0)
Kreis Recklinghausen118,4 (-1,6)
Kreis Unna143,3 (-0,3)

Dieser Live-Ticker wird nicht fortgeführt. Alle weiteren Entwicklungen zum Coronavirus in NRW gibt es im neuen Ticker.

Streit um Corona-Maske: Zugbegleiter in NRW wird angegriffen

Update, Montag (10. Mai), 16.02 Uhr: Am Samstagabend (8. Mai) kam es wegen der Maskenpflicht zu einem Streit zwischen einem Zugbegleiter (52) und einem 27-jährigen Fahrgast. Im Regionalexpress von Dortmund nach Hamm beanstandete der Zugbegleiter, dass der 27-Jährige nur eine OP-Maske trug und nicht die im öffentlichen Personenverkehr vorgeschriebene FFP2-Maske.

Der Mann erklärte, dass er keine FFP2-Maske habe. Als der Zugbegleiter ihn daraufhin aufforderte, den Zug beim nächsten Halt zu verlassen, versetzte der Fahrgast ihm einen Kopfstoß gegen die Stirn. Darauf folgten eine Ohrfeige und ein Stoß gegen die Brust, der den Bahnmitarbeiter zu Fall gebracht haben soll, wie die Polizei berichtet.

Nach der Ankunft des Zuges im Hauptbahnhof Hamm wurden beide Beteiligten durch die alarmierte Bundespolizei in Empfang genommen. Der Zugbegleiter war leicht verletzt, aber geschockt. Er brach seinen Dienst ab. Der 27-jährige Gütersloher wollte sich nicht zu den Beschuldigungen äußern. Die Bundespolizei forderte die Aufzeichnungen der Videoüberwachung aus dem Zug zur Auswertung an.

NRW: Corona-Testzentrum wird mit Böllern angegriffen

Update, Montag (10. Mai), 15.44 Uhr: In Bergkamen im Kreis Unna wurde ein Corona-Testzentrum mit einem sogenannten „Polenböller“ beworfen. Die Polizei hat an einer der Holzhütten erhebliche Beschädigungen festgestellt.

Tourismus in Deutschland geht wegen Corona deutlich zurück

Update, Montag (10. Mai), 15.22 Uhr: Die Corona-Einschränkungen haben den Inlandstourismus in Deutschland im ersten Quartal deutlich ausgebremst. Die Zahl der Gästeübernachtungen lag 2021 in den ersten drei Monaten mit 22,6 Millionen um mehr als zwei Drittel (68,8 Prozent) unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Das geht aus einer Rechnung des Statistischen Bundesamtes hervor.

Biontech erwartet Milliarden-Umsatz durch Corona-Impfung

Update, Montag (10. Mai), 14.57 Uhr: Das Mainzer Unternehmen Biontech erwartet aktuell einen Umsatz von 12,4 Milliarden Euro mit seinem Corona-Impfstoff. Die Umsatzprognose basiere auf den derzeitigen Lieferverträgen über rund 1,8 Milliarden Impfdosen für 2021. Im Zusammenhang mit weiteren Verträgen für Lieferungen im Jahr 2021 würden zusätzliche Umsätze erwartet, wie Biontech mitteilte.

Corona-Impfstoff: Spritzen aus Soest/NRW geklaut

Update, Montag (10. Mai), 14.35 Uhr: Aus einem Impfzentrum in Soest/NRW wurden vorgefertigte Spritzen für die Corona-Impfung gestohlen. Ein Unbekannter sei zunächst mit einer Mitarbeiterin in einer Kabine gewesen und habe sich dann schnell aus dem Gebäude entfernt, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Als der Diebstahl von sechs Spitzen mit dem Impfstoff von Moderna und den dazugehörigen Aufklebern auffiel, hatte sich der Mann bereits im Laufschritt über den Parkplatz abgesetzt.

Schule in NRW: Zwei Städte starten wieder mit Wechselunterricht

Update, Montag (10. Mai), 13.31 Uhr: Für die meisten Schüler in NRW findet der Unterricht nach wie vor zu Hause statt. In Duisburg im Ruhrgebiet dürfen die Schulen seit heute (Montag) aber wieder öffnen. Dort liegt der Corona-Inzidenzwert seit mehr als fünf Tagen deutlich unter 165 – am Montag bei 125,7. Der Unterricht wird zunächst aber nur im Wechselbetrieb stattfinden. Laut der derzeit geltenden Bundes-Notbremse müssen Schulen bei einer Wocheninzidenz von über 165 schließen. Auch in Solingen findet seit Montag wieder Präsenzunterricht im Wechselmodell statt. Die Inzidenz liegt dort bei 158,2.

In NRW dürfen zwei Städte wieder in den Wechselunterricht übergehen.

Immer weniger Intensivpatienten in Deutschland: Mediziner sprechen von positiver Entwicklung

Update, Montag (10. Mai), 13.05 Uhr: Führende Intensivmediziner haben sich aufgrund der sinkenden Infektionszahlen und weniger werdenden Intensivpatienten in Deutschland zuversichtlich geäußert. „Wir befinden uns auf einer abschüssigen Zielgeraden“, so Christian Karagiannidis, wissenschaftlicher Leiter des Divi-Intensivregisters, gegenüber der Rheinischen Post. Die dritte Welle sei gebrochen, die Lage auf den Intensivstationen werde sich voraussichtlich bis Ende Juni entspannt haben.

Grund für die positive Entwicklung seien insbesondere die verhängten Maßnahmen und die Impf-Fortschritte bei den über 50-Jährigen. „Wenn diese Gruppe einen Impfschutz hat, ist der Spuk vorbei“, so der Divi-Leiter weiter. Die Zahl der jungen Intensivpatienten sei insgesamt niedrig.

Impfkampagne in Deutschland: fast jeder Dritte einmal gegen Corona geimpft

Update, Montag (10. Mai), 12.28 Uhr: Die Impfkampagne in Deutschland schreitet weiter voran. Bis zum Montagmorgen wurden laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) über 35 Millionen Dosen verimpft. Davon seien 27,2 Millionen Erstimpfungen verabreicht worden. Das entspreche 32,8 Prozent der Bevölkerung, so der Politiker am Montag in Berlin. Im Laufe des Tages sei damit jeder dritte Deutsche wenigstens einmal gegen Corona geimpft worden. Zweitimpfungen haben bislang 9,4 Prozent der Bevölkerung erhalten.

Niedrige Corona-Inzidenz in Münster – andere NRW-Städte kämpfen mit hohen Werten

Update, Montag (10. Mai), 11.44 Uhr: Die Corona-Situation in NRW scheint sich zunehmend zu entspannen. In einigen Städten sind Lockerungen in Sicht. Am besten ist die Lage derzeit in Münster. Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 56,8, in Coesfeld bei 66,6 und in Soest bei 66,9. Deutlich schlechter sieht es für andere Kreise und Städte aus: Das RKI meldete am Montagmorgen einen Inzidenz-Wert von 254,7 für Leverkusen. Auch in Hagen (227,9), Mettmann (224,5) und im Oberbergischen Kreis (201,4) sind die Werte sehr hoch.

Corona-Pandemie sorgt für mehr Müll in NRW: Schutzmasken gehören in den Restmüll

Update, Montag (10. Mai), 11.24 Uhr: Die Corona-Pandemie sorgt für riesige Mengen Müll. Eine korrekte Entsorgung ist nicht unwichtig. Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) hat die Bürger in NRW deshalb dazu aufgerufen, Schutzmasken und Schnelltest-Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. „Auf Straßen und Gehwegen und in Grünanlagen liegen immer wieder achtlos entsorgte Masken herum. Gebrauchte Schutzmasken und Test-Kits gehören in den Restmüll“, so die Ministerin.

Stiko-Chef Mertens kritisiert Aufhebung der Impfpriorisierung im Juni

Update, Montag (10. Mai), 10.58 Uhr: Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat erneut die Aufhebung der Impfpriorisierung im Juni kritisiert. „Ich finde es bedauerlich, wenn die Frage der Impfkampagne und der Umsetzung zum Gegenstand von Wahlkampf verkommen“, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Es sei „nicht gerecht und nicht sinnvoll“, wenn Menschen mit einem hohen Risiko für eine Erkrankung länger als nötig auf eine Impfung warten müssen.

Laut den Daten der Stiko sind 80 Prozent der über 80-Jährigen einmal und 62 Prozent vollständig geimpft. Rund 3,5 Millionen der 70- bis 79-Jährigen (46 Prozent) und 7,3 Millionen der 60- bis 69-Jährigen (69 Prozent) seien bis Ende April nicht geimpft gewesen. Auch bei den jüngeren Menschen mit Vorerkrankungen sind nur etwa ein Viertel einmal geimpft.

Johnson & Johnson in Deutschland: Spahn verkündet Aufhebung der Priorisierung

Update, Montag (10. Mai), 10.10 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) informierte am Montag bei einer Pressekonferenz in Berlin über den Umgang mit dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson in Deutschland. In Abstimmung mit Bund und Ländern sowie unter Berücksichtigung einer großen Impfbereitschaft habe man entschieden, dass die Priorisierung für das Vakzin ebenfalls aufgehoben wird.

Die Stiko hatte zuvor die Empfehlung abgegeben - wie schon für Astrazeneca - den Impfstoff bei Personen über 60 einzusetzen. In wenigen Fällen sei es bei Jüngeren zu Hirnvenenthrombosen im Zusammenhang mit einer Impfung gekommen.

Die Priorisierung werde nun aufgehoben, weil in der Gruppe der über 60-Jährigen bereits deutlich mehr als 60 Prozent eine Erstimpfung erhalten haben. Der Großteil der Lieferung des Vakzins von Johnson & Johnson komme aber erst im Juni und Juli. Mit der Aufhebung der Priorisierung wolle man allen die Möglichkeit geben, mit diesem Impfstoff geimpft zu werden. Das Vakzin muss als einziges Mittel nur einmal verabreicht werden, um vollen Impfschutz zu gewährleisten.

Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson soll vor allem an über 60-Jährige verimpft werden

Update, Montag (10. Mai), 9.40 Uhr: Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson soll in Deutschland überwiegend bei Menschen über 60 eingesetzt werden. Nach ärztlicher Aufklärung könnten sich aber auch Jüngere dafür entscheiden. Das haben die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Montag erfuhr. Die Priorisierung für diesen Impfstoff wird in Arztpraxen und bei Betriebsärzten aufgehoben.

Corona-Entwicklung bis zum Sommer: Virologe Drosten ist optimistisch

Update, Montag (10. Mai), 8.57 Uhr: Der Berliner Virologe Christian Drosten hat sich zuversichtlich über den Verlauf der Corona-Pandemie im Sommer gezeigt: „Ich denke, dass wir zum Juni hin erstmals Effekte sehen, die der Impfung zuzuschreiben sind“, sagte er im ZDF-„Heute Journal“. Der Sommer könne ganz gut werden in Deutschland. Gerade im Außenbereich werde wieder vieles zugelassen werden können, erklärte er auf die Frage nach Urlaub, Außengastronomie und Grillen mit Freunden.

Der Berliner Virologe Christian Drosten schättz die Corona-Situation im Sommer „ganz gut“ ein.

Man dürfe aber nicht zu früh in „totale Euphorie“ verfallen. Für den Herbst werde die Herdenimmunität die Situation verbessern. „Die Krankheit wird im Herbst nicht verschwunden sein“. Ungeimpfte würden sich weiter anstecken und erkranken können, sagte Drosten. Aber eine unkontrollierte Verbreitung werde es so nicht mehr geben.

Corona in Schulen: NRW startet mit Lolli-Tests für Grundschüler

Update, Montag (10. Mai), 8.15 Uhr: NRW ist das erste Bundesland, dass ab heute die Lolli-Tests flächendeckend an allen Grund- und Förderschulen einführt. Kinder sollen so auf Corona getestet werden. Der Vorteil der Lolli-Tests liegt laut dem Schulministerium in der Genauigkeit: Während die Schnelltests nur in den zwei, drei Tagen der höchsten Ansteckungsgefahr anschlagen, würden die Lolli-Tests schon am ersten oder zweiten Tag der Ansteckung reagieren, so Staatssekretär Mathias Richter.

Nordrhein-Westfalen: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt minimal

Update, Montag (10. Mai), 7.39 Uhr: Auch für Nordrhein-Westfalen liegen die aktuellen Corona-Zahlen vor. Laut RKI wurden 1.696 neue Corona-Fälle in NRW gemeldet. Am vergangenen Montag hatte es 2.330 Neuinfektionen gegeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz im bevölkerungsreichsten Bundesland konnte weiter sinken – und lag am Montagmorgen bei 128,9 (Vortag 129,2). In NRW sind in den letzten 24 Stunden 16 weitere Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 hinzugekommen.

RKI meldet aktuelle Corona-Zahlen für Deutschland: weniger Neuinfektionen

Update, Montag (10. Mai), 6.19 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland lag am Montagmorgen bei 119,1 (Vortag 118,6). Zudem meldeten die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) in den vergangenen 24 Stunden 6.922 Neuninfektionen mit dem Coronavirus. Am Montag vor einer Woche hatte der Wert noch bei über 9.000 gelegen.

Corona-Update: Wirtschaftsminister Altmeier hofft auf baldige Öffnung der Außengastronomie

Update, Sonntag (9. Mai), 22 Uhr: In der ARD äußerte sich der CDU-Wirtschaftsminister Peter Altmeier über die Öffnung der Außengastronomie. Er hoffe, dass man bald öffnen könne.

Die aktuell sinkenden Infektionen würden das wohl bald möglich machen. Auch Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen würden bald wieder öffnen können. Wichtig sei aber ein gemeinsames Vorgehen der Bundesländer.

Corona-Update: EU verlängert Vertrag mit Astrazeneca nicht

Update, Sonntag (9. Mai), 19.20 Uhr: Die Europäische Union (EU) will die Impfstoff-Lieferverträge mit dem Pharmaunternehmen Astrazeneca nicht verlängern. Der Vertrag läuft im Juni aus. Über das ganze Jahr 2021 hat es Lieferprobleme mit dem schwedisch-britischen Unternehmen gegeben.

Corona in NRW: Verwirrung um Schulen in Duisburg aufgeklärt

Update, Sonntag (9. Mai), 18.50 Uhr: Die Verwirrung ist aufgeklärt, wie die WAZ berichtet. Die Schulen in Duisburg können ab Montag (10. Mai) in den Wechselunterricht zurückkehren. Es habe sich um ein Kommunikationsproblem gehandelt. Mitterlweile hat das Gesundheitsministerium die Stadt Duisburg informiert (siehe auch Update von Samstag (9. Mai), 22 Uhr).

Dortmund: Inzidenz sinkt weiter - nur 37 Corona-Fälle am Sonntag

Update, Sonntag (9. Mai), 16.19 Uhr: Die Stadt Dortmund kann ihre 7-Tage-Inzidenz weiter senken. Am Sonntag meldete die Stadt 37 Corona-Neuinfizierte. Nach Berechnung der Stadt sinkt die Inzidenz damit auf 152,8 (vorher: 160,8). Damit liegt dieser Wert den zweiten Tag in Folge unter der für Schulen wichtigen Grenze von 165.  Zurzeit werden in Dortmund 137 Corona-Patient*innen stationär behandelt, darunter 37 intensivmedizinisch, davon wiederum 28 mit Beatmung.

Stadt Dortmund und BVB warnen vor Corona-Gefahr nach DFB-Pokal-Sieg

Update, Sonntag (9. Mai), 15.43 Uhr: Die Stadt Dortmund und der BVB haben für den Fall eines DFB-Pokal-Siegs von Borussia Dortmund am Donnerstag (13. Mai) gegen RB Leipzig Fans davor gewarnt, auf den Straßen zu feiern. Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) in einer Mitteilung von Sonntag: „Wir müssen alle zu Hause bleiben und dort ausnahmsweise einmal auf ruhigere Art einen möglichen Pokalsieg genießen. Nur so kann es uns Fans gelingen, weitere Infektionen zu vermeiden. Entscheiden wir uns für unser aller Gesundheit und Sicherheit.“

Auch BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke meldet sich zu Wort. „Lasst uns am Finalabend auf keinen Fall ins gesundheitliche Risiko gehen. Die Mannschaft weiß, dass alle Fans in Dortmund hinter ihr stehen. Diesmal pandemiebedingt im eigenen Wohnzimmer – und hoffentlich schon im nächsten Jahr wieder auf dem Borsigplatz.“

Corona-Impfungen in NRW: Ethikrat empfiehlt, Ärzten „nicht die Bude einzurennen“

Update, Sonntag (9. Mai), 15.28 Uhr: Noch ist die Impfpriorisierung in Deutschland und NRW nicht gefallen. Das ist erst für Juni dieses Jahres vorgesehen. Bis dahin appelliert der Deutsche Ethikrat, die Priorisierung weiterhin zu beachten. „Die ist noch wichtig“, sagte die Vorsitzende des Gremiums, Professor Alena Buyx, bei einer Diskussionsrunde des Bundesgesundheitsministeriums am Samstag. Viele Menschen mit hohen Gesundheitsrisiken seien noch nicht geimpft.

Hausärzte hatten sich zuletzt für eine schnelle Aufhebung der Impfprio ausgesprochen. Sie sei ein großes Hindernis beim Impfen, hatte der Vize-Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Stephan Hofmeister, im Podcast mit der Ärzte Zeitung kritisiert.

Dass die Impfpriorisierung nicht zu 100 Prozent immer eingehalten werden könne, das erkennt der Ethikrat dennoch an. Ärzte sollte daher laut Alena Buyx „mit Augenmaß und nach ärztlichem Ermessen ihre Patienten impfen.“

An die Menschen, die noch keinen Impftermin haben, appellierte Buyx, noch ein „bisschen Geduld“ aufzubringen. Die Menschen sollten jetzt nicht den Hausärzten „die Bude einrennen, obwohl sie noch gar nicht dran sind“.

Corona-Betrüger in NRW: Justizministerin droht mit harten Strafen

Update, Sonntag (9. Mai), 15.04 Uhr: Wer einen Impfpass mit entsprechenden Corona-Aufklebern und offiziellem Stempel hat, genießt seit heute (9. Mai) bundesweit wieder mehr Grundrechte. Doch längst haben Betrüger ein neues Geschäftsmodell mit gefälschten Impfpässen für sich entdeckt. Vor einem solchen Missbrauch hat Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) nun gewarnt.

Wer den Impfpass fälsche oder einen solchen nutze, gefährde nicht nur andere Menschen, sondern begehe eine Straftat. Diese könne mit einer empfindlichen Geldstrafe oder mit Freiheitsstrafe geahndet werden kann. Das gelte nicht nur für die Fälscher, sondern auch für diejenigen, die die gefälschten Dokumente gebrauchten, so Lambrecht gegenüber der Welt am Sonntag.

Lambrecht sagte, das geplante digitale Impfzertifikat müsse gerade mit Blick auf die anstehende Urlaubssaison „schnellstmöglich“ kommen. „Wir müssen dabei sicherstellen, dass die Übertragung von gefälschten Impfnachweisen auf das elektronische Zertifikat verhindert wird und die Taten zur Anzeige gebracht werden.“ Die Freigabe für die Übertragung soll es nach ihren Worten deshalb dort geben, wo auch geimpft worden sei.

Corona in NRW: Impfzentren verkürzen Abstand bei Astrazeneca nicht nachträglich

Update, Sonntag (9. Mai), 14.04 Uhr: Den Impfstoff von Astrazeneca gibt es inzwischen für Jedermann in NRW, ungeachtet der Impfprio. Auf Impfungen in den Impfzentren hat das allerdings keine Auswirkungen, sagte das Landesgesundheitsministerium am Sonntag. Das Land erhalte momentan keinen Astrazeneca-Impfstoff für Erstimpfungen in den Impfzentren.

Personen unter 60 Jahren könnten sich unabhängig von ihrer Priorisierung in Arztpraxen mit Astrazenaca impfen lassen. Voraussetzung sei eine individuelle Risikoanalyse und die sorgfältige Aufklärung durch den Arzt oder die Ärztin. Mit dem Arzt könne auch eine Verkürzung der Frist bis zur zweiten Impfung auf bis zu vier Wochen vereinbart werden. 

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) betonte, dass auch bei vermehrten Impfungen durch die niedergelassenen Ärzte die Impfzentren weiter notwendig seien. „Diese werden nun schwerpunktmäßig Menschen impfen, die aufgrund ihres Berufs ein Impfangebot erhalten“, sagte er laut einer Mitteilung.

Erstes NRW-Schwimmbad öffnet nach langer Corona-Pause

Update, Sonntag (9. Mai), 11.45 Uhr: Erstmals seit über einem halben Jahr ist am Samstag in Nordrhein-Westfalen wieder ein Schwimmbad für den Publikumsverkehr geöffnet worden. Bei frischen 13 Grad Lufttemperatur startete am Vormittag im Rahmen eines Modellversuchs ein beheiztes Freibad im münsterländischen Billerbeck (Kreis Coesfeld). Kurz vor der Öffnung um 10.00 Uhr hatten sich bereits rund 40 Badegäste vor dem Eingang versammelt.

Corona-Verstoß in NRW: 50 Menschen treffen sich

Update, Sonntag (9. Mai), 10.40 Uhr: Das Ordnungsamt hat in Sankt Augustin mit der Unterstützung der Polizei eine Versammlung von mehr als 50 Menschen aufgelöst. Sie hätten sich trotz Ausgangssperre am späten Samstagabend auf der Straße vor einem Kulturverein getroffen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Ein Anwohner benachrichtigte demnach die Sicherheitskräfte. Für das Verhängen von Strafen sei nun das Ordnungsamt zuständig.

SPD in NRW fordert Corona-Impfteams an Schulen und Kitas

Update, Sonntag (9. Mai), 10 Uhr: Die SPD im Düsseldorfer Landtag fordert mobile Impfteams in Schulen und Kitas, sobald das Biontech-Vakzin für Kinder und Jugendliche zugelassen ist. Laut einem Positionspapier der SPD-Fraktion, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sollen die Schulen und Kitas zwar bei den Eltern nachhaken, dennoch bleibe die Impfung ein freiwilliges Angebot.

Corona-Inzidenz in NRW sinkt weiter – viele Städte mit guter Tedenz

Update, Sonntag (9. Mai), 8.25 Uhr: Die Corona-Lage in den Städten in NRW entspannt sich weiter. Am Sonntag meldet das Robert-Koch-Institut für das bevölkerungsreichste Bundesland 3143 neue Corona-Fälle, was erneut dazu führt, dass die Inzidenz sinkt. Inzwischen liegt sie bei 129,2.

Erfreulich ist auch die Lage in den großen Städten im Ruhrgebiet. Bis auf Duisburg (129,7) und Essen (117,7) gab es am Samstag überall sinkende Inzidenzen. Dortmund hat nun eine Inzidenz von 160,8 – also seit Wochen erstmals unter 165, was bei stabiler Tendenz zurück zum Wechselunterricht führen kann.

Bochum (128,8), Gelsenkirchen (145,6), der Kreis Recklinghausen (120) und der Kreis Unna (143,6) liegen ebenfalls unter der 165er-Marke.

In den größten Städten in NRW, Köln (156,0) und Düsseldorf (107,6) scheint sich die Corona-Lage ebenfalls zu entspannen. Beide Städte zeigen seit Tagen eine absteigende Tendenz.

Sorgenfalten bereiten in NRW immer noch vier Städte, die eine Inzidenz über 200 aufweisen (Hamm hat diesen Wert inzwischen unterschritten):

  • Leverkusen: 238,8
  • Hagen: 223,1
  • Mettmann: 213,2
  • Olpe: 203,1

In 13 Städten in NRW ist die 7-Tage-Inzidenz dagegen inzwischen unter die Marke von 100 gefallen. Aus dem Ruhrgebiet sind darunter: Wesel (92,8) und Mülheim an der Ruhr (89,1).

Corona in Duisburg: Kurioser Verdacht – hat das Gesundheitsministerium etwas vergessen?

Update, Samstag (8. Mai), 22 Uhr: Eigentlich hätten die Schulen in der Ruhrgebietsstadt Duisburg ab Montag wieder in den Wechselunterricht gehen können. Die Inzidenz lag an fünf Tagen hintereinander unter 165. Eine Verfügung des Gesundheitsministeriums wurde erwartet.

Doch die kam bislang nicht. Aus diesem Grund ist nicht klar, ob die Schulen in Duisburg Montag wirklich in den Wechselunterricht gehen können, wie die WAZ berichtet. Einige Schulen hätten allerdings schon die Eltern benachrichtigt, dass die Kinder kommen können.

Corona-Update NRW: Ordnungsämter und Polizei wollen am Muttertag kontrollieren

Update, Samstag (8. Mai), 20 Uhr: Städte wie Düsseldorf und Köln, aber auch die Ruhrgebiets-Städte, wollen am sonnigen Muttertag die Corona-Kontrollen forcieren. Es wird mit einem Andrang an beliebten Ausflugsorten gerechnet. Beispielsweise will Düsseldorf alle verfügbaren Kräfte auffahren, um in der Altstadt oder am Rhein zu kontrollieren.

Corona-Update: Merkel macht Hoffnung auf den Urlaub im Sommer – auch für Ungeimpfte

Update, Samstag (8. Mai), 19 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat im Rahmen des EU-Gipfels in Porto auch über den Sommerurlaub 2021 gesprochen. Wenn man die niedrigen Inzidenzen in einigen Ländern Europas sähe, sei sie sehr hoffnungsvoll. Die Möglichkeit, Urlaub zu machen würde in jedem Fall auch für Menschen gelten, die bis dahin nicht geimpft sind.

Corona-Update: Ab Sonntag (9. Mai) gelten Lockerungen für Geimpfte

Update, Samstag (8. Mai), 18.30 Uhr: Ab Sonntag (9. Mai) gelten für Menschen, die „genesen“ oder „geimpft“ sind, Lockerungen. Das ist seit der Zustimmung des Bundesrates am Freitag (7. Mai) beschlossene Sache.

Corona-Zahlen aus Dortmund: Inzidenz sinkt unter wichtigen Wert

Update, Samstag (8. Mai), 16.10 Uhr: Die Stadt Dortmund hat die neuen Corona-Zahlen bekannt gegeben und rutscht nach eigener Berechnung damit auf eine Inzidenz von 160. Damit liegt diese Zahl unter der wichtigen Schwelle von 165 – das erste Mal seit dem 13. April 2021. Maßgebend ist allerdings die Berechnung des Robert-Koch-Instituts, die um Mitternacht bekannt gegeben wird.

Liegt der Inzidenz-Wert stabil – also an fünf Tagen in Folge – unter 165, darf die Stadt wieder Schüler in den Wechselunterricht schicken. Allerdings wurde die Marke erst an einem Tag unterschritten.

Die Stadt Dortmund hat am Samstag 127 neue Infizierte mit dem Coronavirus gemeldet. Zurzeit werden in Dortmund 136 Corona-Patienten stationär behandelt (Vorwoche 139), darunter 36 intensivmedizinisch (Vorwoche 39), davon wiederum 28 mit Beatmung (Vorwoche 31).

Corona: Angela Merkel will Junge schnell impfen

Update, Samstag (8. Mai), 15.13 Uhr: Kinder und Jugendliche sollten nach Zulassung von Corona-Impfstoffen für ihre Altersgruppe beim Impfen gegen das Coronavirus schnell an die Reihe kommen. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitag bei einer Onlinediskussion im Rahmen der sogenannten Jugendpolitiktage.

Merkel verwies auf die geplante Aufhebung der Impfpriorisierung ab Juni und stellte der Jugend damit eine baldige Impfung in Aussicht. Die Bundesregierung wolle bis dahin mit den Ländern sprechen, um sicherzustellen, dass Kinder und Jugendliche schnell geimpft würden.

Jüngst hatte sich Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) für Corona-Impfungen an Schulen ausgesprochen.

Bund und Länder planen aktuell, den 12- bis 18-Jährigen in Deutschland bis Ende August ein Impfangebot mit der Vakzine von Biontech/Pfizer zu machen. So sollen die Länder bis Ende Mai ein Konzept erarbeiten, wie genau die Impfungen vorgenommen werden sollen. Voraussetzung für diesen Zeitplan ist, dass der Impfstoff im Frühsommer für Personen ab zwölf Jahren zugelassen wird.

Mit einer entsprechenden Zulassung für 12- bis 15-Jährige wird im Juni gerechnet.

Corona in NRW: Zweitimpfung schon nach vier Wochen möglich

Update, Samstag (8. Mai), 15.02 Uhr: Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat am Freitag mitgeteilt, dass der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung mit Astrazeneca in Absprache mit dem Patienten innerhalb des nach der Zulassung möglichen Zeitraums zwischen vier und zwölf Wochen individuell festgelegt werden kann.

Zudem wies das BMG darauf hin, dass Ärzte ihre Patienten über die steigende Wirksamkeit bei einem möglichst langen Impfintervall aufklären sollen.

Corona-Aktion in Köln: Großer Andrang bei Impfaktion in Zentralmoschee

Update, Samstag (8. Mai), 13.37 Uhr: Eine Sonderimpfaktion gegen das Coronavirus in der Kölner Ditib-Zentralmoschee ist auf große Resonanz gestoßen. Schon am Samstagmorgen hatte sich eine lange Warteschlange gebildet. In der Moschee können sich Bürger ohne Terminbuchung impfen lassen. Die Aktion in Regie der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) ist nicht auf Mitglieder der muslimischen Gemeinde beschränkt, sondern offen für alle. Für die Sonderimpfaktion stünden 2000 Impfdosen von Astrazeneca zur Verfügung, bei denen es sich um einen Überschuss aus dem Kölner Impfzentrum handele, hatte eine Impfärztin berichtet.

Corona: Mehr als jeder Dritte in NRW gegen Virus geimpft

Update, Samstag (8. Mai), 13 Uhr: In Nordrhein-Westfalen ist mittlerweile mehr als jeder dritte Einwohner mindestens einmal gegen Corona geimpft worden. Das geht aus den am Samstag veröffentlichten Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor. Demnach haben bis einschließlich Freitag gut 6,1 Millionen Menschen mindestens eine Erstimpfung erhalten. Daraus ergibt sich eine Impfquote von 34 Prozent. Vollständig geimpft sind 1,5 Millionen Menschen. Das sind 8,4 Prozent der Einwohner von NRW.

Hausärzte in NRW stehen ab dem 17. Mai vor Problemen wegen Corona-Impfungen

Update, Samstag (8. Mai), 12.30 Uhr: Hausärzte in NRW müssen sich ab dem 17. Mai auf Probleme bei Corona-Impfungen einstellen, berichtet unter anderem die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Ab dann erfolgen die ersten Zweitimpfungen in den Praxen für diejenigen, die sich zwischen dem 6. und den 11. April in einer Hausarztpraxis gegen Corona haben impfen lassen.

Problematisch ist dabei, dass die Lieferung von Biontech-Impfstoffen durch den Bund weiterhin gedeckelt ist. Hausärzte sollen deshalb priorisiert Zweitimpfungen vornehmen. Im Umkehrschluss könnten dadurch Erstimpfungen entfallen – jedenfalls mit dem Impfstoff von Biontech. Für jenen von Astrazeneca gibt es keine Obergrenze.

Erst ab Juni sollen Hausärzte in NRW deutlich mehr Biontech-Impfungen erhalten. Der Bund erhält ab diesem Zeitpunkt doppelt so viele Impfstoffe der Firma, wie bislang.

EU kauft bis zu 1,8 Milliarden weitere Biontech-Impfdosen

Update, Samstag (8. Mai), 11.58 Uhr: Der angekündigte EU-Vertrag zum Kauf von bis zu 1,8 Milliarden weiteren Dosen Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer ist unter Dach und Fach. Dies teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Samstag auf Twitter mit.

Corona-Intensivfälle in NRW gehen stetig zurück

Update, Samstag (8. Mai), 11.13 Uhr: Die Lage auf den Intensivstationen in NRW scheint sich – zumindest im Falle der Corona-Patienten – leicht zu entspannten. Seit dem 2. Mai ist die Anzahl gemeldeter intensivmedizinisch behandelter Covid-19-Fälle in NRW stetig gesunken. Am Freitag (7. Mai) lagen 1069 Menschen mit Covid-19 auf einer Intensivstation in NRW. Die Zahl ist allerdings noch hoch. Der Rekord lag am 3. Januar bei 1167 Menschen. Der niedrigste Wert seit Beginn der Pandemie war bei 54 am 23. Juli 2020.

Sommer-Urlaub ohne Corona-Impfung: Jens Spahn hält das für möglich

Update, Samstag (8. Mai), 10 Uhr: Der nordrhein-westfälische Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält in diesem Jahr einen Sommer-Urlaub auch für Menschen möglich, die nicht geimpft sind. Man werde sich europaweit auch mit Testungen gut bewegen können, sagt Spahn der Rheinischen Post. Der Minister selbst wolle seinen Urlaub in diesem Jahr allerdings lieber in Deutschland verbringen.

Corona in NRW – Inzidenz sinkt weiter, viele Städte im Ruhrgebiet unter 165

Update, Samstag (8. Mai), 8 Uhr: NRW und viele Städte im Ruhrgebiet zeigen derzeit eine erfreuliche Tendenz bei ihren 7-Tage-Inzidenzen. In Gesamt-NRW ist der Wert erneut gesunken, aktuell auf 133,0. Seit dem 23. April (damals 194,1) ist die 7-Tage-Inzidenz in NRW täglich gesunken.

Erfreulich ist die Lage auch in den größten NRW-Städten. Bis auf Dortmund (derzeit 170,8) haben alle großen Städte im Ruhrgebiet die Inzidenz-Schwelle von 165 unterschritten. Dieser Wert ist maßgebend für die Öffnung von Schulen für den Wechselunterricht. Auch Düsseldorf (112,6) unterschreitet diesen Wert aktuell. Köln dagegen liegt mit 169,8 leicht darüber.

Weniger gut ist die Lage in fünf NRW-Städten, die noch eine Inzidenz von über 200 aufweisen:

  • Leverkusen: 258,4
  • Hamm: 217,9
  • Hagen: 209,9
  • Mettmann: 207,8
  • Olpe: 204,5

Dagegen gibt es bereits zwölf Kommunen, die eine Inzidenz von unter 100 aufweisen, darunter mit Wesel, Mülheim und dem Ennepe-Ruhr-Kreis drei Kommunen im Ruhrgebiet. Münster (aktuell 55,8) geht mit großen Schritten auf die Unterschreitung der Inzidenz von 50 zu – und damit auf weitere Lockerungen. Diese NRW-Städte und Kreise haben derzeit eine Inzidenz unter 100:

  • Borken: 99,1
  • Siegen-Wittgenstein: 96
  • Kleve: 95,7
  • Ennepe-Ruhr-Kreis: 93,8
  • Rhein-Sieg-Kreis: 92,4
  • Viersen: 89,7
  • Wesel: 87,2
  • Mülheim: 83,8
  • Coesfeld: 68,5
  • Soest: 67,6
  • Höxter: 66,3
  • Münster: 55,8

Corona in NRW: Freibadöffnung und erstes Konzert

Update, Freitag (7. Mai), 22.52 Uhr: Passend zu den steigenden Temperaturen in den nächsten Tagen, öffnet in NRW wieder ein Schwimmbad. Bürger und Bürgerinnen können im Rahmen eines Modellversuchs am Samstag (8. Mai) ab 10 Uhr das Freibad Billerbeck im Kreis Coesfeld besuchen, wie die Ruhr Nachrichten berichten.

Außerdem soll am Samstag ein Konzert im Innenhof der Vorburg der Birg Vischering in Lüdinghausen stattfinden. Für das Open-Air-Konzert wurden im Vorfeld 100 Tickets verkauft. Der Kreis Coesfeld ist eine von mehreren Modellregionen in NRW, in denen bestimmte Öffnungen erlaubt sind – solange die Inzidenz beständig unterhalb von 100 liegt.

Corona-Impfstoffe: Notfallzulassung für chinesisches Vakzin erteilt

Update, Freitag (7. Mai), 22.22 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dem Corona-Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinopharm eine Notfallzulassung erteilt. "Damit ist er das sechste Vakzin, das von der WHO auf Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität geprüft wurde", sagte der Generaldirektor der UN-Gesundheitsbehörde, Tedros Adhanom Ghebreyesus, auf einer Pressekonferenz. Mit Sinopharm erhält die erste chinesische Pharmafirma eine Zulassung der WHO für einen Corona-Impfstoff, wie die AFP berichtet.

Der Impfstoff wird bereits in 42 Ländern auf der ganzen Welt eingesetzt. Für eine vollständige Immunisierung werden zwei Dosen gebraucht. Eine Entscheidung über das Vakzin des chinesischen Herstellers Sinovac wird in den nächsten Tagen erwartet. Auch die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) leitete in dieser Woche eine Prüfung des Corona-Impfstoffs von Sinovac ein. 

Corona in Deutschland: Weitere Thrombose-Fälle nach Astrazeneca-Impfung

Update, Freitag (7. Mai), 20.52 Uhr: Die Zahl der schweren Thrombosefälle nach einer Impfung mit dem Mittel Vaxzevria von Astrazeneca ist einem Bericht der Funke Mediengruppe zufolge weiter gestiegen. Wie die Zeitungen unter Berufung auf den neuen Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts schreiben, seien bis zum 30. April 67 Fälle gemeldet worden.

Vierzehn Personen seien gestorben. Bei den meisten Fällen habe es sich um Sinusvenenthrombosen gehandelt. Bis zum 29. April wurden laut Angaben des Robert Koch-Instituts insgesamt 5.775.546 Impfungen mit Vaxzevria von Astrazeneca durchgeführt, somit haben 0,001 Prozent eine schwere Thrombose erlitten.

Corona-Impfangebot für alle bis Juli – laut Laschet möglich

Update, Freitag (7. Mai), 19.01 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hält ein Impfangebot für alle impfwilligen Menschen schon im Juli für möglich – das wäre zwei Monate früher als es Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Aussicht gestellt hatte. „Ich halte es mit Blick auf die aktuellen Impfstofflieferungen für möglich, dass wir das Ziel früher erreichen können“, sagte der CDU-Bundesvorsitzende der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ist mit Blick auf das Impftempo optimistisch.

Kanzlerin Merkel hatte den impfwilligen Menschen ein Angebot bis Ende des Sommers, also bis 21. September, in Aussicht gestellt. Ähnlich wie Laschet hatte sich auch schon Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geäußert: Es sei „sicherlich im Juli“ der Zustand zu erreichen, „wo wir eigentlich alle, die unbedingt wollten, geimpft haben werden“, hatte er am Dienstag (4. Mai) beim Ärztetag gesagt.

Alle Entwicklungen zum Coronavirus in NRW der vergangenen Tage findet ihr hier.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini

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