Bundestagswahl 2021

Merz drin, Lindner nur Platz vier: Welche NRW-Politiker ein Direktmandat holten

Das vorläufige Endergebnis der Bundestagswahl 2021 steht fest. Klar ist somit auch, welche Politiker in Nordrhein-Westfalen in ihrem Wahlkreis die meisten Erststimmen und somit ein Direktmandat für den 20. Bundestag erhielten.

Dortmund – Obwohl das vorläufige Endergebnis der Bundestagswahl 2021 steht, sind noch viele Fragen offen. Im Hintergrund werden bereits erste Koalitionsverhandlungen geführt. Ob es nach acht Jahren GroKo in Deutschland künftig eine Jamaika- oder eine Ampel-Koalition gibt, ist noch unklar. Sicher ist hingegen, welche Politiker dem künftigen Bundestag angehören.

WahlBundestagswahl 2021
BundeslandNordrhein-Westfalen
ErgebnisDirektmandate der Wahlkreise

Bundestagswahl 2021: Interaktive Karte zeigt Gewinner der Direktmandate in NRW

In den insgesamt 64 Wahlkreisen in Nordrhein-Westfalen wurden über die Erststimmen der Wähler 64 Direktmandate für das Parlament vergeben. Wer sich in seinem Wahlkreis nicht durchsetzen konnte, muss hoffen, über die Landesliste der Partei in den Bundestag einzuziehen. Wer auch dort nicht weit genug oben steht, geht leer aus.

In NRW haben einige prominente Politiker ihren Wahlkreis für sich entscheiden können – andere mussten sich hingegen geschlagen geben. RUHR24 hat dazu eine interaktive Karte erstellt. Durch das Anklicken des jeweiligen Wahlkreises wird euch angezeigt, welcher Politiker sich bei der Bundestagswahl 2021 das Direktmandat sichern konnte.

Freuen darf sich etwa Friedrich Merz (CDU). Der ehemalige Unionsfraktionschef hat sich im Hochsauerlandkreis mit 40,4 Prozent der Erststimmen gegen SPD-Widersacher Dirk Wiese (32,2 Prozent) durchsetzen können. Der gebürtige Briloner gehörte dem Bundestag bereits von 1994 bis 2009 an, hatte sich seitdem aber zunächst nicht wieder für ein Direktmandat beworben.

Bundestagswahl: Merz und Ziemiak gewinnen ihren Wahlkreis – Lindner landet nur auf Platz vier

Sein Parteikollege und CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak errang im benachbarten Märkischen Kreis II ebenfalls ein Direktmandat. Der langjährige Bundesvorsitzende der Jungen Union setzte sich mit 33,6 Prozent der Stimmen unter anderem gegen Bettina Lugk von der SPD (30,4 Prozent) durch. Ziemiak gehört dem Bundestag bereits seit 2017 an. Bei der vergangenen Bundestagswahl zog er allerdings noch über die Landesliste seiner Partei ein.

Darüber gelangt auch Christian Lindner (FDP) in den Deutschen Bundestag. Der FDP-Chef bemühte sich bei der Bundestagswahl 2021 vergeblich um ein Direktmandat. Im Rheinisch-Bergischen Kreis schaffte es der gebürtige Wuppertaler mit 16,8 Prozent nur auf den vierten Rang. Vor ihm landeten Maik Außendorf (Grüne, 18 Prozent), Kastriot Krasniqi (SPD, 22,7 Prozent) und Wahlkreis-Gewinner Hermann-Josef Tebroke (CDU, 30 Prozent).

FDP-Chef Christian Lindner verpasste ein Direktmandat bei der Bundestagswahl 2021 deutlich.

Wahl 2021: Direktmandate in NRW für Karl Lauterbach und Gesundheitsminister Jens Spahn

Besser lief es für SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Der Mediziner konnte die Wähler in seinem Wahlkreis Leverkusen - Köln IV offenbar von sich überzeugen. Mit 45,6 Prozent der Erststimmen setzte sich Lauterbach deutlich vor Serap Güler von der CDU (20,4 Prozent) durch. In einem möglichen Kabinett Scholz wird der langjährige Bundestagsabgeordnete als neuer Gesundheitsminister gehandelt.

Ein Posten, den aktuell noch Jens Spahn (CDU) bekleidet. Ob der Teil der künftigen Bundesregierung sein wird, ist aber noch unklar. Dem Bundestag wird der gebürtige Ahauser in jedem Fall angehören. Im Wahlkreis Steinfurt I - Borken I sicherte sich Spahn mit 40 Prozent der Erststimmen ein Direktmandat. Alle gewählten Kandidaten aus NRW gibt es beim Bundeswahlleiter.

Rubriklistenbild: © Paul Zinken, Sebastian Kahnert/DPA, Datawrapper; Collage: RUHR24

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