Vor Gericht

Bochum: Schraubenzieher ins Hirn gerammt – Verbrechen hat dramatische Folge

In Bochum (NRW) ist es zu einer Serie von schwersten Verbrechen gekommen. Drei Männer müssen sich jtzt vor Gericht noch für andere abscheuliche Taten verantworten.

Bochum – Die Staatsanwaltschaft Bochum (NRW) spricht von den schwersten Verbrechen der jüngeren Geschichte. Dabei hat das erste Horrorverbrechen die Ermittler erst auf eine andere Tat gebracht. Die ganzen Vorfälle schockieren. Am Donnerstag (16. September) hat der Prozess vor dem Landgericht Bochum begonnen.

BundeslandNRW
VorfallMänner filmen abscheuliche Tat
EreignisGerichtsverhandlung am Landgericht Bochum

NRW: Landgericht Bochum befasst sich mit den schwersten Verbrechen in der jüngeren Geschichte

Die drei verantwortlichen Männer (18, 18 und 20) müssen sich jetzt vor dem Landgericht Bochum für mehrere Verbrechen verantworten. Was ist passiert? Wie auch RUHR24 im März des Jahres 2021 berichtet hat, ermittelte die Polizei Bochum in einem Fall eines versuchten Mordes.

Die Männer müssen sich vor dem Landgericht Bochum für die schrecklichen taten verantworten.

Im März 2021 ist es in der Innenstadt Bochum zu einer schweren Attacke gekommen. Dabei haben die Täter – ein 18- und ein 20-Jähriger – sowohl Schlag- als auch Stichwaffen eingesetzt. Das Opfer musste mit schweren Kopfverletzungen im Krankenhaus behandelt werden(mehr News aus dem Ruhrgebiet bei RUHR24).

NRW: Männer attackieren 21-Jährigen in der Innenstadt von Bochum mit Schraubenzieher

Wie die WAZ im Nachgang berichtet, habe es sich bei der Attacke auf das 21-jährige Opfer angeblich um einen Racheakt aufgrund eines Mädchens gehandelt. Angeblich sei es zum Streit gekommen, sodass die Angeklagten sich entschlossen haben, den 21-Jährigen zu töten.

Die Details der Tat machen fassungslos: Einer der Angeklagten sei mit einem Schraubenzieher auf den 21-Jährigen losgegangen und habe ihm diesen ins Gehirn gerammt. Zudem sei es zu schweren Schlägen und Stichen in die Brust gekommen.

NRW: 21-Jähriger muss in Bochum notoperiert werden und bleibt ein Pflegefall

Nur eine Not-OP habe dem 21-Jährigen das Leben gerettet. Der ist jetzt halbseitig gelähmt und werde dauerhaft auf Pflege und Versorgung angewiesen sein (mehr News über Kriminalität in NRW bei RUHR24).

Doch das ist nicht alles. Im Zuge der Festnahme und der Ermittlungen haben die Beamten der Polizei auf dem Mobiltelefon ein Video gefunden. „Das hat uns auf ein weiteres Verbrechen geleitet“, sagte ein Sprecher der Polizei Bochum im April 2021 gegenüber RUHR24.

NRW: Ermittler finden Video mit Horror-Tat auf dem Mobiltelefon eines Festgenommenen

In dem Video war zu sehen, wie ein immer noch unbekanntes Opfer an der S-Bahn-Station in Bochum-Höntrop von zwei Personen (ein anderer 18-Jähriger und erneut der 20-Jährige) attackiert wurde. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht vom 6. März auf den 7. März.

Das Opfer sei massiv zusammengeschlagen und mehrmals gegen Kopf und Oberkörper getreten worden. Das Handvideo soll der 18-Jährige gedreht haben, der auch in die Schraubenzieher-Attacke involviert war. Die Staatsanwaltschaft Bochum ist sich laut WAZ sicher, dass das Opfer bei dem Vorfall hätte sterben können.

Einer der Angeklagten ist wegen mehrerer Raubüberfälle und Körperverletzungen angeklagt. Dem 20-Jährigen und dem anderen 18-Jährigen wird versuchter Totschlag vorgeworfen. Zudem sei es im ersten Jahresquartal 2021 noch zu weiteren Verbrechen wie Raubüberfällen gekommen. Im jetzt gestarteten Prozess werden wohl weitere Details der brutalen Taten ans Licht kommen.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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