Beratungspflicht

NRW-Minister Stamp bringt Alternative zur Corona-Impfpflicht ins Spiel

Die Debatte zur Corona-Impfpflicht wird hart geführt. Jetzt bringt NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) eine Beratungspflicht ins Spiel. Auch sie sieht Strafen vor.

Düsseldorf/NRW – Die Corona-Infektionen in Nordrhein-Westfalen steigen weiter deutlich an. In Dortmund muss in Kitas bereits weniger auf Covid-19 getestet werden, weil die Labore überfordert sind. Viele sehen eine Impfpflicht als letzten Ausweg aus der Pandemie. Doch es gibt auch andere Vorschläge.

Corona-Beratungspflicht in NRW? Joachim Stamp bringt Alternative zur Impfpflicht ins Gespräch

Denn noch ist unklar, wie eine Corona-Impfpflicht rechtlich aussehen könnte. NRW-Familienminister Joachim Stamp hat daher jetzt eine alternative Beratungspflicht ins Spiel gebracht. Doch was soll das sein?

„Möglicherweise reicht es aus, wenn wir allen Bürgerinnen und Bürgern über 18 zwischen den Sommer- und den Herbstferien ein verpflichtendes Beratungsgespräch mit einem Impfangebot anbieten“, sagte der Politiker laut DPA dem Kölner Stadt-Anzeiger (Samstagsausgabe). Wer zu dem Termin nicht hingehe, müsse dann jedoch mit einem „maßvolle Bußgeld“ rechnen, sagte Stamp.

Corona-Beratungspflicht: Wien lädt Ungeimpfte ein, Ethikrat rät zu Beratungsangeboten

Ganz neu ist der Ansatz nicht. Die Stadt Wien etwa hat im November rund 340.000 Menschen einfach zu einem Impftermin eingeladen. Wer nicht kommen wollte, musste absagen. Wer unsicher war, konnte den Termin verschieben und ein Beratungsgespräch bei einem Arzt bekommen.

In Deutschland hatte bereits der Ethikrat (PDF) Stellung zu dem Thema genommen. In einer Empfehlung riet das Gremium im Dezember: „Die Aufforderung zur Impfung sollte mit einem umfassenden, niederschwelligen Beratungsangebot verknüpft werden.“

Rubriklistenbild: © Marius Becker/dpa

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