Einsatz am Wochenende

Katzen-Horror: Tierschützer machen grausamen Fund in Bochumer Messie-Wohnung

Grausiger Fund in Bochum. Tierschützer haben dort 18 Katzen aus einer völlig verwahrlosten Messie-Wohnung gerettet. Die Tiere werden jetzt medizinisch versorgt.

Bochum – Essensreste, Kleidungsstücke, leere Pappkartons und mittendrin 18 Katzen: Die Tiere haben in einer zugemüllten, ekelhaften Bochumer Wohnung ums Überleben gekämpft. Wie lange schon, das weiß niemand. Jetzt wurden sie vom „Tierschutzverein Bochum, Hattingen & Umgebung e.V.“ gerettet.

StadtBochum
BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Bevölkerung370.899 Menschen (Stand 2020)

Tierquälerei in Bochum: Verwahrloste Katzen leben in zugemüllter Messie-Wohnung

Die Rettungsaktion der Katzen hat der Tierschutzverein auf seiner Facebook-Seite geteilt und dort bereits für blankes Entsetzen gesorgt. „Schrecklich für die Katzen aber auch für den Menschen, der es so weit hat kommen lassen. Was wohl dazu geführt hat?“, kommentierte etwa eine Userin und merkte an, dass nun hoffentlich nicht nur den Katzen geholfen werde, sondern auch den dort wohnenden Menschen. Eine andere Userin sieht das ähnlich und schreibt: „Den Menschen muss auch geholfen werden, die sind schwer krank.“

Wer genau in der verwahrlosten Messie-Wohnung lebt oder wem die 18 Katzen gehören, ist derzeit noch nicht bekannt. Feststeht nur, dass es auch für die Tierschützer absolut kein einfacher Einsatz war. „Wir sind immer noch entsetzt und fassungslos (...) 18 Katzen bedeuten viel mehr Arbeit als gewohnt (...) Der Gestank war bestialisch“, geben sie auf Facebook zu. Dennoch seien die Tierschützer „unglaublich froh und glücklich, alle Katzen gerettet zu haben“.

Was ist ein „Messie“?

Bei dem Messie-Syndrom handelt es sich um eine Verhaltensstörung, bei der Betroffene nicht dazu in der Lage sind, sich von Dingen zu trennen. Im schlimmsten Fall führt dies zu völlig verwahrlosten Wohnumfeldern, die nicht selten gekennzeichnet sind durch Vermüllung.

Verwahrloste Katzen in Bochum: Tiere sind noch in Quarantäne und können nicht vermittelt werden

Den Katzen geht es trotz der grausigen Umstände gut, heißt es weiter. Sie wurden noch Tag des Fundes von einem Tierarzt untersucht und behandelt. Allerdings befinden sie sich momentan noch in Quarantäne, weshalb sie vonseiten des Tierheimes nicht an neue Besitzer vermittelt werden können.

Aufgrund der Vielzahl von Katzen ist das Tierheim aktuell dringend auf Katzenstreu-Spenden angewiesen. Wer etwas übrig hat, solle sich einfach melden. Eine Facebook-Userin kam dem bereits nach und teilte unter dem Beitrag das Foto eines riesigen Kartons mit Katzenstreu (mehr Nachrichten aus dem Ruhrgebiet bei RUHR24).

Polizei findet mehrere giftige Tiere und Katzen in verlassener Wohnung in Hamm

Erst Ende Juli wurden in Hamm gleich mehrere verwahrloste Tiere aus einer verlassenen Wohnung gerettet. Die Schlangen, Spinnen, Skorpione und Katzen, die dort ohne ihre 29-jährige Mieterin lebten, waren teilweise in einem sehr schlechten Zustand. Zwei Schlangen seien sogar bereits tot gewesen.

Aufmerksam wurde die Polizei Hamm auf die Tiere, weil ein „seltsamer Geruch“ aus der Wohnung der Mieterin gekommen sei. Was nun mit den Tieren passiert, ist unklar. Aktuell kümmert sich das Tierasyl Hamm um sie.

Rubriklistenbild: © P. Schuetz/dpa

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