Dritte Impfdosis

Booster-Impfung gegen Corona für alle – Stiko verrät jetzt Zeitplan

Die ersten Corona-Geimpften können sich bereits eine dritte Dosis spritzen lassen. Bisher wird die Auffrischung von der Stiko aber nicht für alle empfohlen.

NRW – Einige Personengruppen können sie sich schon abholen: die Corona-Boosterimpfung. Eine generelle Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gibt es allerdings noch nicht. Das könnte sich bald ändern.

NameCorona, Covid-19
ErregerSars-CoV-2
Symptome (unter anderem)Fieber, trockener Husten, Müdigkeit

Dritte Corona-Impfung: Empfehlung der Stiko könnte bald kommen

Denn darüber, ob die dritte Impfdosis in Deutschland für alle empfohlen wird, will die Stiko in Kürze entscheiden. „Die Ständige Impfkommission prüft im Moment sehr intensiv, ob sie Auffrischungsimpfungen für alle Bevölkerungsgruppen empfehlen wird“, so der Vorsitzende der Stiko, Thomas Mertens, gegenüber der Funke Mediengruppe.

Aus internationalen Studien würden Daten vorliegen, die durchaus dafür sprechen. Allerdings müsse geprüft werden, inwieweit sich die Ergebnisse auf Deutschland übertragen lassen. „Eine Entscheidung darüber wird in wenigen Wochen fallen“, erklärt Mertens.

Besonders entscheidend sei die Frage, ob die Weiterverbreitung des Coronavirus mit einer generellen Booster-Impfung tatsächlich gebremst werden kann (mehr News zum Coronavirus in NRW bei RUHR24).

Corona: Boosterimfpung wird bisher nicht überall verimpft

Bisher empfiehlt die Stiko die Boosterimpfung beispielsweise für Menschen ab 70 Jahren. Anspruch auf die dritte Corona-Impfung haben aber grundsätzlich alle Menschen, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärte. Er wirbt für die dritte Impfdosis und stellt aktuell sogar Wiedereröffnungen von erst seit September geschlossenen Impfzentren zur Debatte.

Allerdings wurde Spahn auch scharf kritisiert: Wie etwa die Bundesärztekammer betont, sei es durch die Empfehlungen des Ministers zu erhöhten Aufklärungs- und Diskussionsbedarf in Praxen gekommen. Laut dem Vorsitzenden der Kammer, Klaus Reinhardt, hätten Patienten verstärkt nach Terminen für den dritten Corona-Pieks gefragt, aber nicht alle Ärzte seien auch bereit, ihn zu verabreichen. „Da ist also von der Politik eine Erwartungs­haltung bei den Patienten geschürt worden, die viele Ärztinnen und Ärzte ohne eine wissenschaftlich fundierte Impfempfehlung nicht bedienen wollen“, so Reinhardt.

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch/dpa

Mehr zum Thema