Pflanzliche Burger für alle

Burger King: Nach Veggie-Filiale in Köln deutet Fast-Food-Kette jetzt neue Pläne an

Die amerikanische Fast-Food-Kette Burger King reagiert auf die aktuellen Ernährungstrends und eröffnet in NRW die erste Filiale mit einem rein vegetarischen Sortiment.

Update, Montag (14. Juni), 14.40 Uhr: Die erste reine Veggie-Filiale von Burger King wurde nur bis zum 11. Juni getestet. Wie die Fast-Food-Kette in einer Mitteilung schreibt, war die Aktion sehr erfolgreich. „Das Feedback von Gästen, Fans und Lieferanten begeisterte“, so Burger King. Das Feedback sei außerdem eine Bestätigung der Veggie-Nachfrage und lässt das Schnellrestaurant wohl umdenken.

UnternehmenBurger King
Gründung1954 in Jacksonville (USA)
Speisekarte (Auswahl)Whopper, Pommes, Nuggets

„Der Erfolg des einzigartigen Burger King Plant-based Restaurants bestärkt die Restaurantkette darin, den Ausbau des Plant-based Sortiments kontinuierlich voranzutreiben und somit Treiber für Fleischalternativen zu bleiben“, heißt es weiter. Klingt, als könnte das fleischfreie Sortiment bei Burger King schon bald erweitert werden.

Vegane und vegetarische Lebensmittel erleben echten Boom - Unternehmen ziehen mit

Erstmeldung, Montag (7. Juni): Immer mehr Unternehmen bieten ihren Kunden vegetarische und vegane Optionen. Kein Wunder: Der Anteil an Vegetariern und Veganern ist in Deutschland so hoch wie nie. Burger King geht deshalb noch einen Schritt weiter und eröffnet eine rein „plant based“ (Deutsch: pflanzliche) Filiale in Köln. Doch es gibt einen Haken.

Für 6,5 Millionen Vegetarier und 1,1 Millionen Veganer in Deutschland gibt es in den Supermärkten und Restaurants immer mehr Auswahl: Burger, Pizza, Salat, Nudeln - die meisten Gerichte gibt es heutzutage auch ohne Fleisch.

Sogar bekannte Marken wie etwa Rügenwalder, Ristorante oder Müller haben zuletzt immer mehr pflanzliche Lebensmittel rausgebracht. Die Produktion von Fleischersatzprodukten erzielte 2019 sage und schreibe 272,8 Millionen Euro. Und die Nachfrage wird angesichts der sinkenden Anzahl an Fleischessern weiter steigen.

Burger King: Fast-Food-Riese will mitmischen und bringt pflanzliche Produkte raus

Ein Trend, bei dem auch die Fast-Food-Konzerte längst mitmachen. Im Frühjahr 2019 brachte McDonald‘s den sogenannten „Vegan TS“ in die deutschen Filialen: einen komplett pflanzlichen Burger für knapp vier Euro. Wenig später zog auch Burger King nach und führte zunächst den „Rebel Whopper“ ein (Achtung: Wegen der Mayonnaise ist der Burger nicht vegan!) und zuletzt sogar pflanzliche Nuggets, für die der Konzern allerdings zunächst Kritik einstecken musste.

Das Problem an den „plant-based Nuggets“ war: Sie wurden in der gleichen Fritteuse zubereitet wie die Fleischprodukte. Ein echtes No-Go für Veganer und Vegetarier! Burger King selbst bezeichnete die Nuggets deshalb auch nur als „pflanzlich“ und nicht als vegan.

Burger King eröffnet bald erste fleischlose Filiale in Köln

Trotzdem hat das Unternehmen auf die Kritik reagiert und noch 2020 die Prozesse angepasst. So sollen laut eigenen Angaben die pflanzlichen Nuggets in einer separaten Fritteuse zubereitet werden, die ausschließlich für fleischfreie Produkte, wie zum Beispiel die Pommes, genutzt wird. Dafür werde pflanzliches Fett genutzt.

Mit der Einführung mehrerer pflanzlicher Produkte orientiert sich Burger King als globaler Konzern klar an den aktuellen Ernährungstrends, allerdings ist die Auswahl für Veganer und Vegetarier noch immer nicht riesig. Doch dagegen will der Fast-Food-Riese nun etwas tun und eröffnet in Köln (NRW) den ersten „plant-based Burger King“ in Deutschland. Aber was genau steckt dahinter?

Weltweit erste fleischlose Burger-King-Filiale in Köln: Angebot hat einen großen Haken

Burger King teilt mit, dass man in der Kölner Filiale ausschließlich „pflanzenbasiertes Fleisch“ und „Produktinnovationen“ wie etwa einen „Plant-based Long Chicken Patty“ bestellen kann. Dabei handelt es sich um einen pflanzlichen Burger, der wie Hähnchen schmeckt und auch so aussieht, aber kein Gramm Fleisch enthält. In den normalen Restaurants der Kette kann man ihn bislang nicht kaufen.

Burger King weist explizit darauf hin, dass sich das Angebot der pflanzlichen Filiale nicht nur an Veganer und Vegetarier, sondern auch an Flexitarier und Fleischesser richtet. Die verwendeten Fleischersatzprodukte stammen von dem Hersteller „The Vegetarian Butcher“.

Einen Haken hat die ganze Sache aber doch, denn lange bleibt der „plant-based Burger King“ an der Kölner Schildergasse nicht bestehen. Wie das Unternehmen mitteilt, handelt es sich dabei nur um ein zeitlich begrenztes Projekt. Die pflanzlichen Produkte werden vom 7. bis zum 11. Juni 2021 angeboten. Anschließend kehrt das Restaurant zur gewohnten Speisekarte zurück.

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