Fotos von Kindern verschickt

Bewährungsstrafe für Christoph Metzelder: Urteil nach Geständnis jetzt rechtskräftig

Zu Beginn des Prozesses gegen den Ex-Fußballer Christoph Metzelder räumte dieser einige Taten ein. Bereits am ersten Verhandlungstag ist jetzt das Urteil gefallen.

Update, Montag (3. Mai), 15 Uhr: NRW – Das Urteil gegen den Ex-Fußballprofi Christoph Metzelder ist rechtskräftig. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland jetzt unter Berufung auf das Amtsgericht Düsseldorf berichtet, nahm die Staatsanwaltschaft die am Freitag eingelegte Berufung zurück. Dabei war es um das Handy Metzelders gegangen. Weil beide Seiten nun erklärt hatten, auf weitere Rechtsmittel zu verzichten, bleibt es bei der verhängten Strafe: zehn Monate Haft auf Bewährung wegen Besitzes und Weiterleitung kinder- und jugendpornografischer Schriften.

NameChristoph Metzelder
Alter40 Jahre
GeburtsortHaltern am See, NRW

Urteil im Fall Christoph Metzelder: Zehn Monate Haft auf Bewährung

Update, Donnerstag (29. April), 16.25 Uhr: Laut einer Gerichtssprecherin wurde Christoph Metzelder wegen des Besitzes und dem Versenden von 26 Fotos und Videos schuldig gesprochen, die den Missbrauch an Kindern zeigen. Dabei seien jedoch einige Dinge strafmildernd berücksichtigt worden.

So wurde das Geständnis von Christoph Metzelder im Prozess berücksichtigt. Zudem habe er Reue gezeigt. Durch die erhebliche mediale Begleitung des Falles sei es außerdem zu einer „faktisch vorweggenommenen Bestrafung“ gekommen. So habe Metzelder seinen Beruf aufgeben müssen und sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen müssen. Das sei bei einem unbekannten Täter anders.

Die höchsten Einzelstrafen von sechs Monaten habe es für zwei Videos gegeben, die Christoph Metzelder verschickt habe. Diese würden besonders schwer wiegen. Auch seine Therapie wurde berücksichtigt. Die Gesamtfreiheitsstrafe lautet: zehn Monate auf Bewährung.

Beobachter kritisieren jedoch, dass das Urteil täterfixiert sei und keine Rücksicht auf die Opfer nehme: die auf den Fotos und in den Videos gezeigten Kinder und Jugendlichen.

Ex-Fußballer Christoph Metzelder hat im Prozess teilweise gestanden.

Christoph Metzelder: Urteil im Prozess um Fotos von Missbrauch an Kindern gefallen

Update, Donnerstag (29. April), 15.55 Uhr: Bereits am ersten Prozesstag ist das Urteil gegen Christoph Metzelder gefallen. Er bekommt zehn Monate auf Bewährung. Das berichtet die Bild. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Damit bleibt Metzelder zwar auf freiem Fuß. Die wirkliche Strafe für den ehemaligen Nationalspieler dürfte jedoch die soziale Ächtung sein.

Update, Donnerstag (29. April), 15.33 Uhr: Im Prozess um Ex-Fußballer Christoph Metzelder vor dem Amtsgericht Düsseldorf zeichnet sich ab, dass der Angeklagte mit einer Bewährungsstrafe von zehn bis zwölf Monaten davonkommen könnte. In das Strafmaß einfließen sollen laut der Agentur AFP schließlich 18 Dateien, die Metzelder verschickt haben soll. Sie zeigen demnach teils schwersten sexuellen Missbrauch an Kindern unter 14 Jahren.

Christoph Metzelder legt im Prozess ein Geständnis ab – „akzeptiere die Strafe“

Update, Donnerstag (29. April), 13.45 Uhr: Christoph Metzelder soll den Tränen nahe gewesen sein, als er am Donnerstag vor Gericht gestand, sich kinderpornografische Fotos besorgt und diese später verschickt zu haben.

„Ich habe auf frei zugänglichen Internetseiten inkriminierte Bilder besorgt, Screenshots gemacht. Ich habe in Chats Extremfantasien ausgetauscht“, sagte der 40-Jährige laut der Agentur AFP. Die Faszination habe „in der Grenzüberschreitung gelegen“, nicht in den Darstellungen schwersten sexuellen Missbrauchs selbst. Übergriffe gegenüber Kindern und Jugendlichen habe es nicht gegeben, versicherte Christoph Metzelder.

Den Besitz von rund 300 weiteren Dateien habe er jedoch nicht zugegeben. Dennoch sprach er von einer schweren moralischen Schuld und sagte, er werde die Strafe akzeptieren. Die Opfer von sexueller Gewalt bitte er um Vergebung, sagte Metzelder im Gerichtssaal.

Laut RTL sei das teilweise Geständnis Teil einer Einigung, die bei einem Rechtsgespräch nach Prozessbeginn gefunden wurde. Dabei soll es um eine acht- bis zwölfmonatige Bewährungsstrafe gehen.

Update, Donnerstag (29. April), 13.25 Uhr: Hammer am ersten Tag des Verfahrens gegen den Ex-Fußballprofi Christoph Metzelder: Er soll die gegen ihn erhobenen Vorwürfe nach einer Verhandlungspause teilweise eingeräumt haben. Das berichten Bild und RTL übereinstimmend.

Christoph Metzelder: Ex-Fußballer kündigt im Prozess drastischen Schritt an

Ursprungsmeldung: Mit schwarzer Maske, grauem Sakko und schwarzer Hose kam Christoph Metzelder am Donnerstag (29. April) ins Amtsgericht Düsseldorf. Dort war am Morgen der Prozess gegen den Ex-Nationalspieler aus Haltern gestartet, weil er Fotos mit kinderpornografischem Inhalt an Frauen verschickt haben soll.

Christoph Metzelder zu Prozessbeginn im Amtsgericht Düsseldorf.

Zahlreiche Journalisten warteten vor dem Gerichtsgebäude in Düsseldorf auf den Ex-Fußballer, das öffentliche Interesse an dem Fall ist groß. Gegen 9.30 Uhr kam der Angeklagte dann an. Begleitet von Polizisten betrat er das Gebäude durch den Haupteingang.

Bevor im Gerichtssaal E.116 am ersten von drei geplanten Prozesstagen die Anklageschrift verlesen wurde, hatte Christoph Metzelder mit leerem Blick neben seinen Anwälten Julia Donnepp und Ulrich Sommer Platz genommen. Auf Fernsehbildern ist erneutes Blitzlichtgewitter zu sehen.

Christoph Metzelder: Details zum Prozess – Fotos sollen Kinder unter 14 und 10 Jahren zeigen

Nachdem Richterin Astrid Stammerjohann den Prozess eröffnet hatte, verlas die Staatsanwaltschaft die Anklageschrift. Dabei wurde laut RND auch auf die Art der Fotos eingegangen, die Christoph Metzelder an gleich mehrere Frauen verschickt haben soll. Zu sehen seien darauf Kinder unter 14, teilweise sogar unter 10 Jahren, die bei sexuellen Handlungen mit Erwachsenen gefilmt wurden.

Metzelders Anwalt Sommer sprach laut Medienberichten erneut über die gesellschaftliche Vorverurteilung, die er bereits zuvor scharf kritisiert hatte. Dann äußerte sich erstmals auch Christoph Metzelder.

Christoph Metzelder will alle öffentlichen Auszeichnungen zurückgeben

Er sei stolz auf seine langjährige ehrenamtliche Arbeit, sagte der Ex-Fußballprofi zu Beginn des Prozesses. Er hatte unter anderem eine Stiftung ins Leben gerufen, die benachteiligte Kinder unterstützt.

Dann kündigt er einen drastischen Schritt an: Er wolle alle öffentlichen Auszeichnungen zurückgeben, sagt Christoph Metzelder. Er hatte unter anderem 2017 das Bundesverdienstkreuz am Bande bekommen, weil er sich gegen Kinderprostitution engagiert hatte. Zudem wurde ihm der Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen. Beide wolle er „aus Respekt vor jetzigen und künftigen Preisträgern“ zurückgeben, berichtet die AFP.

Dieser Schritt sei unabhängig davon, wie das Verfahren ausgehe, sagte der Vizeweltmeister von 2002 demnach vor Gericht. Zu den Vorwürfen schwieg er jedoch.

Christoph Metzelder mit seinem Anwalt Ulrich Sommer im Amtsgericht Düsseldorf.

Prozess gegen Christoph Metzelder: Richterin deutet Strafmaß an

Einen Hinweis darauf, wie der Prozess gegen Christoph Metzelder enden könnten, gab Richterin Stammerjohann bereits. Laut dpa deutete sie an, dass für den Angeklagten auch eine Bewährungsstrafe infrage komme.

Das Strafgesetzbuch sieht für die Verbreitung solcher Fotos und Videos ein Strafmaß von drei Monaten bis zu fünf Jahren Haft vor.

Rubriklistenbild: © Wolfgang Rattay/AFP