Impfung der Prio-Gruppe 2

Klarheit im Impf-Dschungel mit Corona: NRW nennt Zeitplan, wer wann dran ist

Mit Start der Corona-Impfungen in der Prio-Gruppe 2 wuchs die Unklarheit darüber, in welcher Reihenfolge innerhalb der Gruppe geimpft wird. Nun hat das Land NRW einen genauen Plan festgelegt.

NRW - Am Abend des 1. März twitterte das Land NRW ein Schaubild, welches für viele Menschen in NRW einiges klarstellen dürfte: Mit dem Titel „Impffahrplan für NRW“ wird erklärt, wer wann und in welcher Reihenfolge gegen das Coronavirus geimpft werden soll. Für die Gruppe 2 mit hoher Priorität sind für einige Untergruppen sogar konkrete Zeiträume für die Impfung genannt.

VirusCoronavirus/Sars-Cov-2
Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca, Johnson & Johnson u.a.
Impfung seitDezember 2020

Corona-Impfung in NRW: In dieser Reihenfolge wird in der Gruppe 2 geimpft

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, der den Impffahrplan am Montag vorstellte, sprach von einem weiteren Meilenstein im Kampf gegen Corona. Denn nun soll auch die breite Impfung der Menschen mit einer hohen Impfpriorisierung beginnen (mehr News zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de).

Aktuell laufen zwar noch die letzten Impfungen in der Gruppe 1 – dazu gehören Beschäftigte in Notaufnahmen oder auf Intensivstationen und Personen über 80 Jahre – doch bereits seit Beginn der letzten Woche (22. Februar) konnten Krankenhäuser damit beginnen das weitere Klinikpersonal, welches nicht zur Prio-Gruppe 1 gehört, zu impfen. Damit wurde der fließende Übergang zur Impfung der Personen, welche zu der zweiten Priorisierungsgruppe gehören, geschaffen.

Ab dem 8. März soll bereits die nächste Untergruppe der Gruppe 2 geimpft werden. Dann sind folgende Personen dran:

  • Mitarbeiter und Bewohner in Eingliederungshilfen und Werkstätten für Menschen mit Behinderung
  • Grund-, Sonder- und Förderschullehrer, Beschäftigte in Kitas und in der Kindertagespflege
  • Einsatzhundertschaften der Polizei

Gegen Ende März soll es dann mit bestimmten Vorerkrankten weitergehen. Dazu zählen unter anderem Menschen mit schwerer Diabetes, chronische Nierenerkrankungen oder COPD. Impfungen von schwer pflegebedürftigen Personen sollen – in der eigenen Häuslichkeit – so schnell wie möglich beginnen. Zu Beginn soll es ein Modellprojekt geben, bei dem zunächst 18.000 Menschen mit Pflegegrad fünf geimpft werden. Dazu sollen auch Hausärzte für die Impfungen eingespannt werden.

Corona-Impfung der Gruppe 2 in NRW: Senioren über 70 müssen noch Gedult haben

Senioren über 70 Jahre, welche ebenfalls in der Gruppe 2 geimpft werden sollen, müssen sich allerdings noch etwas gedulden. Aber auch sie sollen spätestens ab Mai 2021 ein Impfangebot erhalten. Der Beginn der Impfungen der Senioren hängt nach einer Presseinformation des Landes NRW von der Verfügbarkeit des Biontech-Impfstoffs, aber auch vom Impffortschritt bei den über 80-jährigen Menschen ab.

Etwas schwammiger bleibt der Zeitraum, wann die Corona-Impfung für pflegende Angehörige, Kontaktpersonen von Schwangeren und Bewohner und Mitarbeiter in Obdachlosen- und Asylunterkünften ansteht. Für sie nennt das Land NRW lediglich den Zeitraum „so bald wie möglich“.

Allerdings sei die Planung in NRW für die Impfungen in der Gruppe 2 damit nicht abgeschlossen, so Laumann. „Wir werden in den nächsten Wochen sukzessive darlegen, wann und wie die weiteren Gruppen, die in der Impfverordnung des Bundes genannt werden, ihr Impfangebot erhalten.“ (Mehr News zur Corona-Pandemie in NRW im Live-Ticker auf RUHR24.de.)

Impf-Strategie in NRW wird beibehalten: Besonders Infektionsgefährdete und verletzliche in Gruppe 2

Damit würde die Strategie fortgesetzt, besonders Infektionsgefährdete und verletzliche Gruppen zu impfen. Neben dem Schutz der Menschen durch die Impfung sei es ein wichtiges Ziel, den zur Verfügung stehenden Impfstoff zügig zu verimpfen. Alle personen unter 65 jahren erhalten denImpfstoff AstraZeneca.

Das Gesundheitsamt geht davon aus, dass insgesamt über 750.000 Menschen dieser Gruppe angehören. Allein aus dem Bereich Schule und Kita werden 275.000 Menschen ein Impfangebot bekommen. Weitere 300.000 Personen können im ambulanten medizinischen Bereich geimpft werden, un dweitere 150.000 Menschen in der Eingliederungshilfe.

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