Kampf gegen Covid-19

Corona-Impfzentren in NRW: Welche Standorte es gibt und was aktuell geplant ist

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Corona: NRW bekommt Impfstoffzentren - welche Städte infrage kommen

NRW bekommt wohl insgesamt 53 Impfzentren. Viele Städte kommen infrage - doch wie sieht die Strategie aus?

NRW - Es ist die Hoffnung in der Coronavirus-Pandemie. Gleich zwei Unternehmen haben einen vermeintlichen Durchbruch in der Entwicklung eines Impfstoffs gegen Covid-19 gemeldet. Bleibt nun die Frage, wie sich Deutschland und speziell das bevölkerungsreichste Bundesland NRW auf den Prozess des Impfens vorbereiten?

BundeslandNRW
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,93 Millionen

Corona-Impfzentren in NRW: Die Planungen im Kampf gegen die Pandemie laufen

„Noch ist sehr vieles in der Planungsphase“, sagt ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums gegenüber RUHR24.de zum Thema Coronavirus-Impfstoff (alle News zu Corona in NRW auf RUHR24.de). „Die Vorbereitungen laufen.“

Das Land NRW (alle News zu Corona in NRW im Live-Ticker auf RUHR24.de) will circa 53 Impfzentren aufbauen. Der Plan: In jeder kreisfreien Stadt und in jedem Kreis soll mindestens ein Impfzentrum entstehen.

Impfzentren in NRW: So sieht die Strategie gegen Corona aus

Neben den Impfzentren wird es wohl mobile Teams geben, die sich um Pflegeeinrichtungen oder Altenheime kümmern. Auch in Krankenhäusern soll man den Impfstoff gegen das Coronavirus bekommen.

Düsseldorf - ein möglicher Ort eines Corona-Impfzentrums im Bundesland NRW

Die Bundesregierung sei laut NRW-Gesundheitsministerium zuständig für die Beschaffung und Auslieferung des Corona-Impfstoffes.

NRW muss Lagerung und Logistik des Corona-Impfstoffes übernehmen

Die Bundesländer hingegen müssten Lagerung und Logistik übernehmen. Man sei in NRW schon mit einem Logistikunternehmen in Verhandlung. Man habe auch schon 20,2 Millionen Spritzen bestellt, berichtet auch der Westfälische Anzeiger.

Zudem habe man sich in NRW auf verschiedene Szenarien vorbereitet. Es gibt noch ungeklärte Fragen. Wann wird der Corona-Impfstoff zugelassen? Wer wird zuerst geimpft? „Ein besonderer Fokus liegt zunächst auf den vulnerablen Bevölkerungsgruppen. Es wird sicherlich einige Zeit dauern, bis alle Bevölkerungsgruppen geimpft sind“ so Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

NRW: Verwirrung um Corona-Impfzentren - verschiedene Zahlen kursierten

Doch welche Stadt bekommt ein Impfzentrum? „Am Montag wird sich der Minister mit den Landräten der Kreise und Oberbürgermeister der Städte dazu austauschen“, sagt der Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums gegenüber RUHR24.de.

Video: 95 Prozent Schutz: Biontech-Impfstoff soll im Dezember kommen

In der vergangenen Woche haben sich schon einige Städte gemeldet. Man wolle sich für ein Corona-Impfzentrum bewerben. Diverse Medien berichteten, dass sich Städte wie Bochum, Münster und auch Herne sich gemeldet. Das Kuriose: Auch die Zahl von nur zwölf Impfzentren für NRW kursierte durch die Medien.

„Nein, das ist keine Information, die vom NRW-Gesundheitsministerium gekommen ist. Wir gehen aktuell von circa 53 Impfzentren aus“, so ein Sprecher des Gesundheitsministeriums gegenüber RUHR24.de.

Ärzte sollen Impfungen in NRW-Impfzentren vornehmen

In den Impfzentren selbst sollen dann Ärzte die Impfungen gegen das Coronavirus vornehmen. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein sucht bereits freiwillige Mediziner, die sich tage- oder stundenweise für Impf-Schichten in den Impfzentren zur Verfügung stellen.

Das Rote Kreuz in NRW hat unterdessen angekündigt, in Sachen Logistik und Hilfspersonal helfen zu wollen.

Mobile Teams sollen Impfzentren in NRW unterstützen

Zusätzlich zu den Impfzentren sollen sich mobile Teams bilden, die die vulnerablen Personengruppen in stationären Einrichtungen impfen werden. Geplant ist zudem, die Krankenhäuser in die Impforganisation für das bei ihnen tätige medizinische Personal einzubinden.

Minister Karl-Josef Laumann erklärt: „Die Vorbereitungen im Ministerium laufen auf Hochtouren. In einem Land mit rund 18 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern stehen wir damit vor einer gewaltigen Aufgabe, die es so noch nicht gegeben hat.“

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