Coronavirus-Pandemie

Corona: Viele Extremhotspots in NRW – wo sie liegen und welche Regeln für sie gelten

Neun Regionen in NRW zählen zu den Extremhotspots. Mit einem Inzidenz-Wert von über 200 gelten für sie schärfere Corona-Regeln.

NRW – Hagen, Duisburg, Hamm oder Herne – sie alle gehören dazu, zu den aktuellen Extremhotspots der Corona-Pandemie in NRW. Die Sieben-Tage-Inzidenz in den Städten und Kreise, die als Extremhotspot gelten, liegt seit langem bei über 200 Neuinfektionen pro Woche je 100.000 Einwohner. Für sie gelten in Zukunft andere Corona-Regeln, als für den Rest des Landes.

VirusCoronavirus/Sars-Cov-2
ErkrankungCovid-19
Symptome u.a. trockener Husten, Fieber, Müdigkeit

Extremhotspots in NRW: Armin Laschet erklärt Notwendigkeit schärferer Corona-Regeln

Wie NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in einer Pressekonferenz nach dem Beschluss zu den neuen Corona-Regeln im Dezember erklärt, sei NRW ein solches differenziertes Vorgehen den anderen Bundesländern schuldig. Diese würden teilweise Inzidenzen weit unter dem Bundesdurchschnitt aufwiesen, aber dennoch vor Weihnachten bei den schärferen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus mitmachten.

„Länder wie Mecklenburg-Vorpommern, die weiter mitmachen, erwarten von Ländern wie NRW, wo die Inzidenzen weiter hoch sind, dass noch mehr unternommen wird“, so Laschet am Donnerstag (26. November). Nur so könne auch NRW zum Landesdurchschnitt zurückkehren (mehr News zu Corona in NRW).

Corona in NRW: In Extremhotspots liegt Inzidenzwert bei über 200

Neben Hagen, Duisburg, Hamm und Herne gehören in NRW auch Bielefeld, der Kreis Lippe, Solingen, Düren und Recklinghausen zu den Corona-Extremhotspots. In ihnen soll zur Eindämmung des Virus auch auf Distanz- oder Hybridunterricht gesetzt werden. Allerdings betont Armin Lascher, dürfe diese Maßnahme nicht flächendeckend angewandt werden.

Hamm gehört zu den Extremhotspots in NRW. Hier gelten schärfere Corona-Regeln

„Das muss Schulscharf entschieden werden“, sagte der NRW-Ministerpräsident. Es könne nicht sein, das ganze Städte oder Kreise in den Distanzunterricht gingen. Die verschärfte Corona-Maßnahme darf in NRW außerdem in Kreisen, die die 200er-Inzidenzmarke überschritten haben, nur für Schüler ab der 8. Klasse Anwendung finden.

Extremhotspots der Corona-Pandemie: Neun davon liegen in NRW

Konkreter äußerte sich Armin Laschet jedoch nicht, wie die Corona-Regeln in den Extremhotspots genau verschärft werden sollten. Dennoch könnten auf Einwohner der Extremhotspots weitere Auflagen zukommen. Bislang ist jedoch der genaue Wortlaut der Beschlüsse nicht bekannt, sodass die Städte noch nicht wissen, was sie umsetzen müssen.

Neben der Ankündigung, in den Extremhotspots härtere Corona-Regeln anzuwenden, appellierte der Ministerpräsident auch noch einmal an die Vernunft der Menschen in NRW: „Der letzte Schultag wird der 18. Dezember sein. Doch das ergibt nur Sinn, wenn die Zeit auch im familiären Umfeld verbracht wird“, so Laschet zu den vorgezogenen Weihnachtsferien. Wer die freien Tage vor Weihnachten dazu nutze Freunde zu treffen, untergrabe den Sinn der Maßnahme.

Rubriklistenbild: © Fabian Strauch/dpa

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