Live-Ticker zur Covid-19-Pandemie

Corona in NRW: Erster NRW-Kreis darf alle Schulen schließen +++ Impfen mit Astrazeneca geht ab Morgen weiter

Das Coronavirus (SARS-CoV-2) dominiert das Leben in Deutschland und NRW weiterhin. Über alle Entwicklungen zur Covid-19-Pandemie informiert RUHR24 im Live-Ticker.

Kreis/kreisfreie StadtInzidenzwert, 18. März (Vergleich zum Vortag)
Gesamt NRW92,1 (+7,0)
Dortmund89,8 (+11,7)
Bochum93,5 (-3,3)
Essen92,1 (+8,1)
Duisburg122,7 (+0,6)
Gelsenkirchen109,0 (+16,9)
Kreis Recklinghausen85,8 (+4,6)
Kreis Unna72,4 (+7,1)

Dieser Artikel wird nicht länger aktualisiert. Aktuelle Nachrichten zum Coronavirus in NRW gibt es im neuen Live-Ticker.

Corona-Impfung: Astrazeneca wird ab Morgen wieder geimpft

Update, Donnerstag (18. März), 20.20 Uhr: Nach der Entschärfung des Astrazeneca-Impfstoffes von der EMA, hat Jens Spahn in einer Pressekonferenz bestätigt, dass es ab Freitag (19. März) mit dem Impfen des Stoffes weitergehen wird. „Ich habe mich sehr klar dafür ausgesprochen, dass wir nun zügig weiter impfen. Dass die Impfkampagne auch mit Astrazeneca weitergehen kann. Unser Ziel ist es, dass schon morgen wieder mit der Impfung mit Astrazeneca begonnen werden kann“, so Spahn.

Der Gesundheitsminister in der Pressekonferenz: „Es war nach der Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts geboten, die Impfungen auszusetzen. [...] Die Bürger können darauf vertrauen, transparent informiert zu werden.“ Weiter heißt es: „Ärztinnen und Ärzte müssen über das schwerwiegende Risiko von Hirnvenentrombosen bei Frauen unter 55 Jahren informiert werden, damit sie ihrerseits die Impfwilligen entsprechend aufklären können“, so Spahn.

Corona-Krise: Kreis Düren schließt alle Schulen

Update, Donnerstag (18. März), 20.05 Uhr: Der Kreis Düren darf bisher als erster Kreis in NRW seine Schulen wieder schließen. Die NRW-Staatskanzlei hat den Antrag des Kreises stattgegeben.

Coronavirus in Dortmund: Neues Testzentrum ab Freitag

Update, Donnerstag (18. März), 19.30 Uhr: In Dortmund wird es ab Freitag (19. März) ein Schnelltest-Zentrum geben. Dieses befindet sich im Dortmunder Stadtteil Eving an der Minister-Stein-Allee 3. Anmelden kann man sich online über die Homepage des Rettungsdienstes und über die Telefonnummer 0231/58689380 (Telefonnummer erst ab Freitag gültig).

Bis zu einmal pro Woche dürfen sich Menschen auf das Coronavirus testen lassen. In dem Dortmunder Testzentrum würde der Coronatest durch geschultes Personal durchgeführt werden. Man muss sich auf eine Dauer von rund 20 Minuten einstellen.

Wegen Corona-Inzidenzwert: Keine Lockerungen in NRW

Update, Donnerstag (18. März), 19.15 Uhr: Wie das NRW-Gesundheitsministerium erklärt, wird es angesichts der steigenden Zahl der Neuinfektionen im Bundesland keine Lockerungen der Coronaschutzverordnung geben. Wegen der Wocheninzidenz von 92 sei die Infektionslage nicht stabil.

Wuppertal: Nächste Stadt in NRW will Schulen schließen

Update, Donnerstag (18. März), 18.45 Uhr: Auch die Stadt Wuppertal wird einen Antrag an das Land stellen, dass ab Montag die Schulen in der Stadt geschlossen bleiben. Zuvor hatten das schon Dortmund, Duisburg und Düren gemacht. Die Stadt Wuppertal sieht vor allem die Schulen als Überträger Nummer eins.

Doch die Chancen auf einen Erfolg für die Stadt stehen schlecht. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte noch am Donnerstagmorgen betont, dass Schulschließungen nur der letzte Schritt in der Pandemie-Bekämpfung sein dürfte.

Stadt Dortmund äußert sich zu Astrazeneca-Impfstoff

Update, Donnerstag (18. März), 18 Uhr: Die Stadt Dortmund hat sich in einer Pressemitteilung zu dem Astrazeneca-Impfstoff geäußert. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat empfohlen, den Impfstoff Astrazeneca weiterzuverwenden. Die Stadt Dortmund erwartet nun eine entsprechende Mitteilung aus dem Bundesgesundheitsministerium. Sofern diese Mitteilung bis heute Abend, 19 Uhr erfolgt, könne bereits morgen wieder die Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff aufgenommen werden. Sollte die Mitteilung später eingehen, könne die Impfungen mit Astrazeneca aus organisatorischen Gründen erst am Samstag (20. März) beginnen.

Inzidenzwert steigt – neue Corona-Zahlen für Dortmund

Update, Donnerstag (18. März), 17.52 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet für den heutigen Tag 109 positive Testergebnisse. 39 Neuinfizierte lassen sich 20 Familien zuordnen. Der Inzidenzwert wird vermutlich bei 94,9 liegen und nähert sich mit schnellen Schritten der 100er-Marke. Den genauen Wert gibt das RKI um 0 Uhr bekannt.

Am heutigen Tage ist eine 66-jährige Frau ursächlich an Covid-19 verstorben. Damit steigt die Zahl der ursächlich an Covid-19 verstorbenen Menschen auf 210. Weitere 108 waren Covid-19-infiziert, verstarben jedoch aufgrund anderer Ursachen.

EMA: Keine Gefahr durch Impfung mit Astrazeneca

Update, Donnerstag (18. März), 17.08 Uhr: Wie die EMA in einer Pressemitteilung bekannt gibt, gilt der Impfstoff Astrazeneca weiterhin als sicher und wirksam. „Die Risiken sind geringer als der Nutzen“, so EMA-Chefin Emer Cooke. „Wir haben eine klare wissenschaftliche Schlussfolgerung. Es ist ein sehr wirksames Vakzin. Es schützt Menschen vor Covid-19 mit dem jeweiligen Risiko von Tod, Krankenhausaufenthalt und weiteren Komplikationen.“

Eine Verbindung zu den Fällen einer Blutgerinnung kann jedoch nicht ganz ausgeschlossen werden. „Auf der Grundlage der Evidenz und nach langen Analysen von Laborergebnissen, klinischen Berichten und weiteren Informationen aus klinischen Studien können wir immer noch nicht definitiv eine Verbindung zwischen diesen Fällen und dem Vakzin ausschließen“, so Cooke. Daher wird Thrombose als mögliche Nebenwirkung offiziell aufgeführt werden.

Emer Cooke ist die Direktorin der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA und informierte in einer Pressekonferenz über den weiteren Verlauf mit Astrazeneca.

„Ich möchte darauf hinweisen, dass die Situation wie die, die wir hier sehen, nicht unerwartet ist. Wenn man Millionen von Menschen impft, ist es unvermeidlich, dass seltene oder schwere Ereignisse oder Erkrankungen auftreten, zumindest unmittelbar nach der Impfung“, versichert die EMA-Chefin.

Eine endgültige Entscheidung wird die Europäische Kommission treffen – das gilt jedoch nur als Formsache. Nach der Pressekonferenz der EMA, wird Gesundheitsminister Jens Spahn über die Ergebnisse und die Bedeutung für das Impfsystem sprechen.

Wegen Corona-Neuinfektionen: Keine Osterfeuer in NRW erlaubt

Update, Donnerstag (18. März), 16.35 Uhr: Auch in diesem Jahr werden die Menschen in NRW auf die traditionellen Osterfeuer verzichten müssen, erklärt das NRW-Gesundheitsministerium. Der Grund dafür sei die weiter hohen Zahlen der Neuinfektionen mit dem Coronavirus.

„Nach aktuellem Stand ist leider nicht davon auszugehen, dass die Pandemie-Lage die Ausrichtung von Osterfeuern zulässt. Das ist gerade jetzt bedauerlich, denn Brauchtum und Rituale können in schwierigen Zeiten Kraft und Zusammenhalt geben“, so Dr. Heinrich Bottermann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz.

Impfung mit Astrazeneca bald auf eigene Verantwortung?

Update, Donnerstag (18. März), 15.45 Uhr: In Bayern könnte man sich schon bald auf eigene Verantwortung mit Astrazeneca impfen lassen. „Wenn es nicht zugelassen wird, würde ich es auch nicht wegschmeißen“, so Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in einer Pressekonferenz. „Wenn es nicht zugelassen wird, müssen wir uns überlegen, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, dass nicht jemand auf eigene Verantwortung diesen Impfstoff annimmt.“

Corona in NRW: Castrop-Rauxel startet Portal für Schnelltests – direkt überlastet

Update, Donnerstag (18. März), 14 Uhr: Die Stadt Castrop-Rauxel hat ein Anmeldeportal für Schnelltests eingerichtet. „Darüber können Bürgerinnen und Bürger ab sofort Termine für Schnelltests ab Montag, 22. März, vereinbaren“, schreibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Jedoch gab es direkt zum Start Probleme, denn der Ansturm auf die ersten Termine bis zum 16. April war offenbar groß. „Bitte haben Sie einen Moment Geduld, Sie befinden sich in der Warteschleife“, stand auf der Seite. Den Bürgern steht ab sofort ein kostenloser Test pro Woche zu. Diese sollen in Arztpraxen und Apotheken genommen werden.

Corona in NRW: Virologin Brinkmann „entsetzt“ über Strategie der Politik

Update, Donnerstag (18. März), 13.55 Uhr: Das Hickhack um die Schließung von Schulen wegen hoher Infektionswerte in NRW macht einen Schlingerkurs in der Politik sichtbar. Das sehen auch manche Forscher so. Die Virologin Melanie Brinkmann (47) ist etwa „entsetzt“ über die Politik-Strategie. Das sagte die Professorin der TU Braunschweig dem Kölner Stadtanzeiger. Entscheidend seien nun drei Punkte, sagte sie.

Coronavirus in NRW: Schulministerin Gebauer kritisiert Schulschließungs-Pläne scharf

Update, Donnerstag (18. März), 12.46 Uhr: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) will wie Gesundheitsminister Laumann (CDU) an der Öffnung der Schulen in NRW festhalten und hat die Schulschließungspläne einiger NRW-Städte scharf kritisiert. Schulen seien „nach wie vor keine Hotspots“ und das Infektionsgeschehen sei dort „nicht überproportional“, erklärte die Ministerin am Donnerstag (18. März).

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) muss das Land bildungstechnisch durch die Corona-Krise führen.

Corona in NRW: Kreis Düren will erneut Antrag auf Schulschließungen stellen

Update, Donnerstag (18. März), 12.40 Uhr: Wie bereits Dortmund soll auch der Kreis Düren planen, einen neuen Antrag auf Distanzunterricht bis zu den Osterferien beim Land NRW zu stellen. In der vergangenen Woche hatte die NRW-Landesregierung dem Kreis im Rheinland bereits eine Absage erteilt, die Schulen mussten offen bleiben. Seit einer Woche liegt die Sieben-Tage-Inzidenz nun aber bereits über 100.

Coronavirus in NRW: Wuppertal will Schulen wieder auf Distanzunterricht umstellen

Update, Donnerstag (18. März), 12.20 Uhr: In die hitzig geführte Debatte um Schulschließungen in NRW kommt vorerst keine Ruhe. Jetzt fordert mit Wuppertal die nächste Großstadt das Land NRW auf, wieder Distanzunterricht einführen zu dürfen. Zuvor war der Inzidenzwert in der Stadt auf 141 geschossen. Die Stadt spricht von einer „alarmierenden Lage“, viele Kinder seien infiziert. Allein von Montag bis Mittwoch hätte es 21 Neuinfektionen an Schulen in NRW gegeben.

Um diese Lage nun in den Griff zu bekommen, hat der Krisenstab laut einer Pressemitteilung am Mittwoch einen ganzen Katalog von Maßnahmen erarbeitet. „Einschneidendste Forderung ist eine umgehende Schließung der Schulen für den Präsenzunterricht“, heißt es dort. Bis zum Neustart nach den Osterferien soll dann eine „verlässlich funktionierende Test- und Impf-Strategie“ umgesetzt werden. Bis dahin bittet der Krisenstab um Oberbürgermeister Uwe Schneidewind (54, Grüne) das Land um eine „pragmatische Unterstützung“.

Corona in NRW: Land verbietet Notbetrieb in Duisburger Kitas – trotz steigender Infektionszahlen

Update, Donnerstag (18. März), 11.30 Uhr: Die Landesregierung hat der Stadt Duisburg die ab Montag (22. März) geplante Rückkehr in den Kita-Notbetrieb verboten. Oberbürgermeister Sören Link regierte entsetzt: „Nachdem bereits für die Schulen der Wechsel in den Distanzunterricht alternativlos abgelehnt wurde, lässt uns die Landesregierung mit dieser Entscheidung ein weiteres Mal im Regen stehen. Für mich ist dies nicht nachvollziehbar.“

Gleichzeitig geht aus einem Monitoring-Papier des Familienministeriums, das dem Kölner Stadt-Anzeiger vorliegt, hervor, dass die Infektionen mit dem Coronavirus in den Kitas von NRW im Februar stark gestiegen sind. Demnach wurden im Februar 426 Kinder mit Covid-19 registriert, im Januar waren es noch 176. Bis zum 12. März wurden bereits 314 neue Infektionen festgestellt.

Corona in Deutschland: RKI meldet neue Zahlen – Inzidenzwert steigt rasant

Update, Donnerstag (18. März), 10.49 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat mit einigen Stunden Verspätung die neuen Corona-Zahlen für Deutschland bekannt gegeben. Binnen der vergangenen 24 Stunden wurden demnach 17.504 Neuinfektionen gemeldet – ein deutlicher Unterschied zu vergangenem Donnerstag (11. März). Damals wurden knapp 3000 Fälle weniger registriert.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Deutschland am heutigen Donnerstag bei 90. Am Mittwoch (17. März) betrug der Inzidenz-Wert noch 86,2 – vor einer Woche (11. März) nur 69,1.

In NRW wurden nach Angaben des Landeszentrums Gesundheit NRW 4.145 neue Fälle registriert. Der landesweite Inzidenz-Wert stieg damit auf 92,1. Ebenfalls ein deutlicher Anstieg zu Mittwoch (17. März), damals hatte er noch bei 85,1 gelegen. Die meisten Neuinfektionen wurden mit 180,9 im Märkischen Kreis registriert.

Corona in NRW: Mehrere Fälle an Schulen in Bergisch Gladbach

Update, Donnerstag (18. März), 10.30 Uhr: Bei einer Schnelltest-Aktion an Schulen in Bergisch Gladbach wurden von 6000 Teilnehmern 32 positiv getestet. Das teilte Bürgermeister Frank Stein (SPD) am Donnerstag (18. März) mit. Nach einem anschließenden PCR-Test seien dann jedoch tatsächlich nur zwei positiv ausgefallen – 18 Ergebnisse müssten noch ausgewertet werden.

Corona-Zahlen verspätet: RKI hat technische Probleme

Update, Donnerstag (18. März), 9.51 Uhr: Die aktuellen Corona-Infektionszahlen für Deutschland werden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) heute mit Verzögerung geliefert. Grund für die Verspätung seien „technische Probleme.“

Corona in NRW: Einfluss der Jahreszeiten auf Corona nicht belegt

Update, Donnerstag (18. März), 9.15 Uhr: Wird im Frühling und Sommer automatisch alles besser in puncto Corona? Die Weltwetterorganisation (WMO) warnt davor, den nahenden Frühling und mildere Temperaturen als Lockerungs-Argument für Corona-Maßnahmen zu sehen. Dass die Jahreszeit das Infektionsgeschehen direkt beeinflusse, sei nicht belegt, erklärt ein Expertenteam. Zuerst berichtete der WDR.

Corona in NRW: Familienminister Stamp warnt vor Panikreaktion

Update, Donnerstag (18. März), 8.50 Uhr: NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) hat im Gespräch mit WDR 2 dem Antrag aus Duisburg, die städtischen Kitas in den Notbetrieb zu schicken, erneut eine Absage erteilt.

Obwohl die Inzidenz in Duisburg bereits seit knapp einer Woche über 100 liege, sei das keine Voraussetzung für die sogennante „Notbremse“. Die Infektionszahlen seien in Duisburg nicht rapide angestiegen, außerdem gebe es keine Hinweise, dass die Kitas ein Hotspot der Pandemie seien. Für „Panikreaktionen“ gebe es derzeit keinen Anlass, zudem halte der FDP-Politiker nichts davon „nur auf die Inzidenz gucken.“

Familienminister Joachim Stamp (FDP).

Corona in NRW: Dortmund gibt Schulschließungen nicht auf

Update, Donnerstag (18. März), 8.25 Uhr: Die Stadt Dortmund will heute (18. März) erneut einen Antrag beim Land NRW stellen, um die Schulen in der Stadt bis Ostern schließen zu dürfen. Einen ersten Antrag hatte das Gesundheitsministerium am Dienstag (16. März) abgelehnt.

OB Thomas Westphal (SPD) begründet den neuen Versuch mit der derzeit hohen Infektionsrate bei Kindern und Jugendlichen. Aus der Landesregierung hatte es zuvor Unverständnis gegeben: Gesundheitsminister Karl Josef Laumann (CDU) ist der Meinung, dass zuerst andere Maßnahmen ergriffen werden müssen, bevor Schulen geschlossen werden. Laut Berechnungen der Stadt Dortmund lag der Inzidenz-Wert am Dienstagabend (17. März) in der Stadt bei knapp 90.

Corona in NRW: SPD-Oppositionsführer Kutschaty kritisiert Land für Umgang mit Kommunen

Update, Donnerstag (18. März), 8.15 Uhr: Thomas Kutschaty, SPD-Oppositionsführer im NRW-Landtag, hat den Umgang der Landesregierung mit den Kommunen kritisiert. „Düren liegt seit Tagen über einer Inzidenz von 100 und seit Tagen verweigert das Land der Stadt, die Schulen zu schließen“, sagte Kutschaty am Donnerstagmorgen laut der dpa im Interview bei WDR2. Zuvor hatten Dortmund und Duisburg Schulen und Kitas schließen wollen.

Thomas Kutschaty (SPD) kritisiert den Umgang der Landesregierung NRW mit den Kommunen.

Der Sozialdemokrat wies die Vermutung zurück, es handele sich um Wahlkampf von SPD-Bürgermeistern: Es gebe auch eine ganze Reihe CDU-geführter Kommunen, die diesen Schritt forderten. „So darf man mit den Kommunen in dieser Krise nicht umgehen“, sagte Kutschaty. Wo die Inzidenzen hoch seien, müsse den Kommunen erlaubt werden, den Unterricht bis zu den Osterferien auszusetzen.

Corona in NRW: Inzidenzwert steigt weiter rasant an – mehr als 4.000 Neuinfektionen

Update, Donnerstag (18. März), 7.05 Uhr: Inzidenzwert und Neuinfektionen in NRW steigen weiter rasant an. Das Landeszentrum für Gesundheit meldet heute 4.142 Neuinfektionen. Vor einer Woche (11. März) waren es nur 2.727. Damit steigt der 7-Tages-Inzidenzwert deutlich auf 92,1 (+7,0).

Dramatisch ist der Anstieg des Infektionswertes in Gelsenkirchen (+16,9 auf 109,0) und Dortmund (+11,7 auf 89,8). In Essen ist die Inzidenzzahl an zwei Tagen in Folge deutlich gestiegen, zuletzt um 8,1 Punkte auf nun 92,1. Nur in Bochum sinkt der 7-Tages-Inzidenzwert auf 93,5 (-3,3). In Kürze werden die Zahlen des RKI für Deutschland erwartet.

Corona in NRW: Ministerpräsident Laschet verteidigt Spahn

Update, Donnerstag (18. März), 6.13 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ist am Mittwoch (17. März) in der Sendung „maischberger. die woche“ für den in die Kritik geratenen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in die Bresche gesprungen: „Der Gesundheitsminister hat den schwersten Job überhaupt“, sagt Laschet über seinen Gefährten im Kampf um den CDU-Vorsitz. Spahn müsse jeden Tag auf „neue Dinge“ reagieren. „Aber das erhöht nicht die Stimmung, dass ein Wohlgefühl durch die Bevölkerung geht!“

Britische Corona-Mutation: RKI stuft neue Variante als „besorgniserregend“ ein

Update, Mittwoch (17. März), 20.45 Uhr: Das RKI hat die britische Corona-Mutation als „besorgniserregend“ eingestuft. Der Grund dafür: Erste Studien belegen, dass die mutierte Variante tödlicher und auch schneller ansteckender ist. Mittlerweile seien 72 Prozent alle Corona-Neuinfektionen durch die britische Mutante. Vergangene Woche seien das nur 55 Prozent gewesen – vor sechs Wochen bei sechs Prozent.

Schulschließungen in Dortmund: NRW-Landesregierung schlägt zurück

Update, Mittwoch (17. März), 19.50 Uhr: Die NRW-Landesregierung beharrt weiterhin auf das Öffnen der Schulen in den Kommunen. „Schulschließungen können eingebettet in ein Gesamtkonzept einen Beitrag zum Infektionsschutz vor Ort darstellen, dürfen aber nur das letzte und nicht das erste und alleinige Mittel der Wahl sein“, heißt es vonseiten der Regierung. Zuvor sollen auch alle anderen möglichen Maßnahmen geprüft werden.

Schul-Streit in Dortmund: OB Westphal will erneut Schulen schließen lassen

Update, Mittwoch (17. März), 19 Uhr: Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal möchte erneut versuchen, die Schulen in Dortmund zu schließen. „Wir sind dabei, mit der Verwaltung für morgen einen Antrag an die Landesregierung zu richten“, so der SPD-Politiker gegenüber WDR. So sollen die Schulen ab kommenden Montag dicht bleiben.

Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal kritisierte bereits in der Vergangenheit das Corona-Konzept der Regierung.

Dortmund: Streit um Schulschließungen wegen Corona – Oberbürgermeister Westphal äußert sich

Update, Mittwoch (17. März), 17.45 Uhr: In einer Pressekonferenz hat Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal auf die Absage der Landesregierung zur Schließung der Dortmunder Schulen reagiert: „Das Infektionsgeschehen, welches wir in unserer Stadt sehen, haben wir abgewogen. Wegen dieser Abwägung haben wir gesagt, dass jetzt etwas passieren muss. Wir können die Schulen nicht länger auflassen.“

Doch in einer Pressekonferenz der NRW-Landesregierung gestern machten Laumann und Laschet einen Strich durch die Rechnung von Westphal. „Wir haben die Absage über die Pressekonferenz über den Bildschirm erfahren“, erklärt der Dortmunder Oberbürgermeister. Persönlich habe sich vorher niemand bei der Stadt Dortmund gemeldet.

Dortmund: Oberbürgermeister Westphal mit Vorwürfen an NRW-Landesregierung

„Ich fand es etwas schwierig in der Art und Weise. Es war eine gewisse Ratlosigkeit zu sehen in den Gesichtern. Der Beschluss wurde ein wenig breitbeinig vorgetragen, wie ich fand. Ich hätte erwartet, dass der Gesundheitsminister sich mit der Sache beschäftigt, dass wir eine Veränderung in der Pandemie sehen. Ich erwarte von einem Gesundheitsminister, dass er präventiv ist und sagt, dass er die Kinder in unserem Land schützen möchte. Die Dynamik scheint das Land zu überfordern“, erklärt Westphal auf YouTube.

Auch weiterhin würde er dafür stehen, dass die Schulen in Dortmund geschlossen bleiben sollten. „Die Lage ist die gleiche wie gestern“, betont er. Westphal stehe im ständigen Austausch mit anderen Bürgermeistern der umliegenden Städte: „Mal sehen, wie die anderen Kommunen reagieren.“

Corona-Update für Dortmund

Update, Mittwoch (17. März), 17 Uhr: Die Stadt meldet für den heutigen Tag 141 neue positive Testergebnisse mit dem Coronavirus. 64 Neuinfizierte lassen sich 36 Familien zuordnen. Der Inzidenzwert wird voraussichtlich bei 91,3 liegen und nähert sich mit schnellen Schritten der 100er-Marke. Der genaue Wert wird allerdings erst um 0 Uhr vom RKI bekannt gegeben. Am Tag zuvor lag der Inzidenzwert noch bei 78,0.

Derzeit werden in Dortmund 60 Corona-Patienten stationär behandelt, 23 von ihnen intensivmedizinisch. Insgesamt verstarben in Dortmund 209 Menschen ursächlich an Covid-19, weitere 108 Covid-Patienten an anderen Ursachen.

Kita-Schließungen in Duisburg: NRW-Familienminister lehnt ab

Update, Mittwoch (17. März), 16.03 Uhr: Joachim Stamp, NRW-Familienminister, will die Schließungen der Kitas in Duisburg nicht zulassen: „Das ist mit dem Land nicht abgestimmt“, erklärte der Politiker der dpa. Nicht jeder Oberbürgermeister könnte „nach Gutdünken“ eigene Maßnahmen für seine Stadt verkünden, maßregelt Stamp.

Astrazeneca-Impfung: Bundesgesundheitsminister will Vertrauen stärken

Update, Mittwoch (17. März), 16 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn ist trotz Astrazeneca-Pause der Meinung, dass die Kontrollen in Deutschland sicher seien: „Unser System funktioniert“, machte dieser klar. Alle Vorfälle mit dem Impfstoff würden gemeldet und untersucht werden.

Corona-Pandemie: EU-Kommission hat digitalen Impfpass verabschiedet

Update, Mittwoch (17. März), 15.30 Uhr: Die EU-Kommission will ab Juni den digitalen Impfnachweis auf den Markt bringen. So soll die europäische Tourismus- und Luftfahrtbranche wieder gestärkt werden. Der Impfpass soll den Nachweis für eine Impfung gegen das Coronavirus beinhalten. Außerdem soll eine überstandene Erkrankung und ein negatives Testergebnis vermerkt werden.

WHO empfiehlt Impfung mit Astrazeneca

Update, Mittwoch (17. März), 15.05 Uhr: Wie die WHO in einer Pressemitteilung bekannt gibt, würde die Organisation weiter an dem Impfen mit dem umstrittenen Impfstoff Astrazeneca festhalten: „Die WHO ist der Meinung, dass die Vorteile die Risiken überwiegen“, teilt die Weltgesundheitsorganisation mit.

Coronavirus in NRW: Duisburg zieht Notbremse bei Kitas

Update, Mittwoch (17. März), 14.05 Uhr: Die Stadt Duisburg (Inzidenzwert: 122,1) zieht wegen anhaltend hoher Infektionszahlen offenbar die Notbremse und lässt Kita-Kinder wieder im Notbetrieb betreuen. Greifen soll die Regelung nach Angaben der dpa voraussichtlich ab Freitag (19. März). Dann werden in Kitas nur noch Kinder betreut, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten oder die einen besonderen Betreuungsbedarf haben, sagte ein Sprecher der Stadt am Mittwoch. Die Maßnahme sei mit dem Land abgestimmt.

Corona-Selbsttests: Experte aus Dortmund sieht Daten kritisch

Update, Mittwoch (17. März), 13.40 Uhr: Im Handel sind sie seit einigen Tagen erhältlich, ihr Nutzen ist aber noch umstritten: Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Renken aus Dortmund kritisiert Corona-Selbsttests. Schnelltests bei Profis seien durchaus sinnvoll, bei den eigenen Abstrichen sieht er jedoch viel Spielraum für Fehler. Renken sagt: „Ich finde das Prinzip schlecht, weil es sehr unzuverlässige Daten liefert.“

Corona in NRW: 34 Neuinfektionen in Herne

Update, Mittwoch (17. März), 12.49 Uhr: In Herne wurden am Mittwoch (17. März) 34 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie infizierten Herner und Hernerinnen steigt somit auf 6.813 Personen. Aktuell infiziert sind 604 Personen. Zudem meldet die Stadt einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19: Ein 63-jähriger Mann ist verstorben.

Corona in NRW: Dortmunder Grüne und FDP schießen gegen OB Westphal

Update, Mittwoch (17. März), 12.25 Uhr: Die von OB Westphal angekündigten Schulschließungen in Dortmund, welche kurze Zeit später wieder von der Landesregierung verboten wurden, haben bei den Dortmunder Parteien für Aufruhr gesorgt. Die Grünen kritisieren Thomas Westphal besonders dafür, dass die kurzfristige Schließung von Schulen „offensichtlich nicht rechtssicher vorbereitet“ gewesen sei.

Stattdessen habe der Beschluss „Chaos und Verunsicherung ausgelöst.“ Die Partei verurteilt außerdem, dass „bereits vor der Ankündigung des Oberbürgermeisters absehbar (war), dass die Landesregierung NRW eine Schulschließung verbieten würde – so wie vorher bereits in Düren. Für die Grünen stellt sich deshalb die Frage, warum dieses Scheitern mit Ansage durchgeführt worden ist“, heißt es in einer Mitteilung. Dennoch teilt die Partei „ausdrücklich die Besorgnis von Herrn Westphal über die steigenden Inzidenzen auch bei Jugendlichen und Erwachsenen.“

Und auch von der FDP gibt es Gegenwind: „Anmaßung und PR-Effekte statt Fakten und Gesetzesvollzug - das scheint aktuell die Maxime der Corona-Politik der Stadt zu sein“, fasst Michael Kauch, Fraktionsvorsitzender von FDP/Bürgerliste, die jüngsten Aktionen von Oberbürgermeister und Gesundheitsamt-Leiter zusammen.

Corona-Pandemie: Neue Mutation aus Frankreich nur schwer durch PCR-Test nachzuweisen

Update, Mittwoch (17. März), 11.45 Uhr: In Frankreich wurde offenbar eine neue Virus-Variante entdeckt, die nur schwer über die herkömmlichen PCR-Tests nachzuweisen ist. Zuvor hatten Patienten trotz typischer Covid-19-Symptome ein negatives PCR-Ergebnis erhalten. Erst Antikörper-Tests ergaben später einen positiven Befund. „Ernster oder übertragbarer“ als das ursprüngliche Virus sei die neue Mutation jedoch nach aktuellem Wissensstand nicht. Zuerst berichtete bild.de.

Corona in Dortmund: SPD kritisiert Laumann für Schul-Entscheidung scharf

Update, Mittwoch (17. März), 11.22 Uhr: Nachdem die Stadt Dortmund am Dienstag (16. März) angekündigt hatte, angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen schon ab Mittwoch (17. März) wieder die Schulen zu schließen, erteilte die NRW-Landesregierung dem Vorhaben eine Absage.

Die Dortmunder Landtagsabgeordnete Anja Butschkau (SPD), die auch Mitglied im Gesundheitsausschuss des Landtags ist, hat die Entscheidung von NRW-Gesundheitsminister Laumann stark kritisiert: „Die Entscheidung von Minister Laumann ist unverantwortlich. Er gefährdet damit die Gesundheit tausender Schülerinnen und Schüler in Dortmund. Es ist mit steigenden Zahlen von Neuinfektionen zu rechnen und das Chaos, das die Landesregierung seit Monaten verursacht, trägt sehr deutlich dazu bei“, wird die SPD-Politikerin in einer Mitteilung zitiert.

Corona: Bundesregierung unterstützt Azubis

Update, Mittwoch (17. März), 10.56 Uhr: Die Bundesregierung will die betriebliche Ausbildung in der Corona-Pandemie mit etwa 700 Millionen Euro unterstützen. Das hat die Nachrichtenagentur Reuters von einem Regierungsvertreter erfahren.

Das Kabinett brachte eine Verdoppelung der Ausbildungsprämien auf den Weg, wenn Betriebe die Zahl ihrer Auszubildenden konstant halten oder sogar erhöhen, heißt es. Geplant seien auch Zuschüsse zu Prüfungsvorbereitungskursen, ein Lockdown-II-Sonderzuschuss von 1000 Euro für Kleinstbetriebe und wenn Kurzarbeit für Lehrlinge vermieden wird.

Corona-Pandemie: Vertrauen in Astrazeneca-Impfstoff immer noch groß

Update, Mittwoch (17. März), 10.26 Uhr: Eine Mehrheit der Deutschen hält den Impfstoff von Astrazeneca offenbar immer noch für vertrauensvoll. Das geht aus einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa für RTL und ntv hervor. Demnach halten 54 Prozent das Vakzin noch immer für verantwortungsvoll. 71 Prozent der Befragten gaben zudem an, sich so bald wie möglich impfen lassen wollen und auch Astrazeneca zu akzeptieren, sobald das Vakzin wieder verabreicht werden darf.

Corona-geimpfte Schwangere schützen offenbar auch Kind

Update, Mittwoch (17. März), 9.55 Uhr: Laut einer Studie aus Israel könnte eine Impfung von Schwangeren auch einen Schutz für das neugeborene Kind bieten. Die Untersuchung des Hadassah-University Medical Center untersuchte 20 Schwangere, die den Biontech-Impfstoff erhalten haben. Bei ihnen und ihren Neugeborenen seien später Antikörper festgestellt worden. Die Studie ist noch nicht für eine Veröffentlichung in der Fachpresse geprüft worden.

Corona: Busunternehmen Flixbus will wieder starten

Update, Mittwoch (17. März), 9.15 Uhr: Das Fernbusunternhemen Flixbus will ab dem 25. März seinen Dienst wieder aufnehmen. Allerdings zunächst mit einem vorerst deutlich reduzierten Angebot und nur rund 40 Zielen. Bereits ab heute (17. März) soll es jedoch wieder möglich sein, auf der Plattform Tickets zu buchen, sagte Flixbus-Chef André Schwämmlein. Platz- und Reservierungsbeschränkungen soll es beim Neustart keine geben.

Corona-Pandemie: Impfgipfel auf Freitag verschoben

Update, Mittwoch (17. März), 9.05 Uhr: Der eigentlich für heute (17. März) geplante Impfgipfel zwischen Bund und Ländern, der wegen dem abrupten Impfstopp des Astrazeneca-Vakzins kurzfristig abgesagt wurde, wird auf Freitag (19. März) verschoben. Das verkündete NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstagabend (16. März) in einem ARD-“Extra“. Bereits am Donnerstag (18. März) soll die EMA eine Empfehlung zur Sicherheit des Impfstoffs abgeben.

Corona in NRW: Herne immer noch Spitzenreiter – 14 Kreise überschreiten Inzidenz-Wert 100

Update, Mittwoch (17. März), 8.46 Uhr: In NRW liegen derzeit (Stand: 17. März, 0 Uhr) 14 Städte und Kreise über dem kritischen Inzidenz-Wert von 100. Diese sind:

  • Herne (158,5)
  • Märkischer Kreis (158,5)
  • Kreis Düren (131,5)
  • Wuppertal (123,6)
  • Duisburg (122,1)
  • Oberbergischer Kreis (121,7)
  • Kreis Kleve (118,7)
  • Kreis Minden-Lübbecke (115)
  • Remscheid (114,1)
  • Kreis Herford (110,9)
  • Solingen (109,3)
  • Kreis Siegen-Wittgenstein (108,3)
  • Kreis Borken (104,5)
  • Köln (104,1)

Die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen in NRW lassen sich in Herne und im Märkischen Kreis finden (beide 158,5). Am meisten zum Vortag angestiegen ist der Wert in Mülheim an der Ruhr (+21,2). Die meisten Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden hat der Märkische Kreis gemeldet (180).

Corona-Pandemie: EU-Kommission könnte heute über einen Covid-19-Impfpass entscheiden

Update, Mittwoch (17. März), 8.39 Uhr: Die EU-Kommission könnte heute (17. März) auf ihrer wöchentlichen Sitzung über einen europaweiten Covid-19-Impfpass entscheiden, der Geimpften wieder mehr Reisefreiheit ermöglichen könnte. Der Impfausweis könnte bis zum 1. Juni fertig sein, berichtete der EU-Kommissionsvize Margaritis Schinas der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Die finale Entscheidung über die Einführung des Dokuments liegt jedoch bei den einzelnen Mitgliedsstaaten.

Corona in NRW: Dortmund und Duisburg müssen Schulen heute öffnen

Update, Mittwoch (17. März), 7.15 Uhr: Trotz steigender Corona-Neuinfektionsraten und mindestens vorläufigem Astrazeneca-Impfstopp hält Nordrhein-Westfalen an der Öffnung der Schulen fest. Die Ruhrgebietsstädte Dortmund und Duisburg dürfen die Schulen nicht schließen. Genau das hatte Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) am Dienstag angekündigt.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) ist gegen die Schließung der Schulen.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte dazu laut dpa am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Düsseldorf: Wenn der Stadt Dortmund bei einer Neuinfektionsrate von 71,2 – gerechnet auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen – nichts anderes einfalle, als Schulen zu schließen, werde sein Haus das umgehend ablehnen.

Im Interview mit WDR5 erklärte der Gesundheitsminister zudem, dass die Oberbürgermeister oder Landräte ein Gesamtkonzept vorlegen und auch Alternativen zu Schulschließungen anbieten müssten.

Corona in Deutschland: Wieder mehr als 10.000 Neuinfektionen – Inzidenz-Wert macht großen Sprung

Update, Mittwoch (17. März), 6.19 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat in den vergangenen 24 Stunden 13.435 Neuinfektionen und 249 Corona-Todesfälle von den Gesundheitsämtern gemeldet bekommen. Das sind deutlich mehr als die 9146 Neuinfektionen von vor einer Woche (10. März). Aus Nordrhein-Westfalen wurden 2.808 Neuinfektionen und 39 Todesfälle gemeldet.

Auch die Sieben-Tage-Inzidenz machte wieder einen deutlichen Sprung nach oben: Sie liegt am Mittwoch (17. März) bei 86,2 in Deutschland. Am Vortag hatte sie noch bei 83,7 gelegen. Vor vier Wochen, am 17. Februar, betrug der Inzidenz-Wert sogar 57,0. Für NRW meldet das RKI einen Inzidenz-Wert von 85,1.

Corona-Gipfel von Bund und Ländern: Lockdown soll wohl erneut verlängert werden

Update, Dienstag (16. März), 21.30 Uhr: Noch sind es ein paar Tage hin bis zum nächsten Corona-Gipfel von Bund und Ländern. Doch nach Informationen von Business Insider zufolge soll es bereits Pläne geben, den Lockdown am 22. März noch einmal verlängern zu wollen. Und zwar erneut um vier Wochen.

Das bedeutet: Der geplante vierte Öffnungsschritt ab dem 22. März würde dann entfallen und Restaurants im Außenbereich, Theater, Opern, Konzerthallen und Kinos bleiben auch im April zu. Auch Fitnessstudios wären davon betroffen. Alle hätten ab einer Inzidenz von 50 normalerweise wieder öffnen dürfen. Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten wägen diesen Schritt nun jedoch zerschlagen zu wollen. Das will Business Insider aus Regierungskreisen erfahren haben.

Grund für die Lockdown-Verlängerung sei die Unsicherheit mit dem Astrazeneca-Impfstoff und das aktuelle Infektionsgeschehen, das sich derzeit wieder verschlechtert.

Schulschließung in Dortmund: Armin Laschet gibt Statement ab

Update, Dienstag (16. März), 20.30 Uhr: Armin Laschet hat sich in der Aktuellen Stunde zu der Dortmunder Debatte um Schulschließungen geäußert. So würden sich die Städte, die die Schulen schließen wollen, die Einzelhändler und Friseure aber offen ließen, nicht an die Corona-Beschlüsse halten. Außerdem sollen eben jene Städte nicht verstanden haben, wie wichtig Bildung für Kinder sei.

„Ich finde nicht, dass es gut wäre, wenn es jeder so macht, wie er es für richtig hält“, erklärt der NRW-Ministerpräsident. Zuvor hatten in einer Pressekonferenz Laschet und NRW-Gesundheitsminister Laumann klargemacht, dass die Schulen auch in Dortmund am Mittwoch (17. März) öffnen werden – entgegen der Meinung von Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal.

Alle Corona-News aus NRW vor dem Abend des 16. März, lest ihr in unserem alten News-Ticker auf RUHR24.de.

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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