News zur Corona-Pandemie im Live-Ticker

Corona in NRW: Viele wollen sich an Weihnachten an Regeln halten +++ 5000 Neuinfektionen in NRW

Die Coronavirus-Pandemie hat Deutschland und NRW immer noch im Griff. Die Zahl der Neuinfektionen ist stetig hoch. Ab dem 16. Dezember gilt der harte Corona-Lockdown.

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten haben einen bundesweiten harten Lockdown beschlossen – er gilt vom 16. Dezember 2020 bis zum 10. Januar 2021.
  • Gleichzeitig haben die ersten Länder mit den langersehnten Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. In der EU wird in Kürze die Zulassung erwartet.
  • Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus, zu Impfstoffen und zu Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie gibt es hier in unserem Live-Ticker.

Update, Freitag (18. Dezember), 15.18 Uhr: Der NRW-Live-Ticker wird an dieser Stelle nicht mehr aktualisiert, alle News zum Coronavirus in NRW gibt es im neuen Live-Ticker bei RUHR24.de.

Weihnachten in Zeiten von Corona: Viele wollen sich an die Regeln halten

Update, Freitag (18. Dezember), 10 Uhr: In weniger als einer Woche ist Weihnachten. Die Voraussetzungen für das Fest sind aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr alles andere als einfach.

Aber immerhin: Die Mehrheit der Deutschen will die geltenden Corona-Regeln über die Weihnachtsfeiertage beachten. Das berichtet die WAZ unter Berufung auf eine Umfrage des Online-Meinungsforschungsinstituts Civey. Demnach geben rund 53 Prozent der Befragten an, die Regeln „sehr genau“ einhalten zu wollen, 24 Prozent immerhin „eher genau“.

Coronavirus in NRW: RKI meldet rund 5.000 Neuinfektionen

Update, Freitag (18. Dezember), 9.20 Uhr: Die Corona-Neuinfektionen in NRW sind im Vergleich zum Vortag erneut gestiegen. Binnen eines Tages haben die Gesundheitsämter in Nordrhein-Westfalen 6.492 neue Fälle an das RKI übermittelt. Am Donnerstag (17. Dezember) waren es 6.003.

Die Zahl der Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen stieg von 177 auf 180,2. Die Zahl der Corona-Toten ist außerdem um 148 auf 5.075 gestiegen. Am Donnerstag lag die Zahl der Toten in NRW mit 4.927 noch unter der Marke von 5.000.

20 Kreise und kreisfreie Städten in NRW sind aktuell extreme Corona-Hotspots mit einem Sieben-Tage-Inzidenzwert von über 200. Das ist mehr als ein Drittel der insgesamt 53 kreisfreien Städte und Kreise in NRW.

Corona-Impfungen in Seniorenheimen: Städtetag fordert klare Kriterien vom Land NRW

Update, Freitag (18. Dezember), 8.50 Uhr: Der Impfstoff gegen Corona soll zuerst Bewohnern in Seniorenheimen verabreicht werden. Der Bielefelder Oberbürgermeister und Vorsitzende des NRW-Städtetages, Pit Clausen, hat nun jedoch klarere Kriterien des Landes für die Verteilung der ersten Corona-Impfdosen angemahnt.

Gegenüber der Rheinischen Post sagte er, dass es zwar richtig sei, sich zunächst auf Alten- und Pflegeheime zu konzentrieren. „Für schwierig halten wir allerdings, dass das Land Städten und Kreisen die Entscheidung auferlegt, in welchen dieser Alten- und Pflegeeinrichtungen zuerst geimpft werden soll“, so der SPD-Politiker.

In der Corona-Pandemie im Fokus: pflegebedürftige Menschen und Altersheime.

Clausen fordert deshalb eindeutige Kriterien sowie eine klare Kommunikation dazu. Schon jetzt sei klar: „Wir werden mit der ersten Tranche des Impfstoffs bei weitem nicht alle rund 160.000 Pflegebedürftigen in vollstationären Einrichtungen im Land impfen können.“

Corona-Impfungen: Diese Reihenfolge sieht Jens Spahn vor

Update, Freitag (18. Dezember), 8.21 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) zum Fahrplan bei den geplanten Corona-Impfungen nur teilweise übernommen. Das ergibt sich aus der Impfverordnung, die dem Redaktions Netzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

Die Stiko schlägt fünf Kategorien vor, in der Verordnung, die Spahn am heutigen Freitag unterschreiben will, werden nur drei Gruppen aufgeführt, die zuerst nacheinander geimpft werden sollen. In der Verordnung des Bundesgesundheitsministers heißt es, innerhalb der drei Kategorien könnten auf Grundlage der jeweils vorliegenden Erkenntnisse zum Infektionsgeschehen, der jeweiligen Empfehlung des RKI sowie der epidemiologischen Situation vor Ort bestimmte Anspruchsberechtigte vorrangig berücksichtigt werden.

Vor Corona-Impfstart in Deutschland und NRW: Mehr als 20.000 Fachkräfte wollen helfen

Update, Freitag (18. Dezember), 7.30 Uhr: Nach Weihnachten sollen in Deutschland und auch in Nordrhein-Westfalen die Impfungen gegen das Coronavirus beginnen. Für einen reibungslosen Ablauf braucht es viele helfende Hände. Bei den beiden Kassenärztlichen Vereinigungen in NRW haben sich bereits mehr als 20.000 Ärzte und medizinische Helfer bereit erklärt, sich an den Impfungen zu beteiligen.

Über das Freiwilligenportal der Kassenärztlichen Vereinigung und der Ärztekammer Nordrhein meldeten sich insgesamt bislang rund 2.200 medizinische Helfer. Eine Umfrage habe außerdem ergeben, dass 3.400 Praxen im Rheinland bereit sind, ärztliches Personal bereitzustellen, so KVNO-Sprecher Christopher Schneider. Hinzu kämen rund 2.600 medizinische Fachangestellte.

Die Impfungen gegen das Coronavirus können in Deutschland bald beginnen.

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) habe bislang 12.000 Registrierungen von Ärzten und medizinischem Fachpersonal verzeichnet, sagte KVWL-Sprecherin Heike Achtermann auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Davon seien etwa 6.000 Ärzte.

Coronavirus in Deutschland: Neuer Rekord bei den Neuinfektionen

Update, Freitag (18. Dezember), 6.33 Uhr: Der harte Corona-Lockdown in Deutschland gilt seit dieser Woche, doch das Virus wütet weiter. Nachdem das Robert-Koch-Institut am Donnerstag (17. Dezember) die Zahl der Corona-Neuinfektionen bereits nach oben - auf knapp 30.400 Fälle - korrigieren musste, gibt es am heutigen Freitag erneut einen Anstieg.

Laut dem Institut haben die täglichen Neuinfektionen mit Covid-19 in Deutschland nun einen neuen Höchstwert erreicht. Den Berechnungen zufolge liegt die Zahl bei 33.777 Neuinfizierten - darin enthalten sind die 3.500 Nachmeldungen aus Baden-Württemberg - die am Vortag aus technischen Gründen nicht übermittelt worden waren.

Abzüglich dieser Zahl gab es 30.277 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erreicht damit einen Wert von 184,8. Die Zahl der Todesfälle erreichte am heutigen Freitag mit 813 außerdem den zweithöchsten Wert seit Beginn der Pandemie.

Corona-Pandemie: Behörde will früher über Moderna-Impfstoff entscheiden

Update, Donnerstag (17. Dezember), 22.31 Uhr: Neben dem Impfstoff von Biontech und Pfizer muss auch noch der Impfstoff des US-Unternehmens Moderna geprüft werden. Das sollte eigentlich erst am 12. Januar passieren, doch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) will ihre Entscheidung laut AFP nun vorziehen.

Demnach will die EMA bereits am 6. Januar entscheiden, ob der Moderna-Impfstoff zugelassen wird oder nicht. Grund dafür sei, dass der Pharmakonzern vorzeitig weitere Daten geliefert hätte.

Wie auch der Biontech-Impfstoff soll Moderna eine Wirksamkeit von bis zu 95 Prozent aufweisen. Vorteil des Moderna-Impfstoffes wäre, die einfachere Handhabung. Er soll bei minus 20 Grad bis zu sechs Monate haltbar sein und bei Kühlschranktemperaturen 30 Tage überstehen. Der Impfstoff von Biontech hingegen muss konstant bei minus 70 Grad gekühlt werden, bei Kühlschranktemperaturen hält er bis zu fünf Tage.

Coronavirus: Mehr als eine halbe Million Corona-Todesfälle in Europa

Update, Donnerstag (17. Dezember), 22.05 Uhr: Als erster Kontinent hat Europa die traurige Schwelle von einer halben Million Corona-Todesfälle überschritten. Das geht aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP hervor. Demnach wurden in 52 europäischen Ländern bis jetzt 500.069 Corona-Tote registriert.

In Lateinamerika und in der Karibik gab es bislang 477.404 Tote im Zusammenhang mit dem Coronavirus und in den USA und Kanada 321.287 Tote. Neben den USA wurde Europa seit Ende Oktober zum Epizentrum der Pandemie. Allein in den vergangenen sieben Tagen starben in Europa laut AFP rund 37.000 Menschen an der Krankheit. Sechs von zehn Toten wurden dabei aus den Ländern Italien, Großbritannien, Frankreich, Russland und Spanien gemeldet.

Corona in NRW: Gesundheitsminister Laumann will Besuchsrecht durchsetzen

Update, Donnerstag (17. Dezember), 20.43 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat die Leiter von Pflege- und Altenheimen eindringlich davor gewarnt, Besucher aus Sorge vor Ansteckungen mit dem Coronavirus auszusperren. „Ich werde die Besuchsmöglichkeiten in den Heimen durchsetzen“, sagte Laumann heute in Düsseldorf. „Um das mal abschließend zu klären: Ein Heimleiter hat nicht das Recht, das Heim dichtzumachen.“ Man werde den Heimen über die Weihnachtsfeiertage mit Personal helfen. Es würden zusätzlich Sanitäter zur Verfügung stehen – etwa für die Schnelltests.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann ermahnt die Leiter von Pflege- und Altenheimen.

„Es wird alles auf die Betreiber abgeschoben. Die melden aber ‚Land unter‘“, kritisierte Eugen Brysch von der Deutschen Stiftung Patientenschutz. „Für Leib und Leben der Heimbewohner sind letztlich die Heimleitungen verantwortlich“, sagte Brysch. Laumann müsse, wenn er seine eigenen Worte ernst nähme, für Schnelltests und Personal an den Eingängen der Pflegeheime sorgen. „Das tut er aber nicht“, sagte Brysch. Bundeswehr und Hilfsorganisationen hätten noch Helfer im Angebot.

Coronavirus in Dortmund: Welche Stadtteile am stärksten betroffen sind

Update, Donnerstag (17. Dezember), 19.48 Uhr: Einmal im Monat gibt die Stadt Dortmund bekannt, welche Stadtbezirke wie stark von der Corona-Pandemie betroffen sind. Demnach belegen die nördlichen Stadtbezirke Innenstadt-Nord, Eving und Huckarde die Spitze mit den meisten Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohnern.

Die südlichen Stadtbezirke Aplerbeck, Hörde und Brackel hingegen sind am unteren Ende der Corona-Statistik zu finden. Sie müssen deutlich weniger Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner verzeichnen.

Allerdings sagen die statistischen Daten laut Stadt Dortmund lediglich aus, wo die Infizierten wohnen, nicht wo sie sich letztendlich angesteckt haben. Zwar sind einzelne Bezirke laut Stadt stärker betroffen als andere, „allerdings gibt es meist nicht nur einen Erklärungsansatz für örtliche unterschiedliche Infektionsgeschehen, wie beispielsweise einen großen Ausbruch in einer Einrichtung“, erklärt die Stadt Dortmund. Demnach begünstigen unterschiedliche Ursachen das Ansteckungsrisiko.

Wenn Schulen betroffen sind, hat das meist nur wenig Auswirken auf das Schulgeschehen, da nur einzelne Klassenverbände betroffen waren. Auch in den Kitas waren eher kleine Ausbrüche zu verzeichnen. „Im Unterschied zu den Schulen sind hier allerdings die Kontakte sowohl zwischen den Erzieher*innen und den kleinen Kindern, als auch die Kontakte der Kinder untereinander enger. Das erklärt, warum hier, im Vergleich zu den Schulen, häufiger vorsorgliche Schließungen notwendig sind“, schreibt die Stadt Dortmund.

Corona-Impfungen nach Weihnachten in NRW

Update, Donnerstag (17. Dezember), 19.21 Uhr: Entsprechend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut will auch NRW mit den Impfungen in Alten- und Seniorenheimen beginnen. Das kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) heute nach einem „Impf-Gipfel“ mit Vertretern von Ärzteverbänden und Kommunen an. Demnach haben rund 175.000 Menschen aus 2.300 NRW-Einrichtungen nun erste Priorität.

Auf der gleichen Stufe sei Pflegepersonal und medizinisches Personal in Krankenhäusern einzuordnen, wo Covid-19-Patienten behandelt werden. NRW halte sich an die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission, betonte Laumann.

Das Land werde den Impfstoff über eine Logistikfirma nach Einwohnerzahl auf die Städte und Kreise in NRW verteilen. Vor Ort entscheiden dann Bürgermeister und Landräte, in welchen Einrichtungen zuerst geimpft werden soll. Wie viele Impfdosen nach NRW geliefert werden, ist noch nicht klar. Voraussetzung für die Impfung ist eine Einverständniserklärung – eine Pflicht gibt es nicht.

Coronavirus in Dortmund: 253 neue Corona-Fälle und drei Todesfälle

Update, Donnerstag (17. Dezember), 18.04 Uhr: Die Corona-Situation in Dortmund ist weiterhin angespannt. Die Stadt Dortmund teilt die neuen Fallzahlen mit: Demnach sind heute 253 neue Corona-Fälle in Dortmund dazu gekommen. Damit bleiben die täglichen Neuinfektionen weiterhin auf einem hohen Level. Laut Berechnungen der Stadt Dortmund ergibt sich dadurch eine Inzidenz von 216,4.

Von den Neuinfektionen lassen sich 32 Fälle 17 Familien zuordnen. Aktuell befinden sich 5473 Personen in Quarantäne. Weitere Zahlen aus Dortmund:

  • Seit Auftreten des Coronavirus in Dortmund wurden 12.084 positive Tests gemeldet.
  • 9.678 Menschen gelten als genesen. Somit sind aktuell 2283 Menschen in Dortmund mit dem Coronavirus infiziert.
  • Zurzeit werden in Dortmund 141 Corona-Patienten stationär behandelt, darunter 27 intensivmedizinisch, davon wiederum 15 mit Beatmung.

Die Stadt Dortmund muss zudem drei weitere Todesfälle bekannt geben. Alle verstarben ursächlich an Corona. „Dabei handelt es sich  um eine 77-jährige Frau, die heute in einer Pflegeeinrichtung verstorben ist sowie um eine 86-Jährige, die nach ihrer stationären Aufnahme am 11. Dezember gestern verstarb und um eine 97-Jährige, die bereits am Dienstag, 15. Dezember, in einer Pflegeeinrichtung verstorben ist“, heißt es in der Mitteilung der Stadt Dortmund. Insgesamt verstarben in Dortmund 79 Menschen ursächlich an Covid-19, weitere 44 Coronainfizierte Menschen starben an anderen Ursachen.

Corona in Deutschland: Kommission legt offizielle Impfempfehlung vor

Update, Donnerstag (17. Dezember), 17.40 Uhr: Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut hat ihre Empfehlung zur Corona-Impfung veröffentlicht. In der Empfehlung steht, welche Personengruppen zuerst gegen das Coronavirus geimpft werden sollen.

Demnach sollen zunächst Menschen geimpft werden, „die ein besonders hohes Risiko für schwere oder tödliche Verläufe einer Covid-19-Erkrankung haben oder die beruflich besonders exponiert sind oder engen Kontakt zu vulnerablen Personengruppen haben“. Außerdem sollen die Impfungen stufenweise vorgenommen werden. In der ersten Stufe sollen folgende Personen geimpft werden:

  • Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen
  • Personen im Alter von über 80 Jahren
  • Personal in medizinischen Einrichtungen
  • Pflegepersonal in der ambulanten und stationären Altenpflege
  • Andere Angestellte in der Senioren- und Altenpflege

Coronavirus in Dortmund: Impfzentrum für die Eröffnung bereit

Update, Donnerstag (17. Dezember), 16.58 Uhr: Nächste Woche kann das Impfen in Deutschland wahrscheinlich beginnen. Dazu wurden im ganzen Land Impfzentren errichtet, auch in Dortmund.

Das Corona-Impfzentrum in Dortmund ist jetzt für die baldige Eröffnung bereit, wie die Stadt Dortmund mitteilt. Aufgebaut wurde es in der ehemaligen Phoenix-Halle, der heutigen Warsteiner Music Hall auf dem Gelände des ehemaligen Hoesch-Hochofenwerkes auf Phoenix-West. Sobald der Impfstoff verfügbar ist, kann dort der Impf-Betrieb aufgenommen werden. Ein konkreter Eröffnungstermin steht allerdings noch nicht fest.

Für die organisatorischen und medizinischen Abläufe und die Durchführung der Impfungen in dem Corona-Impfzentrum arbeitet die Stadt Dortmund mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) zusammen. Die Gesamtkoordination liegt bei der Stadt.

Coronavirus in Deutschland: Karl Lauterbach fordert deutliche Verlängerung des Lockdowns

Update, Donnerstag (17. Dezember), 16.17 Uhr: Der Lockdown startete gerade erst gestern und schon jetzt gibt es Stimmen, die verlangen, ihn zu verlängern. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert eine deutliche Verlängerung über den 10. Januar hinaus. Gegenüber der Rheinischen Post sagte er, es sei bereits abzusehen, dass bis zum Ende des Lockdowns ein Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner pro Woche nicht zu erreichen sei.

Außerdem sei laut Lauterbach ein Wert von 50 „nicht nachhaltig genug“. Seine Forderung: Den Lockdown so lange aufrechtzuerhalten bis ein Wert von weniger als 25 Neuinfektionen erreicht ist – egal, wie lange es dauert. Der aktuelle Lockdown sei entscheidend darüber, wie viele Tote das Coronavirus noch fordern wird.

Gelinge es nicht, die 7-Tages-Inzidenz deutlich unter 50 zu drücken, „werden wir wohl noch bis April im Lockdown bleiben. Es kann keine Normalität geben, solange uns die Kontrolle fehlt“, prognostiziert der SPD-Gesundheitsexperte.

Wegen Corona: Fristverlängerung für Steuererklärung 2019

Update, Donnerstag (17. Dezember), 15.58 Uhr: Die Steuererklärung 2019 kann später eingereicht werden – darauf hat sich die große Koalition geeinigt. Wie die AFP berichtet, soll die Abgabe bis zum 31. August 2021 möglich sein.

Hintergrund für die Verlängerung ist, dass Steuerberater in der Corona-Krise im Rahmen der sogenannten Überbrückungshilfen zusätzlich eingespannt sind. Denn Anträge für Corona-Hilfen müssen meistens über Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer laufen.

Trotz Corona-Pandemie: Airport Dortmund sichtlich überfüllt

Update, Donnerstag (17. Dezember), 15.35 Uhr: Trotz der kritischen Corona-Situation ist der Dortmunder Airport heute sichtlich überfüllt gewesen und Abstände konnten kaum eingehalten werden. Grund für den Andrang dürften die anstehenden Weihanchtstage sein.

Corona-Pandemie: Weniger Unfälle und Getötete im Straßenverkehr

Update, Donnerstag (17. Dezember), 15.15 Uhr: Aufgrund der anhaltenden Covid-19-Pandemie gab es im Jahr 2020 weniger als 2.800 Getötete im Straßenverkehr. Das sind fast neun Prozent weniger als noch im Vorjahr. Das geht aus Schätzungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hervor.

Demnach habe sich die Zahl der polizeilich erfassten Unfälle noch deutlicher gesenkt: Gegenüber 2019 haben sich die Unfälle um 13 Prozent reduziert. Das führt die Bundesanstalt auf die gesunkene Fahrleistung in der Corona-Pandemie zurück. Wo mehr Homeoffice verordnet wird, da sind auch weniger Autos unterwegs. Laut Bundesanstalt ist die Fahrleistung (gerechnet in Fahrzeugkilometern) um rund elf Prozent zurückgegangen – auf Autobahnen sogar um 12 Prozent.

Coronavirus-Pandemie: Querdenker-Demo in Moers wohl verboten

Update, Donnerstag (17. Dezember), 14.01 Uhr: Die Anti-Corona-Demo, die für kommenden Sonntag (20. Dezember) in Moers geplant war, ist offenbar von der Stadt verboten worden. Laut NRZ beruft sich die Stadt auf das Grundrecht der Unversehrtheit - die Ansteckungsrisiken seien bei der Demo einfach zu hoch. Für die Demo waren bis zu 250 Demonstranten angemeldet.

Corona in NRW: RKI korrigiert Zahlen – neuer Rekordwert erreicht

Update, Donnerstag (17. Dezember), 13.45 Uhr: Die heute vom RKI gemeldete Zahl der Neuinfektionen ist offenbar noch höher, als bisher gedacht. Wie das RKI gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland bestätigt hat, habe es in Baden-Württemberg technische Probleme bei der Übermittlung der Daten gegeben.

Im Südwesten wurden demnach knapp 3500 Fälle nicht korrekt übermittelt. Somit liegt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden bei knapp 30.400 Fällen – einem neuen Rekordwert. Die Neuinfektionen aus Baden-Württemberg würden allerdings erst morgen hinzugefügt und mitgezählt werden, heißt es vom RKI. 

Positiver Corona-Test: Frankreichs Präsident in Quarantäne

Update, Donnerstag (17. Dezember), 13.08 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist positiv auf Corona getestet worden. Wie der Elysée-Palast heute mitteilte, hatte der 42-Jährige zuvor erste Symptome gezeigt. Er werde sich demnach entsprechend der geltenden Vorschriften für sieben Tage in Quarantäne begeben.

Seine Arbeit wolle er von zu Hause aus fortführen, hieß es weiter. Vor sechs Tagen war Macron auf dem EU-Gipfel gewesen und hatte dort unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist mit dem Coronavirus infiziert.

Impfstart in NRW steht fest: Laschet nennt Termin

Update, Donnerstag (17. Dezember), 12.42 Uhr: Es hatte sich bereits angedeutet, jetzt steht es offenbar fest: In NRW soll am 27. Dezember mit den ersten Corona-Impfungen gestartet werden. Das kündigte Ministerpräsident Armin Laschet am Donnerstag in Düsseldorf an.

Am Vormittag hatten Spitzenvertreter der Landesregierung sowie Ärzteverbände und Kommunen bei über die Vorbereitungen für die Corona-Impfungen beraten.

Corona-Impfung in NRW: 50.000 Impfdosen erwartet

Update, Donnerstag (17. Dezember), 12.15 Uhr: Dem Land Nordrhein-Westfalen sollen in der kommenden Woche 50.000 Impfdosen gegen das Coronavirus zugeteilt werden. Das sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Frank Bergmann im ZDF-Morgenmagazin.

Damit könnten 25.000 Menschen geimpft werden, da drei Wochen später eine zweite Impfung erfolgen müsse. Diese 25.000 Personen würden vorzugsweise in den Pflegeheimen geimpft. Dazu zählen die Bewohner aber auch die Mitarbeiter der Heime.

Dringender Corona-Appell: Regierungschefs der Nachbarländer senden Video-Botschaft

Update, Donnerstag (17. Dezember), 11.20 Uhr: An die Bürger in NRW, Belgien und den Niederlanden haben die jeweiligen Regierungschefs aufgrund der aktuellen Corona-Lage einen dringenden Appell geschickt. In Video-Botschaften rufen Armin Laschet, Alexander De Croo und Mark Rutte die Leute dazu auf, die Grenzen nur noch für notwendige Reisen zu überqueren.

Die Botschaft, die am heutigen Donnerstag unter anderem auf Facebook und Twitter veröffentlicht wurde, steht in vier Sprachen unter dem Motto: „Bleib‘ zu Hause - Restez chez soi - Stay at home - Blijf Thuis!“. „Fahren Sie nicht zum Einkaufen nach Belgien. Tragen Sie das Virus nicht über die Grenze“, so Armin Laschet in seinem Appell.

Auch de Croo unterstrich, die Grenzen sollten in diesen Zeiten „nicht zum Spaß, nicht, um mit Freunden und der Familie einkaufen zu gehen“ passiert werden. Das sei der einzige Weg, das Virus zu besiegen. „Je besser wir die Regeln befolgen, desto früher können wir uns wiedersehen.“

Aktuelle Corona-Zahlen aus Herne: Zahl der Infizierten liegt bei über 900

Update, Donnerstag (17. Dezember), 10.49 Uhr: Die Stadt Herne im Ruhrgebiet musste heute leider fünf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona vermelden. Laut den Angaben der Stadt sind drei Frauen (Jahrgang 1933, 1936 und 1938) und zwei Männer (Jahrgang 1944 und 1957) verstorben. Insgesamt gibt es nun 51 Covid-19-Todesfälle.

Aktuell mit dem Coronavirus infiziert sind 919 Personen. Das sind 56 mehr als noch am Vortag. Von ihnen werden 95 stationär in Krankenhäusern behandelt werden. 3.055 Personen sind genesen.

Corona-Inzidenzwerte in NRW: Mehrere Kreise und Städte liegen bei über 200

Update, Donnerstag (17. Dezember), 10.02 Uhr: In NRW liegt der Tages-Inzidenzwert am heutigen Donnerstag bei 176,5 und ist damit im Vergleich zum Vortag leicht gestiegen. Am Mittwoch (16. Dezember) lag der Wert bei 172,5). Insgesamt gibt es in Nordrhein-Westfalen jedoch mehrere Kreise und Städte, die eine Inzidenz von 200 zum Teil weit überschreiten.

Trauriger Spitzenreiter bei der Sieben-Tage-Inzidenz ist Solingen mit einem Wert von 272,5 (Stand 17. Dezember). Am Vortag lag der Wert bei 257,5. 16 weitere Orte übersteigen die 200er-Marke:

  • Recklinghausen: 272,5
  • Lippe: 249,8
  • Minden-Lübbecke: 241,6
  • Gelsenkirchen: 240,3
  • Herne: 230,7
  • Bottrop: 230,5
  • Düren: 229,0
  • Hamm: 224,0
  • Duisburg: 220,8
  • Gütersloh: 216,5
  • Oberbergischer Kreis: 214,3
  • Wuppertal: 213,7
  • Bonn: 206,0
  • Oberhausen: 205,4
  • Bielefeld: 205,3
  • Remscheiod: 204,8

Harter Corona-Lockdown in NRW: Douglas rudert zurück

Update, Donnerstag (17. Dezember), 9.30 Uhr: Trotz Corona-Lockdown und Schließungen im Einzelhandel wollte die Parfümeriekette Douglas mit Sitz in Düsseldorf einige ihrer Filialen weiter öffnen. Hierbei berief sich Douglas auf den Beschluss von Bund und Ländern, welcher den Verkauf von Drogerieartikeln weiter erlaubt. Nun ist das Unternehmen zurückgerudert.

Für viele Menschen sei die Entscheidung, einige Filialen offenzuhalten, nicht nachvollziehbar gewesen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. „Ab heute bleiben alle unsere deutschen Filialen daher bis auf Weiteres geschlossen“, so Tina Müller, Chefin von Douglas.

Weiter bat Müller „diejenigen um Entschuldigung, die wir mit unserem Vorgehen befremdet oder vor den Kopf gestoßen haben.“

„Menschen des Jahres“: Biontech-Gründer erhalten Auszeichung für Corona-Impfstoff

Update, Donnerstag (17. Dezember), 8.55 Uhr: Der Impfstoff gegen das Coronavirus ist derzeit in aller Munde. Einen großen Anteil dazu beigetragen, dass in Deutschland schon bald mit den Impfungen begonnen werden kann, haben die beiden Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci.

Das Ehepaar bekam am Mittwoch (16. Dezember) von der Londoner Wirtschaftszeitung Financial Times die Auszeichnung als „Menschen des Jahres“. Innerhalb weniger als eines Jahres einen Corona-Impfstoff zu entwickeln, sei ein „bemerkenswerter wissenschaftlicher und geschäftlicher Erfolg“, hieß es vonseiten der Zeitung.

Ugur Sahin (rechts), Vorstandsvorsitzender des Biotechnologie-Unternehmens Biontech, und seine Frau Özlem Türeci, medizinische Geschäftsführerin von Biontech.

NRW-Landesregierung berät heute über Fahrplan zu den Corona-Impfungen

Update, Donnerstag (17. Dezember), 8.17 Uhr: Der erste Corona-Impfstoff soll schon bald in Nordrhein-Westfalen eintreffen. Deshalb will sich die NRW-Landesregierung am heutigen Donnerstag bei einem Spitzengespräch mit Kommunen und Ärzteverbänden über den Fahrplan der Corona-Impfungen beraten, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Um 12 Uhr wollen Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann dann über den Stand der Vorbereitungen informieren. Am Mittwoch (16. Dezember) erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, dass es in Deutschland schon kommende Woche mit den impfungen losgehen könnte.

Coronavirus in NRW: Jetzt fast 5.000 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus

Update, Donnerstag (17. Dezember), 7.21 Uhr: Auch in Nordrhein-Westfalen steigen die Corona-Neuinfektionen leider weiter an. Innerhalb von 24 Stunden hat das RKI 6.003 neue Covid-19-Fälle registriert. Vor einer Woche war der Wert deutlich niedriger. Am Donnerstag (10. Dezember) lag der Wert bei 3.691 Neuinfektionen.

Weiterhin gibt es laut dem RKI 141 neue Todesfälle in NRW im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Damit steigt die Zahl der Corona-Toten in NRW auf fast 5.000 (4.927.)

Corona in Deutschland: RKI meldet hunderte weitere Todesfälle

Update, Donnerstag (17. Dezember), 6.39 Uhr: Einen Tag nach Inkrafttreten des zweiten harten Corona-Lockdowns in diesem Jahr bleibt die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland auch am heutigen Donnerstag konstant hoch. Mit 26.923 neuen Corona-Fällen sind das über 300 Neuinfektionen als am vergangenen Donnerstag (23.679).

Die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 liegt laut dem Robert-Koch-Institut am Donnerstag bei 698. Das ist der zweithöchste Wert seit Beginn der Pandemie in Deutschland. Erst am Mittwoch (16. Dezember) war mit 952 weiteren Todesfällen ein trauriger Höchstwert erreicht worden. Insgesamt sind mittlerweile 24.125 Menschen an einer Corona-Infektion gestorben.

Corona: WHO rät zum Tragen einer Maske bei Familientreffen an Weihnachten

Update, Mittwoch (16. Dezember), 22.09 Uhr: Bereits nächste Woche ist Weihnachten und die Corona-Fallzahlen machen nur wenig Mut. Mehr Corona-Fälle und immer mehr Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus machen den Gedanken an ein geselliges Beisammensein mit der Familie, mit Oma und Opa fast unmöglich. Daher hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Rat: Maske tragen beim Familienfest.

Um Infektionen an Weihnachten zu verhindern, rät die WHO dazu einen Mund-Nasen-Schutz beim Familientreffen an Weihnachten und während der Feiertage zu tragen. „Dies trägt wesentlich dazu bei, dass alle sicher und gesund bleiben“, teilte die Organisation laut AFP am Mittwoch mit.

Die Organisation räumte ein, dass es sich wahrscheinlich merkwürdig anfühlen werde, beim Familientreffen eine Maske zu tragen. Aber: „Es besteht ein hohes Risiko eines erneuten Anstiegs in den ersten Wochen und Monaten des Jahres 2021“, hieß es in der Erklärung. „Wir werden zusammenarbeiten müssen, wenn wir dies erfolgreich verhindern wollen.“

Coronavirus in Deutschland: Altmaier äußert sich zu verzögerten Auszahlungen von Hilfen

Update, Mittwoch (16. Dezember), 21.45 Uhr: Der Lockdown Light und der harte Lockdown bedrohen aktuell viele Existenzen. Dem will die Bundesregierung mit Corona-Hilfen entgegensteuern, doch kann die Auszahlung einige Wochen dauern. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat die Verzögerungen im ARD-Extra verteidigt.

Es tue Altmaier im Herzen weh, dass der Einzelhandel in der umsatzstärksten Zeit des Jahres schließen müsse. Allerdings müsse bei Zahlungen in Millionenhöhe sichergestellt werden, dass auch nur diejenigen das Geld erhalten, die auch einen Anspruch darauf haben. Das Geld solle nicht an Betrüger gehen.

Coronavirus-Impfung ab dem 27. Dezember

Update, Mittwoch (16. Dezember), 20.36 Uhr: Jetzt soll es also so weit sein. Die Impfungen kommen. Zumindest hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Länder über die zu erwartende Zulassung und Lieferung des Biontech-Impfstoffes informiert. Das teilt die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit am Mittwochabend mit: „Für die Bundesländer ergibt sich daraus der 27.12 als Starttermin für die Impfungen gegen das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2. Insbesondere soll mit der Impfung in den Pflegeheimen begonnen werden.“

Bereits am nächsten Montag (21. Dezember) will die Europäische Arzneimittelagentur EMA grünes Licht für den Impfstoff der Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer geben. In anderen Ländern ist dieser Impfstoff bereits per Notzulassung auf dem Markt.

Corona in der Weihnachtszeit: In Dortmund keine Gottesdienste

Update, Mittwoch (16. Dezember), 19.50 Uhr: Die Evangelische Landeskirche hat die Empfehlung ausgesprochen, während des Corona-Lockdowns auf Präsenzgottesdienste zu verzichten (Update von heute 15.29 Uhr). Dem folgen nun auch die Gemeinden in Dortmund und sagen kommende Gottesdienste ab.

Zwar waren die Planungen schon weit fortgeschritten und coronakonforme Gottesdienste in der Weihnachtszeit wurden geplant, doch der Evangelische Kirchenkreis ist übereingekommen, dass es das Gebot der Vernunft sei, in Angesicht der steigenden Corona-Zahlen auf Menschenansammlungen zu verzichten. Die katholische Kirche hingegen will weiterhin an Präsenzgottesdiensten festhalten.

Corona in NRW: Friseure fürchten um ihre Existenz

Update, Mittwoch (16. Dezember), 19.32 Uhr: Die letzten Tage vor dem Lockdown haben die Friseure in ganz Deutschland alles gegeben, um Kundenwünsche zu erfüllen und ein letztes Mal Umsätze zu machen. Das allerdings wird vielen nicht ausreichen. In einer Befragung des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks zur Corona-Krise erwarten 70 Prozent Umsatzverluste von mindestens 30 Prozent in diesem Jahr.

Sinkt der Umsatz, sind Existenzängste nicht mehr fern. Mehr als die Hälfte der Befragten haben demnach starke oder sogar sehr starke Existenznöte. Nur acht Prozent der Friseure machen sich keine Sorgen.

Coronavirus in NRW: Weitere Todefälle in Essen

Update, Mittwoch (16. Dezember), 17.58 Uhr: In den vergangenen Tagen sind in Essen zwei weitere Menschen in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben. Ein 83-jähriger Essener ist am Montag, 14. Dezember, im Elisabeth-Krankenhaus Essen verstorben. Heute ist ein 78-jähriger Essener im Evang. Huyssens-Stiftung Essen-Huttrop (KEM) verstorben.

Seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland sind in Essen bisher 158 an oder in Verbindung mit einer Corona-Erkrankung verstorben. Aktuell liegt der Inzidenzwert der Stadt laut eigenen Berechnungen bei 190,3.

Corona in NRW: Herne sucht Helfer für Covid-19-Tests

Update, Mittwoch (16. Dezember), 17.47 Uhr: Die Stadt Herne teilt mit, dass die Alten- und Pflegeeinrichtungen Personal und Bewohner ab sofort engmaschiger auf Covid-19 testen werden. Für die Tests werde laut Stadt eigenes Personal eingesetzt, aber zusätzliche Helfer seien willkommen. Freiwillige, die dabei helfen wollen, Menschen in Pflegeheimen auf Covid-19 zu testen, können sich beim Freiwilligenregister unter www.freiwilligenregister-nrw.de melden.

Coronavirus in Dortmund: 245 neue Corona-Fälle in der Stadt

Update, Mittwoch (16. Dezember), 16.58 Uhr: Die Stadt Dortmund gibt wie jeden Tag die neuen Corona-Zahlen bekannt. Demnach liegen in Dortmund 245 neue positive Corona-Tests vor. Bisher gab es im Dezember nur einen Tag, an dem es mehr Neuinfektionen gab: Am 10. Dezember wurden 247 Neuinfektionen gemeldet.

Von den 245 neuen Infektionen in Dortmund lassen sich laut Stadt 49 Fälle 23 Familien zuordnen und eine Person ist ein Reiserückkehrer. Aktuell befinden sich in Dortmund 5.527 Personen in Quarantäne. Nach der Berechnung der Stadt Dortmund anhand der RKI-Methodik wird der Inzidenz-Wert mit den heutigen Zahlen 215,4 betragen. Leichte Abweichungen sind möglich, sobald die Berechnung des Robert Koch-Instituts vorliegen.

Weitere Zahlen aus Dortmund:

  • Insgesamt liegen seit auftretetn des Coronavirus 11.831 positive Tests in Dortmund vor.
  • 9.543 Menschen gelten als genesen. Aktuell sind 2168 Menschen in Dortmund mit dem Coronavirus infiziert.
  • Zurzeit werden in Dortmund 137 Corona-Patienten stationär behandelt, darunter 31 intensivmedizinisch, davon wiederum 15 mit Beatmung.
  • Neue Todesfälle muss die Stadt Dortmund heute nicht verkünden. Insgesamt verstarben in Dortmund 76 Menschen ursächlich an Covid-19, weitere 44 mit SARS-CoV-2 infizierte Patienten verstarben aufgrund anderer Ursachen. 

NRW im Corona-Lockdown: Manche Geschäfte haben dennoch geöffnet

Update, Mittwoch (16. Dezember), 16.20 Uhr: NRW und der Rest Deutschlands befinden sich seit heute im Lockdown. Geschäfte, deren Angebt nicht den täglichen Bedarf decken, sind bis zum 10. Januar geschlossen. Eigentlich. Denn während die meisten Geschäfte ihre Türen schließen, entdecken andere Unternehmen Schlupflöcher für sich. So hat Douglas auch während des Corona-Lockdowns weiterhin geöffnet.

Knapp ein Viertel der Douglas-Filialen sollen trotz Lockdown geöffnet bleiben – als Drogerien. „In diesen Filialen bieten wir den Großteil des klassischen Drogeriesortiments an: Körperpflegeprodukte wie Cremes, Shampoo, Seife, Deodorants, Make-up, Parfüms und Hygieneprodukte“, sagte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Drogerien sind vom Lockdown ausgenommen, da sie den täglichen Bedarf decken. So wird aus der Parfümerie kurzerhand eine Drogerie.

Die Gewerkschaft Verdi in Hessen kritisiert das Vorgehen scharf und spricht von einem „anrüchigen Unterlaufen des Lockdowns“. Die Parfümerie erkläre sich über Nacht zur Drogerie. „Wer den dringenden Lockdown und das erlaubte Weiterführen bestimmter Geschäfte auf solche Weise fehlinterpretiert, macht sich nicht nur unglaubwürdig“, erklärte der Fachbereichsleiter Handel bei Verdi Hessen, Bernhard Schiederig.

Trotz Lockdown geöffnet: Douglas erklärt sich kurzerhand zur Drogerie.

Douglas hingegen sieht sich im Recht, immerhin halte sich das Unternehmen an geltende Verordnungen. Drogerien dürfen geöffnet bleiben und der Begriff Drogerie sei rechtlich nicht weiter spezifiziert. Im allgemeinen Sprachgebrauch würden darunter Einzelhandelsbetriebe verstanden, die unter anderem Körperpflege-, Schönheits-, Kosmetik- und Hygieneprodukte verkauften. Daher werde auch ein Teil der Douglas-Filialen mit einem Angebot von Drogerieprodukten für den Einkauf geöffnet bleiben.

Aber nicht nur Douglas bleibt während des Lockdowns teilweise geöffnet, auch das Dekorationsgeschäft Butlers hält die Türen offen. Allerdings nicht als Drogerie, sondern als Abholstation, für zuvor bestellte Waren. Dafür richtet Butlers vor einigen Filialen extra Abholstationen ein. Waren, die zuvor online via Click & Collect gekauft wurden, können an den Stationen abgeholt werden. Das Angebot gilt zunächst bis zum 23. Dezember. „Wir hoffen, somit viele Kunden glücklich stimmen zu können und die Paketdienstleister ein wenig zu entlasten“, erklärt Butlers-Gründer und Geschäftsführer Wilhelm Josten.

Coronavirus in NRW: Kirchen machen unterschiedliche Aussagen zu Weihnachtsmessen

Update, Mittwoch (16. Dezember), 15.29 Uhr: In knapp einer Woche ist Weihnachten. Traditionell finden dann im ganzen Land Weihnachtsmessen statt. Zwar sind sie mit Auflagen auch in der Corona-Zeit erlaubt, allerdings geben die Kirchen unterschiedliche Empfehlungen – einige raten dringend von Präsenzgottesdiensten ab.

Die evangelische Kirche in Westfalen rät aktuell von Präsenzgottesdiensten ab, im Rheinland hingegen nicht. Auch bei den Katholiken gibt es laut dpa bisher keine Verbote. So sind beispielsweise im Kölner Dom bereits alle Plätze für die Heiligabend-Gottesdienste reserviert.

Die Evangelische Kirche von Westfalen spricht davon, dass es ein Gebot der Vernunft sei, auf Versammlungen von Menschen zu verzichten. Die Empfehlung an die Kirchengemeinden lautet: Ab sofort und auch über die Weihnachtsfeiertage auf Präsenzgottesdienste in Gebäuden und auch unter freien Himmel zu verzichten. Aktuell sehr hohe Infektionszahlen zeigten, dass die Corona-Pandemie derzeit außer Kontrolle sei.

Corona in NRW: Van Laack verteidigt seine Schutzkittel

Update, Mittwoch (16. Dezember), 15.09 Uhr: Es kehrt keine Ruhe ein in die Diskussion um die Corona-Schutzkittel der Modefirma van Laack. Der Modechef Christian von Daniels verteidigt die Qualität der zehn Millionen Schutzkittel, die an das Land NRW geliefert wurden: „Es gab insgesamt nur eine einzige Beschwerde“, sagte er gegenüber der dpa.

Demnach seien einer Pflegeeinrichtung in Bochum die Kittel zu leicht gewesen. Laut von Daniels seien in der Pflegeeinrichtung die Kittel gegen ein schwereres Modell ausgetauscht worden. Damit reagierte er auf die Uni-Klinik Essen. Sie hatte tausende Schutzkittel aussortiert – sie würden zu schnell reißen.

Van Laack stellte der Deutschen Presse-Agentur zwei Prüfberichte zur Verfügung, die im April zur Vorlage beim NRW-Gesundheitsministerium gefertigt wurden. Demnach bescheinigte unter anderem das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Unfallversicherung, dass sie eine bestimmte DIN-Norm erfüllen und Schutz vor virushaltigen Tröpfchen bieten.

Firmenchef von Daniels sagte: „Ich hätte mir gewünscht, dass sich die Uni-Klinik Essen auch bei uns meldet.“ Das Krankenhaus hatte nach eigenen Angaben die 40.320 vom Land gelieferten van Laack-Kittel aussortiert, weil man „zum Schutz unserer Anwender und Patienten“ nur Schutzkittel aus Vlies einsetze, die einer höheren Norm entsprechen.

Corona in NRW: Ministerium plant Impfverordnung

Update, Mittwoch (16. Dezember), 14.07 Uhr: Das Bundesgesundheitsministerium will offenbar in einer Impfverordnung die Reihenfolge und Prioritäten von Impfungen in Deutschland festlegen. „Ziel wird sein, diejenigen als erste zu impfen, die besonders gefährdet sind vom Coronavirus, und diejenigen, die diese Menschen betreuen“, kündigte ein Ministeriumssprecher an.

Die Nachrichtenagentur Reuters veröffentlichte passend dazu eine mögliche Impf-Liste, die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einer heutigen Kabinettssitzung offen herumgetragen haben soll. Dem Dokument zu Folge rechnet die Bundesregierung mit einer Impfbereitschaft von 68 Prozent der Bevölkerung.

Angela Merkel bei der Kabinettssitzung am Mittwoch (16. Dezember).

Höchste Priorität bei der Impf-Reihenfolge sollen laut des Dokuments Mitarbeiter im Gesundheitswesen, stationäre Krankenhausbehandlung/Pflege und die Bevölkerung über 80 Jahren haben.

Corona in NRW: Zahlen aus Herne

Update, Mittwoch (16. Dezember), 13.42 Uhr: Die Stadt Herne hat die neusten Corona-Fallzahlen bekannt gegeben. In Herne wurde demnach seit Beginn der Pandemie bei 3.953 Personen eine Infektion mit Covid-19 nachgewiesen. Aktuell infiziert sind 863 Personen, von denen 99 stationär in Krankenhäusern behandelt werden.

Coronavirus in NRW: Verdienstentschädigung für Eltern

Update, Mittwoch (16. Dezember), 13.25 Uhr: Eltern, die wegen der verlängerten Weihnachtsferien ihrer Kinder einen Verdienstausfall haben, sollen laut der Nachrichtenagentur Reuters eine monatliche Verdienstausfallentschädigung von bis zu 2016 Euro bekommen.

Diese Info geht aus dem der Agentur vorliegenden Entwurf einer Gesetzesänderung hervor, die am heutigen Mittwoch (16. Dezember) nach Angaben eines Regierungsvertreters vom Kabinett auf den Weg gebracht wurde.

Eltern sollen demnach für maximal zehn Wochen 67 Prozent ihres Verdienstausfalls vom Staat ersetzt bekommen. Alleinerziehende sollen die Entschädigung sogar 20 Wochen lang erhalten. Für einen vollen Monat werde aber höchstens ein Betrag von 2016 Euro gewährt.

Die Gesetzesänderung soll von den Koalitionsfraktionen in den Bundestag eingebracht und noch vor Weihnachten beschlossen werden.

Corona in NRW: Kölner Impfstoffzentrum ist fertig

Update, Mittwoch (16. Dezember), 12.05 Uhr: Das Kölner Impfzentrum ist nun auch betriebsbereit. In der rechtsrheinischen Messehalle 4 plant die Stadt ab Anfang Januar 4.000 bis 5.000 Menschen täglich zu impfen. Die Anmeldung zu einem Termin im Impfzentrum erfolgt über den Ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung unter der kostenlosen Telefonnumer 116 117. 

Corona in NRW: 2020 weniger Eheschließungen wegen Pandemie

Update, Mittwoch (16. Dezember), 11.49 Uhr: Wie das Statistische Landesamt bekannt gegeben hat, haben in NRW im Jahr 2020 deutlich weniger Menschen geheiratet als 2019. Untersucht wurden die Monate Januar bis September. In diesem Zeitraum ist die Zahl der Hochzeiten 2020 um rund 14 Prozent zurückgegangen.

Der Rückgang habe erst mit Pandemie-Beginn im April begonnen, von Januar bis März sei die Zahl noch ähnlich wie im Vorjahr gewesen. I

Coronavirus in NRW: Weniger Stau in NRW

Update, Mittwoch (16. Dezember), 10.51 Uhr: Der harte Lockdown macht sich in NRW offenbar auch auf den Straßen bemerkbar. Wie der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen gegenüber der dpa mitgeteilt hat, sei am heutigen Mittwochmorgen (16. Dezember) wesentlich weniger Verkehr gemessen worden.

Um 8.30 Uhr sei beispielsweise eine Gesamtstaulänge von etwa 20 Kilometern in NRW zu verzeichnen gewesen. Zur gleichen Zeit vor einer Woche sei die Staulänge fünf Mal so lang gewesen.

Corona in NRW: Britische Forscher entdecken neue Virus-Mutation

Update, Mittwoch (16. Dezember), 10.25 Uhr: In England ist offenbar eine neue Variante des Coronavirus‘ entdeckt worden. Mindestens 1000 Corona-Fälle aus 60 verschiedenen Behörden seien durch die neue Virus-Variante verursacht worden, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf UK-Gesundheitsminister Matt Hancock bei BBC.

Die Fälle seien primär im Süden Englands aufgetreten. Es gebe jedoch keine Hinweise darauf, dass die neue Variante eine schwerwiegendere Krankheit verursache. Unklar ist jedoch ebenfalls, ob der neue Corona-Impfstoff bei der Mutation noch funktioniert. Laut WHO werde die neuartige Version des Coronavirus nun erforscht.

In Großbritannien soll eine neue Mutation des Coronavirus‘ gefunden worden sein.

Corona in NRW: Kliniken in NRW nutzen van-Laack-Kittel nicht

Update, Mittwoch (16. Dezember), 10.01 Uhr: Die Uni-Klinik Essen hat rund 40.000 Schutzkittel der Modefirma van Laack, die von der Landesregierung bereit gestellt worden sind, ausgemustert. Die Kittel würden „beim Anziehen schnell reißen“, teilte die Klinik auf Anfrage der dpa mit.

Und auch die Uni-Klinik Münster teilte der dpa auf Anfrage mit, dass die dort angekommenen 28 800 Teile noch nicht die standardmäßige hauseigene Prüfung vollzogen haben - und daher noch im Lager sind.

Van Laack soll sich hingegen keiner Schuld bewusst sein. In einem Bericht der Magazine Capital und Stern wird eine Sprecherin zitiert: „Selbstverständlich erhalten unsere Kunden ausschließlich Lieferungen, die den Anforderungen und Kriterien der Bestellungen entsprechen.“

Das NRW-Gesundheitsministerium wies am Dienstag (15. Dezember) darauf hin, dass die Kittel im März aus der Not heraus beschafft und verteilt wurden. Sie entsprächen deshalb „nicht vollständig“ den Anforderungen der europäischen Schutzausrüstungs-Verordnung „und den einschlägigen Normen“. Dennoch seien die Kittel vom Ministerium getestet und für den Einsatz während der Pandemie freigegeben worden.

Coronavirus in NRW: Bundesregierung weist Maskenvorwürfe von Awo zurück

Update, Mittwoch (16. Dezember), 9.01 Uhr: Das Bundesgesundheitsministerium hat die Kritik der Awo in Westfalen wegen angeblich „unbrauchbaren“ Schutzmasken aus den Beständen des Bundes zurückgewiesen.

„Diese Warnung entbehrt jeder Grundlage. Die Masken sind geprüft und für gut befunden worden“, teilte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Dienstag (15. Dezember) mit. Die Schutzausrüstung sei einem standardisierten, mehrstufigen Prüfverfahren unterzogen worden und die Masken erfüllten „alle Anforderungen an die Qualität und Sicherheit, die Grundlage für eine Nutzung sind.“

Corona in NRW: Spahn rechnet mit Corona-Regeln bis weit ins nächste Jahr

Update, Mittwoch (16. Dezember), 8.39 Uhr: Trotz des baldigen Impfstarts in Deutschland, rechnet Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) nicht damit, dass die Corona-Regeln ebenso bald Geschichte sein werden. Der CDU-Politiker hält die gängigen Corona-Maßnahmen wie die AHA-Regeln noch viele Monate lang für unverzichtbar.

„Wir werden weit bis ins nächste Jahr hinein auch diese Regeln brauchen“, so Spahn im Interview mit RTL. Erst wenn eine Impfquote von 55 bis 65 Prozent in der Bevölkerung erreicht sei, seien weitere Lockdowns ausgeschlossen. Die ersten „fünf Millionen Impfungen“ würden dazu nicht ausreichen.

Jens Spahn erwartet schon bald einen Corona-Impfstoff.

Für Spahn sei die Entscheidung, sich Impfen zu lassen deshalb „ein Gebot der Vernunft“. Dennoch ist der Minister optimistisch, dass ab dem Sommer 2021 langsam zur Normalität zurückgekehrt werden könne.

Coronavirus in NRW: Höchster Inzidenzwert immer noch im Kreis Lippe

Update, Mittwoch (16. Dezember), 8.18 Uhr: In NRW hat das RKI am heutigen Mittwoch (16. Dezember), 0 Uhr) 4630 Neuinfektionen gemeldet. Das sind knapp 600 Corona-Fälle mehr als noch vor einer Woche.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in NRW gibt es weiterhin im Kreis Lippe, hier verbesserte sich der Wert aber immerhin von 303 auf 297 (Vortag 303). Am deutlichsten angestiegen ist die Inzidenz im Kreis Gütersloh, dort hat sie sich um 20,9 auf 210,2 gesteigert. Am stärksten zurückgegangen ist der Wert in Remscheid um 39,6 auf 176,9.

Die meisten Neuinfektionen hat es in den vergangenen 24 Stunden in die  Köln gegeben (261). Dahinter folgen Duisburg (205), der Kreis Unna (195) und Dortmund (184).

Corona in NRW: Lockerungen ab 10. Januar laut Risikoberechner unwahrscheinlich

Update, Mittwoch (16. Dezember), 8.01 Uhr: Der Mathematiker Christian Hesse, Experte für Risikoberechnungen an der Universität Stuttgart, hat laut WAZ anhand der Corona-Erfahrungen aus dem Frühjahr berechnet, wie sich die Fallzahlen in den nächsten Wochen voraussichtlich entwickeln könnten.

Demnach sei eine Lockerung des Lockdowns am 10. Januar unwahrscheinlich. Denn: Die Fallzahlen würden laut Hesse noch etwa bis Weihnachten ansteigen, erst dann würde vermutlich ein Rückgang der Neuinfektionen eintreten. „Es dauert gut drei Wochen nach Anfang des Lockdowns, bis sich die Neuinfektionen halbiert haben. Und dann weitere zwei Wochen, bis sie sich abermals halbiert haben. Dann sind wir in etwa beim 20. Januar“, so Hesse.

Die Zahl der Corona-Fälle in Deutschland und NRW werde laut Markus Hesse noch bis Weihnachten ansteigen.

Corona in NRW: 2022 erst 25 Prozent der Weltbevölkerung geimpft

Update, Mittwoch (16. Dezember), 7.41 Uhr: Im Jahr 2022 sollen wohl erst 25 Prozent der Weltbevölkerung gegen Corona geimpft sein. Das haben Forscher der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in den USA. Hintergrund sei, dass Länder mit weniger als 15 Prozent der Weltbevölkerung mehr als die Hälfte der Dosen für sich beanspruchen würden, während Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen, in denen mehr als 85 Prozent der Weltbevölkerung leben, den Rest unter sich aufteilen müssten.

Corona in NRW: Bundesweiter harter Lockdown startet heute

Update, Mittwoch (16. Dezember), 7.22 Uhr: Rund eine Woche vor Weihnachten wird auf den Straßen NRWs ab heute kein Vorweihnachtszauber mehr, sondern gähnende Leere herrschen. Ab heute (16. Dezember) bis mindestens 10. Januar bleiben die Geschäfte des „nicht täglichen Bedarfs“, wie Friseure, Bekleidungsgeschäfte und viele mehr, geschlossen. Der Lockdown startet.

Ausnahmen gelten nur für Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und andere Geschäfte mit lebensnotwendigen Waren. Geöffnet werden darf wieder am 10. Januar - allerdings nur, wenn bis dahin die Infektionszahlen deutlich gesunken sind.

Statt vollen Innenstädten, wird in der diesjährigen Vorweihnachtszeit in den deutschen Innenstädten gähnende Leere herrschen.

Coronavirus in NRW: Corona-Tests für Reise-Rückkehrer nicht mehr kostenlos

Update, Mittwoch (16. Dezember), 6.59 Uhr: Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten sind seit dem heutigen Mittwoch (!6. Dezember) nicht mehr kostenlos. Im Sommer bekamen Reisende aus dem Ausland die Möglichkeit, nach ihrer Ankunft in Deutschland einen kostenlosen Corona-Test durchführen zu lassen, um die Quarantäne-Zeit zu verkürzen. Dem ist jetzt nicht mehr so.

Damit werden die Einschränkungen für Reisen weiter verschärft. Wer eine „vermeidbare Reise“ in Risikogebiete macht, bekommt für die Zeit der Quarantäne auch schon keine Verdienstausfallentschädigung mehr. Ausgenommen sind „außergewöhnliche Umstände“, etwa die Geburt eigener Kinder oder der Tod naher Angehöriger.

Corona in NRW: Zahlen in Deutschland steigen dramatisch – knapp 1000 Todesfälle

Update, Mittwoch (16. Dezember) 6.13 Uhr: Die Zahl der Corona-Todesfälle innerhalb eines Tages hat einen neuen Höchstwert erreicht. Innerhalb von 24 Stunden wurden dem RKI fast 1000 Todesfälle – konkret: 952 – gemeldet (Stand: 16. Dezember, 0 Uhr). Der bisherige „Rekord“ mit 598 Fällen wurde damit deutlich übertroffen.

Auch die Zahl der Neuinfektionen ist nach den moderaten Fallzahlen der vergangenen Tage wieder stark angestiegen: Das RKI meldet am heutigen Mittwoch (16. Dezember, 0 Uhr) 27.728 Neuinfektionen in Deutschland. Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert in der Bundesrepublik steigt damit auf 179,8.

In Nordrhein-Westfalen hat es in den vergangenen 24 Stunden (16. Dezember, 0 Uhr) 4.630 Neuinfektionen und 171 Corona-Todesfälle gegeben. Die Inzidenzzahl steigt in NRW deshalb auf 172,5.

Corona-Impfstoffzulassung nun doch früher als gedacht?

Update, Dienstag (15. Dezember), 22.01 Uhr: Nachdem am Morgen zunächst die Rede davon gewesen war, dass der Impfstoff von Biontech und Pfizer am 29. Dezember und dann am 23. Dezember zugelassen werden sollte, wird nun der 21. Dezember angepeilt. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA kündigte in Amsterdam an, sie wolle am 21. Dezember ihr Gutachten über den Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer vorlegen.

Bekommt der Impfstoff dann noch das Okay der EU, kann das Impfen auch schon vor Weihnachten losgehen. Laut Deutscher Presse-Agentur gilt es als so gut wie sicher, dass der Impfstoff grünes Licht bekommt und die Zusage der EU gilt als reine Formsache. Damit wäre der Weg frei für Massenimpfungen in allen EU-Mitgliedsstaaten noch vor Weihnachten.

Die entscheidende Sitzung wurde nach Angaben der EMA um acht Tage vorverlegt, weil der Hersteller am Montagabend zusätzliche Daten übermittelt hat. Sollte am 21. Dezember doch keine Entscheidung über den Corona-Impfstoff gefällt werden können, soll wieder der 29. Dezember in den Fokus rücken.

Coronavirus: NRW-Stadt verhängt nächtliche Ausgangsbeschränkung

Update, Dienstag (15. Dezember), 20.01 Uhr: In Solingen gilt ab morgen eine nächtliche Ausgangsbeschränkung. Damit reagiert die Stadt auf die anhaltend hohen Corona-Zahlen und folgt dem Beispiel der Kreise Düren und Lippe. Ab Mittwoch (16. Dezember) gilt die Ausgangsbeschränkung in Solingen zwischen 22 und 5 Uhr morgens im gesamten Stadtgebiet.

In dieser Zeit sollten Bürger sich zu Hause aufhalten. Nur in Ausnahmefällen dürfen sich Bürger in dieser Zeit außerhalb der eigenen Wohnung aufhalten. Dazu gehört laut Stadt Solingen: „Unter anderem der ehrenamtliche Einsatz bei Hilfsorganisationen, medizinische Notwendigkeiten, die Begleitung unterstützungsbedürftiger Personen, die Teilnahme an Gottesdiensten aus besonderen Anlässen und die notwendige Versorgung von Tieren.“

Wer gegen die neuen Auflagen verstößt und erwischt wird, muss mit einer Strafe von bis zu 300 Euro rechnen. An Heiligabend und an Silvester wird die neue Ausgangsbeschränkung ein wenig gelockert. „Vom 24.12 bis zum 26.12.2020 und in der Nacht auf Neujahr tritt die Ausgangsbeschränkung erst um ein Uhr in der Nacht in Kraft“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Die neue Ausgangsbeschränkung gilt zunächst bis zum 10. Januar.

Coronavirus in NRW: Duisburg verschärft Kontaktbeschränkung

Update, Dienstag (15. Dezember), 19.04 Uhr: In Duisburg werden die Kontaktbeschränkungen ab morgen noch einmal verschärft. Im Dauer-Corona-Hotspot dürfen sich ab morgen (16. Dezember) im öffentlichen Raum nur noch zwei Personen treffen. Im Rest von NRW dürfen sich noch maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen.

Auf die neue Allgemeinverfügung habe sich laut WAZ der Krisenstab und Vertreter des NRW-Gesundheitsministeriums heute Nachmittag geeinigt. Dabei wurde auf einen Maßnahmenkatalog zurückgegriffen, der für Städte und Kreise angewendet werden kann, die eine 7-Tages-Inzidenz über 200 haben.

Die Stadt Duisburg teilt mit: „Mit der neuen Allgemeinverfügung sind in Duisburg ab morgen, 16. Dezember um 0 Uhr, abweichend von der Coronaschutzverordnung, Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum von mehr als zwei Personen – oder von Personen eines Hausstandes mit mehr als einer weiteren Person – untersagt. Kinder bis einschließlich 14 Jahren und unterstützungsbedürftige Personen bleiben von dieser Regelung ausgenommen.“

Corona in Dortmund: 184 neue Corona-Fälle in der Stadt

Update, Dienstag (15. Dezember), 17.18 Uhr: Die Stadt Dortmund hat die aktuellen Corona-Fälle bekannt gegeben. Demnach sind heute 184 positive Testergebnisse neu hinzugekommen. Das ist ein zwar ein Anstieg im Vergleich zum Vortag mit 111 positiven Tests. Allerdings werden an Montagen generell weniger neue Fälle gemeldet. Am Dienstag (8. Dezember) vor einer Woche wurden mit 118 neuen Fällen deutlich weniger Fälle vermeldet als heute, allerdings sind die Zahlen an den Tagen danach über 200 Infektionen pro Tag gestiegen.

Von diesen 184 neuen Corona-Fällen in Dortmund lassen sich 13 Personen sechs Familien zuordnen. Weitere Zahlen für Dortmund im Überblick:

  • Seit Auftreten des Coronavirus liegen in Dortmund insgesamt 11.586 positive Tests vor.
  • 9.388 Menschen gelten als genesen.
  • Aktuell sind 2078 Menschen in Dortmund mit dem Coronavirus infiziert.
  • Nach der Berechnung der Stadt Dortmund anhand der RKI-Methodik wird der Inzidenz-Wert mit den heutigen Zahlen 214,5 betragen.
  • 136 Corona-Patienten werden derzeit stationär behandelt, davon 29 intensivmedizinisch, 15 müssen beatmet werden.
  • Neue Todesfälle meldet die Stadt heute nicht. Bislang sind in Dortmund 76 Menschen ursächlich an Covid-19 gestorben, weitere 44 mit SARS-CoV-2 infizierte Patienten starben laut Stadt aufgrund anderer Ursachen.

Coronavirus in NRW: Entscheidungen über Leben und Tod noch nicht notwendig

Update, Dienstag (15. Dezember), 16.18 Uhr: Die Krankenhäuser in NRW sind durch die Corona-Krise stark belastet, doch aktuell müssen wohl noch keine Entscheidungen über Leben und Tod, über Beatmung oder keine Beatmung getroffen werden. Laut Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) ist das Land Nordrhein-Westfalen aktuell noch weit entfernt von einer Triage, „wir müssen nicht entscheiden, wer eine lebensnotwendige Beatmung bekommt und wer nicht“.

Laumann warnt die SPD-Opposition davor, Panik zu verbreiten. Laut des Gesundheitsministers sei das deutsche und das nordrhein-westfälische Gesundheitssystem nicht mit den „Schreckensbildern aus den USA, den Niederlanden, Frankreich oder Belgien zu vergleichen“. Weiter führt Laumann aus, dass seit dem Frühjahr die Krankenhäuser in NRW robuster aufgestellt seien. Demnach gebe es 30 Prozent mehr Intensivplätze mit Beatmungsmöglichkeiten.

Corona in Dortmund: Lage der Intensivbetten-Belegung dramatisch

Update, Dienstag (15. Dezember), 15.14 Uhr: Die Lage in Dortmund spitzt sich zu. Denn Kliniken geraten in der Corona-Pandemie immer mehr an ihre Grenzen und freie Intensivbetten werden allmählich knapp. Dr. Frank Renken, Chef des Gesundheitsamts der Stadt Dortmund macht die Lage deutlich: „Im Moment haben wir kein einziges freies Bett auf den Intensivstationen.“

Aber es gibt auch einen positiven Trend: Inzwischen gibt es nicht mehr nur drei Kliniken in Dortmund mit einer Corona-Station, sondern jedes Krankenhaus hat eine eigene Covid-19-Station. Zudem gibt es nun mehr Beatmungsgeräte: Fast jedes der 200 Intensivbetten in Dortmund verfügt nun über ein solches Gerät.

Corona in NRW: Offenbar Zahlenpanne in Dortmund

Update, Dienstag (15. Dezember), 14.27 Uhr: In Dortmund hat es offenbar eine Panne beim Übertragen der aktuellen Corona-Fallzahlen gegeben. Das RKI meldete am heutigen Dienstag (15. Dezember, 0 Uhr) 377 neue Corona-Fälle für die Stadt im Ruhrgebiet. Eine Rekord-Zahl, die Dortmund in NRW zum Spitzenreiter der Neuinfektionen machen würde.

Die Stadt selbst zeigte sich heute auf Nachfrage der Ruhr Nachrichten jedoch mehr als überrascht von der Zahl. Der Stadt Dortmund seien am Montag (14. Dezember) „nur“ 111 neue Infektionen vom Gesundheitsamt gemeldet worden – und nicht 377. Stadtsprecherin Anke Widow glaubt nun, dass es technische Probleme beim Übermitteln der Daten vom Landeszentrum Gesundheit NRW an das RKI gegeben habe.

Corona in NRW: Laschet ruft zum Verzicht von Online-Weihnachtsgeschenken auf

Update, Dienstag (15. Dezember), 14.24 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat in einer Rede vor dem Landtag dazu aufgerufen, lieber auf das Bestellen von Geschenken bei Online-Händlern zu verzichten. Stattdessen solle man einen Gutschein für lokale Geschäfte ausstellen, der im kommenden Jahr eingelöst werden könne.

Der Ministerpräsident verwies in seiner Rede besonders auf mittelständische Geschäfte, denen das überlebenswichtige Weihnachtsgeschäft durch den kommenden Lockdown entgehe. Stattdessen würden viele Menschen ihre Geschenke jetzt online bestellen, bei Konzernen, „die in Europa keinen Cent Steuern zahlen“.

Coronavirus in NRW: Verwirrung um Impfstoff-Zulassung

Update, Dienstag (15. Dezember), 13.28 Uhr: Die Verwirrung um den Termin der Impfstoff-Zulassung geht in eine neue Runde. Während Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor wenigen Stunden in einer Pressekonferenz bestätigte, dass der Corona-Impfstoff tatsächlich – wie zuvor in einem exklusiven Bericht von BILD berichtet – am 23. Dezember zugelassen werden könnte, ist die Zulassungsstelle nun zurückgerudert.

Die Europäische Arzneimittelbehörde gehe weiterhin vom 29. Dezember aus, sagte eine Sprecherin der Behörde der Deutschen Presse-Agentur in Amsterdam. 

Corona in NRW: SPD fordert Erstattung der Elternbeiträge für Kitas und Kindergärten

Update, Dienstag (15. Dezember), 12.21 Uhr: Die NRW-SPD hat in einer Landtagssitzung gefordert, Elternbeiträge für Kita und Kindertagespflege sofort zu erstatten, falls die Einrichtungen coronabedingt nicht besucht werden könnten.

Oppositionsführer Thomas Kutschaty (SPD) warf der Landesregierung zudem vor, ihre Betreuungsgarantie bestehe nur auf dem Papier. Tatsächlich werde die Verantwortung auf die Eltern abgeschoben, die ihre Kinder nun zu Hause halten sollten. 

Auch die Schulpolitik von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) kritisierte der SPD-Politiker aufs Schärfste: In NRW regiere kein Kabinett mehr, „sondern das totale Chaos.“

Corona in NRW: Impfstoff-Zulassung laut Medienbericht schon am 23. Dezember

Update, Dienstag (15. Dezember), 11.35 Uhr: Wie BILD exklusiv berichtet, will die EU-Zulassungsbehörde EMA den Biontech-Corona-Impfstoff offenbar schon am 23. Dezember – und nicht erst am 29. Dezember – zulassen. Das will die Zeitung aus Kreisen der EU-Kommission und der Bundesregierung erfahren haben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bestätigte eine mögliche Impfstoff-Zulassung am 23. Dezember wenig später in einer Pressekonferenz. In Großbritannien und den USA wurden Notfallzulassungen gewährt, die Zulassung in der EU sei die „erste ordentliche Zulassung auf der Welt.“

Spahn hatte sich zuvor wiederholt gegen eine Notfallzulassung für Deutschland ausgesprochen. Der Impfstart in Deutschland könnte dann bereits am 26. Dezember erfolgen.

Was vor diesem Update in NRW passiert ist, kann im alten Live-Ticker von RUHR24.de nachverfolgt werden.

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