Großveranstaltungen

Bochum: Grüne und SPD planen brachiale Änderung bei Events

Die Koalition aus SPD und Grüne in Bochum sagt einem großen Umweltproblem den Kampf an. Dafür soll bei Veranstaltungen künftig einiges anders sein.

Bochum – Die in Bochum regierenden Parteien SPD und Grüne wollen mehr für den Umweltschutz tun. Vor allem gegen Plastikmüll hat die Koalition jetzt einen weiteren Schritt eingeleitet, um auch die Veranstaltungsbranche der Stadt zu revolutionieren.

StadtBochum
Beteiligte ParteienKoalition aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen
EreignisPlan für plastikfreie Großveranstaltungen in Bochum

Bochum: Veranstaltungen sollen plastikfrei werden – Rot-Grüne Koalition stellt Antrag

Plastikmüll stellt ein erhebliches Problem für die Umwelt dar. Die rot-grüne Koalition im Bochumer Stadtrat will insbesondere bei der Veranstaltungsbranche Änderungen vornehmen, um die Nutzung von Einwegplastik künftig zu vermeiden. Daher haben die Fraktionen einen gemeinsamen Antrag beim Umweltausschuss gestellt.

In dem Antrag fordern sie die Vermeidung von Plastikmüll auf Großveranstaltungen. Durch die Pandemie sind zahlreiche Großveranstaltungen ausgefallen, die jetzt wieder stattfinden können. Jetzt wolle man die Verwaltung dazu anhalten, eine Lösung für das hohe Aufkommen von Plastikmüll bei Events zu finden. In Stadien und bei Großveranstaltungen wird demnach ein Verzicht auf Einwegplastik gefordert, teilt Ronja Reyes, die umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Rat, mit.

Das Musik-Event „Bochum Total“ ist eine Großveranstaltung in Bochum.

Wie die Entscheidung des Umweltausschuss zu dem Antrag ausfällt, wird sich in der kommenden Zeit herausstellen. Zu möglichen Alternativen von Einwegplastik bei großen Veranstaltungen hat die Koalition in ihrem Antrag keine Angaben gemacht. Ob die Vermeidung von Einwegplastik bei Großveranstaltungen auch auf Festivals in NRW ausgeweitet werden könnte, bleibt abzuwarten (mehr News aus dem Ruhrgebiet bei RUHR24).

Bochum: Einwegplastik von Großveranstaltungen verbannen – Plastikmüll als globales Problem

Weltweit gelangen nach Schätzungen des WWF rund 4,8 bis 12,7 Millionen Tonnen pro Jahr in die Ozeane. Das entspreche eine Lastwagenladung pro Minute, erklärt die umweltpolitische Sprecherin der SPD im Rat, Martina Schmück-Glock. Mit dem Antrag greife das rot-grüne Bündnis in der NRW-Stadt einen Punkt aus dem Koalitionsvertrag auf. Einen runden Tisch zum Thema Müllvermeidung habe die Koalition bereits realisiert.

„Als den Nachhaltigkeitzielen der UN verpflichtete Stadt wollen wir einen weiteren Beitrag leisten, auch wenn er angesichts der erschreckenden Zahlen der Meeresverschmutzung nur winzig ist“, so Schmück-Glock. In den Supermärkten ist das Verbot von Einwegplastik bereits seit 2021 angekommen.

Rubriklistenbild: © Jan Huebner/Imago

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