NRW-Boss Wüst mit Vorstoß

Corona-Lockdown für Ungeimpfte: Bund und Länder zoffen sich

Am 10. November soll ein Bund-Länder-Gipfel zur Corona-Lage in Deutschland stattfinden. Es geht um die Ungeimpften.

Dortmund/Berlin – Die Corona-Lage* in Deutschland verschlechtert sich aktuell. Das Virus zeigt sich im Herbst 2021 noch einmal von seiner hässlichen Seite. Im Fokus sind die Ungeimpften. Aus dem Grund wollen sich Bund und Länder voraussichtlich am 10. November beraten, wie RUHR24* berichtet.

TreffenBund-Länder-Gipfel, Ministerpräsidentenkonferenz
GrundCorona-Pandemie Deutschland
PolitikerHendrik Wüst (CDU), NRW-Ministerpräsident

Corona-Gipfel: Beschließen Bund und Länder bald den Lockdown für Ungeimpfte?

Nach Informationen der Bild soll es um die steigenden Corona-Zahlen, die immer knapper werdenden Intensivbetten und die Impfkampagne gehen (mehr News zu Corona* bei RUHR24).

Vor allem für Menschen, die sich bislang noch nicht haben impfen lassen, könnte es ungemütlich werden. Die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach am Dienstag (2. November) von starken Einschränkungen für Ungeimpfte. Im Umkehrschluss sei zu erwarten, dass die 2G-Regel ausgeweitet wird.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), aktuell Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz, hatte ein solches Treffen vorgeschlagen. Es sei wichtig, auf den Anstieg der Infektionen mit Wachsamkeit und entschlossenem Handeln zu reagieren. Die aktuelle Coronaschutzverordnung des Landes NRW* läuft bis Ende November. Gut möglich, dass neue Regeln hinzukommen.

Corona-Gipfel: Für Ungeimpfte wird es ungemütlich – NRW-Boss Wüst mit Vorstoß

Man müsse, so der NRW-Ministerpräsident, in der Corona-Lage zu einer gemeinsamen Einschätzung kommen. „Wir müssen alles versuchen, Ungeimpfte von der Sicherheit des Impfangebots zu überzeugen und Geimpfte durch umfassende Booster-Impfungen zu schützen!“

Hendrik Wüst (CDU) fordert einen Bund-Länder-Gipfel.

Allerdings: Mehrere Ministerpräsidenten und -präsidentinnen zeigen sich eher skeptisch Vor allem die SPD-geführten Länder lassen mit ihrer Antwort auf sich warten. Auch Bodo Ramelow (Linke), Ministerpräsident von Thüringen, zeigt sich zögerlich. Das NRW-Nachbarland Niederlande hat schon reagiert und die Corona-Regeln* erneut massiv verschärft (mehr News aus NRW* bei RUHR24).

Lockdown für Ungeimpfte: Sachsen macht es vor – ziehen andere nach dem Bund-Länder-Gipfel nach?

Die Lage in Deutschland spitzt sich zu. Sachsen und Baden-Württemberg ziehen die Regeln an und weiten die 2G-Maßnahmen aus. Beispielsweise soll in Sachsen geprüft werden, ob es zu einer FFP2-Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte sowie zu einem flächendeckenden 2G kommen kann. Gilt das auch bald im gesamten Land?

In NRW haben einige Firmen ihre Mitarbeiter in den Kantinen* schon vor vollendete Tatsachen gestellt. Geimpfte und Ungeimpfte müssen getrennt essen.

Der Ärzteverband Marburger Bund hat sich, wie die Osnabrücker Zeitung berichtet, für einen „Lockdown Light“ für Ungeimpfte ausgesprochen. Das heißt: 2G soll Standard in allen Bereichen des Lebens sein. Auch Klaus Reinhardt von der Bundesärztekammer sprach sich, mit Einschränkungen, für eine 2G-Regel* aus.

Aktuell hat Deutschland eine Inzidenz von 146,6 (Stand 3. November). In der Vorwoche lag die Inzidenz bei 118. Bayern (228,4), Sachsen (289,7) und Thüringen (338,2) sind die Hotspot-Bundesländer. NRW* steht mit 96,2 überraschend gut da. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/AFP

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