Corona-Lockerungen für NRW

Corona-Lockerungen in NRW: Maßnahmen fallen bis Ende März in 3-Stufen

Deutschland macht sich locker. Bis zum 20. März sollen in drei Stufen einige Maßnahmen wegfallen.

Update: Mittwoch (16. Februar), 16.55 Uhr: Nach dem Bund-Länder-Treffen treten die Ministerpräsidenten an die Öffentlichkeit. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) verkündet, dass es zu weitreichenden Lockerungen kommen wird. „Wir befinden uns an einem ganz besonderen Tag der Pandemie. Wir können zuversichtlich nach vorne schauen. Der Scheitelpunkt der Omikron-Welle scheint erreicht zu sein.“

Ab Frühlingsanfang (20. März) werden viele Corona-Maßnahmen nicht mehr gelten, sagt Kanzler Olaf Scholz. Bis zu diesem Datum wird in drei Stufen gelockert. Wie bereits in der Beschlussvorlage erwähnt, werden in Stufe eins private Treffen wieder besser möglich sein – 20 Personen sind erlaubt. 2G im Einzelhandel wird zurückgenommen – dafür gilt weiterhin die FFP2-Maske, erklärt Berlins Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD).

Ab 4. März (Stufe 2) sollen auch die Regeln für Gastronomie, Diskotheken und Clubs sowie für Großveranstaltungen gelockert werden – dann gelten die 3G-Regel. Diskotheken und Clubs werden für Genesene und Geimpfte mit tagesaktuellem Test oder mit dritter Impfung (2G-Plus) geöffnet.

Corona-Gipfel: Drei Lockerungsstufen für Deutschland – Maskenpflicht bleibt

Ab dem 20. März (Stufe 3) entfallen alle tiefgreifenderen Schutzmaßnahment. Auch die verpflichtenden Homeoffice-Regelungen entfallen. Auf die Frage, ob die Fußballstadien wieder voll sein werden, antwortet Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD): „Es werden alle Maßnahmen wegfallen. Was dann gilt, ist Abstand halten und Maske tragen.“

Fest steht auch: Maskenpflicht, Abstandsregeln und Tests werden als eine Art Basisschutz für die Bundesländer bestehen bleiben. NRW-Chef Hendrik Wüst: „Damit wären wir jederzeit handlungsfähig“. Grund dafür ist, dass das Infektionschutzgesetz am 19. März ausläuft. Wüst hatte sich schon im Vorfeld dafür eingesetzt, dass es im Nachhinein Werkzeuge zum Handeln geben soll.

Die Impfpflicht soll für den kommenden Herbst und Winter einführt werden, so Scholz.

Erstmeldung: Mittwoch (16. Februar), 14.24 Uhr: Werden am heutigen Mittwoch (16. Februar) weitreichende Corona-Lockerungen beschlossen? Die Ministerpräsidentinnen- und präsidenten der Bundesländer kommen heute – gegen 14 Uhr – mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) via Videoschalte zusammen und diskutieren die nächsten Corona-Schritte. Erste möglichen Lockerungsmaßnahmen wurden bereits im Vorfeld bekannt.

7-Tages-Inzidenz in Deutschland1.401,0 (Stand 16. Februar)
7-Tages-Inzidenz in NRW1.437,1 (Stand 16. Februar)\t
Todesfälle deutschlandweit120.467 (laut RKI)
Todesfälle in NRW21.652 (laut RKI)

Corona-Pandemie: Lockerungen in Aussicht – was beschließt NRW heute?

Laut einer Beschlussvorlage, die bereits vor der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch (16. Februar) an die Öffentlichkeit gelangt ist, könnten einige Lockerungsschritte auf die Menschen in Deutschland und NRW zukommen. Darin heißt es:

  • In einem ersten Schritt soll der Einzelhandel entlastet werden. Eine Abkehr von der 2G-Regel ist möglich. Kontrollen sollen nicht mehr stattfinden. Das Tragen einer Maske bleibt jedoch.
  • Private Treffen sollen für Geimpfte und Genesene mit bis zu 20 Personen erlaubt sein. Bis jetzt sind maximal zehn Menschen zulässig.
  • Ab 4. März sollen auch die Regeln für Gastronomie, Diskotheken und Clubs sowie für Großveranstaltungen gelockert werden – dann gelte die 3G-Regel. Diskotheken und Clubs werden für Genesene und Geimpfte mit tagesaktuellem Test oder mit dritter Impfung (2G-Plus) geöffnet.
  • Bei Großveranstaltungen und in Sportstadien dürfen wieder mehr Menschen zugelassen werden. Auch hier bleibt die Maskenpflicht bestehen.
  • Ab dem 20. März 2022 entfallen alle „tiefgreifenderen Schutzmaßnahmen“ heißt es in dem Beschlussvorschlag. Auch die verpflichtenden Homeoffice-Regelungen entfallen.

Darüber hinaus sollen die Länder auch über den 19. März hinaus „niedrigschwellige Basisschutzmaßnahmen“ anordnen können.

Corona-Konferenz am Mittwoch: NRW will im Einzelhandel lockern, Bayern geht weitere Schritte

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass Nordrhein-Westfalen im Anschluss an der Konferenz am Mittwoch Lockerungsmaßnahmen einleiten wird.

„Zu den ersten Schritten wird bei uns in NRW gehören, dass wir die Kontaktbeschränkungen für die Geimpften spürbar zurücknehmen.“ Zudem würden Erleichterungen für Gastronomie, Hotels und Großveranstaltungen geplant. Ungeimpfte Menschen müssen also weiter mit Einschränkungen rechnen“, sagte er am Dienstag (15. Februar) vor dem Landtag. Auch soll 2G im Handel aufgehoben werden.

Auch im Freistaat Bayern können sich die Menschen auf weitreichende Lockerungen freuen, die bereits ab Donnerstag (17. Februar) greifen. Unter anderem gilt in Bereichen, für die bisher 2G-Plus galt, ab Donnerstag die 2G-Regel. Das betrifft etwa Kultur- und Sportveranstaltungen sowie öffentliche und private Veranstaltungen.

Lockerungen am Horizont: Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Deutschland den vierten Tag in Folge gesunken.

Corona-Gipfel am 16. Februar: NRW und Bayern lockern – Lauterbach legt Wert aufs „Augenmaß“

Neu in Bayern: Minderjährige Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig in der Schule getestet werden, dürfen künftig überall problemlos rein. Bislang dürfen sie bestimmte 2G-Bereiche nicht besuchen oder nutzen, heißt es beim Bayrischen Rundfunk. Der Freistaat erhoffe sich zudem weitere Öffnungsschritte nach der Konferenz am Mittwoch.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte im Vorfeld dazu, dass die Zeit für Lockerungen gekommen sei – allerdings mit Augenmaß. „Komplett zurückfahren können wir die Corona-Auflagen nicht“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur (DPA). Das Coronavirus verschwinde nicht von heute auf morgen. „Deswegen müssen wir das Infektionsschutzgesetz so formulieren, dass der Basisschutz gewährleistet bleibt und bei Bedarf ausgedehnt werden kann“, so Lauterbach weiter.

Der Minister erläuterte, inzwischen steckten sich weniger Menschen an. Aber die Zahl der Klinikeinweisungen werde noch mehrere Tage hoch gehen. Zudem sei der Anteil der älteren Infizierten gestiegen, deren Schutz aber besonders wichtig sei. Auch in Dortmund steigen erneut die Infektionszahlen der Menschen über 80 Jahren – obwohl die Zahlen in nahezu sämtlichen Bereichen zurückgehen.

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/DPA, John Macdougall/AFP; Collage: RUHR24

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