Erschütternd

Beliebter Radweg zur Ruhr raubt Nutzern wegen 468 Schwellen letzten Nerv

Radfahren liegt im Trend und ist gut für das Klima. Mit einer Neuerung können sich Radfahrer in Bochum nicht wirklich anfreunden.

Bochum – In vielen Städten werden Radwege neu geschaffen, erweitert oder stetig modernisiert. Momentan entsteht zum Beispiel in vielen Ruhrgebiets-Städten der RS1. In Bochum gibt es jetzt eine Neuerung auf dem beliebten Springorum-Radweg. Die Stadt hat einige neue Fahrbahnmarkierungen aufgebracht – in Form von „468 neuen Huckeln“, wie ein User auf Facebook schreibt.

StadtBochum
OrtSpringorum-Radweg
Thema468 neue Huckel

Neue Ratter-Route in Bochum – Springorum-Radweg besitzt neue Streifen

Das Thema scheint viele Menschen in Bochum zu ärgern und zu bewegen, wie die mehr als 200 Kommentare beweisen. Einige nehmen es mit Humor und kommentieren ähnliche Dinge wie dieser User hier: „So fallen die ganzen Wurzelschäden nicht auf und man hat ein gleichmäßiges Gehoppel“.

Andere sehen zwar den möglichen Zweck der Huckel auf der beliebten NRW-Route, wünschen sich aber trotzdem andere Maßnahmen: „Ich wäre dafür, dort alle paar Meter eine ordentliche Verengung zu bauen. Damit auch der Letzte, der dies als Ersatz-Rennradstrecke missbraucht, ordentlich die Geschwindigkeit drosseln muss“ (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Neue Markierungen auf dem Springorum-Radweg sollen Geschwindigkeit begrenzen

Auch einige weitere Facebook-Nutzer sehen die Maßnahme als nicht sehr wirkungsvoll an: „Zufällig bin ich gestern auf dem Weg gewesen und einige E-Bikes und Mountainbikes nehmen es gelassen, 25 km/h gehen dann auch mit den kleinen Hubbeln … Thema verfehlt“.

RUHR24 hat bei der Stadt Bochum nachgehakt – was sollen die vielen Huckel zwischen der Innenstadt und der Ruhr? „Die Schwellen dienen der Erhöhung der Aufmerksamkeit für Gefahrensituationen wie Straßenkreuzungen und Mündungen“, heißt es dazu in einer schriftlichen Stellungnahme.

„Unnötige Geldverschwendung“ – Posting zu Huckeln auf Radweg in Bochum geht viral

Doch bei den Nutzern scheinen die Markierungen nicht so gut anzukommen, wie von der Stadt offenbar erhofft. Mancherorts hört man, die Schwellen würden sich anfühlen, als würde man über ein totes Tier fahren.

„Diese Wölbungen sind ein Ausdruck der Planlosigkeit der Bauherren. Warum ist man nicht bereit, die guten Erfahrungen aus den NL zu nutzen? Uns Radfahrern ist vorzuhalten, dass wohl einige meinen, mit antreffenden Fußgängern so umzugehen, wie Autofahrer es mit uns im normalen Straßenverkehr tun. Schade, dass wir es nicht schaffen, ein Miteinander auszukommen“, kommentiert ein weiterer User.

In Bochum ärgern sich Radfahrer über diese neuen Streifen auf dem Springorum-Radweg.

Schlussendlich fasst folgender Beitrag die neuen Huckel auf dem Springorum Radweg in Bochum zusammen: „Unnötige Geldverschwendung der Stadt Bochum, Punkt. Braucht kein Mensch“.

Rubriklistenbild: © Daniele Giustolisi

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