Live-Ticker zur Covid-19-Pandemie

Corona: Arztpraxen bekommen 3 Millionen Impfdosen +++ Beliebtes Ausflugsziel im Ruhrgebiet gesperrt

Die dritte Welle der Coronavirus-Pandemie (SARS-CoV-2) dominiert das Leben in Deutschland und NRW. Über alle Entwicklungen zur Covid-19-Pandemie informiert RUHR24 im Live-Ticker.

Kreis/StadtInzidenz 23. April (Vortag)
NRW (gesamt)181,0 (+7,6)
Dortmund216,4 (+0,5)
Bochum174,0 (+2,5)
Duisburg233,0 (+8,0)
Essen155,1 (-1,0)
Gelsenkirchen269,6 (+8,5)
Kreis Recklinghausen194,4 (+5,7)
Kreis Unna244,9 (+14,4)

Dieser Live-Ticker wird nicht mehr aktualisiert. Alle News rund um das Coronavirus in NRW gibt es ab sofort in unserem neuen Ticker.

Corona in Deutschland: Arztpraxen bekommen ab Mai 3 Millionen Impfdosen

Update, Freitag (23. April), 19.07 Uhr: Ab Mai soll in Deutschland der Impfturbo eingelegt werden. Um die Weichen zu stellen, bekommen Hausarztpraxen ab dem 3. Mai drei Millionen Impfdosen pro Woche. Bisher waren es maximal 2,6 Millionen.

Das geht aus den Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums hervor, über die Bild exklusiv berichtet hat. Ursprünglich sollten die Lieferungen bereits Ende April eintreffen, nun geht der Impfturbo aber erst ab Mai los.

Corona in NRW: Auch Bochum muss ab Samstag Notbremse ziehen

Update, Freitag (23. April), 18.25 Uhr: Nicht nur Dortmund, auch Bochum muss sich ab Samstag (24. April) um 0 Uhr den Regeln der Corona-Notbremse beugen. Da auch in dieser Ruhrgebietsstadt der Inzidenz-Wert bereits seit längerem über 100 liegt, gilt auch in Bochum heute Nacht ab 0 Uhr bis 5 Uhr (sonst ab 22 Uhr) eine Ausgangssperre. Außerdem werden die Kitas wieder in den Notbetrieb wechseln.

Voraussichtlich ab Montag (26. April) müssen die Schüler außerdem wieder in den Distanzunterricht, da Bochum dann höchstwahrscheinlich auch drei Tage den Inzidenz-Wert von 165 überschritten haben wird. Das hat die Stadt in einer Mitteilung bekannt gegeben.

Corona-Pandemie: Österreich öffnet ab Mitte Mai fast alles

Update, Freitag (23. April), 18.07 Uhr: Österreich macht auf. Wie Bundeskanzler Sebastian Kurz mitgeteilt hat, werden Geschäfte aus fast allen Branchen ab 19. Mai wieder öffnen. Brisant: In Österreich liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit höher als in Deutschland. Voraussetzung für Konsumenten ist jedoch ein negativer Corona-Test.

Ist 2021 Urlaub in Österreich möglich? Kanzler Kurz macht Hoffnung.

Corona im Ruhrgebiet: Essen sperrt Baldeneysee an Wochenenden

Update, Freitag (23. April), 17.43 Uhr: Diese Nachricht dürfte vielen Menschen im Ruhrgebiet sicher die Wochend-Pläne durchkreuzen. Wie die Stadt Essen mitgeteilt hat, werden einige Bereiche um den Baldeneysee vor dem Hintergrund der weiterhin steigenden Corona-Zahlen ab sofort und bis auf weiteres an den Wochenenden gesperrt.

Um Besuche am beliebten Ausflugsziel im Ruhrgebiet zu unterbinden, wird auch die Zufahrt über die Freiherr-vom-Stein-Straße/ Ecke Lerchenstraße nicht möglich sein, sobald alle gekennzeichneten Parkplätze belegt sind. Gleichermaßen soll auch mit dem Parkplatz Regattastrecke und den entsprechenden Zufahrten verfahren werden. Auch die Anfahrt zum Motorradtreff „Haus Scheppen“ und der Parkplatz an der Lanfermannfähre/ Zeche Carl Funke werden gesperrt. Nur die Feuerwehrzufahrten werden offen gehalten.

Die Sperrungen werden am Samstag und Sonntag jeweils ab 9 Uhr eingerichtet und durch Ordnungspersonal kontrolliert.

Der Baldeneysee gehört zu den beliebtesten Ausflugzielen im Ruhrgebiet.

Corona in Dortmund: 146 Neuinfektionen - Besuchverzicht in Krankenhäusern

Update, Freitag (23. April), 16.38 Uhr: In Dortmund wurden am Freitag (23. April) 146 Neuinfektionen registriert. Insgesamt steigt die Zahl der Corona-Infizierten in Dortmund seit Beginn der Pandemie somit auf 24.122. Aktuell sind 2.342 Menschen infiziert. Der Inzidenzwert wird mit den heutigen Zahlen nach Berechnung der Stadt 211,8 betragen - und sinkt damit im Vergleich zum Vortag um 10,1.

Wie die Stadt weiter bekannt gibt, wurden am heutigen Freitag (23. April) außerdem vier Todesfälle gemeldet: Es starben eine 74-jährige Frau und drei Männer im Alter von 60, 70 und 84. Alle vier ursächlich an Covid-19. Die Anzahl der bisher ursächlich an Covid-19 Verstorbenen beträgt in Dortmund nun 231.

Wie die Stadt außerdem bekannt gegeben hat, soll angesichts der sich verschärfenden Lage in Dortmunder Krankenhäusern ab sofort weitestgehend auf Besuche verzichtet werden. Darauf hätten sich die Krankenhausleitungen und das Gesundheitsamt geeinigt, berichtet die Stadt. In Ausnahmefällen kann man sich an die behandelnden Ärzte wenden.

Corona-Pandemie: Impftermine für chronisch kranke Menschen ab 30. April

Update, Freitag (23. April), 16.24 Uhr: In NRW können sich chronisch kranke Menschen bereits ab 30. April Termine für Impfungen in den Impfzentren besorgen. Die Impfungen für diese Gruppe stehen dann im Mai an. Das sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Freitag (23. April) in einer Pressekonferenz.

Am Donnerstag (22. April) habe das Land außerdem 48.000 Impfdosen von Johnson & Johnson erhalten. Diese sollen jedoch komplett Obdachlosen zur Verfügung gestellt werden, da für diese Impfung nur eine Dosis nötig sei.

60 Prozent der NRW-Bevölkerung könnte laut Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) bis Juli gegen Corona geimpft werden.

Corona in NRW: Ab Montag (26. April) wieder Distanzunterricht für viele Schüler

Update, Freitag (23. April), 15.33 Uhr: In den Schulen NRWs gilt die Bundes-Notbremse ab kommenden Montag (26. April). Das hat Schulministerin Gebauer (FDP) klargestellt. Das bedeutet: Wenn in einem Kreis oder einer Stadt der Inzidenz-Wert an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 165 liegt, müssen die Schüler zurück in den Distanzunterricht. Betroffen sein wird unter anderem Köln, aber auch Dortmund.

„Das neue Bundesgesetz führt automatisch dazu, dass viele Kinder im Rahmen des Distanzunterrichtes nicht in den Schulen, sondern wieder daheim lernen müssen“, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer am Freitag (23. April).

Eine Ausnahme gelte jedoch für Abschlussklassen und Förderschulen, erläuterte das Schulministerium. Alle Abschlussprüfungen - auch die Abiturprüfungen - könnten planmäßig im Präsenzbetrieb stattfinden.

Corona in NRW: Rund 20 Prozent der Bevölerung sind geimpft

Update, Freitag (23. April), 13.15 Uhr: In einer Pressekonferenz berichtet NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), dass inzwischen rund 20 Prozent der Bevölkerung in NRW die erste Impfdosis erhalten haben. Im Vergleich zu den anderen Bundesländern stehe NRW laut Laumann gut dar, das Land würde auf Platz drei oder vier stehen. Allerdings würde das Land bei den Erstimpfungen an Tempo verlieren, da die Hälfte des Impfstoffes in die Zweitimpfungen gesteckt werden müsse.

Die Impf-Kampagne würde gut voranschreiten. Innerhalb der Prioritätsgruppe zwei können ab dem 30. April chronisch kranke Menschen einen Impftermin vereinbaren. Dazu gehören Personen mit Trisomie 21 oder einer Conterganschädigung, Personen nach einer Organtransplantation oder Personen mit einer Demenz. Alle Impfberechtigten führt die Bundesregierung in einer Übersicht auf.

Nach den Chronikern sollen Einsatzkräfte der Polizei und der Feuerwehr geimpft werden. Aber eine Gruppe liege Laumann besonders am Herzen: Verkäufer und Verkäuferinnen im Lebensmittelhandel. Diese Personengruppe, die in Supermärkten und Bäckereien arbeite, habe ein hohes Infektionsrisiko und müsse schnell immunisiert werden.

Weiter kann Laumann berichten, dass der Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson nun zugelassen sei und das Land NRW eine Lieferung von 48.000 Dosen erwarte. Der Impfstoff würde sich besonders für obdachlose Menschen eignen, da das Vakzin nur einmal verabreicht werden muss, um einen vollständigen Schutz zu gewähren.

NRW-Gesundheitsminister Laumann (CDU) setzt sich für Verkäufer und Verkäuferinnen ein, sie müssten schnell immunisiert werden.

Karl-Josef Laumann zu Corona in NRW: Weit entfernt von einer Triage – dennoch angespannt

Update, Freitag (23. April), 12.34 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) informiert in einer Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Lage und zum aktuellen Impfgeschehen in NRW. Wie Laumann zu Beginn berichtet, gibt es aktuell 748 freie Intensivbetten in den NRW-Krankenhäusern. Klar sei, dass wir uns mitten in der dritten Corona-Welle befänden und der Anstieg der Infektion gesenkt werden müsse. Allerdings seien wir derzeit trotz einer angespannten Situation in den Krankenhäusern weit entfernt von einer Triage. Triage bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden müssen, wem sie zuerst helfen.

Corona in NRW: Kreis Unna verteilt über gebliebene Impfdosen

Update, Freitag (23. April), 11.59 Uhr: Sind Impfstofffläschchen angebrochen, hält sich der übrige Impfstoff nicht mehr lange. Diese Restimpfdosen hat der Kreis Unna bisher an den Rettungsdienst, die Polizei und die Feuerwehr verimpft. Da in diesen Institutionen weitgehend alle versorgt sind, geht der Kreis einen Schritt weiter, in einer Mitteilung heißt es: „Ab sofort können sich weitere impfberechtigte Personen registrieren.“

Zu diesem Zweck gibt es eine digitale Warteliste. Auf der Homepage des Kreises Unna können sich Personen mit Vorerkrankungen, Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen und Kontaktpersonen von Schwangeren registrieren. Voraussetzung dafür, das Angebot nutzen zu können, ist ein fester Wohnsitz im Kreis Unna und die Möglichkeit innerhalb von 30 Minuten am Impfzentrum Unna sein zu können. Mit der Registrierung besteht allerdings kein Anspruch auf eine Impfung.

Nach der Corona-Impfung: Keine Restaurantöffnungen für Geimpfte

Update, Freitag (23. April), 10.55 Uhr: Bei der Pressekonferenz von Vize-Präsident des RKI, Lars Schaade, Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist auch das Thema der Privilegien für Menschen, die gegen das Coronavirus geimpft sind, aufgekommen. Einen Anspruch darauf, dass etwa Restaurants für Geimpfte öffnen, werde es laut Spahn nicht geben. Außerdem müssten sich Geimpfte ebenso wie Menschen ohne Impfung weiterhin an Ausgangssperren halten. Allerdings könne er den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz am Montag (26. April) nicht vorgreifen.

Corona-Impfungen im Juni wohl für alle möglich

Update, Freitag (23. April), 9.52 Uhr: Im Verlauf des Junis sollen laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Impf-Priorisierungen geöffnet werden, das bedeutet, dass dann jeder Erwachsene einen Impf-Termin ausmachen dürfe. Das würden aktuelle Lieferprognosen für die Impfstoffe erlauben. Spahn betont, dass im Juni nicht alle Menschen einen Termin innerhalb einer Woche erhalten könnten, sie könnten lediglich einen Termin ausmachen. Wann die Impfung dann stattfindet, hängt von dem Ansturm an.

Corona in NRW: Herne überschreitet Inzidenz von 300

Update, Freitag (23. April), 9.52 Uhr: Herne ist aktuell die einzige Stadt in NRW, die eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 300 aufweist. Wie die Stadt mitteilt, wurde seit Beginn der Pandemie in Herne bei 8.436 Menschen das Coronavirus nachgewiesen. Das sind 110 mehr nachgewiesene Corona-Fälle als noch am Donnerstag (22. April). Die Stadt schreibt: „Aktuell infiziert sind 1.001 Personen, von denen 47 stationär in Krankenhäusern behandelt werden. 7.188 Personen sind genesen.“ Darüber hinaus muss Herne einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus bekannt geben, damit sind insgesamt 247 Hernerinnen und Herner im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Abi-Prüfungen unter Corona-Bedingungen in NRW

Update, Freitag (23. April), 9.12 Uhr: Für rund 90.000 Schüler und Schülerinnen beginnen heute in NRW die Abitur-Prüfungen – unter erschwerten Corona-Bedingungen. Bei den Klausuren müssen die Prüflinge medizinische Masken tragen. Wer keinen negativen Corona-Test vorlegen kann, muss die Klausur in einem separaten Raum schreiben, hatte das Schulministerium klargestellt. Die Voraussetzungen für faire Prüfungen und ein vollwertiges, bundesweit vergleichbares Abitur seien trotz der widrigen Umstände gegeben.

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, sprach die Landesschülervertretung von einer sehr ungleichen Ausgangslage unter den Abiturienten, die über Monate auf Präsenzunterricht verzichten mussten. Das zentrale Abitur 2021 sei unfair. Druck und Belastung seien dieses Jahr extrem. Die Lücken im vermittelten Wissen fallen unterschiedlich groß aus, eine landesweite Vergleichbarkeit sei nicht gegeben, betonte auch die Landeselternschaft der Gymnasien.

Am Freitag (23. April) starten die Abi-Prüfungen unter erschwerten Corona-Bedingungen.

Corona-Impfungen in NRW: Reihenfolge könnte ab Juni aufgehoben werden

Update, Freitag (23. April), 9.04 Uhr: Nachdem bereits am Donnerstag (22. April) mehrere Medien darüber berichteten, dass die Impfreihenfolge in Deutschland bereits Ende Mai oder Anfang Juni aufgehoben werden könnte (Update von Donnerstag (22. April), 10.30 Uhr), meldet sich nun auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) zu Wort. Auch er hält die Aufhebung der Reihenfolge in NRW für möglich und spricht dabei von Anfang Juni. Voraussetzung dafür sei, dass es genug Impfstoff gebe, das sagt er in einem Interview im WDR 5.

Im Mai könnten in den Impfzentren landesweit pro Woche rund 200.000 Erstimpfungen und 280.000 Zweitimpfungen verabreicht werden. Die Hausarztpraxen könnten im Mai pro Woche 245.000 Dosen Impfstoff verabreichen, so Laumann. Im Juni solle dann wesentlich mehr Impfstoff ankommen. Eine große Gruppe von chronisch Kranken müsse aber zuvor noch geimpft werden. Wenn diese sowie die alten Menschen geimpft seien, könne die Priorisierung aufgehoben werden.

Corona in NRW: Ruhrgebiets-Stadt sprengt Inzidenz von 300

Update, Freitag (23. April), 07.51 Uhr: Als aktuell einzige Stadt in NRW sprengt Herne die Inzidenz von 300. Doch auch in anderen NRW-Städten sieht es nicht wirklich rosig aus. 16 weitere Regionen liegen über einem Wert von 200. Fast alle Kreise und Städte liegen mit ihrer Sieben-Tage-Inzidenz über 100. Lediglich Coesfeld (92,9) und Höxter (73,4) liegen darunter. Somit muss der Großteil NRWs bald mit verschärften Corona-Maßnahmen rechnen, wenn die Bundes-Notbremse greift.

Die NRW-weite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 181. Am Donnerstag (22. April) hatte der Wert noch bei 173,4 gelegen. Innerhalb von 24 Stunden kamen laut Robert Koch-Institut (RKI) 6940 Neuinfektionen in NRW hinzu. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um 43 auf 15.159.

Corona in Deutschland und NRW: Inzidenz steigt weiter

Update, Freitag (23. April), 06.13 Uhr: Bundesweit wurden in den vergangenen 24 Stunden 27.543 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert – vor einer Woche waren es 25.831 Neuinfektionen. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte, wurden zudem 265 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet – vor einer Woche waren es 247 Todesfälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz für Deutschland beträgt demnach 164. Somit ist sie leicht gestiegen, am Donnerstag (22. April) lag sie noch bei 161,1.

Seit Beginn der Pandemie in Deutschland wurden bei 3.245.253 Menschen das Coronavirus nachgewiesen. Die registrierten Todesfälle liegen derzeit bei insgesamt 81.158.

Corona in NRW: Bundes-Notbremse gilt ab Samstag

Update, Donnerstag (22. April), 22.13 Uhr: Das neue Infektionsschutzgesetz gilt ab Samstag (24. April). Das geht aus einem Beschluss des Bundesrates hervor. Am Abend hatte es - beispielsweise in Dortmund - Verwirrung darüber gegeben, ob die Bundes-Notbremse bereits ab Freitag (23. April) um 0 Uhr gelte oder erst einen Tag später.

Vorteile von Ausgangsbeschränkungen überwiegen die Nachteile: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)

Ab Samstag (24. April) um 0 Uhr werden dann in ganz Deutschland strengere Kontakt-Regeln fällig, wenn der Kreis oder die Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Inzidenz-Wert von 100 überschritten hat. Das bedeutet: Wenn die Kreise schon Dienstag (20. April), Mittwoch (21. April) und Donnerstag (22. April) die 100er-Marke gerissen haben, tritt die Notbremse am Samstag (24. April) in Kraft.

Neu sind dann beispielsweise Ausgangsbeschränkungen ab 22.00 Uhr, Notbetriebe in Kitas und strengere Kontakt-Regeln.

Corona-Pandemie: Ausgangssperre in Dortmund bereits ab heute Nacht um 0 Uhr

Update, Donnerstag (22. April), 20.47 Uhr: Dortmund fährt weiter einen harten Corona-Kurs. Die Stadt wollte die Beschlüsse der bundesweiten Notbremse bereits ab Freitag (23. April) um 0 Uhr durchsetzen. Dann hätten sich die Dortmunderinnen und Dortmunder bereits in wenigen Stunden an die nächtliche Ausgangssperre halten müssen. Allerdings kippte die Stadt das Vorhaben knapp drei Stunden nach der Ankündigung wieder. Auch in Dortmund gelten die neuen Regeln erst ab Samstag (24. April).

Corona in NRW: Schärfere Vorgaben für Kita-Notbetreuung

Update, Donnerstag (22. April), 19.21 Uhr: Die Landesregierung plant offenbar schärfere Vorgaben für die Kita-Notbetreuung als bisher. Eltern, die Notbetreuung in Anspruch nehmen wollen, weil sie ihre Kinder nicht selbst betreuen können, müssen bald zuvor eine schriftliche Erklärung abgeben. Das sagte Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Donnerstag (22. April) in Düsseldorf.

Corona in NRW: Herne beschließ Ausgangssperre

Update, Donnerstag (22. April), 18.13 Uhr: Jetzt hat es auch die Stadt Herne erwischt: Wie die Stadt am Donnerstag (22. April) bekannt gegeben hat, wurde auch in dieser Ruhrgebiets-Stadt eine nächtliche Ausgangsbeschränkung beschlossen, um die Zahl der Corona-Neuinfektionen zu senken.

Die Ausgangssperre für alle Hernerinnen und Herner tritt ab Freitag (23. April) in Kraft und gilt von 22 Uhr abends bis 5 Uhr morgens. In dieser Zeit ist es verboten, sich im öffentlichen Raum zu bewegen. Ausnahmen sind Wege zum Arzt oder ins Krankenhaus, der Weg zur Religionsausübung, zur Arbeit oder Gassi gehen mit dem Hund. Zwischen 22 und 24 Uhr ist außerdem Joggen alleine erlaubt. Die Regelungen decken sich mit denen der Bundes-Notbremse.

Herne war in der Corona-Pandemie häufig Hotspot Nummer eins in NRW.

Corona in NRW: Bundes-Notbremse ab Freitag (23. April) in Kraft

Update, Donnerstag (22. April), 17.47 Uhr: Das neue Infektionsschutzgesetz mit der bundesweiten Notbremse ist nun im Bundesgesetzblatt erschienen und tritt somit ab dem morgigen Freitag (23. April) in Kraft. Rechtlich noch unklar ist, ob die Notbremse in Kreisen und Städten mit Inzidenzen über 100 sofort greift – oder ob die festgelegte Frist von drei Tagen eingehalten werden muss.

Die Notbremse sieht unter anderem Ausgangsverbote ab 22 Uhr und Distanzunterricht für Schülerinnen und Schüler vor.

Corona in Dortmund: Wieder über 200 Neuinfektionen – Inzidenz-Wert steigt weiter

Update, Donnerstag (22. April), 17.36 Uhr: In Dortmund liegt die Zahl der Neuinfektionen auch heute (22. April) wieder über 200. Konkret wurden 203 positive Testergebnisse registriert. Aktuell sind 2321 Menschen mit Covid-19 in Dortmund infiziert. Insgesamt haben sich bereits 23.976 Dortmunder und Dortmunderinnen mit dem Coronavirus angesteckt.

Auch der Inzidenz-Wert steigt stetig an. Nach Berechnungen der Stadt beträgt er am Donnerstag (22. April) 221,7. Auch ein weiterer Todesfall in Verbindung mit Covid-19 wurde der Stadt gemeldet: Ein 58-jähriger Mann verstarb bereits am Dienstag (20. April) ursächlich an Covid-19.

Corona: NRW gibt Astrazeneca nicht für alle Altersklassen frei – weil sie es nicht können

Update, Donnerstag (22. April), 17.15 Uhr: Das Land NRW gibt den Impfstoff von Astrazeneca nicht für alle Priorisierungs-Gruppen frei - weil es gar nicht möglich ist. Wie das Land auf Twitter bekannt gegeben hat, sei der Astrazeneca-Impfstoff in NRW fast vollständig aufgebraucht.

Zuvor hatten Bundesländer wie Berlin oder Bayern die Impf-Priorisierung für diesen Impfstoff aufgehoben. Kein anderes Bundesland hätte jedoch so viel des Vakzins verimpft wie NRW, schreibt das Land auf Twitter. Mit der Oster-Impfkampagne seien allein 450.000 Impfungen durchgeführt worden.

Da der Impfstoff von Astrazeneca nun zu 97 Prozent aufgebraucht sei, würden die übrig gebliebenen Restbestände weiterhin nur an über 60-Jährige angeboten. Man wolle jüngeren Altersklassen kein Versprechen geben, das nicht eingehalten werden könne.

Corona in NRW: Frau von Maskenverweigerer in Bus geschlagen

Update, Donnerstag (22. April), 16.44 Uhr: In Lippstadt ist eine Frau in einem Bus von einem Fahrgast attackiert worden, nachdem sie ihn auf die Maskenpflicht hingewiesen hat. Das teilte die Polizei am Donnerstag (22. April) mit. Der Mann sei auf die Frau losgegangen und habe ihr ins Gesicht geschlagen, so die Polizei. Die Behörden suchen jetzt den Unbekannten, der nach Aufforderung des Busfahrers aus dem Bus ausgestiegen war.

Corona in NRW: Merkel verteidigt Bundes-Notbremse

Update, Donnerstag (22. April), 16.33 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in einer Rede bei den digitalen „Familienunternehmer-Tagen“ die Bundes-Notbremse verteidigt. „Mir ist bewusst, dass sich die Beliebtheit der Notbremse in Grenzen hält“, sagte Merkel, „aber wir brauchen sie als Wellenbrecher für die dritte Welle.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) – Abstimmung über Infektionsschutzgesetz im Bundestag.

Corona-Pandemie in Deutschland: Impf-Priorisierung laut Spahn im Juni aufgehoben

Update, Donnerstag (22. April), 16.11 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwartet spätestens im Juni die Aufhebung der Impf-Priorisierungen. Derzeit gehe er davon aus, dass im Juni genug Impfstoff für alle Impfwilligen in Deutschland vorhanden sei. Er wäre zudem „froh, wenn es noch früher möglich sei.“ Im Mai kämen zudem in Priorisierungsgruppe drei „viele Berufsgruppen“ zu den Impfberechtigten hinzu.

Corona in NRW: Bundespräsident Steinmeier unterzeichnet Bundes-Notbremse

Update, Donnerstag (22. April), 15.18 Uhr: Nachdem am Mittwoch (21. April) der Bundestag der Änderung des Infektionsschutzgesetzes zugestimmt haben, winkten am Donnerstag (22. April) auch die Ländervertreter im Bundesrat das Gesetz durch. Nun gab auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) sein „okay“ und unterschrieb das Gesetz.

Jetzt muss das Gesetz nur noch verkündet und im Bundesgesetzblatt veröffentlicht werden, damit es in Kraft tritt.

Corona in NRW: Eilanträge gegen Ausgangssperre beschäftigen die Gerichte

Update, Donnerstag (22. April), 14.05 Uhr: Im Kampf gegen zu Höhe Corona-Infektionszahlen setzen viele Städte in NRW mittlerweile auf eine nächtliche Ausgangssperre. Dagegen reichen immer wieder Bürger Eilanträge bei Gericht ein – und haben teilweise Erfolg damit. Das Verwaltungsgericht Arnsberg hat einem Eilantrag gegen die Ausgangssperre stattgegeben. Grund waren laut Gericht ernste Zweifel an der Rechtmäßigkeit. Der Kreis habe etwa nicht alle seine Möglichkeiten zur Vermeidung von Infektionen ausgeschöpft.

Auch dem Antrag eines Bürgers aus Bergkamen gegen die Ausgangsbeschränkung im Kreis Unna wurde stattgegeben. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen meinte, die Voraussetzungen für die Maßnahme seien nicht ausreichend dargelegt worden. Das bedeute jedoch nicht, dass Ausgangssperren generell nicht gegen die Ausbreitung von Covid-19 helfen.

Auch in Köln hatten Dutzende Bürger auf ihre Grundrechte bestanden. Dort hält das Gericht die Ausgangssperre jedoch für verhältnismäßig. Die Begründung: „Sozialkontakte in fremden Haushalten stellen ein Risiko dar, das die Ausgangsbeschränkung zu verringern suche.“

Corona in Deutschland und NRW: Jetzt steht es fest – die Bundes-Notbremse kommt

Update, Donnerstag (22. April), 13.23 Uhr: Jetzt steht es fest: Die bundesweite Corona-Notbremse kommt. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, hat der Bundesrat die Notbremse gebilligt. Ohne Einspruch ließ die Länderkammer die Änderung zu.

Abi in NRW trotz Corona-Pandemie – aber nur mit medizinischen Masken

Update, Donnerstag (22. April), 13.09 Uhr: Am Freitag (23. April) starten die Abiprüfungen in NRW – allerdings nur medizinischem Mund-Nasen-Schutz. Nach der NRW-Coronabetreuungsverordnung „ist eine medizinische Maske am festen Sitzplatz im Prüfungsraum zu tragen“, hieß es aus dem Schulministerium in Düsseldorf.

Zudem dürfen Abiturienten und Abiturientinnen ihre Schule nur betreten, wenn sie zuvor am schulischen Corona-Selbsttest mit negativem Ergebnis teilgenommen haben oder einen höchstens 48 Stunden alten negativen Bürgertest vorlegen können. Ohne einen Testnachweis dürften sie allerdings nicht von der Prüfung ausgeschlossen werden, wie die dpa berichtet. Die Klausuren schreiben sie dann – gegebenenfalls zusammen mit anderen Schülern ohne Corona-Test – in einem getrennten Raum.

Corona in NRW: Notbremse gilt auch für Kitas – ab Montag müssen viele Einrichtungen in den Notbetrieb

Update, Donnerstag (22. April), 12.47 Uhr: Viele Kitas werden in der kommenden Woche in den Notbetrieb wechseln müssen. Wie der WDR berichtet, gelten für Kitas dieselben Regeln wie auch für Schulen. Greift die beschlossene bundesweite Notbremse, müssen Kitas ab einer Inzidenz von 165 in den Notbetrieb wechseln. Allein im Ruhrgebiet gibt es derzeit acht Städte, die sogar eine Inzidenz von 200 sprengen.

NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) will die Regel umsetzen, zeigt sich allerdings alles andere als erfreut. Stamp sprach laut WDR von einer „Zumutung“, wenn die Ministerpräsidentenkonferenz ein solches Wirrwarr an Grenzwerten beschlossen hätte, „dann wäre in allen Leitartikeln der Föderalismus beerdigt worden“, sagte der FDP-Politiker. Für Familien werde es eine Entlastung bei den Kita-Beiträgen geben, der genaue Umfang sei noch nicht klar.

Familienminister Joachim Stamp (FDP) zeigt sich wenig zufrieden mit der Corona-Notbremse.

Corona-Krise: Ausgangssperre in NRW-Stadt rechtens

Update, Donnerstag (22. April), 12.15 Uhr: Im Eilverfahren hat die 24. Kammer des Verwaltungsgerichts Düsseldorf beschlossen, dass die in Krefeld verhängte nächtliche Ausgangssperre rechtens ist. Damit wurde der Eilantrag eines Krefelders abgelehnt. Die Kammer hat ausgeführt, dass die Stadt Krefeld in Anbetracht der hohen Corona-Inzidenzen rechtmäßig auf das Mittel der Ausgangsbeschränkung zurückgegriffen habe.

In der Mitteilung heißt es: „Nachdem die 7-Tages-Inzidenz in Krefeld auf mehr als 230 angestiegen sei, habe die Stadt Krefeld im Einvernehmen mit dem Gesundheitsministerium NRW mit der Allgemeinverfügung zur Ausgangsbeschränkung in rechtmäßiger Weise von der Möglichkeit der Anordnung von über die Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) NRW hinausgehenden zusätzlichen Schutzmaßnahmen Gebrauch gemacht.“

Darüber hinaus begründet die Kammer, dass das Mittel der Ausgangsbeschränkung dafür da sei, Kontakte in Innenräumen und nicht im Freien zu reduzieren und so Infektionen zu verhindern. Zwar seien Kontakte ohnehin durch die CoronaSchVO NRW beschränkt, aber stoße die Durchsetzung dieser Regelungen auf Hürden. Daher sei eine Ausgangsbeschränkung erforderlich.

Corona in NRW: Chef hätte Dachdecker aus Köln wegen Quarantäne nicht kündigen dürfen

Update, Donnerstag (22. April), 11.45 Uhr: Die Corona-Pandemie sorgt auch am Arbeitsplatz immer wieder für skurrile Situationen. In Köln hatte ein Chef kürzlich einen Dachdecker gefeuert, weil dieser wegen Corona-Verdachts von den Behörden in Quarantäne geschickt wurde. Das Arbeitsgericht Köln hat nun entschieden, dass die Kündigung unwirksam ist.

Der Arbeitgeber hatte zuvor die Quarantäneanordnung der Behörden angezweifelt und vermutet, der Angestellte habe sich bloß vor der Arbeit drücken wollen. Der Unternehmer verlangte von seinem Mitarbeiter eine Bestätigung vom Gesundheitsamt. Als diese dem Angestellten auch nach mehreren Tagen nicht vorlag, kündigte ihm sein Chef.

Das Arbeitsgericht urteilte dazu: „Der Arbeitnehmer habe sich lediglich an die behördliche Quarantäneanordnung gehalten.“ Erschwerend komme hinzu, dass der Chef den Angestellten zuvor ausdrücklich aufgefordert habe, trotz Quarantäne zur Arbeit zu erscheinen. Das Urteil ist noch nichts rechtskräftig.

Corona in NRW: Landesregierung hält an Priorisierung für Astrazeneca-Impfstoff fest

Update, Donnerstag (22. April), 11.20 Uhr: Während der Impfstoff von Astrazeneca in Bayern, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern bereits für alle Altersgruppen freigegeben wurde, will NRW an der Priorisierung für ältere Menschen festhalten. Das sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) im WDR.

Noch werde der Corona-Impfstoff von Personen über 60 gut angenommen, sagte der Minister zu einer möglichen Freigabe: „Wenn Astrazeneca nicht mehr gewünscht wird, werden wir solche Überlegungen machen.“ In den anderen Bundesländern sind vorab jedoch ärztliche Beratungen nötig. Nach einigen Impfungen mit dem Corona-Wirkstoff von Astrazeneca war es auch in NRW zu gefährlichen Hirnvenenthrombosen gekommen.

Corona-Impfung für alle: Priorisierung könnte bald aufgehoben werden

Update, Donnerstag (22. April), 10.30 Uhr: Die Impfpriorisierung könnte bereits ab Ende Mai fallen. Wie die Bild-Zeitung berichtet, soll Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) bestätigt haben, dass das ab „Ende Mai“ oder „Anfang Juni“ passieren könne. Demnach erwarte die Bundesregierung, dass bald so große Mengen an Impfstoff geliefert werden, dass die Priorisierung nicht mehr nötig sei. Dann könnte sich jeder Erwachsene impfen lassen. Das Bundesgesundheitsministerium hingegen wollte auf Nachfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland noch nicht bestätigen.

Laut Medienberichten könnte die Impfreihenfolge bald fallen, dann könnte sich jeder Erwachsene impfen lassen.

Corona in Deutschland und NRW: Fast ausschließlich Virus-Varianten verbreitet

Update, Donnerstag (22. April), 10.17 Uhr: Inzwischen machen Coronavirus-Varianten einen Anteil von 95 Prozent aller neuen Fälle aus. Wie die Tagesschau berichtet, stuft das Robert Koch-Institut (RKI) diese Entwicklung als besorgniserregend ein. Es handele sich demnach fast ausschließlich um die britische Mutation B.1.1.7. Andere Varianten hingegen seien selten. Die südafrikanische Variante B.1.351 und die brasilianische Variante P.1 wurden in Deutschland nur vereinzelt nachgewiesen. Auch die relativ neue indische Corona-Variante B.1.617 sei bisher nur 21 Mal in Deutschland nachgewiesen worden.

Coronavirus in NRW: Fünf weitere Todesfälle in Herne

Update, Donnerstag (22. April), 9.48 Uhr: In der Stadt Herne wurden in den vergangenen 24 Stunden 59 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie in der Stadt auf 8.326 an. Aktuell infiziert sind 978 Personen, von denen 49 stationär in Krankenhäusern behandelt werden. Zudem gab es neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Eine Frau und ein Mann (beide Jahrgang 1948) verstarben. Aus den vergangenen Wochen wurden der Stadt außerdem noch drei Fälle nachgemeldet: Es handelt sich um drei Männer, Jahrgang 1930, 1941 und 1967. Insgesamt sind 246 Hernerinnen und Herner im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Corona in NRW für weniger Ehe-Schließungen verantwortlich?

Update, Donnerstag (22. April), 9.31 Uhr: Paare, die sich eine Traumhochzeit mit vielen Freunden und der ganzen Familie wünschen, hatten es im Corona-Jahr 2020 schwer. Viele Auflagen, Regeln und Kontaktbeschränkungen ließen Eheschließungen nur im sehr engen Kreis zu. Das kann auch mit ein Grund für den historischen Tiefstand der Eheschließungen sein. 79.325 Paare gaben sich das Ja-Wort, wie die dpa berichtet. Das sei der niedrigste Wert, den das Statistische Landesamt seit seiner Gründung im Jahr 1946 jemals ermittelt habe. Im Vergleich zum Jahr 2019 gab es rund 11 Prozent weniger Eheschließungen.

Im Jahr 2020 gab es deutlicher weniger Hochzeiten als in den vergangenen Jahren. Das kann auch mit den drastischen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zu tun haben.

Ausgang für Gefangene in NRW wegen Corona wieder stark eingeschränkt

Update, Donnerstag (22. April), 8.20 Uhr: Wegen der aktuellen Infektionslage ist der Ausgang für Gefangene in NRW wieder stark eingeschränkt. Seit Montag (19. April) gibt es einen entsprechenden Erlass, wie das Justizministerium dem Landtag laut dpa mitteilte. Bis zum 9. Mai gelten die strengeren Regeln.

Erlaubt bleiben begleitete Ausgänge, Gefangene im offenen Vollzug dürfen weiter ihrem Job nachgehen – wenn es eine Arbeitspflicht gibt. Auch Besuche sind weiterhin erlaubt, allerdings sind sie auf eine Person begrenzt und es herrscht absolutes körperlichs Kontaktverbot.

Coronavirus im Ruhrgebiet: Zahlreiche Städte mit Inzidenz über 200

Update, Donnerstag (22. April), 7.40 Uhr: Auch in vielen Städten im Ruhrgebiet ist die Infektionslage in der Corona-Pandemie dramatisch. Zahlreiche Städte liegen teils weit oberhalb eines Inzidenzwerts von 200. Das bedeutet, dass sich pro 100.000 Einwohner pro Woche im Schnitt täglich mehr als 200 mit Covid-19 infizieren.

Besonders viele Infektionen gab es in den vergangenen 7 Tagen somit vor allem im östlichen Ruhrgebiet: Die Städte Hagen, Dortmund, Hamm sowie der Kreis Unna sind weiter tiefrot. Doch auch in Duisburg, Mülheim an der Ruhr oder Gelsenkirchen ist die Lage aktuell kaum besser.

Acht Städte mit den höchsten Inzidenzwerten im Ruhrgebiet:

  • Gelsenkirchen: 261.1
  • Hagen: 257,6
  • Herne: 257,0
  • Hamm: 242,3
  • Mülheim: 239,7
  • Kreis Unna: 230,4
  • Duisburg: 225,0
  • Dortmund: 215,9

Coronavirus in NRW: Inzidenzwert steigt auf 173,4 – rund 6.700 Neuinfektionen

Update, Donnerstag (22. April), 7.20 Uhr: Auch in NRW steigt der Inzidenzwert weiter: Laut RKI gab es zuletzt 6.698 Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen. Vor einer Woche (15. April) waren es noch 6.318 Neuinfektionen. Der neue Inzidenzwert steigt damit auf aktuell 173,4.

Hinzu kommen 59 weitere Tote im Zusammenhang mit Covid-19. Insgesamt sind in NRW bereits 15.116 Menschen an den Folgen der Krankheit gestorben. Rund 616.300 haben die Infektion laut Zahlen des RKI bislang überstanden.

Die höchsten Inzidenzwerte werden derzeit aus Thüringen (232,2), Sachsen (201,8) und Baden-Württemberg gemeldet (183,0). Am geringsten ist das Infektionsgeschehen in Schleswig-Holstein. Dort liegt die 7-Tages-Inzidenz bei nur 70,9.

Coronavirus in Deutschland: RKI meldet Rekord bei Neuinfektionen

Update, Donnerstag (22. April), 6.35 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet einen Rekordwert bei den Neuinfektionen in Deutschland: Zuletzt wurden von den Gesundheitsämtern demnach insgesamt 29.518 Covid-19-Fälle übermittelt. Das wäre der bislang höchste Wert im Jahr 2021. Höher waren die Neuinfektionen zuletzt am 30. Dezember 2020. Damals waren 31.108 Menschen an Corona erkrankt. Der Inzidenzwert in Deutschland liegt bei derzeit 161,1.

Unklar ist derweil, wie viele der Neuinfektionen auf Nachmeldungen aus NRW entfallen. Dort war es wegen einer IT-Panne von Montagabend bis Mittwoch zu Problemen bei der Übermittlung der Infektionszahlen gekommen. Die Daten aus einzelnen Städten fehlten anschließend im Dashboard.

Zudem sind laut RKI 259 weitere Menschen in Deutschland an einer Covid-19-Infektion gestorben. Somit forderte die Corona-Pandemie in Deutschland bisher 80.893 Opfer.

Corona in NRW: Krankenhäuser weit entfernt von Triage

Update, Mittwoch (21. April), 22.10 Uhr: Die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums weit von einer Triage-Situation entfernt. Zwar steige die Zahl von Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen. Staatssekretär Edmund Heller warnte im Gesundheitsausschuss des Landtags jedoch davor, Ängste bei Corona-Infizierten zu schüren, nicht ausreichend behandelt werden zu können.

Insgesamt liegen derzeit rund 3.840 Covid-19-Patienten in NRW-Krankenhäusern. Von ihnen werden laut Edmund Heller rund 760 beatmet.

In einigen Städten in NRW werden die Intensivbetten knapp.

Corona-Pandemie: Mehrere Bundesländer heben Impfreihenfolge für Astrazeneca auf

Update, Mittwoch (21. April), 20.28 Uhr: Bereits drei Bundesländer haben den Impfstoff von Astrazeneca in Arztpraxen für alle Altersgruppen freigegeben: Nachdem bereits Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen am Nachmittag die Entscheidung getroffen haben, hat auch der bayerische Gesundheitsminister am Abend verkündet, die Impfreihenfolge für Astrazeneca aufzuheben.

Der bayerische Gesundheitsminister betonte: „Die Ärzte kennen ihre Patienten gut und wissen, wem sie aus dem Kreis der unter 60-Jährigen unter Berücksichtigung der Vorgaben der Ständigen Impfkommission ein Impfangebot mit diesem Wirkstoff machen können – und beraten hierzu ausführlich.“

Mit dpa-Material. Alle weiteren Entwicklungen vor Donnerstag (22. April) sind in unserem alten Live-Ticker zum Coronavirus in NRW zu finden.

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa

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