Unfall auf Kanal

Bergung der in Dortmund-Ems-Kanal gestürzten Brücke wird Wochen dauern - ein Detail ist besonders bitter

Eine Brücke ist in den Dortmund-Ems-Kanal gestürzt.
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Eine Brücke ist in den Dortmund-Ems-Kanal gestürzt.

Bei Emsbüren (Niedersachsen) ist am Montag (11. Mai) eine Brücke in den Dortmund-Ems-Kanal gestürzt. Die Bergung wird voraussichtlich einige Wochen dauern.

  • Im Emsland ist ein Schiff gegen eine Brücke gefahren.
  • Teile der Brücke stürzten in den Dortmund-Ems-Kanal.
  • Der Kanal ist nach dem Unfall voraussichtlich für mehrere Wochen gesperrt.

Update, Dienstag (12. Mai): Emsbüren/Dortmund - Die Bergung der nach einem Unfall in den Dortmund-Ems-Kanal gestürzten Brücke wird voraussichtlich mehrere Wochen dauern. Das sagte der Leiter des zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts am Mittwoch gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Nach Unfall auf Dortmund-Ems-Kanal: Bergung der Brücke wird Wochen dauern

"Wir sind am Anfang der Arbeiten und brauchen unter anderem einen Schwimmkran", sagte Ulrich Wieching, Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Rheine. "Wir hoffen, dass wir nicht über Monate reden", meinte er am Dienstag.

Nicht nur das in den Kanal geschobene Mittelstück der Brücke müsse geborgen werden. Die noch stehenden Seitenteile seien einsturzgefährdet und müssten zunächst abgerissen werden, um die Bergungsarbeiten nicht zu gefährden. Der Abschnitt bleibt vorerst für den Schiffsverkehr gesperrt. Rund 20 Frachtschiffe täglich müssen nun einen Umweg fahren.

Besonders bitter: Die 1954 gebaute und rund 60 Meter lange Brücke sollte in einigen Jahren ohnehin abgerissen werden, sagte Wieching.

Unfall auf Dortmund-Ems-Kanal: Schiff fährt gegen Brücke

Ursprungsmeldung (11. Mai): Bei einem Schiffsunglück bei Emsbüren (Niedersachsen) ist am Montagmorgen (11. Mai) eine Brücke in den Dortmund-Ems-Kanal gestürzt. Verletzt wurde dabei offenbar niemand.

Das 85 Meter lange Frachtschiff soll am Montagmorgen gegen eine Brücke gefahren sein. Dabei wurde der Mittelteil aus der Verankerung gehoben. Anschließend sei die Brücke eingestürzt und in den Kanal gefallen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Die Besatzung stoppte das Schiff nach dem Unfall und wartete auf die Wasserschutzpolizei. Der Frachter wurde nach Angaben der Polizei Emsland zur nächstgelegenen Schleuse geschleppt. Verletzt wurde bei dem Unfall auf dem Dortmund-Ems-Kanal offenbar niemand.

Eine Brücke ist in den Dortmund-Ems-Kanal gestürzt.

Die Polizei vermutet, dass das unbeladene Frachtschiff zu wenig Ballastwasser geführt habe und daher nicht unter Brücke hindurchpasste. Der Schaden soll nach Schätzungen der Polizei Emsland in die Millionen gehen.

Zuletzt waren auf dem

Dortmund-Ems-Kanal in Münster ein Güterschiff und ein Ruderboot zusammengestoßen

. Wie durch ein Wunder gab es auch hier keine Verletzten. Bei

Wesel ist im Mai 2019 ein niederländischer Matrose (19) vom Bord eines Schiffes gefallen

und spurlos verschwunden. 

Brücke stürzt in Dortmund-Ems-Kanal: Auswirkungen auf den Hafen Dortmund nur minimal

Seit 9 Uhr ist der Kanal bei Kilometer 130 bis auf Weiteres gesperrt, teilt die Bundesschifffahrtsverwaltung mit. Ein Video des NDR zeigt, dass ein großer Teil der Brücke abgerissen und in den Dortmund-Ems-Kanal gestürzt ist. Auch Teile der damit ehemals verbundenen Straße wurden beschädigt.

Wann und wie die Brückenteile aus dem Kanal geborgen werden können, ist derzeit noch unklar.

Die Sperrung des Dortmund-Ems-Kanals soll keine größeren Auswirkungen auf den Güterverkehr nach Dortmund haben, sagte Pascal Frai, Pressesprecher des Dortmunder Hafens: "Über den Rhein und den Mittellandkanal sind wir problemlos zu erreichen." Der Bund sei jedoch gut beraten, bei seinen Brücken auf eine ausreichende Höhe zu achten: "Das ist lukrativer, weil jedes Schiff mehr Container transportieren kann", sagt Frai.