Besucher schockiert

Bochum: Massen-Sterben von Vögeln an beliebtem See wirft Fragen auf

Ümminger See in Bochum samt Nilgans und Küken.
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An einem beliebten See in Bochum sterben derzeit vermehrt Vögel.

In Bochum sterben an einem beliebten See derzeit vermehrt Vögel. Besucher zeigen sich entsetzt.

Bochum – Er gehört neben dem Kemnader See zu einem der beliebtesten Ausflugsziele in Bochum: der Ümminger See im Stadtteil Laer. Doch statt Naturidylle herrscht dort derzeit die blanke Panik. Immer mehr Wasservögel werden dort von Besuchern tot oder extrem geschwächt vorgefunden.

Bochum: Tote Vögel am Ümminger See besorgen Spaziergänger

Laut einem Bericht der WAZ, die sich auf Angaben von Besuchern beruft, seien dort bereits Enten, Nilgänse und deren Küken verendet. Auch Kormorane seien zu Tode gekommen. Das Problem: Noch weiß niemand, woran die Tiere sterben.

Wie die Stadt Bochum gegenüber der Zeitung angab, sei die Wasserqualität des Ümminger Sees nicht der Grund für das Sterben der Vögel. Das Gewässer, das sich zu 85 Prozent aus Grubenwasser der Zeche Robert Müser speist, habe eine konstant gute Wasserqualität, so ein Sprecher. Umwelteinflüsse seien demnach auszuschließen.

Bochum: Tierschützer kümmern sich um kranke Vögel am Ümminger See

Tierschutzorganisationen, die sich inzwischen der mysteriösen Sache angenommen haben, vermuten den Einsatz von Gift hinter den Todesfällen.

Bei der Stadt Bochum will man jetzt, um sicherzugehen, nochmals Wasserproben aus dem Ümminger See entnehmen. Zudem lässt die Stadt die Kadaver zweier toter Vögel analysieren.

Ümminger See in Bochum: Tote Vögel auch in 2020 entdeckt

Es ist nicht das erste Mal, dass tote Vögel am Ümminger See entdeckt werden. 2020 waren drei Schwäne auf mysteriöse Art ums Leben gekommen. Bei einem später obduzierten Vogel wurde jedoch ein natürlicher Tod festgestellt.

Die Stadt stellte in der Folge die These in den Raum, die Tiere seien durch „Botulismus“ gestorben. Die Vergiftung kann durch Bakterien im Wasser ausgelöst werden, die sich wiederum an warmen Tagen durch zu wenig Sauerstoff im Wasser und am Boden vermehren können – wo besonders Tiere mit langen Hälsen nach Futter suchen.

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