Todesfall in NRW-Stadt

Corona in Bochum: Mann stirbt nach Impfung – warum die Todesursache nicht genannt wird

Ein junger Mann (32) aus Bochum (NRW) stirbt nach einer Impfung gegen Corona. Staatsanwaltschaft und Polizei haben nun zu dem traurigen Fall Stellung genommen.

Update, Freitag (19. Februar), 11 Uhr: Bochum – Viele Fragen sind nach der Meldung über den Tod des 32-Jährigen nach einer Corona-Impfung aufgekommen. Warum ist die Todesursache nicht bekannt oder wird nicht genannt? Auf Anfrage von RUHR24 äußerte sich Frank Lemanis von der Polizei Bochum.

„Auch wir haben E-Mails bekommen, die nach der Todesursache gefragt haben. Aber in dem Fall dürfen wir - Polizei und Staatsanwaltschaft - es rein rechtlich nicht mitteilen“, sagt Frank Lemanis gegenüber RUHR24.

Dennoch würde er es verstehen, dass generell Fragen aufkommen. Natürlich würde man sich Gedanken über das Coronavirus und die dazugehörige Corona-Impfung machen. In dem Fall des 32-Jährigen habe die Obduktion allerdings schnell Antworten gegeben - das Ableben hatte nichts mit der Impfung zu tun, der Mann litt an einer anderen Krankheit.

Erstmeldung, Mittwoch (17. Februar): Diese Nachricht schlägt Wellen. Für die einen könnte es ein Verstärker der Angst werden, für die anderen Wasser auf den Mühlen ihrer eigenen Skepsis in der Coronavirus-Pandemie. Doch die Staatsanwaltschaft und Polizei Bochum klären auf.

StadtBochum
Einwohner370.899 Einwohner
BürgermeisterThomas Eiskirch (SPD)

Bochum (NRW): Mann stirbt nach Impfung gegen Corona – jetzt klären die Behörde auf

Der 32-jährige Mann aus Bochum sei eines natürlichen Todes verstorben. Die Impfung gegen das Coronavirus habe keinen Einfluss auf den Tod gehabt, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft Bochum nach der Obduktion (alle News zu Corona in NRW auf RUHR24.de).

Der Mann aus Bochum hatte sich nach offiziellen Angaben am Freitag (12. Februar) gegen das Coronavirus impfen lassen. Am Samstag (13. Februar) verstarb er (alle News zu Corona in NRW im Live-Ticker auf RUHR24.de).

Es ist nicht der erste Fall in NRW, bei dem ein Mensch nach einer Impfung gegen das Coronavirus verstarb. Wie die WAZ berichte, sind zwei Bewohner eines Altenheims (99 und 93 Jahre) am vergangenen Mittwoch (10. Februar) in Hattingen (NRW) gestorben.

Bochum (NRW): 32-jähriger Mann nicht der erste Todesfall nach Corona-Impfung

Aber auch dort habe es bislang keine Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der Corona-Impfung und dem Tod gegeben. Beide Bewohner hätten mehrere, zum Teil schwere Vorerkrankungen gehabt.

Die Staatsanwaltschaft Bochum klärt auf - es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Corona-Impfung und dem Tod eines 32-Jährigen.

Anfang Februar hat es in der NRW-Metropole Köln drei Todesfälle gegeben, die unmittelbar nach einer Corona-Impfung eingetreten sind. Wie der Kölner Stadtanzeiger berichtete, hätten es sich um Personen mit erheblichen Vorerkrankungen gehandelt.

Zwei Personen aus Köln seien an einer schweren Lungenentzündung, eine Person an einer Hirnblutung verstorben. Man habe, so Professor Markus Rothschild von der Rechtsmedizin Köln, die Fälle an das für Impfungen zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gemeldet.

Das PEI ist dafür zuständig, dass solche Fälle – Tode nach Corona-Impfung – auf einen kausalen Zusammenhang hin untersucht werden. Nebenwirkungen können nach einer Impfung gegen das Coronavirus, wie es aktuelle Fälle beim Rettungsdienst in der Stadt Dortmund zeigen, auftreten.

Rubriklistenbild: © Daniele Giustolisi/RUHR24/dpa / Collage: RUHR24

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