Coronavirus-Pandemie

Omikron-Mysterium: Dortmund rätselt um nicht nachvollziehbare Ansteckungen

In Dortmund breitet sich die Omikron-Variante des Coronavirus unbemerkt aus. Die Stadt rätselt um mehrere Fälle – hat aber auch gute Neuigkeiten.

Dortmund – Omikron ist da – und die Corona*-Variante scheint sich bereits schleichend in Dortmund* auszubreiten. Nachdem am 7. Dezember der erste Fall der Mutation in der Westfalenmetropole entdeckt wurde, sind inzwischen weitere Fälle nachgewiesen worden, wie RUHR24* erfuhr.

7-Tage-Inzidenz Dortmund280,8 (Stand: 15. Dezember)
Aktuell infizierte Personen5700
Bislang genesene Personen38.000

Dortmund: Corona-Variante breitet sich unbemerkt aus – Verläufe mild

Inzwischen seien es vier Omikron-Fälle, wie Dr. Frank Renken, Leiter des Dortmunder Gesundheitsamts, am Dienstag (14. Dezember) in einer Pressekonferenz* bekannt gab. Die Variante wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als besorgniserregend eingestuft, weil doppelte Impfungen gegen sie nicht mehr ausreichend wirken (Hier weitere Corona-News aus NRW bei RUHR24 lesen).

Während zwei der vier Dortmunder Omikron-Fälle mit einer Reise nach Südafrika in Zusammenhang stehen, wo die Variante erstmals nachgewiesen wurde, tappt die Stadt Dortmund bei den beiden anderen Infizierten im Dunkeln. Zumal diese sich – im Gegensatz zu den beiden Südafrika-Reisenden – nicht direkt abgesondert hatten.

Omikron-Fälle aus Dortmund hatten teils keinen Kontakt nach Südafrika

Die beiden Personen hatten laut Renken keinen bewussten Kontakt zu Reisenden aus Afrika, waren auch nicht im Ausland. Das war etwa der Fall bei dem ersten Omikron-Infizierten am 7. Dezember – einem 71-jährigen Mann. Hier weiß die Stadt nach wie vor nicht, wie der Dortmunder sich die Virus-Variante einfangen konnte (Hier geht es zum Corona-News-Ticker für Dortmund).

Renken gibt nachdenklich zu: „Das sind natürlich sehr deutliche Hinweise darauf, dass sich die Omikron-Variante unerkannt bereits jetzt ausbreitet – und wir müssen mit einer weiteren Ausbreitung natürlich rechnen.“

Corona: Omikron-Fälle in Dortmund verlaufen mit milden Symptomen

Positiv stimmt die Stadt bislang, dass die Verläufe der Corona-Infektionen mit der Omikron-Variante sehr mild seien. Die erste vier Fälle in Dortmund waren ausschließlich bei Männern im Alter zwischen 24 und 71 Jahren aufgetreten. Alle vier Personen waren geimpft – und zwar in den unterschiedlichsten Impf-Schemata: zweimal Biontech, einmal Johnson&Johnson sowie ein Johnson&Johnson-Biontech-Mix.

RKI-Präsident Lothar Wieler sorgt sich um die Ausbreitung der Corona-Variante „Omikron“.

Keiner der vier Infizierte mit Omikron sei auch nur annähernd vor einer Krankenhauseinweisung gewesen, so Renken. Das deckt sich mit ersten Studienergebnissen zu Omikron, wonach Impfungen gut vor schweren Verläufen schützen – nicht aber unbedingt vor einer Ansteckung. Deswegen raten Virologen wie Prof. Dr. Carsten Watzl, Virologe beim Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund, zur Booster-Impfung*.

Corona: Omikron-Fälle aus Dortmund decken sich mit Beobachtungen des RKI

Die Beobachtungen aus Dortmund decken sich mit jenen des Robert Koch-Instituts (RKI). Die dort bekannt gewordenen Omikron-Fälle verliefen wie jene in Dortmund. Viele Patienten hatten wenig bis gar keine Symptome. Wenn es Beschwerden gab, dann wurden Schnupfen, Halsschmerzen und Husten am häufigsten angegeben. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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