Impfung der zweiten Prio-Gruppe

Corona-Impfungen in NRW: So sieht der Zeitplan für Senioren über 70 aus

Nach dem Startschuss für die zweite Prio-Gruppe, ist es absehbar, dass auch die über 70-Jährigen bald mit einer Corona-Impfung dran sind. Um Chaos zu vermeiden, soll es einen strengen Plan geben.

NRW - Wer sich bereits bei der Impfung der über 80-Jährigen um einen Termin für die Corona-Impfung bemühen musste, hat das mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in guter Erinnerung: Lange Wartezeiten am Telefon, lahmgelegte Webserver – einen Termin zu ergattern war nicht leicht. Das Problem: zu viele Impfberechtigte wollten gleichzeitig einen Termin ausmachen. Bei der Impfung der über 70-Jährigen gegen das Coronavirus soll das besser laufen.

VirusCoronavirus/Sars-Cov-2
Impfungseit Dez. 2020
Impfstoffevon AstraZeneca, Biotech/Pfizer, Moderna u.a.

Corona-Impfung der Senioren in Gruppe 2: Terminbuchung in Dortmund über Eventim

Von Vorteil könnte bereits sein, dass die Organisation und Vergabe der Impftermine der meisten Impfberechtigten aus der Gruppe 2 nun nicht mehr von der kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) übernommen wird, sondern von den Städten und Kommunen selbst. Obwohl auch diese zuletzt angaben, mit dem organisatorischen Aufwand überfordert zu sein, fanden einige von ihnen eine pragmatische Lösung.

So unterschrieb unter anderem die Stadt Dortmund einen Vertrag mit dem Online-Ticket-Service Eventim. In der größten Stadt im Ruhrgebiet können Impfberechtigte in Zukunft ihren Impftermin also schnell und einfach über Eventim buchen. Dass das relativ reibungslos klappt, zeigt die Erfahrung: Auch in Schleswig-Holstein legte das Gesundheitsministerium die Terminvergabe in die Hände des Ticket-Service Eventim.

Corona-Impfung der Senioren in Gruppe 2: Nicht alle über 70-Jährigen gleichzeitig einladen

Doch es gibt weitere Strategien, wie eine Wiederholung des Impfchaos aus dem Januar vermieden werden sollen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet erklärte dazu bereits am Dienstag (23. Februar) in einer Pressekonferenz, dass der nächsten Gruppe, der über 70-Jährigen, ein solches Terminbuchungs-Chaos erspart bleiben soll. Seine Überlegung: Anstatt alle über 70-Jährigen gleichzeitig zur Impfung zuzulassen, soll dies in kleinen Gruppen geschehen (mehr News zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de)

So sei es denkbar, Kohortenweise vorzugehen. „Wir überlegen, jahrgangsweise oder zweijahrgangsweise kleinere Gruppen einzuladen“, so Laschet laut eines Berichtes der WAZ. Denn nach Informationen der Zeitung seien es nun rund 1,3 Millionen Menschen, die in dieser Gruppe in NRW bald ein Impfangebot erhalten sollen – ein erneutes Chaos wäre ohne eine klare Linie – die auch Städte wie Dortmund derzeit vom Land erwarten– wer wann in dieser großen Gruppe geimpft wird, kaum vermeidbar.

Rubriklistenbild: © Jean-Christophe Bott/dpa

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