Beschlussvorlage steht

Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche – Minister haben entschieden

Die Beschlussvorlage für Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche steht. Doch es gibt Diskussionen.

Update, Montag (2. August), 21.30 Uhr: NRW – Bund und Länder haben beschlossen, dass Kinder und Jugendliche nach den Sommerferien zusätzliche Impfmöglichkeiten bekommen sollen. 12- bis 17-Jährige können sich dann regional auch in Impfzentren gegen das Coronavirus impfen lassen. In Arztpraxen ist die Impfung für Kinder und Jugendliche bereits möglich.

Corona-Schutzimpfung für Kinder und Jugendliche auch in Impfzentren möglich

„Jeder, der will, kann im Sommer geimpft werden. Wir haben genügend Impfstoff für alle Altersgruppen“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Risikogruppen wie Alte und Pflegebedürftige sollen ab September bereits die erste Auffrischung bekommen.

Besonders mit Blick auf den Schulstart nach den Sommerferien seien die Impfungen „ein Baustein, um einen sichereren Start in den Lehr- und Lernbetrieb“ zu ermöglichen, erklärt Länder-Gesundheitsminister, Klaus Holetschek (CSU) aus Bayern laut Deutscher Presse-Agentur (dpa). Auch für junge Erwachsene in Unis und Berufsschulen soll es unkomplizierte Angebote geben.

Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche mit Biontech oder Moderna

Erstmeldung, Montag (2. August), 12.07 Uhr: Es soll jetzt alles schnell gehen. Die Beschlussvorlage für die Impfungen der 12-bis 17-jährigen Kinder und Jugendliche steht. Die Gesundheitsminister der Länder wollen heute (2. August) darüber beraten.

Die Bevölkerungsgruppe soll sowohl in Impfzentren, bei Haus- und Betriebsärzten und Schulen, Berufsschulen sowie Universitäten geimpft werden. Vorgesehen sind die extra für diese Gruppe zugelassenen Impfstoffe von Biontech und Moderna.

Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche – 900.000 sind schon geimpft

Allerdings werden Kinder und Jugendliche schon seit circa vier Wochen geimpft – 900.000 (20 Prozent) haben laut Welt die erste Impfung bekommen.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) will Impfungen eigentlich nur bei Kinder und Jugendlichen mit Vorerkrankung empfehlen. Schulschließungen seien trotz Impfungen in dieser Gruppe gar nicht zu verhindern. Zudem gebe es zu wenig Daten.

Auch Kinder sollen sich bald in Impfzentren gegen das Coronavirus impfen lassen können.

Karl Lauterbach (SPD) widerspricht der Stiko in Sachen Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach äußerte sich gegenüber dem Deutschlandfunk, dass die wissenschaftliche Argumentation der Stiko nicht mehr nachvollziehbar sei. Man habe bereits ausreichend Erfahrungen und Daten gesammelt.

Die Ärztekammer Nordrhein NRW spricht sich gegen ein Impfangebot für 12- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche aus. Erst sollen, wie Rudolf Henke (CDU), Präsident der Ärztekammer Nordrhein, gegenüber WDR5 sagte, alle Erwachsenen geimpft werden.

Rubriklistenbild: © David Ryder/AFP

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