Laumann äußert sich

Corona: Erste Bundesländer verschärfen Regeln wieder - was ist mit NRW?

Die Inzidenz steigt wieder an und Experten warnen vor einer vierten Corona-Welle im Winter. Erste Bundesländer verschärfen deshalb ihre Regeln.

NRW – Wie an den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) zu erahnen ist, rollt eine vierte Corona-Welle* an. Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden liegt laut dem RKI täglich auf einem hohen Niveau. Einige Bundesländer ziehen bereits ihre Konsequenzen daraus, weiß RUHR24*. Aber was ist mit NRW?

NameCorona, Covid-19
ErregerSars-CoV-2
Symptome (unter anderem)Fieber, trockener Husten, Müdigkeit

Corona in NRW: Andere Bundesländer verschärfen bereits die Regeln

Das RKI hat bereits vor einem wachsenden Risiko vor Ansteckungen gewarnt. Auf dem Twitter-Account des Instituts wurde die Empfehlung ausgesprochen, dass Personen mit leichten Symptomen zu Hause bleiben und sich möglichst einem PCR-Test unterziehen lassen sollten. Das gelte auch für Geimpfte und bereits Genesene.

Einige Bundesländer verschärfen wegen der steigenden Infektionen bereits ihre Corona-Regeln. So geschehen etwa in Thüringen. Dort wurde das 2G- oder 3G-plus-Modell auch für Restaurants, Gaststätten und religiöse Zusammenkünfte ausgeweitet, wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet.

Auch in Baden-Württemberg könnte bald die die sogenannte Warnstufe ausgerufen wurden. Dann müssten Ungeimpfte und Nicht-Genesene in vielen Bereichen PCR-Tests vorweisen. Diese sind nur in Ausnahmefällen kostenlos*.

Corona in NRW: Aktuelle Zahlen

In den vergangenen sieben Tagen sind 17.864 positive Testergebnisse in NRW hinzugekommen (Stand: Freitag, 29. Oktober). Die Inzidenz liegt dabei bei 99,7. Zum Vergleich: Die deutschlandweite Inzidenz liegt bei 139,2.

Droht die vierte Corona-Welle? Welche Regeln jetzt in NRW gelten

In Bayern sind ebenfalls Corona-Verschärfungen geplant. Anders als gerade erst in NRW beschlossen, müssen Schüler dort auch nach den Herbstferien Masken im Unterricht* tragen.

Und auch sonst sieht die aktuelle Corona-Schutzverordnung in NRW* keine Verschärfungen vor, wie unter anderem wa.de berichtet. Allerdings: Einen Lockdown für Ungeimpfte schließt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) nicht aus, sollten die Zahlen weiterhin steigen.

Aktuell läuft die Debatte darüber, die epidemische Lage deutschlandweit gegen Ende November zu beenden. Der 25. November wird derzeit als sogenannter „Freedom Day“* von der möglichen Ampelkoalition (SPD, FDP, Grüne) angezielt. Laut Laumann brauche es in dem Fall trotzdem eine Grundlage, auf der die Bundesländer Corona-Regeln aufrechterhalten können. Als Beispiel nannte er die Maskenpflicht.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU)

Steigende Corona-Zahlen im Herbst: Lage in Krankenhäusern

Auch die Lage in den Krankenhäusern und Intensivstationen könnte sich angesichts der steigenden Corona-Zahlen verschärfen. Was wird passieren, wenn planbare Operationen wegen Corona-Patienten verschoben werden müssen? „Wenn wir an dem Punkt sind, werden wir überlegen müssen, was wir tun“, so Laumann. Derzeit sei man aber weit davon entfernt.

Währenddessen hat SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach weitere Vorschläge für die NRW-Regierung: Er empfiehlt auf Twitter eine Wiedereröffnung der Impfzentren. Laut ihm gebe es derzeit nicht viele Möglichkeiten, die Zahlen in Schach zu halten. Eine Möglichkeit sei aber eine sogenannte Booster-Impfung. „Dafür müsste man die Impfzentren wieder öffnen“, so Lauterbach. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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