56-Jähriger verliert Gleichgewicht

Dieser Mann verpasst an NRW-Bahnhof seine Bahn - dann kommt es zum Horror-Sturz

Am Hauptbahnhof in Bonn stürzte ein Mann ins Gleisbett.
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Am Hauptbahnhof in Bonn stürzte ein Mann ins Gleisbett.

Am Hauptbahnhof in Bonn ist es am Samstag (22. Februar) zu einem gefährlichen Vorfall gekommen. Ein Mann hatte seinen Zug verpasst und rutschte plötzlich von der Bahnsteigkante ab.

  • Ein 56-jähriger Mann hatte am Samstag Glück im Unglück.
  • Zunächst hatte er am Bonner Hauptbahnhof seine Regionalbahn verpasst.
  • Aus Wut darüber schlug er gegen den abfahrenden Zug - und verlor dabei das Gleichgewicht.

Bonn - "Bitte beachten Sie den Abstand zwischen Zug und Bahnsteigkante": Jeder hat diese Durchsage sicherlich schon mal an einem Bahnhof gehört. Und auch auf den Bahnsteigen geben Markierungen am Boden den Bahnreisenden genau den Mindestabstand zur Bahnsteigkante vor. Doch manchmal hilft auch das alles nichts - wie ein aktueller Fall aus Bonn zeigt.

Bonn Hauptbahnhof: Mann verpasst seine Bahn und schlägt auf Zug ein

Am dortigen Hauptbahnhof hat ein Mann am Samstagmittag (22. Februar) seinen Zug verpasst. Das ist ärgerlich, passiert jedoch jedem mal. Doch der nach Angaben der Polizei stark alkoholisierte 56-Jährige wollte das nicht einfach so hinnehmen.

Da der Zug abfuhr und die Türen sich nicht mehr öffneten, lief er, mit seinem Hund auf dem Arm, neben der Bahn her und "schlug wutentbrann t gegen die Scheibe des Zuges", schreibt die Bundespolizei Köln in einer Pressemitteilung. Dann passierte es: Der Mann verlor das Gleichgewicht und stürzte zwischen den anfahrenden Zug und die Bahnsteigkante.

Bonn Hauptbahnhof: 56-Jähriger fällt plötzlich ins Gleis

Sein kleiner Hund hatte Glück und landete unversehrt auf dem Bahnsteig. Und auch der 56-Jährige hatte offensichtlich einen Schutzengel: Da der Lokführer den Unfall bemerkte, leitete er sofort eine Notbremsung ein. Durch sein umsichtiges Handeln konnte verhindert werden, dass der betrunkene Mann von der Regionalbahn überrollt wurde.

Eine spätere Videoauswertung der Bundespolizei zeigt außerdem, wie ein unbekannter Zeuge dem Verunfallten aus dem Gleisbett half. Der alarmierte Rettungsdienst leistete noch am Bahnsteig Erste Hilfe. Dort stellte man außerdem fest, dass der 56-Jährige einen Atemalkoholgehalt von 1,6 Promille hatte.

In Bonn geriet der Mann zwischen Zug und Bahnsteigkante.

Bonn Hauptbahnhof: Trotz 1,6 Promille - Mann hat Glück im Unglück

Trotz des Sturzes ins Gleis hatte der Mann nur ein paar Schürfwunden am Körper. Ins Krankenhaus wollte er sich anschließend nicht bringen lassen. Lediglich ein Notarzt untersuchte den Mann, der anschließend entlassen wurde. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Störung öffentlicher Betriebe ein.

Zu einem ähnlichen Fall kam es erst Ende Januar im Kölner Stadtteil Ehrenfeld. Auch hier war ein Mann ins Straucheln geraten und wurde zwischen einer Straßenbahn und dem Bahnsteig eingequetscht. Bei dem 49-Jährigen endete der Unfall allerdings tödlich. Der Lokführer stand unter Schock und musste von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht und versorgt werden.

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